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 Betreff des Beitrags: Wie mit Angriffen umgehen?
BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 9:57 am 
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Registriert: Fr Mai 22, 2009 11:58 am
Beiträge: 65
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hallo ihr,

ich hatte gestern mal wieder so ein erlebnis, über das ich mich geärgert habe. und zwar geht es darum, dass es mir zwar nicht oft, aber hin und wieder passiert, dass menschen, die in irgendwelchen punkten anderer meinung sind, mir das nach meinem empfinden auf respektlose art mitteilen bzw. ich auch eher das gefühl habe, dass es vor allem darum geht, zu meckern.
ich nenne mal ein beispiel. ich laufe mit meinem hund angeleint im park und ein anderer unangleinter hund geht immer zu meinem hin, was für mich auch erstmal in ordnung ist, aber wir wollen dann auch weiter. ich gehe also weiter und die menschen des anderen hundes bekommen es nicht hin, ihren hund nun bei sich zu behalten und ihre reaktion ist dann zu sagen und zwar so, dass ich es höre, aber nicht direkt zu mir: "das ist doch der arme hund, der immer angeleint ist."
nun geht es hier gar nicht um das thema anleinen oder frei laufen lassen, weil mir ähnliches auch im umgehkehrten fall passiert, wenn ich meinen hund frei laufen lasse.
was ich einfach überhaupt nicht leiden kann, ist es, wenn jemand mich anmacht, aber kein gespräch mit mir möchte und sich auf eine vernünftige diskussion nicht einlassen will. ich habe es z.b. so erlebt, dass die leute dann flüchten, wenn ich sie direkt auf die sache anspreche.
und oder sie reden irrationales zeug, sind hysterisch usw.

mein problem: ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
mein ziel: ich möchte mich darüber nicht aufregen, möchte mich nicht auf diese negative stimmung einlassen, sondern einfach in meiner guten stimmung bleiben.

wie macht ihr das? kennt ihr solche erlebnisse? lasst ihr euch davon berühren? ignoriert ihr solche dinge einfach oder versucht ihr ein gutes gespräch zu finden? ist das überhaupt möglich in so einem fall? wenn ja wie?

ich hoffe, ihr habt anregungen.

liebe grüße
maren


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 10:30 am 
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Registriert: Do Apr 16, 2009 8:04 pm
Beiträge: 259
Hallo!
Oh ich kenne das nur zu gut!!!!
Und ich hab auch zu den Leuten gehört, die sowas unwissendes von sich gegeben haben! Bis unser Hund ins Alter kam und einfach nicht mehr ganz so verträglich wurde bzw wir ihn vor wilden, jungen Hunden schützen müssen, weil er starke Schmerzen in den Knochen hat und jedes Spiel bzw ANspringen böse enden kann.
Früher haben wir auch, naiv wie wir waren, immer gesagt: Oh der arme Hund darf nie frei rumlaufen....
Es gibt sicher so Leute, die ihre Hunde nie laufen lassen, hysterisch werden usw.
Aber ich war unwissen, hab nicht weiter nachgedacht und das tut mir heute sehr leid. Ich war dumm.

Aber es gibt ja auch andere Situationen, in denen ich denke: Ich mache diesen Job schon seit 10 Jahren. Ich WEIß, was ich zu tun habe.
Ich finde es zB immer sehr.....amüsant, wenn Leute mit Buchwünschen zu uns in den Laden kommen und sagen, sie suchen dies und jenes Buch, haben sie im TV gesehen, wissen aber gar nix!
Also fang ich an zu googlen und natürlich tauchen dabei unmengen Seiten auf, die die Suchwörter beinhalten. Und dann sagen die Leute: "Klicken Sie doch mal hier drauf. Halt! Da steht das doch!!!"
Oh man - keine Ahnung vom Internet, aber mir sagen wollen, was ich anklicken soll....
Und das ist noch ein harmloses Beispiel.
Es gibt Dinge, da könnte ich platzen.
Aber in Bärbel Mohrs Buch steht ja: Wenn die Leute etwas tun /sagen, was dumm ist, wissen sie es einfach nicht besser.

