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BeitragVerfasst: Mi Apr 12, 2006 6:03 pm 
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Registriert: Di Aug 23, 2005 1:36 am
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Danielle hat geschrieben:
Hallo Eva,

ich habe den Eindruck, dass Du Deine Handlungsspielräume nicht siehst. Du hättest den Strafzettel als Wink mit dem Zaunpfahl sehen und den Winter über das Auto abmelden können, dann wäre es jetzt leichter, die Stromrechnung zu bezahlen, oder gleich die Karre verkaufen und evtl. einen Teil der Mietschulden zahlen. Für ein Auto zu riskieren, dass man obdachlos wird, erscheint mir jedenfalls absurd. Aber es ist Eure Entscheidung.

Und wegen der Verstorbenen: Was man angeblich soll und was nicht, spielt doch keine Rolle, niemand *soll* beten. Es ist Deine Entscheidung, worauf Du vertraust.

Danielle


Sicher wäre es einfach, das Auto zu verkaufen. Aber mein Mann ist gehbehindert, also brauchen wir es. Wir fahren sowieso nur einmal in der Woche zum Einkaufen, alles andere erledige ich zu Fuss.


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BeitragVerfasst: Mi Apr 12, 2006 6:10 pm 
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Registriert: Di Aug 23, 2005 1:36 am
Beiträge: 27
Wohnort: Straubing
Amber hat geschrieben:
Hallo Eva,

aus meiner Sicht können deine Bestellungen nicht funktionieren, da dein Unterbewußtsein auf Mißerfolg programmiert ist. Ich denke, DA müßtest du erstmal ansetzen.

Versuche loszulassen und bestelle dir Hilfe. Egal in welcher Form und auf welchem Wege . Anschließend besteht deine Aufgabe nur noch, dich konsequent selbst zu beobachten. Lasse keinen "Jammer-Gedanken" und kein Selbstmitleid mehr zu, sondern konzentriere dich auf etwas Schönes.

Ich höre dich jetzt schon denken: "In meinem Leben gibt es nichts Positives!" Und GENAU DAMIT mußt du aufhören! Gehe raus -zwinge dich zur Not- und freue dich an dem beginnenden Frühling.

Und ganz ehrlich: Ergreife JEDE Möglichkeit, Geld zu verdienen. Deine Äußerung, es lohne sich nicht, durch die ganze Stadt zu fahren und ewig lange unterwegs zu sein, nur um ein paar Euro zu verdienen, verstehe ich nicht.
Ich war mal in einer ähnlichen Situation und bin jeden Tag 15 km mit dem Rad gefahren (bei Wind und Wetter) um zu einer Putzstelle zu kommen, die mir damals 150 DM im Monat gebracht hat. Mit dem Rad bin ich gefahren um das Busgeld zu sparen.

Es geht immer weiter; du darfst nur nicht stehenbleiben.

Liebe Grüße! Amber


Hallo Amber,

ich habe nicht geschrieben, es lohnt sich nicht, durch die ganze Stadt zu fahren, sondern es lohnt sich nicht für einen Teilzeitjob bei dem man ca. 500 Euro verdient, ca. 50 - 60 km weit fahren zu müssen. Das rentiert sich ja wirklich nicht. Und solche Jobs bekommt mein Mann angeboten.

Ich sehe mich selbst leider als Mensch, der nichts gutes getan hat im Leben und der jetzt dafür büssen muss. Ich weiss, das ist falsch, aber es ist auch nicht leicht, mich selbst anzunehmen und zu lieben, weil ich ja immer wieder gesagt bekam, dass ich böse sei, z. B. sagte mir meine Mutter immer, dass ich schuld sei, dass sie während der Schwangerschaft mit mir krank geworden ist und fast gestorben wäre. Und dann war ich noch so böse und habe meinen gewalttätigen ersten Ehemann verlassen, das hat sie nie verstanden. Und das sind Sachen, die mich an mir selbst zweifeln lassen, vor allem weil ich mir das sozusagen mein ganzes bisheriges Leben lang anhören musste. Ich habe meiner Mutter oft gesagt, dass das nicht richtig von ihr ist, aber sie hat nie aufgehört damit.


