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 Betreff des Beitrags: Verlustangst
BeitragVerfasst: Do Okt 20, 2005 7:37 am 
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Registriert: Fr Okt 14, 2005 7:26 am
Beiträge: 38
Hallo!
Ich brauche euren Rat oder einen Tipp!
Seit einigen Monaten habe ich eine Beziehung mit einem Mann und bin sehr glücklich!
Aber in regelmässigen Abständen plagen mich Verlustängste, die mir selbst nicht gut tun. Wenn dieses schlimme Gefühl in mir hochkommt dann sehe ich überall Gespenster und glaube, dass er eine andere hat. Obwohl er wirklich total lieb zu mir ist!
Es ist schrecklich, weil ich selbst Angst habe vor diesen Gedanken und Szenen die ich mir einbilde. Ich verdränge es gleich wieder, weil ich mich davor fürchte, dass es wirklich wahr werden könnte. Ich weiß, dass wir unsere Realität selbst schaffen, darum brauche ich eure Hilfe: was kann ich am besten tun (oder mir wünschen), damit diese schlechten Gefühle oder negativen Gedanken und Verlustängste komplett fern bleiben.
Immer wenn sie auftreten wünsch ich mir, dass es mir besser geht und dass das Mißtrauen und die Ängste verschwinden. Das klappt auch ganz gut, aber sie kommen immer wieder; wie ein Bumerang!

Kann mir jemand helfen?

lg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 20, 2005 9:20 am 
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Registriert: Sa Okt 01, 2005 7:55 am
Beiträge: 11
Hallo,

ich kann Dir nur den Rat geben: lies das Buch "Leide nicht - liebe" von Werner Ablass.

Das Problem ist wahrscheinlich, dass Du diese negativen Gedanken und Gefühle "wegdrückst", Du willst sie nicht haben und schiebst sie weg. Deshalb kommen sie immer wieder "zurück".

In dem og. Buch steht, wie Du Dich gerade mit solchen negativen Gefühlen lieben kannst, d.h., Dich selber annehmen, wie Du gerade bist. Gefühle zulassen, annehmen. Die Gefühle sind ja da, und wollen wahrgenommen werden...

Ich weiss nicht, ob das jetzt sehr hilfreich für Dich war :?

LG
U.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 20, 2005 12:42 pm 
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Registriert: Fr Okt 14, 2005 7:26 am
Beiträge: 38
Hallo!
Danke für deine Hilfe und deinen Buch tipp!
ABER: ich liebe mich selbst, das ist nicht mein Problem. SONDERN: ich habe Angst, meinen Freund zu verlieren oder dass die schönen Zeiten die wir haben von heut auf morgen weg sind.
Oder bedeutet das auch,dass ich mich selbst nicht liebe?

Verwirrung.
:roll:

lg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 20, 2005 9:57 pm 
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Registriert: Di Okt 18, 2005 3:06 pm
Beiträge: 5
Hallo!

Hast Du mit Deinem Freund über Deine Verlustängste geredet? Ich denke, es wäre wichtig, wenn er Bescheid wüsste. Vielleicht klärt sich dann vieles.

Ich hatte eine Freundin, der ging es gleich wie Dir. Ihr Freund hat ihr dann gesagt, er hätte nicht die geringste Absicht, sie zu betrügen. Ihre Ängste blieben noch eine Weile bestehen, dann sind sie langsam verschwunden. Eine Psychotherapie hat ihr zusätzlich noch geholfen.

Ich hatte auch selbst einmal solche Gefühle , die sich dann aber leider bewahrheiteten. Ich hatte einfach das Richtige gespürt, wollte es aber lange Zeit nicht wahr haben.

Deshalb ist es so wichtig, dass Du mit ihm darüber sprichst, und Dir vielleicht auch von aussen Hilfe holst. Ich wünsche Dir viel Glück!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 20, 2005 10:11 pm 
Ich wollte Dir den gleichen Vorschlag wie uhuohnehu geben.

Denn Du darfst es nicht verdrängen,es kommt immer wieder wie ein Bumerang zurück bist Du den Gedanken festhälst und Dich dafür liebst.

Im 2. Buch von Werner Ablaß "Liebe ist die Lösung" wird es noch deutlicher erklärt.

Denk daran, was man befürchtet, kann eintreten. Weil Du das mit Deiner Angst magisch anziehst.

Auf diese Weise bin ich auch meine große Liebe vor c.a. 18 Jahren losgeworden. Ich hatte immer angst ihn zu verlieren.

Alles Gute und Gruß Ille


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BeitragVerfasst: Fr Okt 21, 2005 8:36 am 
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Registriert: Fr Okt 14, 2005 7:26 am
Beiträge: 38
Danke, ihr Lieben, für eure Hilfe!