Dieser Satz hilft mir ungemein!
Ich denke dann immer: Ok, diese Person weiß es einfach nicht besser.
Sie ist "dumm" :wink:

Aber manchmal nehme ich auch so etwas mit ins Bett, grübel und rege mich auf.
Kann man nix machen.
Außer damit Frieden zu schließen.

Alles Liebe!
Yalume

_________________
Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 10:54 am 
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Registriert: So Okt 12, 2008 12:11 pm
Beiträge: 121
Ich kann euch gut verstehen, mir geht es auch manchmal so.

Yalume hat geschrieben:
Kann man nix machen.
Außer damit Frieden zu schließen.


Ja, das ist das Allerbeste! Mir hilft dabei, mich an Situationen zu erinnern, wo ich mich mal so verhalten habe, dass andere von mir bestimmt gedacht haben: Sie weiß es nicht besser, sie ist dumm.

Oft habe ich das dann gar nicht böse gemeint, habe nur einfach die Situation anders interpretiert als der Betreffende oder mich zu wenig in seine Sichtweise hineinversetzt. Oder ich war einfach mit meinen Gedanken woanders, hab einfach 1 : 1 das rausgelassen, was mir in den Kopf kam, war nicht achtsam genug.

Das entkrampft dann mein Gefühl des Ärgers und es gelingt mir besser, dem anderen einfach seine "Dummheit" zu vergeben.

Manchmal ist natürlich ein Gespräch nötig, in dem ich dem anderen meine Gefühle mitteile. Wie soll er sonst wissen, was in mir vorgeht?

Lieben Gruß in den Tag!

_________________
Welche Freude auch immer in der Welt ist: Sie entsteht aus dem Wunsch, andere glücklich zu machen.
Welches Leid auch immer in der Welt ist: Es entsteht aus dem Wunsch, sich selbst glücklich zu machen. (Shantideva)


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 11:05 am 
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Registriert: Fr Mai 22, 2009 11:58 am
Beiträge: 65
Wohnort: bei Berlin
danke für eure antworten.

zum thema leinenführigkeit kann man unterschiedlicher meinung sein, das ist klar. ich mache da einen mix. wenn ich sehe, dass gemma keinen stören kann (sie ist sehr menschenverliebt und kann da aufdringlich werden) lasse ich sie frei laufen und wenn viel los ist, ich nicht so den überblick habe oder wenn gemma selbst eher unruhig ist, nehme ich sie an die leine.
in jedem fall bin ich daran interessiert, auf andere rücksicht zu nehmen.

ja, also mir ist das schon bewusst, dass der andere nun letzlich so handelt, wie er in dieser situation handeln kann. das problem ist aber, dass ich mich trotzdem innerlich aufrege. ich bin dann je nach situation wütend/traurig.
es ist vielleicht auch deswegen so, weil ich mir eine welt wünsche, in der die menschen liebevoll und respektvoll miteinander umgehen. vielleicht liegt da neben der guten absicht auch ein problem von mir.


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 12:58 pm 
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Beiträge: 6803
Wohnort: Landkreis Celle
Hallo Nalaia!

Es ist ja egal, um welches Thema es geht, jedenfalls für meine Antwort. :lol:
Dennoch bleibe ich mal bei deinem Beispiel:

1.Du hast deinen Hund an der Leine.
2.Dein Gegenüber nicht.
3.Deren Hund läuft zu deinem.
4.Du willst weiter.
5.Du wirst dumm angemacht, obwohl du nichts falsch gemacht hast.

