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 Betreff des Beitrags: Frage zu Affirmationen
BeitragVerfasst: Sa Jan 28, 2006 2:40 pm 
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Registriert: Mi Okt 12, 2005 8:51 am
Beiträge: 772
Hallo Ihr Lieben,

habe mal wieder eine Frage an Euch, und ich hoffe, Ihr könnt mir zu etwas Klarheit verhelfen.

Seit einiger Zeit habe ich ja die Bücher von Esther und Jerry Hicks für mich entdeckt, und dabei habe ich etwas festgestellt, was ich nicht ganz verstehe. Abraham sagt, daß ich mir sagen soll, was ich mir wünsche (z.B. ich wünsche mir ein großes tolles Haus), oder was ich beabsichtige oder werde (z.B. ich werde in einem tollen großen Haus leben bzw. ich beabsichtige, in einem großen tollen Haus zu leben). Das paßt aber für mich nicht so mit dem zusammen, was ich u.a. bei Louise L. Hay "gelernt" habe, nämlich, daß Affirmationen immer in der Gegenwart formuliert sein müssen. Gut, Abraham spricht ja auch davon, daß es wichtig ist, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, und das verstehe ich auch. Aber was hat es denn mit den Sätzen auf sich? Sind das keine Affirmationen, zumindest nicht in dem Sinne, wie Louise L. Hay sie beschreibt? Habe ich es mehr so zu verstehen, daß diese Sätze die Grundlage für das sind, worauf ich dann meine Aufmerksamkeit richte? Ihr seht, ich bin verwirrt... :? :? :?

Sag' schon mal danke für Eure Antworten! :lol:
Gruß,
Gotham Girl


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BeitragVerfasst: Sa Jan 28, 2006 7:13 pm 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
Ich kenne nur die Abraham-Hoempage, und da vor allem die Drehbuchmethode. Hab mir ja selber schon eines geschrieben, und - zumindest ich - hab es schon so verstanden, dass man es in der Gegenwartsform schreibt.

Lies mal auf der Homepage nach (ich glaube, es war dimensionen.org oder ähnlich, irgendwer hat mal den Link hier gepostet)

Die Gegenwartsmethode ist mir irgendwie lieber. Ich meine, wieso soll ich sagen: "Ich werde mich lieben!", wenn ich sagen kann: "Ich liebe mich." ??? Die Gegenwartsmethode wirkt sicher schneller!


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BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 9:29 am 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Huhu Gotham Girl,

die Zeitform der Affirmation ist nur scheinbar ein Widerspruch.

Stell dir mal folgende Situation vor: Keine müde Mark auf der Tasche, kein Job in Aussicht, die Situation im großen und ganzen ziemlich verfahren.

Wenn du jetzt affimierst "ich habe einen supertollen Job und wohne in einer geräumigen Luxuswohnung" wird dir deiner Verstand sehr wahrscheinlich dazwischen funken und dir sagen "Halloooo? Wem willst du das denn weiss machen? Du kannst ja jetzt kaum die Miete bezahlen, also hör mit solchem Blödsinn auf!!".

Also geht es dann erstmal darum, den Verstand und die Ängste im Unterbewusstsein zum mitziehen zu motivieren.

Wenn du dich dann darauf konzentrierst, das zumindest die Möglichkeit besteht all die Dinge zu erhalten, muss dein Verstand dir erstmal recht geben, und du hast deine Schwingungslage von "das geht im Leben nicht" auf "naja, möglich wäre es" erhöht.

Wenn man so richtig in der Misere hockt, ist der Sprung bis zum Ziel einfach zu groß. Dein Verstand wird dir das nicht abkaufen. Wenn du aber deinen Träumen mehr Raum gibst und es schaffst, ein bisschen Hoffnung und Vorfreude zu erzeugen, bist du schon einen Schritt weiter.

Wenn deine Situation so ist, dass du ausreichend Geld hast und nur noch darauf wartest, dass dein Markler anruft um dir zu sagen, er hat deine Traumvilla gefunden, kannst du gern mit der Gegenwartsform arbeiten. Dein Verstand und dein Unterbewusstein werden den Erfolg dann sowieso für möglich bis sehr wahrscheinlich halten.

Oder ein anderes Beispiel: wenn jemand ganz schwer krank ist, ist es wahrscheinlich schwierig (nicht unmöglich, aber schwierig) fest daran zu glauben, dass man in einer Woche geheilt ist. Wenn man aber fest davon überzeugt ist, das man gesund WERDEN kann, ist der erste Schritt getan.
Hast du dich aber z.B. von einem Beinbruch schon gut erholt, und es geht nur noch darum, in 4 Wochen am Marathon teilnehmen zu können, nimm die Gegenwartsform.


Gerade wenn man anfängt mit Affirmationen zu arbeiten, ist das "von null auf 100" für die meisten Menschen schwierig, weil man halt doch seine Zweifel hat, ob das ganze klappen kann. Von null auf 20 ist schon einfacher. Ist man dann bei 20 (etwas Hoffnung und Vorfreude) kann man wieder einen Schritt weiter, bis man dann irgendwann bei 100 ankommt.

Bei der Drehbuchmethode kann man übrigens auch prima in der Vergangenheitsform schreiben, so hab ich das immer gemacht. Man schreibt also seine Wünsche nieder wie in einTagebuch, als wären diese Dinge schon geschehen. Wichtig ist immer der emotionale Zustand. Wenn man z.B. auf Jobsuche ist und sich in die Situatin versetzt wie toll es ist, wenn man diesen Job gefunden hat, und dabei auch richtig Freude empfinden kann, ist das ein echter Lieferungsbeschleuniger.

