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 Betreff des Beitrags: genervte und verzweifelte Mutter
BeitragVerfasst: Di Feb 07, 2012 1:37 pm 
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Registriert: Di Apr 20, 2010 2:42 pm
Beiträge: 29
Ich war jetzt auch ne Weile passiv hier, aber habe wieder ein Thema:

Bitte helft beim hoppen.

In letzter Zeit kam vieles auf einmal bei meinen Eltern und jetzt kriegt meine Mutter echt fast nen Nervenzusammenbruch, weils Auto nicht anspringt. OK, wenn man einen Termin hat, ist das ja total ärgerlich. Ich versteh's ja auch, dass sie viel um die Ohren hat, wieso kann sie nicht etwas Gelassenheit rein bringen?
Kurz zur Erklärung: Vater ist Pflegefall geworden, während er in der Klinik war (letztes Jahr) hatte sie einen Autounfall (ohne Verletzung), aber mit Streit ums Recht. Sie hat Recht, aber es wird anders ausgelegt und noch anwaltlich geklärt. Alles ist beim Anwalt, aber Schreiben vom ADAC z.B. kriegt sie natürlich auch. Das regt sie auf, wenn die was fordern, obwohl alles der Anwalt macht. Dann kam Vater wieder ins Kh (er war einige Zeit zu Hause), aber die eigentliche Abteilung ist belegt, er kam in eine andere, die eben nicht sich so kümmern, wie sie müssten, mit Uhrzeiten der Medizingabe nehmen sie es nicht genau (ist aber bei ihm wichtig) und helfen tun sie ihm auch nicht viel. Solange er im Bett liegt, haben sie ja nix zu tun. Sind auch nicht so freundlich dort. Die Beschwerdestelle ist nie erreichbar. Seine Brille war vermeintlich weg (Mutter regt sich tierisch auf), lag dann aber noch daheim. War also ihre Schuld. Vorher natürlich DIE Aufregung.
Sie kann ja nicht immer in der Klinik sein, also hat sie Angst um ihn. Dann kam jetzt noch das Auto dazu, dass (bei der Kälte) nicht ansprang. Sie hatte noch nicht mal den Nerv, kurz die Autowerkstatt anzurufen oder den ADAC. Und wenn mein Vater daheim war oder dann wieder ist, regt sie sich über ihn auf, weil er halt auch anstrengend ist und immer was von ihr will.
Ich kann natürlich auch nicht rund um die Uhr helfen und machen.
Sie sagt dann immer: Es kommt immer alles zusammen. Ich will nur noch meine Ruhe.

Ich weiß nicht, was ich dann sagen soll. Klar regt man sich auf und steigert sich schnell mal rein. Ich möchte hoppen, dass sie ihre Coolness und Gelassenheit wieder findet und nicht vom kleinsten Brief gleich so genervt ist.

Hoffe ihr helft mir dabei.


Lg
Girl

_________________
Liebe Grüße von G I R L


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 Betreff des Beitrags: Re: genervte und verzweifelte Mutter
BeitragVerfasst: Mi Feb 08, 2012 6:46 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Hallo Girl,

wenn ich Dich wäre.. und ich wär schon fast selbst genervt von meiner Mutter.. dann weil.. mir das zu viel leid wäre ums mit an zu sehen..
Meine Mutter hat aber auch ein Pech.. sie sollte doch einfach mal ruhiger und gelassener SEIN.. dann würd vllt. ja auch nicht mehr soo viel passieren!!

Ich spüre einen Druck auf dem Herzen.. mir tut das alles ganz schön leid.. ich als Girl.. ich fühle mich selbst überfordert.. und zu schwach um mir das anzuhören.. anzusehen .. denn ich liebe auch meinen Vater.. und er tut mir wahnsinnig leid..
Und ich kann irgendwie gar nix tun.. muss nur zugucken..

Puh.. ich nehme das in mein Herz.. im Herzen spüre ich.. ich kann was tun.. ich selbst kann gelassener sein.. im Herzen spüre ich nämlich meine eigene Verzweiflung.. meine Ohnmacht.. dem Schicksal gegenüber das uns als Familie "beutelt"
Im Herzen habe ich ihn.. diesen Ruhepool.. ich tanke kraft und Stärke.. und werde das einfach mal meiner Mutter und meinem Vater gegenüber ausstrahlen.. ich selbst werde diese Ruhe ausstrahlen und weitergeben..
Ich danke.. Dir.. ich danke dem Universum..ich verzeihe mir.. und meiner Verzweiflung den Umständen gegenüber..
Ich liebe mich.. so wie ich bin.. und im innersten empfinde.. und ich liebe Dich..mein allumfassendes Universum.. ich spüre.. in Wahrheit sorgst Du immer für uns.. auch wenn wir es gar nicht erkennen..