Darüber könne man eine 10-Seitige Interpretation schreiben...in den Fingern jucks...ich versuche mich kurz zu halten... 8) ...

zu 1.:
Was für Gedanken hattest du dabei? Hättest du ihn lieber frei laufen lassen, aber aus Angst festgemacht davor, dass er wieder, sich wahnsinnig freuend zu einem Menschen läuft, Bildder das vielleicht nicht mag, dich anpöblen könnte: "Machen sie ihren Hund fest..." Konfrontation im ärgsten Fall.
Im geringsten Fall:... der Hund läuft zu einem Menschen, der dir unsympathisch sein könnte, mit dem du dann unweigerlich Kontakt hättest. Oder du hattest es eilig und wolltest keinen Kontakt, keine Verzögerung. Also: Leine dran und alles ist unter Kontrolle, es kann nichts Unvorhergesehenes passieren...DENKSTE!Bild
Unsere Tiere machen uns immer wieder zum Deppen. Scheinbar.
Es steckt soviel Lernpotential dahinter...wie eigentlich in allem....

zu2.: Dein Gegenüber hält nix von Leine...Du schaust den Anderen an und blickst eigentlich in einen Spiegel, der dir zeigt wie easy das man doch haben könnte, wenn man sich nur traut.
Du ärgerst dich über dich selbst, dass du dir das nicht traust, dass du deinen Hund nicht zurückhalten kannst, wenn er weglaufen will. In den ganzen Hundebeißaktionen-böse-Hunde, hast du vielleicht eine Meinung kundgetan, die nicht deine ist. Du hast dich angepaßt und gesagt: "Hund gehört an die Leine!" Das Geschehen könnte dir deine Disharmonie zwischen dem innerlich Gedachten und laut Ausgesprochenen aufweisen.

zu 3.: Jetzt läuft auch noch deren Hund zu deinem!Bild Dein Hund würde das auch machen, wenn du ihn freiliessest. (Du hast aber nicht so verständnisvolle Mitmenschen, du rufst ihn zurück, er hört nicht- du fühlst dich lächerlich gemacht und klein, darum leinst du ihn ja an)...diese Gedanken kommen in dir vielleicht hoch, ohne dass du das bewußt mitbekommst...da ist nur so ein grummeliges hmpf-Gefühl.

Wahrscheinlich hast du noch gedacht: "Na tooll! Ich habe es eilig und da läuft ein Hund ohne Leine. Hoffentlich kommt der nicht her!" Tiere reagieren auf Bilder, die Mensche denken. Du hattest ein prima Bild im Kopf, wie der Hund (nicht) auf dich zukommt. Nicht verstehen diese Bilder im Kopf nicht. Kleiner Tipp: Stell dir nächstes Mal vor, wie der Hund vor dir wegläuft- klappt gut! 8)

zu 4.: Du willst schnell weiter und hast die Situation NICHT unter Kontrolle. Macht dir das Angst?

zu 5.: Du hast alles richtig gemacht, nach der Meinung der Gesellschaft, die vielleicht nicht deine Meinung ist...warum auch immer...DIE haben alles falsch gemacht und werfen dir noch das Gegenteil vor. (nicht meine Meinung, sondern so landläufig. Meinung, ob richtig oder falsch interessieren hierbei nicht)
Das muß wie eine Ohrfeige gewesen sein!
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, wie es dir dabei ergangen ist. Ich habe 2 wilde Kerle an der Leine und deren Erziehung hat viel Kraft gekostet. Du glaubst gar nicht, wie die mich vorgeführt haben- in welche Situationen sie mich gebracht haben!!! Ich könnte darüber Bücher schreiben!

Und JEDESMAL hatte es nur mit MIR zu tun!

Es kann sein, dass ich mit meinen 5 Punkten völlig daneben lag.
Es soll dir nur zeigen, was sein könnte, damit du vielleicht Dein eigenes Was-ist herausfindest.

Knuddel mal dein Wuffi von mir!
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_________________
Herzlichst Peti
Erfahrungen sind ein wahrer Schatz, der sich verdoppelt, wenn man ihn teilt.
Was denkbar ist, ist machbar.


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 1:31 pm 
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Beiträge: 593
Es zieht und kränkt und zwickt, weil ja irgendwo stimmt. (sonst wäre es dir nämlich völlig wurscht, und du könntest es komplett bei dem anderen lassen. Beispiel: Jemand macht dich schräg an, mit dem Vorwurf: 'Leute wie du, mit diesen häßlichen lilablauen Schwimmhäuten zwischen den Finger sind halt einfach dämlich.' Würde dich das kränken? Nee, ne?)

