Hallo
anbei ein paar erfolgreiche Wunschbestellungen von mir:
Erfolgreiche Geschäfte
Nach meinen ersten großen Wunscherfolgen (Glück in der Liebe, Urlaubsreise in den indischen Ozean, Ford Mustang und Gutscheine für Privatunterricht bei einem 8fachen Europameister sowie für 1 Jahr Kraftsport) dachte ich, dass es nur wenig gibt, was mein Gefühl der Freude noch steigern könnte. Nur wenige Tage nach dem Urlaub in Mauritius kontaktierte mich ein alter Schulfreund, der selbstständig tätig war mit dem Verkauf von Unterhaltungselektronik sowie Navigationsgeräten. Während der Schulzeit hatten wir viel Kontakt, doch danach verloren wir uns aus den Augen. Beide hatten wir uns immer vorgenommen, selbstständig tätig zu werden und das machte uns zu irgendwie zu Gleichgesinnten. Nun, wie gesagt, er rief mich an und wir plauderten über die „alten Zeiten“. Wir hatten uns viel zu erzählen, sowohl von schönen, als auch von unschönen Erfahrungen. Mein Freund konnte einigermaßen gut leben durch seinen Versandhandel, aber seine Firma wuchs nicht mehr. Er war ein Ein-Mann-Unternehmen und stieß an seine Grenzen. Eher beiläufig und im Scherz sagte er zu mir: „Wenn Du im Moment eh nichts machst, dann kannst Du ja mein Partner werden.“ Ich erstarrte zur Salzsäule. Warum eigentlich nicht? Offenbar hatte ich eine Glückssträhne und diese Phase sollte ich nutzen. Aus der beiläufigen Bemerkung wurde ein ernsthaftes Gespräch, welches wir im Laufe der nächsten Wochen immer wieder führten. Dabei ging es um Zahlen, um alle möglichen Verträge, um Marktanalysen und natürlich um die geplante Partnerschaft. Wir holten noch einige Fachleute als Berater mit an Bord und kalkulierten, rechneten, analysierten.
Meine Lebensgefährtin fand die Idee gut und vermittelte mir über Beziehungen zu einer Bank einen ansehnlichen Großkredit, mit dem ich in das Versandgeschäft meines Freundes einstieg. Ich hatte große Ziele. Und das Verwirklichen dieser Ziele konnte mir nicht schnell genug gehen. Eines davon war ein bestimmter finanzieller Gewinn innerhalb der nächsten drei Monate. Unsere neugegründete Partnerschaft wurde wenige Wochen vor Weihnachten geboren und mein Freund prognostizierte, wie viel Umsatz wir schätzungsweise während des Weihnachtsgeschäftes machen würden. Ich sah mir seine Berechnungen an und sagte: „Weißt Du was? Ich glaube, wir machen den doppelten Umsatz.“ Mein Freund begrüßte zwar meine positive Einstellung, hielt meine Vorstellungen aber für unrealistisch, um nicht zu sagen utopisch und weltfremd. Es sei unmöglich, dieses Ziel in dieser kurzen Zeit zu erreichen. Ich entgegnete ihm, dass wir dann eben an das Unmögliche glauben sollten, damit es möglich wird. Er sagte, er versuche in seinen Erwartungen realistisch zu sein, und ich entgegnete ihm, dass WIR selbst entscheiden, was realistisch ist und was nicht. Auch wenn ich es mir äußerlich nicht anmerken ließ, bildeten sich aufgrund der Aussage meines Freundes in mir doch einige Zweifel.
