Ich habe versprochen mal mehr von mir zu erzählen, was bei mir grad los ist.
Erstmal möchte ich erzählen, dass alles, was ich mir in beruflicher Hinsicht vor(be-)stellt habe, so eingetreten ist. Der Weg war wie immer verrückt, aber egal, das Resultat zählt.
So habe ich mir vor ca. 3 Jahren vorgestellt, in einem Seniorenheim als Betreuerin für Demenzkranke tätig zu sein. Nun gibt es dieses Berufsbild erst seit 2008, also wurde es wohl für mich erst kreiiert.

Das man dafür eine Ausbildung braucht, habe ich dann auch erst Oktober 2009 erfahren. Natürlich wollte ich diese machen, aber bitte nur in Teilzeit. Hat lange gedauert, bis das Universum mir "zufällig" diese Ausbildung vor die Füsse legte, durch eine Anzeige im Regionalblatt. Ich habe mich dort gleich gemeldet, vorher noch mit dem Amt getalkt und innerhalb einer Woche hatte ich meinen Vertrag mit der Schule, finanziert vom Amt.
Meine Vorstellung ging dahin weiter, dass ich ein Praktikum in einer Einrichtung mache, wo ich hinterher auch bleiben kann, am besten in meiner Nähe.
Also bin ich dann gleich auch los und habe wieder eine Woche später ein Praktikumsplatz ganz in meiner Nähe, zu-Fuß-Nähe erhalten.
Nachdem ich nun meine theoretische Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen habe, begann ich das Praktikum in besagten nahen Heim, um es nach 3 Tagen in der Pflege abzubrechen. Ich konnte es körperlich nicht mehr leisten und wurde krank. Da ich meinen Pflegehelferschein bereits hatte, bat ich die Schule, nur noch in der Betreuung mein Praktikum fortsetzen zu dürfen, was mir gestattet wurde. Die Einrichtung wollte mich aber so nicht weiter beschäftigen, also musste ganz schnell eine Einrichtung her, nah, und nur Betreuung. Ich hatte sie innerhalb von 2 Tagen gefunden, mit dem Fahrrad noch gut erreichbar oder 3 Haltestellen mit der Bahn. Hier wurde ich dann mit einer schweren Bronchitis, fast Lungenentzündung, mir ging es wirklich sehr, sehr dreckig, weitere 3 Wochen krank. Resultat des ganzen, es fehlten mir 4 Wochen Praktikum um mein Zertifikat zu bekommen.
Dann ging meine Vorstellung dahin weiter, dass ich eine wunderbare Kollegin bekomme, die mich einarbeitet und mir alles zeigt, was ich noch wissen will und das war damals nicht wenig, und die mich so nimmt, wie ich bin. In den vorherigen Einrichtungen wurde nur an mir herumkritisiert und das nicht gerade konstruktiv. Ich muss mich ändern, bla, bla, bla. Naja, und mir war es schon fast egal, wie weit weg es wäre, die Hauptsache gut zu erreichen. Für eine 1/2 Stunde Busfahrt wäre ich bereit.
Nun habe ich das Praktikum mit dem heutigen Tag in dieser Einrichtung wie bestellt vollbracht und mit jedem Tag, wo ich da war, hatte ich ein highlight nach dem anderen. Die Bewohner lieben mich, ich liebe sie. Ich liebe meine Kollegin, sie mich auch, ich liebe meinen Chef, ob er es tut, keine Ahnung.
Und, ich darf weiter dort arbeiten, erstmal 400 Euro, viel mehr will ich auch gar nicht, es fehlt nur noch die Absegnung vom Betriebsrat. Bis dahin werde ich ehrenamtlich noch ein paar Stunden dort verbringen dürfen und nenne mich jetzt anerkannte Alltagsbegleiterin nach § 87 b SGB XI. Ich habe zwar noch weitere Vorstellungen in meiner beruflichen Richtung, z.B. unabhängig vom Amt zu sein.
Da vertraue ich mal auf das Universum, wie es das hinkriegt, ist mir egal.