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Ich habe eigentlich schon lange, wenn auch nicht so ganz zielgerichtet gewünscht. Mein Urlaubswetter hat zum Beispiel, seit wir in Deutschland bleiben, immer gepasst. Einige meiner Kollegen fanden das schon eigenartig und wollten mit mir gemeinsam Urlaub machen. Seltsamerweise hatten sie zur gleichen Zeit in einer anderen Gegend schlechteres Wetter. Nachdem ich mehr durch Zufall und aus Neugier über Bärbels Bücher gestolpert bin, habe ich so richtig bewusst angefangen zu wünschen. Angefangen habe ich mit Parkplätzen, damit gibt es bei meiner Arbeitsstelle immer Probleme. Und siehe da, wenn ich das Wünschen nicht vergesse, bekomme ich meinen Parkplatz genau da, wo ich ihn bestellt habe. Mittlerweile habe ich sogar meinen Mann davon überzeugt und er bestellt sich jetzt seinen Parkplatz direkt vor der Tür des Arztes. Da hatte er in den 2 Jahren vor der Wunschanwendung nie Glück. Heute lacht er nur. Im letzten Herbst habe ich mir mein Wetter und eine reichliche gut gemischte Mahlzeit zum Pilze sammeln bestellt. Es war eklig trübe und diesig als wir losfuhren. Kurz vor unserem"Pilzwald" kam die Sonne raus. Wir fanden bei einem schönen Waldspaziergang eine richtig gute Mahlzeit verschiedenster Pilze. Anschließend haben wir an der Straße aus der Gulaschkanone gegessen und als wir uns auf den Rückweg machten, fing es an zu regnen. Inzwischen hat das Wünschen auch schon bei finanziellen Engpässen geholfen. Auf das Geld vom Finanzamtmussten wir ewig warten, es kam genau, als wir es für die Autoreparatur brauchten. Und bei einigen anderen Gelegenheiten passte es auch. Seitdem bin ich wesentlich ruhiger und ausgeglichener geworden. Im letzten Jahr hat mir dann noch der Handleser gesagt (ich war ja bei der Terminvereinbarung erst etwas skeptisch, aber sooo neugierig), dass ich eine gute Verbindung zum Universum habe. Ich würde zwar nicht im Lotto gewinnen, aber was ich mir wünsche bekomme ich. Da musste ich schon innerlich grinsen. Es gibt wohl doch Dinge zwischen Himmel und Erde die man nicht logisch erklären kann.
Ja, und nun weiß ich auch, dass man seine Wünsche manchmal auf sehr kuriose und auch schmerzhafte Weise erfüllt bekommt.
Im April bin ich in den Urlaub gefahren. Die Wettervorhersage war mal wieder nicht berauschend. Ich war ziemlich urlaubsreif, bestellt angenehmes sonniges Wetter, einen richtig erholsamen Urlaub und viel Ruhe (astronomisch, weil wir mit unserem knapp vierjährigen Enkel in den Urlaub fahren wollten). Aber ich hatte mir all das verdient. Vergessen hatte ich natürlich, wie fast immer, den Ostseewind abzubestellen, aber das Wetter war schön. Am 2. Urlaubsabend bin ich gestürzt und habe mir den Mittelfuß gebrochen. Als wir ins Krankenhaus gegangen sind, ich konnte kaum auftreten, kam ein Herr mit zwei Krücken an uns vorbei. Ich sagte zu meinem Mann: "Eine davon würde mir schon etwas helfen". Mit zwei Krücken und einem Gipsfuß habe ich das Krankenhaus verlassen. Es ist ein komplizierter Trümmerbruch und musste operiert werden. Nun habe ich seit 6 Wochen Liegegips und viel Ruhe. Viel mehr als Lesen geht nicht. Ruhe und Erholung, mehr als mir lieb sind.
Also habe ich die 21 goldenen Regeln von Bärbel gelesen. Irgendwo stand darin ein Hinweis auf den Körperzellensong. Ich find das Ding zwar vorsichtig ausgedrückt etwas eigenartig und schon lustig. Aber das Lied spukt mir seitdem immer zu im Kopf rum und seltsamerweise sind seitdem meine starken Schmerzen merklich besser geworden und die Schwellung, die gar nicht zurückgehen wollte, wird auch zunehmend weniger. Ich hoffe, dass ich nächste Woche den Liegegips los werde und es dann bald besser geht. Und dann steht schon bald der nächste Urlaub an.
In Zukunft werde ich meine Wünsche glaube ich etwas vorsichtiger formulieren. Aber ich hab genau das bekommen, was ich bestellt habe. Leider ...
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