Du tust dich leichter, du gibst es einfach zu, vielleicht nur vor dir selber - man muss sich ja nicht vor anderen kasteien. Sag dir einfach: *Ein bisschen was ist dran.' Schau was und ob du es überhaupt brauchst.

Es geht dir sofort besser und bist nicht beschäftigt mit abwehren, Gegenargumenten suchen, den anderen runtermachen - alles Zeit- und Energieverschwendung. Im Gegenteil, du wächst ein Stückcchen.


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 1:33 pm 
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Registriert: Fr Mai 22, 2009 11:58 am
Beiträge: 65
Wohnort: bei Berlin
hallo peti,

danke für deinen langen beitrag.

also zu 1:

ja am liebsten würde ich meinen hund immer frei laufen lassen und ich neige bestimmt dazu übervorsichtig zu sein, um konfrontationen zu vermeiden. du hast recht mit unvorhersehbaren situationen habe ich ein problem.

zu 2:

Zitat:
Dein Gegenüber hält nix von Leine...Du schaust den Anderen an und blickst eigentlich in einen Spiegel, der dir zeigt wie easy das man doch haben könnte, wenn man sich nur traut.

also als vorbild kann ich leute, die mich auf diese art und weise angreifen nicht sehen. aber ich sehe auch leute, die relaxter sind als ich und das finde ich sehr schön und kann das auch wertschätzen.

Zitat:
Du ärgerst dich über dich selbst, dass du dir das nicht traust, dass du deinen Hund nicht zurückhalten kannst, wenn er weglaufen will. In den ganzen Hundebeißaktionen-böse-Hunde, hast du vielleicht eine Meinung kundgetan, die nicht deine ist. Du hast dich angepaßt und gesagt: "Hund gehört an die Leine!"


nein. das sage ich nicht und habe es auch so nicht kundgetan. ich mag es, wenn hunde frei laufen.

zu 3.:

mir macht es nichts aus, wenn ein unangeleinter hund zu meinem läuft, wenn dieser gerade angeleint ist. das ist überhaupt nicht das ding. ich selbst nehme meinen vorher an die leine oder zeige ihm, dass er bei mir bleiben soll, wenn ein angeleinter hund entgegen kommt, weil ich mitbekommen habe, dass manch einen das sehr stört, was ich nachvollziehbar finde. aber für mich selbst sehe ich das gelassen.

zu 4.:

diese situation, dass ein hund zu meinem angeleinten kommt, macht mir keine angst. aber dass ich dazu neige angst zu bekommen, wenn ich keine kontrolle habe, stimmt. siehe punkt 1.

zu 5.:

Zitat:
Du hast alles richtig gemacht, nach der Meinung der Gesellschaft, die vielleicht nicht deine Meinung ist...warum auch immer...DIE haben alles falsch gemacht und werfen dir noch das Gegenteil vor. (nicht meine Meinung, sondern so landläufig. Meinung, ob richtig oder falsch interessieren hierbei nicht)


nein, es geht mir nicht um unterschiedliche meinungen. es geht mir um die art und weise, damit umzugehen.
es ging auch nicht wirklich um das thema hund. aber an diesen situationen zeigt sich meine problematik gut.
ich will nicht den anderen ändern. ich will mich ändern und zwar so, dass ich besser damit umgehen kann, wenn mich jemand angreift.

drück deine hundis auch von mir
:D

liebe grüße
maren


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 1:58 pm 
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Wohnort: Landkreis Celle
Zitat:
es ging auch nicht wirklich um das thema hund. aber an diesen situationen zeigt sich meine problematik gut...ich will mich ändern und zwar so, dass ich besser damit umgehen kann, wenn mich jemand angreift.


