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 Betreff des Beitrags: Du hast die Freiheit
BeitragVerfasst: Mo Jun 19, 2006 7:51 am 
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Registriert: Mi Nov 16, 2005 8:09 pm
Beiträge: 110
Ein herzliches Guten Morgen,

ich lese häufig Beiträge, bei denen offensichtlich wird, dass sich Er oder Sie in ungewollten "Abhängigkeiten" von kindlicher Prägung, Herkunfts- oder aktueller Familie oder dem weiteren Umfeld fühlt.

An dieser Stelle möchte ich für uns alle aus einem meiner Lieblingsfilme
"Die Möwe Janathan" (gleichnamiges Buch von Dirk Bach) zitieren.

"DU HAST DIE FREIHEIT, DU SELBST ZU SEIN, GANZ DU SELBST, HIER UND JETZT UND NICHTS KANN DIR IM WEGE STEHEN!" (es sei denn du selbst)

Den Film habe ich vor 10 Jahren, als ich noch als Französischlehrerin tätig war, mit meinen Schülern geschaut, besprochen, .... Und ich hoffte (und weiß), dass ich u.a. damit nachhaltig etwas für den weiteren Lebensweg mitgeben konnte
(was viele von zu Hause aus nicht als Ressource aus Ur-Vertrauen und Wissen erleben ).


Herzliche Grüße von
sunlight


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BeitragVerfasst: Mo Jun 19, 2006 11:07 am 
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Registriert: Do Mai 25, 2006 7:38 pm
Beiträge: 60
-> sollte jeder mal gelesen haben

und begrabt die Gespenster der Vergangenheit.Was gestern war kannst du nicht mehr ändern. Und gebt nicht anderen die Schuld für euer Leben - auch nicht den Eltern - egal wie schlecht oder "übergut" sie waren.

_________________
Der Verliebte hat keine Zeit, geistreich zu sein. (Henri Stendhal)
Zwei Dinge scheinen unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
(Albert Einstein)


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BeitragVerfasst: Mo Jun 19, 2006 11:56 am 
Ja, aber es ist nun mal so, dass die Vergangenheit uns zu dem macht, was wir heute sind. Die Vergangenheit, unsere Erziehung, unsere Erfahrungen, all das prägt uns. Dies alles können wir nicht auslöschen, so sehr ich mir auch manchmal wünschte, bestimmte Partitionen meiner Hirnfestplatte einfach formatieren zu können. Man kann nur lernen, bestmöglich damit zu leben, gerade wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Besonders schwer sind Traumata zu überwinden. Aus diesem Grund hat ja auch heute, Jahre nach der Aufklärung, die Scientology-Sekte immer noch Zulauf, weil die genau so ein Patentrezept anbietet, um schlechte Erfahrungen und Traumata zu löschen. Dass das ein Gang vom Regen mit Umgehung der Traufe direkt in die Scheiße ist, brauche ich wohl keinem zu sagen.


Wie also am besten mit schlechten Erfahrungen und Traumata leben?


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BeitragVerfasst: Mo Jun 19, 2006 12:38 pm 
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Registriert: Do Mai 25, 2006 7:38 pm
Beiträge: 60
Nun - macnhmal ist es nötig einige Dinge "umzuformatieren" - ich meine nicht, das man(frau) das alles selbst kann. Dann muss Hilöfe her. Ich bezog das mehr wierdrum auf "Schicksal" und "Herkunft" als Ausrede für alles was schief geht. Ich weiss genau wovon ich rede. Von meinen über 40 Jahren waren die letzten 15 immer die anderen Schuld, der Rest lang am Geld und meinen Eltern. Und ich könnte mich heute noch beissen, wieviel gute Zeit und Energie und alles ich damit verschwendet habe.

_________________
Der Verliebte hat keine Zeit, geistreich zu sein. (Henri Stendhal)
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BeitragVerfasst: Mo Jun 19, 2006 2:19 pm 
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Registriert: Di Apr 25, 2006 6:54 pm
Beiträge: 241
Hi!
ich find (auch), beides ist richtig: wir sind geprägt durch unsere erfahrungen und dazu gehören massiv unsere eltern. aber unsere aufgabe und unsere pflicht/ verantwortung uns selbst gegenüber ist es, die gewohnheiten im denken über uns selbst und die welt zu ändern.
ich weiß natürlich" selbst, dass das sehr schwer ist, und gleichzeitig bin ich mir sicher, dass das in wirklichkeit sehr einfach ist. Alles, was wir tun müssen, ist, frei zu sein, die welt als etwas äußeres betrachten, das mir keinen schaden zufügen kann, außer ICH lass es zu.

