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 Betreff des Beitrags: Neuer Job?
BeitragVerfasst: Do Mär 09, 2006 10:38 am 
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Registriert: Mi Mär 08, 2006 4:20 pm
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Hallo Ihr alle, :)
das ist mein erster Beitrag hier, ich kenne die Bücher fast alle, aber irgendwie beschäftige ich mich immer nur mit den Bestellungen, wenn`s mir mal nicht so gut geht.
Im Moment bin ich mit meiner Arbeit ziemlich unglücklich, seit diesem Jahr hat sich da einiges geändert, so daß es mir nicht mehr gefällt. Also die "äußeren Umstände" sind alle ok, kein weiter Weg, Gehalt ok und mit meinen Kollegen vertrage ich mich auch, aber die Arbeit an sich macht mir keinen Spaß. Ich könnte natürlich jetzt losgehen und mir einen neuen Job suchen, das Problem ist aber, daß ich in meinem Beruf gar nicht mehr wirklich arbeiten will und mir irgendwie was anderes wünsche, aber keine richtig konkrete Vorstellung habe. Da ist nur so ein diffuses Gefühl in mir, was es ungefähr sein soll. Vielleicht ist die Zeit ja auch noch nicht "reif".
Außerdem ist es total fremd von meiner Ausbildung.
Also ich weiß jetzt gar nicht, was ich mir bestellen soll und wenn doch, dann würde die Bestellung wahrscheinlich daran scheitern, daß ich mir so einen Jobwechsel gar nicht wirklich zutraue und auch für total realitätsfremd halte.
Helft mir mal auf die Sprünge!


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BeitragVerfasst: Do Mär 09, 2006 11:35 am 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
Hallo

Da du ja hier weitgehend anonym bist, wäre es für uns hilfreicher, wenn du etwas genauer schreibst. Es gibt den schönen Spruch, dass nichts unmöglich ist, oder kennst du den: "Be reasonable, ask to do the impossible" Das war mein Leitspruch (ich hatte den auf einer Postkarte)

Deine Ausbildung muss noch lange nicht abgeschlossen sein (ich schätze mal nicht, dass du Primaballerina oder etwas werden willst, wo man schon als Kind anfangen sollte). Ich rede aus Erfahrung, hab auch später noch eine ganz andere Ausbildung begonnen.

Alles, was du brauchst, ist ein Ziel, ein paar Infos, ein wenig Mut, unkonventionell zu sein, tja, das ist es auch schon. Und natürlich Durchhaltevermögen.

Bestell dir also einmal einfach eine "Idee", was es sein könnte....


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BeitragVerfasst: Do Mär 09, 2006 4:31 pm 
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ja mit dem konkreter werden hast Du wohl recht, Allall, hatte ich mir auch schon gedacht, hab`s mir aber irgendwie nicht getraut, wie ich wahrscheinlich sowieso viel zu ängstlich und vorsichtig bin.
Also ich bin Betriebswirt und arbeite im Rechnungswesen, hocke also den ganzen Tag vor dem PC und beschäftige mich mit irgendwelchen Zahlen oder schlimmer noch mit Gesetzen. Ich wünsch mir einfach ein bißchen mehr Abwechslung und Aufregung. Und nicht so was "trockenes". Als Hobby bastele, nähe und stricke ich gerne und denke mir auch fast alles selbst aus. Sowas würde ich gern auch als Beruf machen, aber irgendwie traue ich mir eben keinen kreativen Beruf zu bzw. nochmal auf was völlig neues umzusteigen.
Also die Idee brauche ich mir wahrscheinlich gar nicht mehr zu bestellen.
Wahrscheinlich war es schon hilfreich, hier mal alles aufzuschreiben. :)


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BeitragVerfasst: Do Mär 09, 2006 6:03 pm 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
:lol: ich hab auch Wirtschaft studiert - willkommen im Club :lol:

Mein erster Job war ebenfalls etwas fad.... ich hab aber dann auf Pädagogik studiert und kann somit auch unterrichten - war früher eigentlich mein Traum - was ich auch tue. Über Langeweile kann ich mich jetzt wahrhaftig nicht mehr beklagen ... eher im Gegenteil :D (da fällt mir grad ein, ich hab mir damals meine Langeweile abbestellt)

Deine gegeteiligen Hobbies wundern mich nicht. Ich hab eine Freundin, die auch BWL studiert hat und jetzt in einer Bank arbeitet, und grad vor kurzem mit dem Stricken begonnen hat.

Wie gut du allerdings bist und was du machen könntest, kann ich dir leider nicht sagen. Da ich leider so gar keine kreative Ader habe (in Zeichnen hatte ich immer eher schlechte Noten, Handarbeiten ging nur unter Druck, mussten immer meine Verwandten mithelfen, gebastelt hab ich schon als Kind nie freiwillig) kann ich das auch schlecht bewerten....