Das habe ich auch so verstanden- ich hoffe, das kam rüber. :lol:

Zitat:
ich mag es, wenn hunde frei laufen.

Aha, dann nervt es dich, dass die anderen eine Meinung von dir haben, die nicht stimmt. Und du bekommst nicht die Gelegenheit das klar zu stellen, wie du hier schreibst:

Zitat:
was ich einfach überhaupt nicht leiden kann, ist es, wenn jemand mich anmacht, aber kein gespräch mit mir möchte und sich auf eine vernünftige diskussion nicht einlassen will. ich habe es z.b. so erlebt, dass die leute dann flüchten, wenn ich sie direkt auf die sache anspreche.
und oder sie reden irrationales zeug, sind hysterisch usw.

Und hier finde ich die Antwort von PP sehr hilfreich:
Zitat:
Es zieht und kränkt und zwickt, weil ja irgendwo stimmt. (sonst wäre es dir nämlich völlig wurscht, und du könntest es komplett bei dem anderen lassen. Beispiel: Jemand macht dich schräg an, mit dem Vorwurf: 'Leute wie du, mit diesen häßlichen lilablauen Schwimmhäuten zwischen den Finger sind halt einfach dämlich.' Würde dich das kränken? Nee, ne?)

Man möchte ein Bild nach Aussen hin vermitteln, doch der Andere sieht einen nicht so- is aber auch blöd... :wink:
Da kannst du dann nur deinen Frieden mit genau dem Teil schließen, der sich für andere so gezeigt hat und feddisch. Und, du kannst für dich dabei herausnehmen, nicht so schnell über andere zu urteilen, wenn du nur einen kleinen Moment von ihnen mitbekommen hast.
Oft ist es nicht so, wie es scheint.
Da kommt das dicke Fell dann automatisch hinterher- bei mir war es so...

Meine Jungs sagen "Danke" für die exttra Knuddeleinheit :wink:
BildBild

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Herzlichst Peti
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Was denkbar ist, ist machbar.


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 1:58 pm 
Hallo Maren,

das kenne ich nur zu gut. Ich merke oft, dass die Beziehung zu einer Person durch eine blöde Bemerkung ziemlich vergiftet werden kann und der blöde Satz, der gesagt wurde, spult sich im Kopf ständig wieder ab. Dir zeigt es, dass Du nicht in Deiner Mitte bist und die Person, die es gesagt hat, ist es auch nicht, sonst würde sie so etwas nicht sagen. Oft sehe ich Neid und Mißgunst hinter solchen Bemerkungen. Manchmal wirken Menschen auch belehrend, obwohl sie einfach nur helfen wollen (Beispiel Buchhandlung).
Hab mal nen Yoga-Kurs gemacht und während dieser Zeit haben mich solche Kleinigkeiten immer weniger berührt. Es war so, als würden diese Gefühle einfach außen vor bleiben und ich konnte sie mit Abstand betrachten.

Liebe Grüße,
Valerie


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 1:59 pm 
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Registriert: Fr Mai 22, 2009 11:58 am
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Wohnort: bei Berlin
Zitat:
Es zieht und kränkt und zwickt, weil ja irgendwo stimmt. (sonst wäre es dir nämlich völlig wurscht, und du könntest es komplett bei dem anderen lassen. Beispiel: Jemand macht dich schräg an, mit dem Vorwurf: 'Leute wie du, mit diesen häßlichen lilablauen Schwimmhäuten zwischen den Finger sind halt einfach dämlich.' Würde dich das kränken? Nee, ne?)


sicher irgendwie betrifft es mich, sonst würde es mich nicht berühren. ich denke aber, dass es nicht immer so direkt sein muss. ich kann mir z.b. vorstellen, dass mich auch ein angriff traurig oder wütend stimmen würde, der absolut nicht auf mich zutrifft. einfach nur wegen des angriffs. ist letztlich schwer zu sagen.