ich bin selbst oft wenn s mir schlecht geht oder wenn ich jemandem die schuld an meinen gefühlen geb oder so am überlegen, ob ich das gefühl nicht irgendwie selbst herbeibeschwör, weil ich das so kenne, und weil ich angst vor einer anderen reaktion von mir habe. Natürlich ist eben dann die angst das, was ich "nicht abstellen" kann, aber eigentlich kann ich es doch, denn ich bin stärker als meine spontanen gefühle. allerdings tut es auch einfach gut, zu weinen wenn s einem schlecht geht. aber die gefahr ist eben, die aktuelle situation zu überdramatisieren, man ist eben oft auch einfach wegen der vergangenheit schlecht drauf, und alle akruellen situationen, die nur ungefähr ins schema zu passen scheinen, provozieren diese (negativen) Emotionen.


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BeitragVerfasst: Mo Jun 19, 2006 8:31 pm 
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Registriert: Mi Nov 16, 2005 8:09 pm
Beiträge: 110
Hallo Nana,

wenn es darum geht, Traumata aufzulösen, dann ist in aller Regel professionelle Hilfe gefragt (und zwar sehr gute).
Wer auf Sekten zugeht, glaubt (fatal) an Stärke/Schutz von außen.
Jeder gute Therapeut wird daran arbeiten, dass Vertrauen in die eigene Würde, Kraft und eine gesunde Selbstliebe aufzubauen.

An Büchern würde ich begleitend dazu Louise Hay empfehlen.
Sie ist den Weg eines mißbrauchten Kindes in ein glückliches, erfolgreiches Leben gegangen.
Es gibt aber auch Titel wie: "Wohin mit meiner Wut?" (ein Gefühl, was sicher in Aufarbeitungsprozessen aufkommt und ebenfalls angenommen und verarbeitet sein will)

Auch all dies gehört in den Bereich unserer Wahlfreiheit und Entscheidungen. Niemand lebt getrennt von dieser Welt.
Oder: "Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Meister."
(meint auch: finden sich stimmige Möglichkeiten)

Gravierende negative Erfahrungen in Foren zu besprechen, halte ich für kontrapunktiv. Denn in solchem Falle würde er/sie das Geschehen (intern) re-aktivieren und mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärken, ohne zur Lösung zu kommen (nur zu sekundärem Gewinn - Aufmerksamkeit ).
Das ist sicher nicht wirklich gewünscht. (?), denn jede(r) wünscht sich Glück, Harmonie, Lebensqualität, Einfachheit, Freude, Liebe, .... :D

Viele Grüße
sunlight


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BeitragVerfasst: Di Jun 20, 2006 12:05 pm 
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Registriert: Mo Jun 12, 2006 12:01 pm
Beiträge: 147
Wohnort: Buchholz, idN
hallo,

wollte mal was zu dem thema "nicht alles auf eltern schieben" sagen. Ich denke, dass es bis zu einem gewissen Grad nötig ist, in dem Sinne, als das man ja erst seinen IST-Zustand wahrnehmen und akzeptieren muss um weitermachen zu können, war doch so, oder? Folglich muss ich also erst einmal wahrnehmen und akzeptieren, dass durch die Erziehung meiner Eltern (ob gewollt oder ungewollt, ob böse oder gut gemeint) gewisse Schemata sich in meinen Gedanken eingeschlichen haben. Ohne dies wahrzunehmen, weiss ich doch gar nicht was schief läuft bei mir. Natürlich muss man den Mut besitzen, die evt. Schmerzen, die dieses auslösen, erstmal auszuhalten. Einmal akzeptiert und Schmerzen ausgehalten, ist es dann einfacher. Es besteht natürlich die Gefahr, dass man sich dann darauf beruht und sagt: "Ist ja nicht meine Schuld, das war in meiner Kindheit halt so." Aber ich denke, die meisten von uns hier im Forum sind schon so weit, dass sie zumindest wissen, dass es von Nöten ist selbst zu handeln. Es braucht halt nur a bissl Zeit und Mut dazu.
Ich lese gerade ein Buch(auf franz. daher kenne ich den Titel leider nicht auf deutsch) dessen erster Satz ist: Das Leben ist schwierig.
Einmal sich bewusst gemacht, dass das Leben tatsächlich schwierig ist, kommt es einem nur noch halb so schwierig vor, denn man weiss, dass Trauer, Schmerz und Leid dazugehören. Zum Leben. Und so kann man es einfach anpacken, die Schwierigkeit schnell zu meistern, damit man genügend Zeit für die schönen Dinge hat. Ich lass es euch wissen, ob es wirklich so einfach ist;-)

_________________
Leere ist gut, sie muss nur mit Positivem gefüllt werden...


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