Es ist jetzt ungefähr ein Jahr her, dass ich das erste Buch von Bärbel Mohr (Bestellungen beim Universum) gelesen und das Wünschen ausprobiert habe. Wenn ich mir etwas wünschte, bei dem Geld involviert war - eine Digitalkamera, einen Urlaub in Marokko, vor kurzem eine neue Reithose und Zubehör für meinen Sattel - dann ging das insofern in Erfüllung, als dass ich die Möglichkeit bekam, mir das Geld dafür zu verdienen, sprich, ich hatte eine gute Auftragslage. Wofür ich auch unendlich dankbar bin, denn eine gute Auftragslage ist das A und O in meinem Leben! Andererseits denke ich mir, wenn ich mir etwas wünsche, dann müsste es doch sozusagen wie ein Geschenk geliefert werden, oder geht das manchmal eben auch eher wie bei Neckermann mit Bezahlung? Dann müsste ich doch z. B. Geld auf der Straße finden, eine Reithose geschenkt bekommen, eine Digitalkamera bei einem Gewinnspiel gewinnen usw... Das sind jetzt rein theoretische Gedanken, denn ich bin ja total dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mir das alles zu leisten! Da ist es mir im Grunde egal, WIE ich es bekommen habe.
Die Parkplatzbestellung klappt manchmal, aber auch nicht immer. Wenn ich spätabends nach Hause komme und mir einen Parkplatz auf der Parkharfe vor meinem Haus wünsche, kommt es oft vor, dass keiner frei ist und ich von dem Parkplatz runterfahren und anderswo rumkurven muss, um mir einen zu suchen.
Sehr enttäuscht über einen nicht erfüllten Wunsch war ich Anfang des Jahres. Ich hatte bei ebay ein Paar Stiefeletten ersteigert, fast neu und nur 1 Euro! Ich war total happy. Ja, und dann hat die Verkäuferin die Dinger aus Versehen fehlgeleitet und an eine Käuferin geschickt, die bei ihr eine Jeans ersteigert hatte... die Käuferin bekam sowohl die Jeans als auch meine Schuhe. Nun berieten sich die beiden, dass die Verkäuferin der Käuferin das Porto für die Schuhe schickt und die sollte sie dann an mich schicken. Und genau das ist trotz festem Versprechen nicht geschehen. Also die Verkäuferin hat alles planmäßig erledigt, nur die Jeanskäuferin hat dann einfach die Schuhe behalten, weil sie ihr wohl auch passten und gefielen und sie der Verkäuferin schon Geld dafür geboten hatte. Das Ganze hat sich über mehrere Wochen hingezogen und kurzzeitig sah es so aus, als würde ich meine Schuhe doch noch bekommen. Also habe ich eine Bestellung abgeschickt, so richtig über die Glückshomepage und so, dass man mir doch bitte meine rechtmäßig erworbenen Schuhe zukommen lassen soll oder dass ich zumindest die Möglichkeit erhalte, ein neues Paar Stiefeletten (es waren Doc Martens, also kein Unikat) für preiswert bei ebay zu ersteigern. Fehlanzeige... Es grenzt sowieso schon an ein Wunder, dass ich ein Paar Docs für 1 Euro bekommen habe. Wie gewonnen, so zerronnen, so fühle ich mich! Was habe ich falsch gemacht?
Positiv war hingegen wieder, als ich mir vor ein paar Monaten ganz dringend eine neue Lederhose wünschte, hier und jetzt und heute, weil meine alte "im Schrank eingelaufen war"

Ich hatte bei ebay eine gekauft, die hinten und vorne nicht passte, die ich aber umtauschen konnte. Leicht gefrustet bin ich dann in ein Stadtviertel gefahren, von dem ich ahnte, dass es dort ein Geschäft mit Lederhosen meiner Wahl geben würde. Und richtig. Ich habe zwei anprobiert, die zweite saß ganz wunderbar. 99 Euro stand auf dem Preisschild. Aber nein: "Sie haben die Hose von der Stange da? Die sind alle herabgesetzt: 70 Euro." Und dann wollte man mich nicht mit Karte bezahlen lassen, ich hatte nur 60 Euro in bar und ich fragte, wo denn wohl der nächste Geldautomat sei. "Ach, lass man gut sein, gib mir die 60, das ist schon OK." Tja, da hopste ich natürlich freudestrahlend und laut DANKE nach oben rufend aus dem Geschäft
Letzte Woche hatte ich einen kleinen Autounfall an einer Kreuzung mit Fußgängerampel: Die Sonne schien genau auf die Ampel, ich konnte die Farbe nicht genau erkennen, fuhr erst vor, weil ich dachte, für die auf der Hauptstraße ist rot, dann kam einer von rechts angerauscht, ich stoppte abrupt, vielleicht haben die ja doch noch grün - und hinter mir machte es rums und es war mir einer reingefahren. Es stellte sich heraus, dass der Auffahrer keinen Kratzer hatte und mein altes Auto hatte nur eine kleine Beule ganz weit unten. Also ließen wir es gut sein, weil nicht eindeutig geklärt war, wer denn nun Schuld hatte und fuhren weiter. Heute mache ich die Heckklappe auf und will was aus dem Kofferraum holen, will die Klappe wieder zumachen und sie geht nicht mehr zu! Ja so ein Mist, jetzt hat sich da durch den Aufprall was verzogen! Ich graule mich schon vor dem Gang in die Werkstatt, denn ich kann mir schon wieder ausmalen, was das für Geld kosten wird - und das, wo mein Auto gerade zum TÜV war und vorher generalüberholt wurde, was schon genug gekostet hat.
Ich wünsche mir ganz dringend, dass es nicht so schlimm wird! Hat jemand einen Tipp, wie ich mir das effizient wünschen kann, sodass es wirklich klappt?