Wieso sollte jetzt alles besser werden? Warum sollte ich jetzt optimistisch und zuversichtlich sein? Wieso sollte diesmal alles glatt laufen? Diese und ähnliche Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Ich erinnerte mich an all die Bücher, die ich gelesen hatte und erinnerte mich an eine Methode, wie man Zweifel auflösen kann. Ich schrieb dazu alle meine Bedenken auf ein Blatt Papier. Daneben schrieb ich dann die Argumente auf, warum alles so sein wird, wie ich es mir wünsche. Eigentlich war es nur ein einziges Argument. Ich schrieb ganz einfach:
„Zuvor wusste ich nichts vom Gesetz der Anziehung. Mein Leben befand sich in eingefahrenen Gleisen, ich fuhr quasi ‚blind’ durchs Leben. Ich hielt die Routine aufrecht und handelte Tag für Tag auf dieselbe, einprogrammierte Art und Weise, ohne Sinn und Verstand, ohne meine Lebensweise zu hinterfragen, ohne auch nur zu ahnen, was für ein wunderschönes Leben hinter den alltäglichen Ablenkungen auf mich wartete. Doch nun habe ich die Augen geöffnet und lenke mein Leben so, wie ich es für richtig halte.“
Mein innerer Kritiker konnte dem angesichts meiner Wunscherfolge der jüngsten Vergangenheit nichts entgegensetzen. Ich erinnerte mich daran, dass viele Leute sich zwar einen Parkplatz wünschen und diesen dann auch bekommen, aber bei großen Wünschen keinen Erfolg haben. Und mein Wunsch bezüglich des Weihnachtsgeschäftes war ein seeeeeeehr großer Wunsch. Kleinigkeiten gelingen uns also, aber große Wünsche nicht, grübelte ich. Aber gibt es überhaupt große Wünsche? Das ist doch die alles entscheidende Frage. Wenn man sich die Sache näher betrachtet, stellt man fest, dass es überhaupt keinen Unterschied gibt zwischen großen und kleinen Dingen. Eine Schneelawine besteht aus Schneeflocken, die Sahara aus Sandkörnern, die Weltmeere aus Wassertropfen und ein Leben aus Augenblicken. Alles ist eins und eins ist alles. Und jede Wunscherfüllung besteht aus unserem Willen, unserem geistigen Abbild des Wunsches und unserer inneren Überzeugung. Ob etwas groß oder klein ist, entscheiden nur wir selbst. Für das Universum ist alles und jeder Energie.
Um mir den Eindruck zu vermitteln, dass mein Wunsch nichts „Großes“ ist, stürzte ich mich in Literatur über Millionäre und Milliardäre (etwa 2 Bücher täglich oder mehrere Magazine). Als ich las, wie viel Umsatz diese Leute an nur einem einzigen Tag machten, verschwand die „Ehrfurcht“ vor meinem Umsatzwunsch. Er war plötzlich nicht mehr groß, sondern absolut angemessen. Und so kam ich immer mehr zu der inneren Überzeugung, dass es keinerlei logischen und vernünftigen Grund dafür gab, warum ich mein anvisiertes Ziel nicht erreichen sollte.
Ich imaginierte und visualisierte mehrere Tage lang, wie mein Wunsch sich erfüllte. Als Grundschüler hatte ich oft Tagträume und meine Lehrer ermahnten mich oft, ich solle nicht so viel träumen und mich stattdessen auf den Unterricht konzentrieren. Wenn man aber bedenkt, dass alle großen Erfindungen erst belächelt wurden und die Erfinder als „Träumer“ abgestempelt wurden, erkennt man, dass alles mit einem Gedanken, einem Traum begann. Jeder noch so „realistische“ Mensch lebt in einer Welt, die von „Träumern“ geschaffen wurde. Autos, Flugzeuge, Fahrstühle, Computer, Internet, Fernsehen, Telefone, Flugzeuge, Schiffe, Lieder, Filme, Kunstwerke, Bauwerke usw. waren alles Träume in den Köpfen von Träumern. Die Träume von gestern sind die Realität von morgen. Sogenannte realistische Menschen, die an das angeblich „Unmögliche“ zweifeln, haben unsere Realität kaum mitgeschaffen, sondern leben nur in ihr. Klar haben sie ihre Lebensumstände selbst geschaffen, aber am Weltgeschehen haben sie nur wenig mitgewirkt.
„Nimm Dir Zeit um zu träumen. Es ist der Weg zu den Sternen.“ (Zitat aus Irland)
Das Universum selbst ist wahrscheinlich einem einzigen Gedanken entsprungen. Und auch mein neues Leben war zunächst einmal ein Traum gewesen und alle Zweifler und „Realisten“ um mich herum belächelten mich zuerst. Und heute lebe ich ein glückliches Leben, mit glücklichen Menschen und glücklichen Umständen. Ich werde auch weiterhin träumen, denn meine Träumerei bzw. meine Phantasie ist mein größtes „Kapital“. Und jeder Traum beginnt mit „Wäre es nicht schön, wenn….!?!“ In diesem speziellen Fall ging es darum, dass es unglaublich schön wäre, das gewünschte Umsatzziel zu erreichen.
