Hallöchen GS,
ja, die Sache mit dem Lob! Das muss ich leider auch gerade erfahren, dass es in manchen Unternehmen scheinbar nicht selbstverständlich ist Lob auszusprechen - gerade von den Vorgesetzten.
Ich habe mich auch lange mit dem Wort Anerkennung beschäftigt und da stellte ich fest, dass es wirklich ein sehr komplexes Thema ist. Zum Einen möchte man natürlich Anerkennung von außen (seinem Partner, Kollegen, Freunden etc.), damit man sich geliebt und wertvoll fühlt. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Stimmen, die besagen, dass man sich SELBST anerkennen sollte, denn dann ist einem Reaktion von außen nicht mehr so wichtig, sprich man ist unabhängiger.
Ich denke, die Wahrheit liegt dazwischen: ich merke, wenn ich eine zeitlang an meinem Selbstwertgefühl rumschraube und mich selbst innerlich für Dinge lobe usw. - dann macht es mir wesentlich weniger aus, wenn andere es eben nicht tun. Schließlich weiß ich, dass ich meine Arbeit gut mache. Manchmal geht es sogar so weit, dass ich es nicht leiden kann gelobt zu werden, so nach dem Motto: was nimmt der andere sich bitte heraus über meine Arbeit zu urteilen - ganz schön anmaßend.

Beim Vorgesetzten sehe ich allerdings auch, dass ein wenig Anerkennung an dieser und jener Stelle durchaus zu seinen Aufgaben zählt. Allerdings ist das Aussprechen von Lob wirklich nicht jedem in die Wiege gelegt bzw. auch Erziehungssache:
Ich arbeite seit kurzem im Süden von Deutschland (Baden.-W.) und merke, dass es vielen Menschen hier sehr schwer fällt Lob auszusprechen und anzunehmen. Nicht umsonst heißt es (ohne Dialekt - hab ich nicht drauf): "Net gemotzt is genug gelobt."
(Damit trete ich hoffentlich niemandem zu Nahe... es ist eben nur MEINE Erfahrung!

)
Liebe Grüße!
Trini