Glückssteffi hat geschrieben:
Ich habe mich als Jenni deshalb in diesen Mann verguckt, weil ich ein großes Lebensthema habe, das da lautet: Zuckerbrot und Peitsche.
es tut mir leid, dass ich nach dem motto "zuckerbrot und peitsche" lebe und handele. bitte verzeih mir, ich liebe dich. danke.
Dieser Mann bedient all meine Zweifel und meine Lebensmuster: Wenn er süß zu mir ist, bin ich glücklich. Wenn er mich abweist, fühle ich mich schlecht und würde fast alles dafür tun, um ihm nah zu sein. Vielleicht esse ich deshalb auch so viel Süßes. Ich greife nach Zucker, um mich dann wieder schlecht behandeln zu lassen.
Ich opfere mich, ich gebe mich auf und alles dreht sich um diesen Schwachmaten. Denn wer so wechselhaft ist wie das Wetter, der kann kein großartiges Rückgrat haben. Wer so lau ist wie der April, ist für mich unberechenbar. Und vielleicht ist genau das eines meiner Themen: Ich kenne gar keine Konstante in meinem Leben.
es tut mir leid, dass mein leben keine konstanten hat. es tut mir leid, dass in meinem leben immer wieder brüche passieren. Ich kenne es, dass mein Leben ein einziges Drama ist, in dem sich Zuneigung und Ablehnung wie im April abwechseln.
Nicht umsonst ziehe ich bei diesem Mann den Wettervergleich herbei: Kaltschnäuzig wie Schnee, frostig wie eine Winternacht, es hagelt auf mich ein, mir schwimmen die Felle davon und bei diesem Mistwetter schickt man keinen Hund vor die Tür - nur Jenni, die kann man mit ihren Gefühlen im Regen stehen lassen.
Und dann gibt es da die freundliche Wetterseite dieses laschen, schwachen Menschen: Wenn er sie anlächelt, strahlt Jenni wie die Sonne und blüht wie eine Frühlingsblume auf. Und genau wie der Jahreszeitenzyklus wiederholen sich auch die Zyklen mit "IHM" - mal nett, mal kalt, mal sonnig, mal frostig. Und das quasi täglich.
Ich frage mich als Jenny: Will ich so was überhaupt? Wie sieht denn überhaupt meine persönliche Sonnenseite meines Lebens aus? Will ich da leben, wo ich permanent zwischen warm und kalt in den emotionalen Spagat springen muss und würde ich mich mal gerne ganz entspannt für eine Weile an einen tollen Strand legen, wo 10 Monate im Jahr die Sonne scheint und das Meer im Hintergrund rauscht?
ich liebe den teil in mir, der es immer nur so kannte: unstet, wechselhaft. oder unnährend, unbefriedigend. es tut mir leid. bitte verzeih mir. ich liebe dich trotzdem. danke
Wenn ich mir endlich darüber klar werde, WIE MEIN Leben aussehen soll, nicht nur materiell, sondern auch emotional,
ich liebe den teil in mir, der sich nicht darüber klar ist, wie sein leben emotional aussehen soll. der sich nie gedanken darüber machte - nicht wusste, dass das überhaupt möglich ist. es tut mir leid, bitte verzeih mir, danke
dann werde ich endlich sehen, dass dieser Mann es nicht gut mit mir meint. Denn wenn es weh tut, ist es keine Liebe. Und dieser Mann tut mir sehr weh.
Ich liebe mich dafür, dass ich an dem Glaubenssatz festhalte, dass mir jemand anderes Sonne ins Leben bringen muss.
es tut mir leid, dass ich nicht weiß, wei ich mir selbst sonne ins leben bringen kann. es tut mir leid, dass ich meine ein leben ist nur lebenswert mit mann....... bitte verzeih mir, danke, ich liebe dich.
Ich verzeihe mir, dass ich so abhängig von der Zuneigung eines Menschen bin - nicht umsonst arbeite ich in einer Suchteinrichtung. Ich bin selber eine Süchtige. Süchtig nach Demütigung. Süchtig nach emotionalen Wechselbädern, die mir täglich Achterbahnfahrten beschert, die von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt reicht. Ich liebe mich. Danke. Amen.
ich liebe den teil in ir, der süchtig ist nachIHM. ich liebe den teil in mir, der süchtig ist nach männern.