Ich nahm mir einen Tag frei von jeglicher Arbeit und verabredete mich mit einem „Hundert-Euro-Schein“. Ja, Du hast richtig gelesen. Ich saß zu Hause an einem gedeckten Tisch und mir gegenüber befand sich der Geldschein. Die Verabredung dauerte ganze zwei Stunden und in dieser Zeit redete ich mir alles von der Seele. Ich erzählte dem Geldschein, wie sehr ich ihn und seine „Artgenossen“ wertschätze und zu mir ins Leben einlade. Ich erzählte ihm meine Wunschziele, bei denen er und seine Freunde und Verwandte eine sehr große Rolle spielten. Alles in unserem Universum besteht aus Energie – und ich sorgte in diesen zwei Stunden dafür, dass ich die Schwingungsenergie des Geldes und meine verknüpfte, verschmolz, vereinigte. Ich sagte mir: „Wer sonst zeigt dem Geld solch eine Liebe, solch einen Respekt? Ich habe mir die Zeit genommen ihm offen und aufrichtig zu zeigen, wie wichtig es für mich ist.“
Immer wenn ich mir die täglichen Umsatzzahlen anschaute und ungeduldig wurde, sagte ich zu mir selbst: „Der Wunsch ist noch nicht in Erfüllung gegangen? Na und? Kein Grund zur Sorge. Er erfüllt sich von Tag zu Tag immer mehr. Ein Baum wächst auch nicht von heute auf morgen.“ Obwohl die Umsätze immer weiter anwuchsen, waren sie noch immer ein ganzes Stück entfernt von meinem Wunschziel. Irgendetwas machte ich wohl falsch. Vielleicht, so kam mir der Gedanke, sollte ich diesen Wunsch einfach vergessen. Aber meine Wünsche hatten immer oberste Priorität bei mir, ich konnte sie nicht einfach ignorieren. Unsere Wünsche sind wie Vögel, die unbedingt los fliegen wollen, da es ihre Natur ist. Seine Wünsche verdrängen, sie als unrealistisch erklären oder sie sonst wie ignorieren ist so, als würde man Vögel die Flügel stutzen. Das eine wäre Tierquälerei, das andere Selbstquälerei. Andererseits kann ein Vogel aber nur los fliegen, wenn man ihn losgelassen hat, wenn man ihn nicht wie ein Besessener festhält. Doch genau das tat ich. Jeden Tag schaltete ich meinen Rechner ein und sah mir zuallererst die aktuellen Zahlungseingänge an. Ich hing an dem Wunsch wie eine Klette und ließ ihm nicht genügend Raum, um sich zu entfalten. Ich erstickte ihn, ich erdrückte ihn, ich bedrängte ihn. Das konnte nicht gut gehen. Jeder Gedanke entspringt entweder der Freude (Liebe) oder der Angst. Meine Verhaltensweise, so dämmerte mir, war von der Angst bestimmt, dass der Wunsch sich nicht erfüllt. Diese Erkenntnis machte sich immer mehr breit in mir und so entschloss ich, die nächsten 7 Tage gar nicht mehr auf die Kontobewegungen zu schauen. Ich bat auch meinen verdutzten Freund, er solle mir bitte keine Zahlen nennen. Kurz vor Ablauf dieser 7 Tage kam er in mein Büro gewetzt und war außer sich. Ich dachte, er steht kurz vor einem Herzinfarkt, so aufgeregt war er: „Goran, das glaubt man einfach nicht. Ich habe eben auf unseren Kontostand geschaut und konnte es nicht fassen. Eigentlich kann ich es immer noch nicht fassen. Das ist der absolute Hammer!!! Wir…. ooh…ach ja… ich soll Dir das ja nicht sagen…!