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BeitragVerfasst: Mi Apr 12, 2006 8:30 pm 
Bitte? Wie kann jemand einem ungeborenen Kind Schuld zuschieben!? Du hast deine Mutter sicherlich nicht absichtlich krank gemacht, da in ihrem Bauch, als hilfloses Baby. Was ist das nur für eine Mutter, die ihrer Tochter so etwas vorwirft!

Und dass du deinen gewalttätigen Mann verlassen hast, das war nur allzu richtig - er ist böse, nicht du! Er müsste für Vergangenes büßen, nicht du!

Ich glaube, du hast ein sehr tiefsitzendes Problem, das du erst lösen musst, bevor du weiterkommst. Anscheinend ist dein Verhältnis zu deiner Mutter nie gut gewesen und es ist es auch heute nicht, denn eine Mutter, die ihre Tochter liebt, würde ihr nie Vorwürfe für etwas machen, wofür sie nun wirklich nichts kann und sie würde es auch nie zulassen, dass ein Mann sie schlecht behandelt. Ich an deiner Stelle würde zum Arzt gehen und mich zum Psychologen überweisen lassen. Keine Angst - die ersten 6 Sitzungen zahlt auf jeden Fall die Kasse und danach kann der Psy einen Antrag auf Fortführung stellen, der in den allermeisten Fällen genehmigt wird. Schließlich geht es um deine Arbeitsfähigkeit und somit um deine Existenz. Ehrlich, ich würde das Verhältnis zur Mutter schnellstens aufarbeiten, mit professioneller Hilfe. In der seelischen Verfassung mit all deinen Selbstzweifeln und dem Selbsthass, in der du dich befindest, kann es einfach nicht vorwärts gehen.

Hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung? Bist du und dein Mann ortsgebunden? Was hat er für einen Beruf? Ich kenne Straubing und Umgebung recht gut und weiß, dass es da wirklich nicht so dolle bestellt ist um den Arbeitsmarkt. Vielleicht hilft ja ein Ortswechsel schon! Außerdem würde ich zum Sozialamt und/oder Wohnungsamt gehen und denen von deinen Mietzahlungsproblemen erzählen. Wie du schriebst, ihr seid ja nun schon in einer Sozialwohnung. Und wenn die meinen, die sei eh schon zu groß, ja dann sollen sie euch verdammt nochmal dabei helfen, eine kleinere zu finden und diese auch zu finanzieren.

Und nochmal: DU BIST NICHT BÖSE!!! Die unberechtigten Schuldzuweisungen sind es, die dein Leben vergiftet haben. Und von denen musst du dich befreien.


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BeitragVerfasst: Do Apr 13, 2006 11:44 am 
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Registriert: Di Feb 21, 2006 6:38 pm
Beiträge: 67
Hallo Eva,

ich finde es beeindruckend, dass Du es bei so einer familiären Vorgeschichte geschafft hast, Deinen vorigen Mann zu verlassen. Kompliment.

Zur Familiengeschichte: Ganz schön heftig. Ich glaube aber, dass solche Glaubenssätze, wie sie Dir Deine Mutter mitgegeben hat, kein ewiges Schicksal sind, und schon gar kein Fluch. Ich habe teilweise ähnliche Dinge erlebt, wenn auch nicht ganz so krass wie Du. Deine Erfahrungen wundern mich also nicht so sehr, aber Dein Fatalismus erschreckt mich ein wenig. Ein gutes Rezept habe ich allerdings auch nicht.

Ich habe in diesen Tagen einen Zusammenhang gemerkt, zwischen dem was mir meine Mutter nicht gegönnt hat, und dem, was ich mir selbst nicht gönne oder wo ich glaube, dass mir etwas nicht gegönnt ist. (Bestellungen, die irgendwie in Richtung Freude und Luxus gehen, klappen bei mir viel schlechter als praktische und nützliche Dinge, wen wunderts...)

