Hallo Mädels.
Ich bedanke mich für Eure Hoppinghilfe der letzten Tage (es hat sich VIEL getan!) und wende mich mit einem neuen und weniger spektakulären Thema an Euch:
Seit Jahren esse ich Süßigkeiten in großen Mengen und es tut mir definitiv nicht gut. Ich habe mich schon beim Hausarzt beraten lassen, was ich tun kann, um diese Heißhungerattacken abzugewöhnen, aber sein Tipp (morgens vor dem Frühstück eine Tasse Milch mit echtem Kakao, kein Kaba, wegen Gerbstoffen) hat nichts gebracht.
Die Süßigkeiten tun mir nicht gut. Ich bekomme Magenschmerzen und Schmerzen in den Fingergelenken und Zehen. Aufs Gewicht schlagen mir die Sweets nur gering, aber ich fühle mich insgesamt nicht wohl, sondern *grübel* irgendwie, als seien meine Zellen verklebt. Ansonsten ernähre ich mich sehr gesund: Viel Gemüse, Obst, Fisch, Vollkorn, nur Dampfgegartes und von hoher Qualität. Ich bewege mich viel und werde demnächst zusätzlich noch mit Stepptanz anfangen.
Nun lese ich seit ein paar Tagen ein Buch, das von einem Shaolin-Mönch geschrieben wurde und da wird das Thema Ernährung ausführlich behandelt. Vom Süßigkeitenkonsum wird abgeraten, da der Zucker viel Energie raubt und nur kurzfristig welche zuführt.
Der Rat war, zu beobachten, wann man zu Süßigkeiten greift. Ich esse nie abends vor dem Fernseher Schokolade oder Chips - da habe ich überhaupt keine Lust drauf; da knabbere ich lieber Studentenfutter oder Karottensticks.
Jetzt haben wir 9.30 Uhr, ich habe heute morgen gesund gefrühstückt, ich gehe nachher ins Büro, habe eben noch im Homeoffice meine Geschäftsmails gecheckt und eine sehr positive Mail betreffs meines Motorradpatents bekommen. Ich habe sie gelesen, bekam Herzklopfen, ging in die Küche und machte automatisch das Nutella-Glas auf, um mindestens 5 Löffel Schokocreme in mich reinzulöffeln.
Die letzten Tage habe ich beobachtet, dass ich immer dann zu Schokolade und Co. greife, wenn ich aufgeregt bin, positiv oder negativ. Egal, ob ich mich über viele Aufträge freuen kann - ich stopfe Schoki in mich rein. Oder wenn ich mich sorge wie gestern, wegen meines Patents...Schokolade muss in rauen Mengen her.
Ich genieße ja auch nicht, sondern ich futtere einfach das Zeug in mich rein. Es ist wie ein Impuls...eine Sucht, würde ich sagen.
Vor ein paar Jahren habe ich bei meinem damaligen Psychologen das Süßigkeitenthema ansprechen wollen, weil ich es ja ändern möchte. Er sagte, wenn ich mich weiter körperlich so schädige, würde er mich sofort in eine Psychiatrie einweisen

By the way: Meine Blutwerte sind okay, ich habe keine Diabetes.
Also, meine Lieben: Warum esse ich so viel Süßes, wenn ich positiv aufgeregt bin? Mir schadet der Süßkram, richtig schmecken tut er auch nicht, genießen tue ich ihn ebenso wenig. Und warum kann ich nicht davon lassen??? Ich habe mir heute morgen nach dem Aufwachen fest vorgenommen, heute meinen Süßikonsum zu kontrollieren. Dann kommt die konstruktive Mail und ich gehe sofort los, um mir die Zuckerdröhnung zu geben...Schade! Aber immerhin finde ich es sehr gut von mir selbst, dass ich die Zusammenhänge beobachte.
Ratlose Grüße!