“ Ich wusste natürlich worum es ging, aber ich blieb meinem Vorhaben treu und wollte nichts über unseren Umsatz hören. Zwei Tage geduldete ich mich noch und dann sah ich auf unsere Umsatzzahlen. Ich war natürlich durch die Reaktionen meines Geschäftsfreundes und durch den größeren Arbeitsaufwand in den letzten Tagen in einer positiven Erwartungshaltung. Die Tage zuvor klingelte pausenlos das Telefon, es gab Online-Bestellungen aus ganz Europa und selbst die deutsche Polizei war an unseren Produkten (Navigationsgeräten) interessiert. Ich konnte mir also schon denken, dass der Umsatz gewaltig nach oben geklettert war. Trotzdem war ich freudig erregt und gespannt, ob der bewusste Einsatz seiner Gedanken und Gefühle (mit Hilfe bestimmter Wunschmethoden) so funktioniert, dass dadurch die innersten Wünsche in Erfüllung gehen. Ich sah auf die Zahlen und dachte nur noch:
„BINGO!!! Es funktioniert. Und wie es funktioniert!!!!!!“
Für mich bestand nun kein Zweifel mehr: Ich zog das an, womit ich mich gedanklich und gefühlsmäßig beschäftigte. Gleiches zieht Gleiches an. Das neugegründete Unternehmen bestand gerade mal seit einigen Wochen und wir hatten bereits fünfstellige Umsätze zu verzeichnen. Für jemanden, der jahrelang unterhalb der Existenzgrenze lebte, war das schon eine tolle Sache. Was war das anderes als ein Wunder? Ein Wunder aus erster Hand!!! Diese Wunder, ob große oder kleine, kamen erst einmal alle zwei Monate, dann einmal pro Monat, dann alle zwei Wochen, dann jede Woche und immer öfter. Ich war außer mir vor Freude. Ich ließ diese Stimmung durch mich hindurchströmen, ich fühlte sie im Bauch, im Herzen, auf meinem Gesicht. Meine Gefühlswelt war wieder so, wie ich sie von früher kannte, nein, noch viel besser!!!
Und da wurde mir eine Sache wieder einmal so richtig klar: Erst als ich den Wunsch nach mehr Geld losließ, ging er in Erfüllung. Mit Loslassen meine ich, dass ich meinen Gemütszustand nicht von der Erfüllung oder Nichterfüllung abhängig mache. Ich sagte mir, dass ich nicht auf das Geld angewiesen bin, dass ich auch so glücklich bin. Das gelang mir, indem ich mein Leben genoss, Freizeitparks aufsuchte, mit meiner Lebensgefährtin viel unternahm und ihre Gesellschaft genoss, mit meinen Katzen spielte, reiten ging, mich einfach am SEIN erfreute und vieles mehr. Das Loslassen ist von fundamentaler Bedeutung. Neue Erkenntnisse sorgen, wenn man sie ernst nimmt und nicht verdrängt, für ein neues Weltbild. Und ein neues Weltbild sorgt für neue Gedanken, neue Gefühle und neue Handlungen. Ich entwickelte nach dieser Erfahrung ein Urvertrauen ins Gute, denn dadurch lasse ich das Gute in mein Leben strömen. Ich verinnerlichte mir das geistige Bild, dass ich Glück einatme, so dass ich immer bestens damit versorgt bin. Solange ich atme, solange bin ich auch glücklich. Und damit das Band zwischen mir und dem Universum immer stark und ausgewogen bleibt, atme ich das Glück bereitwillig ins Universum hinaus, um mein Glück zu teilen. So entsteht ein Kreislauf des Glücks. Diese Erkenntnis wurde das Fundament meiner neuen Sichtweise. Einmal eine starke, positive Schwingung aufgebaut, bleibt sie uns seeeehr lange erhalten, sie wird quasi zur Gewohnheitsschwingung, so dass uns alles Glück der Welt zufliegt. Das ist die Richtung, für die wir Menschen auch immer gedacht waren. Und weitere Wunscherfolge sollten nicht lange auf sich warten lassen.
