Glückssteffi hat geschrieben:
Wenn ich das Gefühl als Sonne habe, dass sich die Liebe wie tot anfühlt, dann kommt es mir so vor, dass sie wie ein abgespaltener Teil von mir ist. In Wahrheit ist die Liebe nicht tot. Ich habe sie nur unter einer dicken Hülle versteckt, damit die Attacken von außen nicht so weh tun. Ich habe die Liebe abgekapselt. Abespalten. Abgetrennt. Damit aller Schmerz erträglich wird. Und dennoch ist die Liebe ein Teil von mir, denn ich fühle sie ja noch. Sie fühlt sich eben nur wie tot an. Wie ein Bein, das eingeschlafen ist und in dem man kein Gefühl mehr hat. Es fühlt sich wie tot an, man hat kein Gefühl mehr darin. Und plötzlich, wenn man es bewegt, aktiviert, kehrt nach und nach das Leben, die Durchblutung wieder zurück und das Bein ist wieder zu einem fühlbaren Teil von mir geworden. Aber bis zu diesem Zeitpunkt war es unmöglich, sicher damit aufzutreten oder ordentlich damit zu gehen. Und in dem Moment des Erwachens des Beins kribbelt und kitzelt es unangenehm und man möchte am liebsten "Aufhören!!!" rufen. Ein schmerzhafter Prozess, dieses Aufwachen und Aktivieren. Aber wenn dieser Prozess mal durchgestanden ist, fühlt es sich doch ganz toll an, das Bein benutzen zu können.
Ich erkenne, dass dieser Prozess des Nicht-Fühlens meiner Liebe einen Sinn für mich hat. Ich weiß, dass Liebe in mir wohnt, denn allein wenn ich von meinen Kindern schreibe, sind die Worte voller Liebe. Die Liebe ist ein Teil von mir, den ich abgespalten habe, um nicht weiter verletzbar zu sein. Aber wenn ich stark und stabil genug bin, kann ich es auch wieder zulassen, meine Liebe voll und ganz zu fühlen. Ich liebe mich. Ich liebe die Liebe in mir. Es tut mir leid, dass ich meine Liebe für tot erklärt habe, nur damit der Schmerz erträglicher ist. Ich liebe mich. Danke. Amen.
Liebe Steffi, vielen Dank!!!
Ich nehme den Teil in mir an, der sich vor der Liebe versteckt hat, der so getan hat, als sei er gar nicht da. Ich gebe ihm mein ganzes Mitgefühl. Ich mache mich jetzt auf, mich von allem zu lösen (Neumond ist ja ein sehr guter, um nicht zu sagen optimaler, Zeitpunkt dafür), was mich daran hindert, meine Liebe wieder zu wecken und ihr den Raum zu geben, der ihr zusteht. Amen.