Hallo zusammen,
als Leidensgenossin von AlexaH möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Ich bin 1,62 m groß, und was ich wiege, will ich gar nicht wissen (hab' meine Waage auch vor etlichen Jahren schon in die Tonne gekloppt). Aber eines weiß ich mit Sicherheit: es liegt bei mir nicht am Essen. Ich war immer ein Nudel-Fan, und bis vor knapp sieben Jahren waren die nie ein Problem. Ich konnte soviel essen, wie ich wollte, ich blieb konstant auf 58 kg. Dann bekam ich eine Arbeitsstelle, wo ich mich "schützen" mußte, dazu kam eine gesteigerte Angst vor Männern. (Damit hätten wir schon mal das Problem des Schutzwalls.)
Da ich Louise L. Hay sehr gerne mag, hab' ich öfter schon versucht, mit Affirmationen und vor allem Spiegelarbeit mein Gewicht in den Griff zu kriegen. Folge: je mehr und öfter ich mich im Spiegel betrachtete, umso dicker kam ich mir vor, und umso enger wurden die Hosen. Das half also auch nix, und ich mußte mir eine neue Möglichkeit suchen. Diät kam für nicht nie in Frage, weil ich einfach gerne esse (hab' ich immer getan), und ich will auch nicht bis ans Ende meines Lebens mit Weight Watchers Punkte zählen müssen.
Nach vielen vergeblichen Versuchen handhabe ich es heute so: ich versuche, wann immer ich mich im Spiegel sehe, irgendetwas Schönes an mir zu sehen. Manchmal sind's meine Hände, oder meine Füße, oder meine Schultern oder irgendetwas anderes an meinem Körper. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich mich auf meinen Bauch, meine Schenkel oder meinen Po konzentriere. Dann fange ich sofort an zu suchen, was mir in diesem Moment gerade gut an mir gefällt. Das macht zumindest ein besseres Gefühl, und ich fühle mich nicht ganz so wie eine dicke Nuß. Außerdem versuche ich der Gewichtszunahme etwas Positives abzugewinnen. Es hat zwar immer das gleiche Ergebnis, aber das ist egal. Durch das Mehr an Körpergewicht habe ich auch eine größere BH-Körbchengröße gekriegt, und das ist etwas, was mich wirklich froh macht. Darauf konzentriere ich mich dann.
Visualisierungen setze ich auch manchmal ein, und zwar sehe ich mich dann immer wieder in einer Jeans, die ich seit 10 Jahren habe. Sie war immer ein wenig weit, heute passe ich nicht mehr rein. Aber in meiner Vorstellung sehe ich mich in dieser Jeans durch die Gegend laufen, sie sitzt weit, und ich kann mich super darin bewegen. Gibt auch ein gutes Gefühl, und das ist sowieso das Wichtigste.
Als letztes kann ich noch eine kleine Übung empfehlen, die zumindest gefühlsmäßig bei mir wahre Wunder wirkt. Dazu lege ich mich abends ins Bett, wenn alles dunkel ist und ich mit meinem Schlafi ja etwas sehr Bequemes, sprich: Weites anhabe. Dann fühle ich, wie ich auf der Matratze liege und sehe mich schlank und leicht. Ich "sehe", wie ich kaum eine Delle in die Matratze mache, weil ich eben so leicht und schlank bin. Das ist eine schöne Übung, die mir sehr gut tut, und damit läßt sich auch gut einschlafen. (Die Übung habe ich übrigens aus einem Newsletter von Abraham-Hicks.)
So, jetzt weiß ich nicht, ob ich wirklich etwas Hilfreiches hier beisteuern konnte, aber "geteiltes Leid ist ja halbes Leid", und wenn ich mir gar nicht zu helfen weiß, dann halte ich es mit dem dicken Kater Garfield, und sage mir: "Ich bin nicht übergewichtig, ich bin nur untergroß!"
Viele Grüße an alle
vom Gotham Girl