Die Geldforderung
Ich hatte vor einiger Zeit einen Rechtsstreit mit einer Firma. Obwohl mir ganz eindeutig noch Geld von dieser Firma zustand, bekam ich dieses nicht. Leider hatte ich keinen schriftlichen Beweis für meine Forderung, und das schien sich diese Firma zunutze zu machen. Telefonanrufe ergaben nichts, denn immer war der angebliche Sachbearbeiter angeblich gerade nicht da – also beschloss ich schriftlich vorzugehen. Ich schrieb die Firma zuerst per Mail an, aber erhielt keine Antwort. Dann schrieb ich einen Nachnahme-Brief und sandte ein Fax, doch auch diesmal reagierte die Firma nicht darauf. Ich spürte, wie sich in mir immer mehr Wut bildete und ich mir ziemlich „verarscht“ vorkam. Meine schlechte Stimmung war auch meinem Umfeld nicht verborgen geblieben und sogar einer meiner nächtlichen Träume handelte von diesem Thema. Mein Ärger, den ich mit mir herumschleppte, sorgte für eine chronische Anspannung. Wenn ein Bogen ständig nur gespannt ist, ist er bald ausgeleiert und unbrauchbar. Niemand hält ständige Anspannung aus, ohne Schaden zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt wäre ich, so gereizt wie ich war, am liebsten persönlich zu der Firma gefahren und hätte meiner Wut an Ort und Stelle Luft gemacht, doch das ließ ich natürlich bleiben.
„Sei Dir dessen bewusst, dass Dich derjenige nicht verletzen kann, der Dich beschimpft oder schlägt, es ist vielmehr Deine Meinung, dass diese Leute Dich verletzen. Wenn Dich also jemand reizt, dann wisse, dass es Deine eigene Auffassung ist, die Dich gereizt hat. Deshalb versuche vor allem, Dich von Deinem ersten Eindruck nicht hinreißen zu lassen. Denn wenn Du Dir Zeit zum Nachdenken nimmst, dann wirst Du die Dinge leichter in den Griff bekommen.“ (Epiktet)
Ich besann mich auf die Prinzipien des Gesetzes der Anziehung und wusste, dass die Lebensumstände lediglich das Produkt unserer Schwingung sind, die in uns erzeugt wird. Also galt es dort anzusetzen, anstatt in der Außenwelt etwas zu unternehmen. Ich musste erst einmal meine Wut loswerden und das tat ich, indem ich mir einen ganzen Tag frei nahm und mit meiner Lebensgefährtin in einen Vogelpark fuhr. Wir erlebten einen superentspannten Tag. All die verschiedenen Vögel waren schön anzusehen und so manch einer nahm auf unseren Schultern Platz und machte ein Nickerchen. Ein Sittich wollte sich gar nicht mehr von uns trennen und war unser ständiger Begleiter. Die Wut in meinem Inneren verabschiedete sich angesichts dieser schönen Erlebnisse, die Anspannung in mir löste sich auf und ich war einfach nur noch „gut drauf“. Die folgende Nacht war unvergleichlich schön. SO selig schlief ich schon lange nicht mehr. Als ich nächsten Morgen aufwachte, war irgendwas anders als sonst. Ich war erfüllt von innerer Ruhe und der Gewissheit, dass mein Wunsch nach meinem Geld sich bald erfüllt.
Da Meditation und andere spirituelle Übungen wie Tai Chi oder Yoga die innere Ruhe und Ausgeglichenheit fördern, meditierte ich über eine Stunde lang in freier Natur und „beauftragte“ das Universum, sich der ganzen Sache anzunehmen. Innerlich ruhig sein ist für mich gleichbedeutend mit innerlich unabhängig sein, also sich absolut im Sein befinden, quasi WUNSCHLOS GLÜCKLICH sein. Während der Meditation gelingt es mir immer öfter diesen Seinszustand zu erreichen. Einfach glücklich sein, nichts verlangen, nichts erwarten, nichts fordern. Einfach im Nichts (Nichts= Nirwana) verweilen. Und schon kommt alles Glück ganz von allein. Durch die Meditation gelangt man in den „Urzustand“ seiner Schwingung, zu sich selbst.