Zitat:
Ein bisschen was ist dran.' Schau was und ob du es überhaupt brauchst.


ja, das an sich ist gut. allerdings gehöre ich eher zu dem typus mensch, der sein eigenes verhalten sowieso schon viel hinterfragt. ich glaube, ich möchte für mich eher anstreben, die dinge nicht mehr so auf mich zu beziehen. aber wenn ich das z.b. für das beispiel mit der hundesache mache, dann kann ich natürlich sagen, ich werde mit meiner angst vor konfrontationen konfrontiert. daran bin ich auch bereit zu arbeiten.

Zitat:
Es geht dir sofort besser und bist nicht beschäftigt mit abwehren, Gegenargumenten suchen, den anderen runtermachen - alles Zeit- und Energieverschwendung.


ja abwehren bringt nichts. das sage ich mir auch immer. ich mache keinen runter, zumindest glaube ich das. natürlich kann ich auch nicht von mir behaupten, dass meine innere haltung friedlich ist. äußerlich bin ich zumindest respektvoll und sachlich. aber das innere ist eben wichtiger.
diesen inneren frieden wünsche ich mir ja.


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 2:03 pm 
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Zitat:
Aha, dann nervt es dich, dass die anderen eine Meinung von dir haben, die nicht stimmt. Und du bekommst nicht die Gelegenheit das klar zu stellen, wie du hier schreibst:


ja, das stimmt schonmal.



Zitat:
Da kannst du dann nur deinen Frieden mit genau dem Teil schließen, der sich für andere so gezeigt hat und feddisch. Und, du kannst für dich dabei herausnehmen, nicht so schnell über andere zu urteilen, wenn du nur einen kleinen Moment von ihnen mitbekommen hast.


ja das ist ein wichtiger punkt. das fühlt sich richtig an. darüber werde ich nachdenken.


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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 2:11 pm 
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hi valerie,

ja, wenn man in seiner mitte ist, ist vieles leichter :D
das ist schön, dass dir yoga geholfen hat, mehr abstand zu solchen situationen zu gewinnen. vielleicht sollte ich dann mal meine yoga-dvd mehr in betrieb nehmen. finde yoga nämlich auch sehr gut.

liebe grüße
maren


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 2:55 pm 
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Registriert: Fr Mai 22, 2009 11:58 am
Beiträge: 65
Wohnort: bei Berlin
ich habe jetzt folgende gedanken:
ich möchte ein "guter" mensch sein, bin sehr darum bemüht, rücksichtsvoll, verständnisvoll, respektvoll usw. zu sein.
jetzt tritt eine person in mein leben, die mir mit ihren angriffen zeigt, dass sie mich nicht so sieht, wie ich mich gerne sehen möchte.
der genaue gegenstand des konflikts ist dabei nicht wirklich wichtig, wichtig ist, dass ich es nun ertragen muss z.b. als rücksichtsloser mensch gesehen zu werden, z.b. rücksichtlos gegenüber meinem hund, rücksichtlos gegenüber dem anderen menschen, was auch immer.
da ich mit diesem teil in mir aber nicht in frieden bin, habe ich nun ein problem.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 3:05 pm 
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Registriert: Mo Sep 10, 2007 5:24 pm
Beiträge: 6803
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JEPP! Bild
Super reflektiert!

Und nu?

Hoppen wäre eine Möglichkeit.... Bild ...oder einfach die Info erstmal sacken lassen...noch ein oder zwei Nächte drüber schlafen...

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Herzlichst Peti
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BeitragVerfasst: Fr Jun 19, 2009 3:22 pm 
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Registriert: Fr Mai 22, 2009 11:58 am
Beiträge: 65
Wohnort: bei Berlin
ich werde das auf jeden fall auf mich wirken lassen.
ich habe aber auch schon überlegt, daran mit eft zu arbeiten.
bin mir da über den satz noch nicht sicher. denn ich frage mich, ob ich vielleicht am besten gleich so klopfe: auch wenn ich rücksichtslos bin, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz
denn eigentlich würde ich eher sowas klopfen wie: auch wenn andere mich für rücksichtlos halten...

was genau würdest du jetzt hoppen? bin da ungeübt.


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