Er hat mir mehr als einmal gesagt, dass er nur mich will und dass ich für ihn die wunderbarste und wunderschönste Frau bin, die es gibt, und dass alle anderen Frauen bei ihm keine Chance haben!
Das glaube ich ihm auch.
Ich habe auch nicht die Angst, dass er mich betrügt. Das nicht.
Ich kann das so schlecht erklären. Ich bin so glücklich mit ihm und manchmal kommen mir eben solche Gedanken, dass es schrecklich wäre, wenn es nicht so wäre oder wenn er nicht mit mir zusammen wäre.
Habe einfach Angst, dass diese schöne Zeit aus sein könnte.
ABER: wie gesagt; ich weiß, dass unsere Gedanken Wirklichkeit werden (können) und dass wir unsere Realität selbst bestimmen und dass wir das WAS WIR AM MEISTEN FÜRCHTEN, AM MEISTEN ANZIEHEN, und darum "dräng" ich diese Gedanken auch gleich wieder weg, wenn sie da sind.

Wollte nur wissen, warum ich hin- und wieder solche Ängste hab.
Vielleicht liegt es in meiner Kindheit, weil ich ein Elternteil "verloren" hab. Ein Elternteil wollte mich nicht, um genau zu sein und vermutlich kommt daher diese Angst.

Soll ich eine Therapie machen? Wer kennt sich damit aus? "Welche" wäre am besten für mich?
Oder ich wünsche mir einfach eine dauerhafte Lösung oder einen Weg, der mich davon befreit? (Was auch immer es dann sein mag. Was auch immer das Universum für mich am besten befindet)

LG


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 Betreff des Beitrags: Buddhistische Sicht
BeitragVerfasst: Fr Okt 21, 2005 11:09 am 
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Registriert: Do Sep 22, 2005 11:29 am
Beiträge: 88
Wohnort: Hamburg
Liebe Eliza,

ich kenne Verlustängste nur zu gut. Auch ich bin der Meinung, mich selbst ausreichend zu lieben und sie plagen mich trotzdem immer wieder mal.
Aus Psycholigscher Sicht hat diese Angst u.A. mit mangelndem Ur-Vertrauen zu tun. Erikson hat viel dazu publiziert. Wer nicht von Anfang an das Gefühl vermittelt bekommen hat, bedingungslos geliebt und in seinen Bedürfnissen wahr- und ernstgenommen zu werden, entwickelt nur schwer diese Ursicherheit- einfach geliebt zu werden und zu vertrauen.

Vielleicht kannst du mal bei dir kucken: gab es Verluste in deiner Biografie, die du nur schwer verkraftet hast? Wie gehst du überhaupt mit dem Thema Verlust um, wie ist deine innere Haltung dazu?

Und last but not least: vielleicht nützt es, parallel zur Selbstreflexion, Akzeptanz (siehe vorherige Antworten) und Offenheit deinem Freund gegenüber, eine gewisse Gelassenheit zu entwickeln. Buddhisten haben für sich erkannt, das die Ursache für Leiden immer das festalten an Dingen, Gefühlen, Zuständen ist. Auch am Glück. Das Problem ist dabei, dass alles vergänglich ist bzw.im Fluss der Veränderung. Das ist eine recht radikale Sicht, kann aber- wenn man sich mal wirklich drauf einläßt- erleichternd sein. Denn auch das Leid ist somit folglich vergänglich. Halte nicht an deinem aktuellen Zustand fest, denn er ist flüchtig.

Verständnisvolle und liebe Grüße von
Weltenwandlerin78

_________________
Jeder Tag ist eine Antwort auf deinen Ruf nach Leben


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Okt 21, 2005 1:30 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
http://www.verlustangst.de/verlustangstmainf.html


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Okt 22, 2005 11:14 am 
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Registriert: Di Okt 18, 2005 3:06 pm
Beiträge: 5
Hallo Eliza

Das Problem bei der Verlustangst ist, dass es ein Gefühl ist, und ein Gefühl kann man nicht mit dem Verstand "kurieren", sondern man muss es auf der Gefühlsebene angehen. Da gibt es natürlich verschiedene Methoden und Therapien; welche für Dich die geeignetste ist, musst Du selbst herausfinden. Falls Du wirklich eine Therapie machen möchtest (der Leidensdruck ist ja da), würde ich mir einfach die für Dich richtige Therapie und den/die für Dich richtige Therapeuten/in bestellen. Manchmal kann man seine Probleme beim besten Willen nicht selbst lösen udn braucht zwischendurch Hilfe von aussen.

Ich wünsche Dir viel Glück und weiterhin eine wundervolle Beziehung mit Deinem Freund!

Lg
mermaid


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