Hoch in den Bergen des Himalajas lebte einst ein Einsiedler in einer Höhle. Wenn irgendwo im alten Tibet ein Einsiedler lebte, wurde er von der Bevölkerung mit Nahrung versorgt. Als wieder einmal die Menschen vom Dorf kamen, wurde er einmal gefragt: „Was findest Du so besonderes daran, so ganz alleine hier oben in der Stille zu leben?“ Der alte Mann schöpfte gerade Wasser aus der Zisterne und er fragte seine Besucher: „Schaut auf das Wasser in der Zisterne. Sagt, was seht ihr?“ Die Besucher schauten auf das Wasser und sahen nichts, nur Wasser. Nach einiger Zeit verlangte der Einsiedler von seine Besuchern, sie sollen jetzt noch einmal in die Zisterne schauen, und er fragte: „Was seht ihr jetzt?“ „Oh, jetzt sehen wir uns selber.“ Der Mönch belehrte sie: „Als ich vorher Wasser schöpfte, da war das Wasser noch unruhig, jetzt hat sich das Wasser wieder beruhigt. So ist es auch mit unserem Geist; wenn wir uns in die Stille zurück ziehen, beruhigt sich unser Geist. Wenn wir die Stille erleben, sehen wir uns selber und das ist der Sinn von Meditation; uns selber sehen, so wie wir sind.“
Meditation gibt uns also weniger was, im Gegenteil, sie entfernt das, was unserer wahren Natur fremd ist und uns blockiert, bis wir wieder WIR SELBST sind. Und wieso in der Natur meditieren, höre ich Dich fragen? Warum pflanzt man Bäume und Blumen in die Städte? Weil sie einen entspannenden Einfluss auf uns haben. Immer wenn der Stress zuviel wird, wenn der Termindruck Überhand nimmt, wenn die Welt mir zu klein und eng vorkommt, gehe ich in die Natur. Dort bin ich nicht umgeben von gestressten Menschen, sondern von Blumen, Bäumen und Gräsern. Dort genieße ich das Gezwitscher von Vögeln und das Liegen unter einem Baum. Der Stress verschwindet in solch einer Atmosphäre ganz automatisch. Die Meditation war jedenfalls sehr tiefgehend und danach wünschte ich mir mein Geld zu erhalten und schaffte es, all das ohne das Gefühl der Wut oder mit erhobenem moralischem Zeigefinger zu machen. Schließlich kam dieser Umstand durch eine von mir gesetzte Ursache, also trug ich die Verantwortung dafür. Die Firma, mit der ich mich auseinandersetzte, war lediglich ein Spiegel für eine von mir zuvor ausgesandte Schwingung.
Meinen Wunsch schrieb ich auf einen Zettel, legte ihn in eine leere Flasche und warf diese in einen Fluss. Damit war für mich klar, dass mein Wunsch als abgeschickt galt und ich verstärkt auf meine Intuition achten sollte.
Ein paar Tage später half ich einem Freund, der zugleich Anwalt ist, beim Umzug. Ich fragte ihn um Rat, machte mir aber keine großen Hoffnungen, dass er mir helfen konnte, da ich nichts Schriftliches, nichts Beweiskräftiges in der Hand hatte. Er sagte mir, er werde sich der Sache annehmen, doch derzeit fehle ihm gerade die Zeit, da er in Kürze einen Auftritt bei Günther Jauch (stern tv / Lichtenstein-Affäre) habe und sich darauf vorbereite.
Dies brachte mich auf eine Idee. Ich schrieb die in Rede stehende Firma erneut an und teilte ihr mit, dass ich meine Forderung über meinen Anwalt durchsetzen lassen werde, dieser sich jedoch erst in zwei Wochen bei ihnen melden werde, da er sich zunächst einmal auf seinen Fernsehauftritt bei RTL in sieben Tagen vorbereiten muss. Ich hatte zwar keinen schriftlichen Beweis in der Hand, aber vielleicht, so mein Gedanke, fürchtet eine Firma mit derart unseriösen Methoden die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser. Ich schrieb kein Wort davon, dass es bei dem Fernsehauftritt nicht um unseren Rechtsstreit ging, aber womöglich würde die Firma das annehmen.
Von da an überschlugen sich die Ereignisse. Ich bekam an einem Tag über 12 Anrufe von der Firma. Offenbar herrschte dort Panik und man wollte sich mit mir einigen. Natürlich ging ich nicht ans Handy, denn die Zeit des Redens war lange vorbei. Dieser Bus war lange abgefahren, stattdessen erwartete ich einfach nur eine Überweisung des Geldbetrages, der mir zustand. In den darauffolgenden Tagen folgten weitere Anrufe und schon bald war meine Mailbox voll.