Vielleicht kannst du nebenbei ein paar Stunden unterrichten, ich meine jetzt, an der Volkshochschule Kurse geben???? Z.B. für so Typen wie mich, die endlich mal wirklich LERNEN wollen, wie man zeichnet/malt? Oder kannst du deine Werke auf einem Basar verkaufen? Ich denke mal, Handschuhe oder Schals verkaufen sich eher leicht. Vielleicht kannst du das ganze ja über Ebay verkaufen????

Wie gesagt, du mussst ja nicht gleich davon leben, es reicht ja, wenn du nebenher was damit machst!!! Ein zweites Standbein ist nie schlecht!

Ich würde einfach mal ein bißchen in eigener Sache recherchieren, im Internet, in Künstler-Foren (wird es schon geben), in Zeitungen den Kulturteil durchlesen oder sogar die Jobangebote!!!


Ich kenne auch einen, der nebenher ein Buch illustriert hat (ein Diätbuch, übrigens!).

Außerdem gibt es da ein Buch, ich weiß nicht mehr genau, wie es heißt, ich glaube "Der Weg des Künstlers" oder so... sicher das richtige für dich...

Vielleicht kennst du jemanden, der dir helfen kann... oder bestellst vom Universum jemanden, der sich auskennt, dir beisteht.

Ach ja, geh mal auf Vernissagen, Ausstellungen etc. Da triffst du sicher Gleichgesinnte!


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BeitragVerfasst: Do Mär 09, 2006 6:20 pm 
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Registriert: So Sep 18, 2005 2:11 pm
Beiträge: 69
Wohnort: an der schönen donau
hallo,

würde dir der beruf der beschäftigungstherapeutin gefallen? da wäre alles dabei was dir spass machen würde.
du könntest ja erst mal schnuppern in diesem bereich und wenn es dir zusagt dich um einen ausbildung kümmern. die kann man auch auf den 2.bildungsweg machen. also , arbeiten und nebenbei lernen.

ich wünsch dir alles gute und viel erfolg bei der suche.

_________________
Liebe Grüße Claudin


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BeitragVerfasst: Do Mär 09, 2006 6:29 pm 
Ich bin Allalls Meinung. Sei neben deinem Beruf kreativ und bau dir damit ein zweites Standbein auf, genau so wie von Allall beschrieben. Kreativität neben einem trockenen Job ist was ganz Feines. Was dann daraus mal wird, ob du mal dein Hobby zum Beruf machen wirst/kannst, das wird sich mit der Zeit zeigen. Eins solltest du jedoch wissen: Du wirst dann voraussichtlich nie mehr so gut verdienen wie jetzt. Demnach wirst du Prioritäten setzen müssen: trockener Job, aber mit gutem Verdienst oder aber Künstlerdasein, Selbstverwirklichung, dafür aber mit wenig Verdienst.


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BeitragVerfasst: Fr Mär 10, 2006 12:10 am 
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Registriert: So Feb 26, 2006 7:42 pm
Beiträge: 292
Nana hat geschrieben:
Eins solltest du jedoch wissen: Du wirst dann voraussichtlich nie mehr so gut verdienen wie jetzt. Demnach wirst du Prioritäten setzen müssen: trockener Job, aber mit gutem Verdienst oder aber Künstlerdasein, Selbstverwirklichung, dafür aber mit wenig Verdienst.


Vielleicht hab ich ja das Prinzip nicht verstanden - aber wenn man sich alles bestellen kann, was man will, kann man sich doch auch was bestellen in der Art: "Einen kreativen Job, der mich fordert, aber nicht überfordert, der mir Spaß macht und bei dem ich zumindest langfristig mindestens genauso viel Geld verdienen werde wie in meinem jetzigen Job."

Oder???


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BeitragVerfasst: Fr Mär 10, 2006 12:23 am 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Nana hat geschrieben:
Eins solltest du jedoch wissen: Du wirst dann voraussichtlich nie mehr so gut verdienen wie jetzt. Demnach wirst du Prioritäten setzen müssen: trockener Job, aber mit gutem Verdienst oder aber Künstlerdasein, Selbstverwirklichung, dafür aber mit wenig Verdienst.


Hallo Nana,

diese Haltung ist genau das Gegenteil von Realitätsgestaltung.

Diese funktioniert nämlich andersrum: Wenn man wirklich erfolgreich sein will (auch finanziell!), sollte man IMMER das tun, was man liebt.

Tut man etwas, nur weil man glaubt es tun zu müssen, oder weil man Angst hat das nichts besseres mehr kommt, oder weil man glaubt Erfolg entsteht durch harte Plackerei, wird man niemals so erfolgreich, wie man es mit einer Tätigkeit wird, die einen wirklich begeistert.

An Wolke: man kann, man darf und man sollte sogar :-)

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 10, 2006 12:09 pm 
Ja schon, aber trotzdem muss man es ein bisschen realistisch sehen. Wie kann jemand, der gerne bastelt, näht und strickt, sein Hobby zum Beruf machen? Wohl am besten mit einem eigenen Geschäft, in dem er Dinge für Gleichgesinnte sowie seine eigenen Produkte verkauft. Schöne Sache, aber man verdient damit sicher weniger als als Betriebswirt. Wobei einem die Kenntnisse dieses Berufs bei der Geschäftsgründung sicher sehr zugute kommen. Allerdings weiß man dann auch, dass es, wenn man sich selbstständig macht, ein paar Jahre dauert, bis man richtig im Geschäft ist - war bei mir genauso.