Liebe Grüße
Someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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 Betreff des Beitrags: Re: genervte und verzweifelte Mutter
BeitragVerfasst: Do Feb 09, 2012 8:47 am 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
Wenn ich Girls Mutter wäre, warum würde ich mir immer diese Dramen im Leben schaffen? Ich habe das Gefühl, dass ohne mich so rein gar nichts läuft. Ich fühle mich für alles verantwortlich, ich trage die ganze Verantwortung, auch für das Leben meines Mannes, meines Kindes.
Alles muss wie am Schnürchen laufen und wenn es das nicht tut, dann drehe ich buchstäblich am Rad. Aber warum läuft nicht immer alles wie am Schnürchen? Warum geht plötzlich das Auto kaputt? Mein Auto bremst mich in diesem Moment einfach aus, damit ich innehalten kann. Ich sollte mir die Frage stellen: "Moment mal - warum ist das jetzt gerade so? Was will mir die Situation sagen?" Aber ich bin so in meiner Dramaspirale gefangen - ich kann gar nicht innehalten. Wieso bin ich gefangen? Ich habe ein Kontrollthema in meinem Leben. Ich fühle mich nur sicher, wenn ich alles zu 100% in Griff habe. Jetzt ist mein Mann auch noch ein Pflegefall - das passt ganz gut zu mir. Denn jetzt bin ich Herrin über all sein Tun und Handeln. Ich werde darin bestärkt, was ich seit jeher denke: Ohne mich geht gar nichts. Nicht mal das Leben meines Mannes.

Ich nehme mein Kontroll- und Machtdenken in mein Herz - es ist ein Teil von mir. Ich muss deshalb alles im Außen beherrschen und kontrollieren, weil in mir drin etwas außer Rand und Band ist. Das in mir drin habe ich nicht im Griff. Deshalb packe ich im Außen so herb zu. Ich verzeihe mir mein Kontroll- und Machtgehabe. Ich liebe mich. Danke. Amen.


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 Betreff des Beitrags: Re: genervte und verzweifelte Mutter
BeitragVerfasst: Mi Feb 15, 2012 1:51 pm 
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Registriert: Di Apr 20, 2010 2:42 pm
Beiträge: 29
Danke. Das sind 2 gute Ansätze.

_________________
Liebe Grüße von G I R L


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 Betreff des Beitrags: Re: genervte und verzweifelte Mutter
BeitragVerfasst: Mi Feb 15, 2012 6:12 pm 
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Registriert: Di Jul 26, 2011 5:44 pm
Beiträge: 321
ich als girls mutter habe es ja schon deutlich gesagt.... es kommt alles auf einmal. mit anderen worten ,es ist mir alles zu viel.und keiner hört mir richtig zu.keiner versteht mich.´keiner w i l l mich verstehen.
stattdessen will man von mir das ich auch noch mrs.supercool sein soll und obendrein auch noch gelassen.
keiner sieht das ich mich um alles kümmere .überhaupt,mich kotzt das ja alles gerade an das ich mich um alles kümmern soll.aber keiner hört mir zu.keiner merkt das ich die schnauze voll habe alle zu bemuttern und mich um wiklich jeden scheiss zu kümmern.
die anderen sind na klar so fett cool,auf denen lastet ja das ganze ja gar nicht.dewegen können die auch so schön cool bleiben.kunststück.
ich sags nochmal,ich hab deutlich gesagt das ich meine ruhe b r a u c h e .
irgendwie habe ich die erwartung das meine familie so viel einfühlungsvermögen besitzt das sie das von alleine bemerken.aber nee,pustekuchen.
stattdessen soll ich cool bleiben.

ich nehme meine ignoranz in mein herz (GILT AUCH FÜR DICH GIRL ) .
es tut mir leid als girls mutter,das ich nicht einfach mitverantwortung an meine familie übertragen kann.und zwar deutlich.
ich gebe last ab.ich darf das.amen

.


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 Betreff des Beitrags: Re: genervte und verzweifelte Mutter
BeitragVerfasst: Do Feb 16, 2012 10:02 am 
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Registriert: Fr Dez 16, 2011 9:07 am
Beiträge: 241
Wenn ich Girls Mama wäre, dann würde ich so reagieren, weil alle Lasten auf meine Schultern geladen werden und nicht nur das - ich soll auch alles klaglos und möglichst emotionslos ertragen, damit die Mitglieder meiner Familie so bequem weiterleben können wie bisher. Nur nicht hinschauen, dass Mama auch Ruhe braucht, dass sie kein weiblicher Herkules ist, der alles stemmt und richtet und in Ordnung bringt und hält...Ist doch so bequem. Ich als Mutter kann einfach nicht mehr, denn ich lebe die Leben meiner Familie, aber nicht mehr meines. Ich bin da in etwas hineingezogen, aus dem ich nicht wieder herauskomme.
Es tut mir Leid, dass ich mich da habe hineinziehen lassen. Es tut mir Leid, dass ich nicht vorher Grenzen gesetzt, rechtzeitig die Bremse gezogen und Stop! gerufen habe. Es tut mir Leid, dass ich dachte, ich müsste mir mein Recht auf Leben damit verdienen, dass ich die Leben anderer lebe. Ich fange jetzt an mich zu lieben und auf mich zu achten. Ich sage jetzt STOP und HALT, bis hierher und nicht weiter. Ich kann im Augenblick nicht mehr geben.

Mir als Tochter geht das Gejammer jetzt echt auf die Nerven. Meine Güte, das hat doch bis jetzt immer prima funktioniert, was hat die Mama denn nun auf einmal?! Lässt sich von einem Auto, das nicht anspringt aus der (nicht mehr vorhandenen) Ruhe bringen. Ich sehe noch nicht, dass ich nicht meinen Teil zu dem Ganzen beitrage, dass ich nicht alles auf meine Mutter abwälzen darf.
Es tut mir Leid, dass ich noch blind bin für die Bedürfnisse meiner Umgebung. Ich nehme jetzt meine Eigenverantwortung wahr und übernehme meinen Teil. Ich liebe mich, Amen.


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