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 12:50 pm 
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Registriert: Mi Okt 12, 2005 8:51 am
Beiträge: 772
Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für Eure Antworten. Auch an romi für Deine Mail, ich habe mich gefreut, daß Du mir so ausführlich geschrieben hast.

Ja, Allall, genau das, was Du beschreibst, war ja auch mein Problem. Aber... Sonja, Du bist klasse! Ist schon komisch, da les' ich es mir im Buch durch und durch, daß ich's schon bald auswendig 'runterleiern kann, meine es auch irgendwie verstanden zu haben, bis auf die eine oder andere Frage.... und dann kommst Du, und Du erklärst es in so simplen Worten, so verständlich, daß ich mich frage, was daran jetzt so schwierig war! :D

Zumal ich eine ähnliche Situation kenne: also, ich hab'... ähem... etwas... ein bißchen.... ganz wenig.... Übergewicht! :wink: Gut, nun steh' ich vor dem Spiegel, und kann meine Seiten schon kaum noch sehen, weil dieser blöde Spiegel einfach zu schmal ist! Also, ich seh' mir in die Augen (sofern ich nah' genug 'ran komme... !), und sage: Ich bin jetzt schön schlank! Nachdem sich mein Verstand eine halbe Stunde lang kaputtgelacht hat, höre ich diese kleine feine Stimme in mir: Hast Du'n Rad ab?! Guck' doch in den Spiegel, Du Mops! Ich behaupte einfach mal, daß diese Affirmation nicht wirklich hilfreich ist, was?! :lol: :lol: :lol:

Sonja, hab' vielen lieben Dank für Deine Erklärung! Nur so gibt's Sinn!

Fröhliche Grüße
vom Gotham Girl


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BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 2:48 pm 
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Registriert: Mi Nov 16, 2005 8:09 pm
Beiträge: 110
Hallo,

im Moment gibt es wieder viele interessante Themen.
Gerade habe ich euere fragenden und hilfreichen Gedanken hier gelesen.

Ich möchte gern noch kurz ergänzen:

Mich und andere frage ich zuerst. Was willst du erreichen (meint: sein, tun, haben)? Damit entsteht automatisch ein inneres "Zielbild" oder "Zielszenario" - bei manchem Workshopteilnehmer löse ich den Suchprozess damit erst richtig aus. Notizen-Machen oder Darüber-Sprechen "zwingt" durchaus zu innerer Klarheit.
So wird m.E. das Potenzial/ die Energie/ die entsprechende Schwingung ausgerichtet.
In diesem Schritt sollte bewusst sein oder werden, welche Wirkung mein Wunsch o. Ziel auf meine Lebensbereiche hat.
(Hier finden sich oft bisherige Verhinderungsgründe, limitierende Glaubenssätze o. verdeckte Ängste und ebenso alle Freude am Neuen, an der Veränderung und hier findet sich - immer - eine ganz neue Selbstliebe. :D
......
Um nicht von 0 auf 100 zu springen (Sonja schrieb schon ausführlich dazu), kann Mann/Frau sich eine Zeitlinie machen.
Sprichwort: "Wie esse ich einen Elefanten? Bissen für Bissen!"
Dort - d.h. in der (gedachten) Zeit - können sämtliche Ressourcen eingebracht werden.
Wieder in der - gedachten - Gegenwart.

Wir können nur aus der Gegenwart heraus leben, denken, fühlen.
Was wir gerade denken, ist in dem Augenblick unsere Gegenwart (deshalb folgen die Gefühle auch dem Gedanken).

Die Neurowissenschaften belegen heute das ganz alte Wissen: Wenn du wünschst, hast du das Geschenk bereits erhalten.
= Wenn uns etwas bewusst wird (wir denken einen Gedanken) ist das Potenzial bereits aufgebaut (daraus nehmen wir für die Praxis : der Weg zur Real-isierung existiert bereits).

Alles geschieht immer im JETZT ! Auch wenn es nicht sofort sichtbar wird :D

Meine günstigsten Verbindungs- und Empfangskanäle mit dem Universum erscheinen mir (subjektiv) wie folgt:
Manchmal denke ich zuerst und probiere das Gefühl aus.
Manchmal fühle ich ganz ´was Schönes und finde dann passende Gedanken.

LG und viel Freudvolles :D
bis nächste Woche von sunlight


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BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 5:15 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2693
Wohnort: Bremen
Also, Sonja, jetzt muß ich dir mal ein wenig widersprechen.
Ich habe für mich festgestellt, dass ich an das, was es eigentlich nicht geben kann, was ich mir aber sehr gut vorstellen kann, besser loslassen kann, wenn ich zweifle.
Das war mit meinem Taummann so, mit meiner Traumwohnung und mit meinem Traumjob.
Und bei meinem Traummann wußte ich z.B. garnichts über Bestellungen beim Universum noch wußte ich, dass ich irgendwie gedanklich, spirituell etwas erreichen kann.

_________________
Alles Liebe
Martina
----------
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 5:26 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Martina schrieb:

"Ich habe für mich festgestellt, dass ich an das, was es eigentlich nicht geben kann, was ich mir aber sehr gut vorstellen kann, besser loslassen kann, wenn ich zweifle."

Viele Wege führen nach Rom, und richtig ist, was funktioniert :-)
Siebtes Prinzip des Huna-Schamanismus: Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit :-)
Und wenn einer der Ansicht ist, bestellen klappt am besten wenn man bei Vollmond dreimal rückwärts um eine Eiche saust...dann saust los! Hauptsache am Ende klappt die Sache :-)

Sunlight schrieb:
"Mich und andere frage ich zuerst. Was willst du erreichen (meint: sein, tun, haben)?"

Hihi, volle Zustimmung meinerseits :-) Frage dich "warum will ich, was ich will" und *schwupps* ist man auf dem Weg :-)

Liebe Grüße
Sonja


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