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 Betreff des Beitrags: Wertschätzung erhalten
BeitragVerfasst: Di Sep 29, 2009 6:56 pm 
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Registriert: Mo Mär 05, 2007 11:55 am
Beiträge: 85
Hallo an alle.

Mich interessiert wieder eure Meinung.
In letzter Zeit ist mir aufgefallen das das Thema Wertschätzung erhalten, gemeint ist gelobt werden bei mir in der Arbeit im Raum steht.
Ich habe mit vielen Arbeitskollegen immer wieder über dieses Thema gesprochen. Und wir alle warten darauf das wir von unseren Chefs gelobt werden.
Machen wir uns da nicht zu sehr abhängig? Aber ist das nicht ein Grundbedürfnis eines jeden, von den Menschen die man schätzt Anerkennung erhalten zu wollen?
Ich mache das oft mit Freude das ich, wenn ich sehe das meine Kollegen ihre Arbeit gut machen das ich sie lobe. Und ihnen ganauso mir geht es jedesmal gut dabei. Und ein paar Augenblicke der Freude entstehen.
Um wieviel mehr könnten da nicht ein paar Worte von den Chefs erreichen. Ich weiß die Vorgesetzten haben sehr viele Aufgaben. Aber ich finde das Mitarbeitermotivation auch zu ihren Aufgaben gehört. Überhaupt in der jetztigen wirtschaftlichen Lage wo sich viele verunsichert fühlen. Da die meisten nur Dienst nach Vorschrift machen könnten ein paar Worte viel erreichen. Sie würden bedeuten ich bin wertvoll für die Firma. Natürlich sollte man sein Wertgefühl nich von anderen abhängig machen.
Was meint ihr zu diesem Thema?


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 Betreff des Beitrags: Wertschätzung
BeitragVerfasst: Mi Sep 30, 2009 12:27 am 
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Registriert: Fr Feb 23, 2007 1:53 am
Beiträge: 149
Wohnort: Berlin
Hallo GS (würde Dich gern mit Vornamen ansprechen, hab aber keinen gefunden, ich geh nochmal auf Suche)

Also für mich besteht Wertschätzung nicht unbedingt nur aus Lob.
Die Sensibilität, jemanden in Ruhe zu lassen,wenn er sich zurückzieht, oder jemandem eine Aufgabe zu überlassen und sie ihm zuzutrauen,
oder ihm Aufmerksamkeit zu schenken auch wenn man gerade etwas anderes vorhatte können auch Ausdruck von Wertschätzung sein.
Ich hätte zum Beispiel gern verborgtes Geld von meiner Freundin zurück, nicht wegen des Geldes (das würde ich ihr zum Geburtstag schenken) sondern als Wertschätzung für meine damalige Hilfe -aber das ist ein anderes Thema ;-) .
Zu Eurem Chef fällt mir ein: wann wurde er denn das letzte Mal von seinen Angestellten gelobt vielleicht braucht er als Anstoss ein leuchtendes Beispiel??

Lieben Gruss
Mona

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Wenn Dir einer eine Zitrone gibt, mach Limonade draus


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Sep 30, 2009 6:21 am 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallöchen GS,

ja, die Sache mit dem Lob! Das muss ich leider auch gerade erfahren, dass es in manchen Unternehmen scheinbar nicht selbstverständlich ist Lob auszusprechen - gerade von den Vorgesetzten.

Ich habe mich auch lange mit dem Wort Anerkennung beschäftigt und da stellte ich fest, dass es wirklich ein sehr komplexes Thema ist. Zum Einen möchte man natürlich Anerkennung von außen (seinem Partner, Kollegen, Freunden etc.), damit man sich geliebt und wertvoll fühlt. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Stimmen, die besagen, dass man sich SELBST anerkennen sollte, denn dann ist einem Reaktion von außen nicht mehr so wichtig, sprich man ist unabhängiger.

Ich denke, die Wahrheit liegt dazwischen: ich merke, wenn ich eine zeitlang an meinem Selbstwertgefühl rumschraube und mich selbst innerlich für Dinge lobe usw. - dann macht es mir wesentlich weniger aus, wenn andere es eben nicht tun. Schließlich weiß ich, dass ich meine Arbeit gut mache. Manchmal geht es sogar so weit, dass ich es nicht leiden kann gelobt zu werden, so nach dem Motto: was nimmt der andere sich bitte heraus über meine Arbeit zu urteilen - ganz schön anmaßend. ;-) Beim Vorgesetzten sehe ich allerdings auch, dass ein wenig Anerkennung an dieser und jener Stelle durchaus zu seinen Aufgaben zählt. Allerdings ist das Aussprechen von Lob wirklich nicht jedem in die Wiege gelegt bzw. auch Erziehungssache:

Ich arbeite seit kurzem im Süden von Deutschland (Baden.-W.) und merke, dass es vielen Menschen hier sehr schwer fällt Lob auszusprechen und anzunehmen. Nicht umsonst heißt es (ohne Dialekt - hab ich nicht drauf): "Net gemotzt is genug gelobt."

(Damit trete ich hoffentlich niemandem zu Nahe... es ist eben nur MEINE Erfahrung! :roll: )

Liebe Grüße!