Ich kontrollierte jeden Tag meinen Kontostand und siehe da, am 6. Tag (also einen Tag vor dem Fernsehauftritt meines Anwalts) war das Geld auf meinem Konto. Das ist nicht ganz richtig. Es war zwar Geld auf dem Konto, aber wesentlich mehr, als mir zustand. War das so eine Art Schweigegeld? Oder enthielt die Überweisung bereits die Anwaltsrechnung? Wollte man mich milde stimmen? Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen und freute mich, auch ohne einen langwierigen Rechtsstreit zu meinem Geld gekommen zu sein. Mein Wunsch ging nicht nur in Erfüllung, er bescherte mir sogar mehr Geld, als ich dachte.
Das Musikvideo
Ich war eines schönen Tages gerade dabei, ein Werbevideo für mich zu erstellen, das meinen Kunden zeigt, was ich animationstechnisch so alles draufhabe: Industriefilme, Produktpräsentationen, Architekturvisualisierungen, Dokumentationen, Logo-Animationen und vieles mehr. Da sich in der jüngeren Zeit auch immer mehr Musikbands bei mir meldeten, die Interesse an einem eigenen Musikvideo hatten, überlegte ich fieberhaft, wie ich auch dies in mein Werbevideo einbauen könnte.
Ein guter Freund von mir veranstaltete vor einigen Jahren sehr erfolgreich große Musikveranstaltungen mit Prominenten aus Funk und Fernsehen. Da wir uns gut kannten und uns vertrauten, kassierte ich bei seinen Veranstaltungen am Eingang die Eintrittsgelder. Während einer Veranstaltung, die ein voller Erfolg war, wollte ich ihn fragen, ob er nicht eine Idee bezüglich meines Wunsches nach einem eigenen Musikvideo hätte. Er gab gerade mehreren Journalisten Interviews und stellte mich später seinen prominenten Gästen vor. Es war eine interessante Zeit damals, denn ich knüpfte vielversprechende Kontakte. Nach der Veranstaltung saßen wir im V.I.P.-Bereich und machten uns über das Büffet her. Dabei sprachen wir über verschiedene Projekte und ich sprach ihn darauf an, dass ich ein neues Werbevideo für meine 3D-Animationen plane. Und welch ZU-FALL, er plante gerade ein eigenes Musikvideo. Wir einigten uns darauf, dass ich die Animationen beisteuere und dafür das Musikvideo für meine Zwecke nutzen konnte. Einfach perfekt, dachte ich. Und dann schlug er mir sogar vor, eine Rolle im Musikvideo zu übernehmen. Noch perfekter ging es wirklich nicht mehr. Das Leben ist tatsächlich ein WUNSCHKONZERT, wurde mir wieder einmal klar. Meine Welt war in diesem Moment „so was von in Ordnung“, von der Sternenkonstellation bis zu der Anordnung meiner Teller im Küchenschrank. Ich grinste von Ohr zu Ohr, lachte sehr laut, umarmte mich selbst und sprang auf, um ein wenig zu tanzen. Ein Wunder, dass mein Bekannter mich nicht in eine Irrenanstalt hat einweisen lassen.
Die Dreharbeiten selbst waren angenehm. Nur einmal mussten wir das Musikvideo kurz unterbrechen, weil der zuständige Videoproduzent einen Kurzauftritt in einem Musikvideo von Stefan Raab hatte („Hier kommt die Maus“). Kaum war er zurück, wurde weitergedreht.
Oft erscheinen uns Wünsche ziemlich unrealistisch, aber das sollte uns niemals dazu bringen, sie aufzugeben. Für ein Kleinkind ist es doch auch unrealistisch, dass er irgendwann einmal einen Pilotenschein macht, eine Familie gründet oder zwei Meter groß ist. Und trotzdem wird diese Hürde überwunden. Wenn man bei den erstbesten Problemen gleich das Handtuch wirft und sich geschlagen gibt, dann kann man seine Wünsche nicht verwirklichen. Der Wunsch nach einem eigenen Musikvideo brannte so stark in mir, dass ich trotz aller Hürden niemals auch nur einen Gedanken daran verschwendete, vorzeitig aufzugeben. Erkennen wir, welch genialen Fähigkeiten tief in uns schlummern, sehen wir endlich, dass wir Schöpfer sind, verstehen wir endlich wie mächtig wir sind, dann wird diese innere Überzeugung zu unserer unumstößlichen Wahrheit, zur unerschütterlichen Tatsache. Und je stärker dieser innere Glaube ist, desto leichter fällt es uns, ihn nach außen zu projizieren.
Alles Liebe von
Bruce / Goran