Was meinen denn andere zu solchen überholten Überzeugungen, die bei den Bestellungen oder bei anderen Veränderungen an die Oberfläche kommen? Wenn man sich bewusst geworden ist, wo die eigenen Glaubenssätze herkommen, wie verändert und entsorgt man sie am besten? Dass das automatisch passiert, sobald man das Problem erkannt hat, glaube ich nämlich auch nicht.

Viele Grüße,
Danielle


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BeitragVerfasst: Di Apr 25, 2006 7:29 pm 
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Registriert: Di Apr 25, 2006 6:54 pm
Beiträge: 241
HAllo an alle!

Bin schon lange ne Leserin des Forums, hab aber noch nix geschrieben :wink: .

Bestell mir seit ca 10 Jahren immer wieder was beim Uni, in unregelmäßigen Abständen. Und manchmal klappt s ganz gut (auch spontane Sachen, bei denen das Uni grad mal 10 Min Zeit hat), manchmal ist das Bestellen bzw das Ausgeliefert-bekommen etwas schwieriger, und wie die meisten erzählen eben in den Bereichen, die man selbst als eine große Sache sieht.

Aber ich wollte ja eigentlich was zum Thema hier schreiben.
Bei mir ist das ähnlich, so dass ich denke, dass ich einige nicht so tolle Ansichten über mich von meiner Mutter übernommen habe. Auch wenn ich als Erwachsene vom Verstand her weiß, dass diese Dinge von meiner Mutter gesagt wurden, weil sie überfordert war mit uns Kindern damals, ist es in meinem Unterbewusstsein wohl noch gespeichert. Und das ist ja eigentlich auch logisch, bin davon ja geprägt worden.

Ich weiß leider auch nicht genau, wie man diese Gedanken und Gefühle über sich selbst am besten/ schnellsten wegbekommt.
Ich denke aber, dass der erste Schritt der ist, dass man sich darüber bewusst ist, dass diese Gedanken schlicht falsch sind. Dann, denke ich, kann der nächste Schritt sein, dass man sich von den negativen Personen nach Möglichkeit fern hält bzw geht, wenn sie wieder versuchen, einem was Negatives über sich selbst einzureden. Und dass man dann immer versucht, die Situation objektiv zu betrachten. ISt nicht so einfach, aber funktioniert ganz gut. Und dass man sich selbst konditioniert, positiv über sich zu denken, dass man sein Unterbwusstsein eben an andere, positive GEdanken gewöhnt. --> Autogenes TRaining?

Ganz gut hilft vielleicht auch, der negativen Erwartung gegenzusteuern, also dass man zB bei Angst vor bestimmten HAndlungen eben diese Handlungen durchführt. Lässt sich aber wohl nicht einfach so auf alles übertragen.

ICh glaub, dass es einfach wichtig ist, zu lernen, dass man eine eigenständige Person ist, die sich jederzeit selbst ändern bzw die sich selbst mit der Zeit immer besser kennen lernen kann. Man ist nicht das, was die anderen in einem sehen, sondern das, was du selbst aus dir holst, oder so.

ICh denke aber auch, dass es für jeden und vielleicht sogar für die jeweilige eigene Befindlichkeit verschiedene "richtige" Wege gibt, mit umzugehen.


flipp


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BeitragVerfasst: Fr Mai 26, 2006 7:34 am 
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Registriert: Mi Nov 16, 2005 8:09 pm
Beiträge: 110
Hallo, :D

gestern fand ich "Affirmationen für dein Reichtumsbewusstsein" unter
www.kolima.de/reichtum.html

Viele Grüße von :D
sunlight


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BeitragVerfasst: Fr Mai 26, 2006 1:16 pm 
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Registriert: Di Apr 25, 2006 6:54 pm
Beiträge: 241
danke sunlight, das ist echt schön - werd nachher gleich üben :D !


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