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BeitragVerfasst: Fr Mär 10, 2006 12:55 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Hallo,

"Allerdings weiß man dann auch, dass es, wenn man sich selbstständig macht, ein paar Jahre dauert, bis man richtig im Geschäft ist - war bei mir genauso."

Das ist ein Glaubenssatz, der sich für dich erfüllt hat. Es KANN so ein, aber es MUSS nicht so sein.

"Ja schon, aber trotzdem muss man es ein bisschen realistisch sehen. Wie kann jemand, der gerne bastelt, näht und strickt, sein Hobby zum Beruf machen? Wohl am besten mit einem eigenen Geschäft,"

Da gibts noch zig anderer Möglichkeiten.

"Schöne Sache, aber man verdient damit sicher weniger als als Betriebswirt."

Wer sagt das ? :-)

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 10, 2006 2:26 pm 
Sonja hat geschrieben:
Hallo,

"Allerdings weiß man dann auch, dass es, wenn man sich selbstständig macht, ein paar Jahre dauert, bis man richtig im Geschäft ist - war bei mir genauso."

Das ist ein Glaubenssatz, der sich für dich erfüllt hat. Es KANN so ein, aber es MUSS nicht so sein.


Nö, wenn man sich mit was sehr Gefragtem selbstständig macht, muss es nicht so sein. Und dann kommt es auch noch drauf an, wie man sich selber in Sachen Marketing anstellt :)

Zitat:
"Ja schon, aber trotzdem muss man es ein bisschen realistisch sehen. Wie kann jemand, der gerne bastelt, näht und strickt, sein Hobby zum Beruf machen? Wohl am besten mit einem eigenen Geschäft,"

Da gibts noch zig anderer Möglichkeiten.


Zum Beispiel? Ein eigenes Modelabel gründen? Klar, das geht. Aber dazu muss man sich an den gängigen Geschmack anpassen (oder aber was ganz Neues, Innovatives machen).

Zitat:
"Schöne Sache, aber man verdient damit sicher weniger als als Betriebswirt."

Wer sagt das ? :-)


Eine Verkäuferin, auch mit eigenem Geschäft, verdient nun mal weniger als ein Betriebswirt, das ist Tatsache. Es sei denn - siehe oben, oder es wird eine Marktlücke gefunden oder sowas.

[/quote]


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BeitragVerfasst: Fr Mär 10, 2006 10:49 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
"Eine Verkäuferin, auch mit eigenem Geschäft, verdient nun mal weniger als ein Betriebswirt, das ist Tatsache. Es sei denn - siehe oben, oder es wird eine Marktlücke gefunden oder sowas."

Wieso ist das eine Tatsache? :-)

Das klingt ja so, als gebe es keine erfolgreichen Unternehmerinnen...von denen einige sich wahrscheinlich über das Einkommen eines Betriebswertes schlapplachen :-)

grinsende Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 11:02 am 
Eine Unternehmerin ist für mich eine Frau, die ein eigenes Unternehmen, sprich, eine ganze Firma mitsamt Mitarbeitern gegründet hat, nicht einen Handarbeitsladen, in dem sie selber und vielleicht noch ihre Mutter verkauft.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 12:15 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
:-)

Tja, selbst der Begründer von McDonalds (der heute wohl dutzende von Betriebswirten beschäftigt ;-) ) hat mit Buletten braten an einer Strassenecke angefangen :-)

Wenn man an sich glaubt, und das was man tut mit Begeisterung tut, öffnen sich einem immer Wege. Man muss nur anfangen.

Liebe Grüße
Sonja


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 5:17 pm 
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Registriert: Mi Mär 08, 2006 4:20 pm
Beiträge: 13
Wohnort: NRW
Hallo,
na auf jeden Fall habt Ihr mir Mut gemacht, das was mir Spaß macht, weiterhin zu machen, besser zu werden, und v. a, offen zu sein für neue und ungewöhnliche Wege.
Also, auch wenn ich keine konkrete Vorstellung von meiner zukünftigen Arbeit habe, an einen Handarbeitsladen, in dem womöglich auch noch meine Mutter verkauft, hätte ich eher nicht gedacht, eine eigene Modemarke wäre da schon besser..... :D
Weil, Handarbeitsladen heißt für mich auch irgendwie Langeweile und die habe ich ja jetzt schon.
Ich glaube, diese realistisch-sein-Geschichte, das ist sicher die Sache, die uns immer zum Zweifeln bringt, weil wir einfach nicht dran glauben können, daß ausgerechnet UNS sowas Gutes passiert, aber warum geht es dann bei anderen, also funktionieren muß es ja wohl schon!!!
Eine Freundin hat mal zu mir gesagt, man muß auch den Mut haben, mal die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Ich weiß, daß das wohl v.a. auch mein Problem ist.


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