Trini

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"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


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BeitragVerfasst: Mi Sep 30, 2009 10:25 am 
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Registriert: So Apr 02, 2006 8:44 pm
Beiträge: 582
Hab mal nachgedacht. Ich kann mich nicht errinnern, dass ich jemals Lob bekommen habe. Aber schlecht kann ich nicht sein, den jedesmal wenn ich meinem Arbeitgeber gesagt habe, dass ich kündige, war der Bär los. Nach ein paar Tagen beleidigt sein, kammen alle zum betteln.
Ich finde Lob ehrlich gesagt überbewertet. Wenn du selber weißt das du gut bist, warum solltest du es brauchen, dass es dir ein anderer noch sagt. Ich habe mich glücklichweise mit so einem identifizieren frei gemacht. Ich arbeite für mich und für keinen Chef, Firma, Kunden.... obwohl ich angestellt bin.

_________________
In meiner Welt gibt es nur Ponys.
Und die fressen den ganzen Tag Regenbögen und pupsen Schmetterlinge.


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BeitragVerfasst: Mi Sep 30, 2009 6:56 pm 
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Registriert: Mo Mär 05, 2007 11:55 am
Beiträge: 85
Hallo!

Heute hat sich etwas eigenartiges ereignet. Der oben genannte Chef hat sich bei uns allen, mein Kollegen und mir, für die guten Leistungen bedankt. Und das von ihm :shock: Von ihm hätte ich eher den Spruch erwartet, warum man in der angegebenen Zeit nicht die doppelte Arbeit gemacht habe. Aber nein wir wurden gelobt. Aber irgendwie komisch, es hat mir nicht so viel bedeutet wie ich erwartet habe. Vielleicht auch deshalb weil es in dem Zusammenhang gesagt wurde, das in nächster Zeit sehr viel Arbeit auf uns zu kommt. Gott sei Dank wieder viel Arbeit :lol: Ich habe auch den ganzen Tag darüber nach gedacht das ich mir das abgewöhnen werde auf Lob von außen zu warten. Man macht sich von diesen Personen so abhängig. Schließlich sind sie auch nur Menschen und es fällt nicht jeden leicht Lob auszusprechen.
So nach dem Satz "Nicht geschimpft ist schon gelobt genug".
vielen Dank für eure Meinungen


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BeitragVerfasst: Mi Sep 30, 2009 7:39 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
hm *kopfkratz* in den langen Zeiten meines Angstellten-Daseins bin ich so gut wie nie gelobt worden. Mir fiel es aber auch nie auf.
Ich hatte immer Spass bei meiner Arbeit (!) und war erfolgreich. Jedoch nur für mich- in meinem eigenen Reich. Meine Erfolge waren für andere gar keine Erfolge (witzig), nur so lernte ich, mir eigene Wertschätzung für das entgegen zu bringen, was ich da tue. Denn ich lernte immer hinzu,
erweiterte meine Kompetenzen etc., was nach außen eben gar nicht für andere wahrnehmbar war.
Wenn dir das Lob fehlt ( wer wird nicht gerne gelobt? aber besser ohne die Erwartung zu haben) , gehe in die Selbstliebe und - akzeptanz.
Diese Zeiten sind so wertvoll, weil sie uns immer auf etwas aufmerksam machen möchten, einen Mangel, der uns zu etwas auffordert...

Alles Liebe dir und viel Erfolg!

_________________
" Ich danke, also bin ich. "


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BeitragVerfasst: So Okt 04, 2009 12:16 pm 
GS hat geschrieben:
Hallo!

Heute hat sich etwas eigenartiges ereignet. Der oben genannte Chef hat sich bei uns allen, mein Kollegen und mir, für die guten Leistungen bedankt. Und das von ihm :shock: Von ihm hätte ich eher den Spruch erwartet, warum man in der angegebenen Zeit nicht die doppelte Arbeit gemacht habe. Aber nein wir wurden gelobt.


Das ist doch toll! ich hoffe, ihr werdet weiterhin Lob von ihm bekommen. Das motiviert doch ungemein!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Okt 04, 2009 9:39 pm 
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Registriert: Do Sep 10, 2009 10:11 pm
Beiträge: 104
Wohnort: hier
Grins... Ich habe gerade gestern Abend das Buch "Mary" von Ella Kensington zu Ende gelesen, da wird von den Grundmotiven gesprochen, die unsere Emotionen heraufbeschwören - und letztlich ein Relikt aus der Urzeit sind. Zu Urzeiten waren wir z. B. davon abhängig, im Rudel erwünscht zu sein. Ohne das Rudel hatten wir keine Überlebenschance. Diese alten Dinge wirken auch heute noch in uns und mir scheint, der Wunsch nach Lob und Anerkennung - den ich selbst nur zu gut kenne - hat genau hier seine Wurzel.

Für mich war diese Buch ein Rundum-Befreiungsschlag. All unsere negativen Emotionen sind letztlich auf die Sicherung unseres Überlebens zurückzuführen. Und wenn wir einmal verstanden haben, dass unser Überleben heutzutage gar nicht mehr in Gefahr ist, können wir ohne diese negativen Emotionen (auch aufgund unerfüllter Wünsche) glücklich sein.

Schönen Abend und viele Glücksgefühle wünscht
tiramisu


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