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 Betreff des Beitrags: Wer ist für wen ein Spiegel?
BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 10:46 am 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
Hallo alle zusammen :D

beim Lesen von Bärbel`s Büchern (und nicht nur in ihren) stolpere ich immer wieder über diese "Sache" mit dem Spiegel und hoffe, dass Ihr mir da weiter helfen könnt.

Also: wenn ich das richtig verstanden habe, dann spiegeln wir uns im Verhalten unseres Gegenüber wider und wir ziehen immer die Menschen an, die zu uns passen. (oder so ähnlich) :?

Mein Gegenüber hat wiederum aber auch einen Spiegel, oder nicht? Und somit ist doch dann mein Verhalten ein Spiegel für ihn?! ( Ich hoffe, Ihr kommt da noch mit :oops: )

Oder: wie ist es z.B. wenn ich auf einem Seminar bin und dort sehr viele negativ geladene Leute vorfinde, die mit sich und der Welt unzufrieden sind und auch mir gegenüber recht unfreundlich sind?

Oder: ein Autofahrer nimmt mir die Vorfahrt, es kracht, er fühlt sich tatsächlich noch im Recht und bügelt mich nach Strich und Faden zusammen?

Oder: Die Lehrerin in der Schule zeigt sich meinem Kind gegenüber pädagogisch von ihrer besten Seite (sarkastisch gemeint) woraufhin ich natürlich das Gespräch suche, aber ziemlich erfolglos bleibe, weil sie ja sowieso Recht hat und ich keine Ahnung. Und zu allem Überfluss, lässt sie dann ihren Frust, dass eine Mutter sich wagt sie zu kritisieren, an meinem Sohn aus?

Bin ich wirklich immer für das Verhalten von meinen Freunden, Verwandten, Bekannten, der Kassiererin etc. selber schuld bzw. verantwortlich??

Ich hoffe, Ihr könnt mir aus diesem Wirrwarr raushelfen :roll:

Liebe Grüße
Micky


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 12:28 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Hallo Micky,
Du gehst aus von der m.E. zutreffenden Beobachtung
Zitat:
dann spiegeln wir uns im Verhalten unseres Gegenüber wider und wir ziehen immer die Menschen an, die zu uns passen

und kommst von da zu der Frage:
Zitat:
Bin ich wirklich immer für das Verhalten von meinen Freunden, Verwandten, Bekannten, der Kassiererin etc. selber schuld bzw. verantwortlich??

Und die scheint mir schlecht gestellt - Dein "wirklich" deutet es ja auch schon an - denn sie passt eigentlich nur zu einem sehr egozentrischen Universum: die andern sind alle nur dazu da, um Deine Selbsterkenntnis zu fördern. Aber die - wir!- werden sich schön bedanken, so instrumentalisiert zu werden. Und wenn es im Schöpfungsplan schon bevorzugt um jemand spezielles geht - warum solltest das gerade Du sein? Oder ich? Selbst bei einem so Prominenten wie Jesus ist ja klar, dass die meisten nicht für ihn da waren! Eher im Gegenteil: die -wir!- haben alle was von ihm gewollt, ohne ihn als eigenständiges Wesen jenseits der eigenen Hutschnur wahrzunehmen.
Und so geht es natürlich die meiste Zeit zu, im menschlichen Miteinander.
Aber wie kommt es, dass Erwachsene Menschen sich ernsthaft so verhalten?
Dieser Glaube (wie auch die Idee, dass man nur richtig wünschen müsse, damit es schon klappt) entspringt m.E. einem recht unreifen Wirklichkeitsverständnis, wie es primitive Völker und Kleine Kinder haben, wo dem (teil)bewussten Ich die Welt als ein Ganzes gegenübertritt. Und auf so undifferenzierte Weise erlebt wird, wie man es sich auf dieser Ebene eben vorstellen kann:
Dass ich das-und-das nicht kriege, liegt daran, dass ich nicht richtig gewünscht habe (Oder, mit etwas anderem Hintergrund: Weil ich schlechtes Karma habe. Oder: weil ich gestern gesündigt habe, ist das jetzt die Strafe. Usw.)
Diese Beschreibung soll jetzt nicht herabsetzen - wir alle haben so einen kindlichen oder primitiven Teil. Spätestens wenn wir sehr müde oder sehr krank werden, merken wir das. Aber der sollte eben nicht unbedingt alleine die Regie führen. Oder unsere Weltsicht bestimmen.
Dass es wohl nicht so einfach sein kann, wie wir uns das manchmal gerne vorstellen, zeigt doch schon folgende naheliegende Überlegung (die ich aber noch nirgendwo ausgeführt gesehen habe):
Als "Einstiegswunsch" wird ja oft empfohlen, man soll sich einen Parkplatz bestellen. Was passiert aber eigentlich, wenn 2 Leute das zeitgleich machen, in der Straße aber nur einer frei ist? Wird das Universum dann jemanden dazu bringen, wegzufahren? Und wenn alle Parkenden aber Wünsche haben, die dem entgegenstehen? Wessen Wunsch wird dann nicht berücksichtigt?
Hat das Universum eine Buchhaltung, in der unseren Wünschen eine Priorität zugeordnet wird, nach unseren Taten, unserem Karma, der Intensität unseres Wunsches, nach höherem Ratschschluss "was ist wirklich gut für wen"? Oder geht es nach Reihenfolge des Eingangs?
Und wenn man irgendwie "richtig" oder "gut" sein muss, um berücksichtig zu werden - wie kann man daran drehen? Erhöhte Anstrengung, Betteln, Bestechung, ... (solche Tips liest man hier ja gelegentlich)

Im Faust gibt es so eine schöne Stelle, die das illustriert: wo F. den Erdgeist beschwört, um etwas von ihm zu erfahren. Der erscheint auch, erkennt aber bald, dass er hier kein Gegenüber hat, und entschwindet mit den Worten:
"Du gleichst dem Geist, den Du begreifst, nicht mir."

Hoffe, ich habe zu ein paar hilfreichen Gedanken angeregt.
Ciao
Leonard

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 12:47 pm 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
Hallo Leonard,

danke für deine Antwort.

Es hat mir aber nicht wirklich weiter geholfen, sorry :cry:

Es geht mir hauptsächlich um die Frage: jeder ist im Prinzip der Spiegel seines Gegenübers. Und ich möchte "nur" wissen wie das funktionieren soll!? Du bist mein Spiegel und ich deiner??? :roll:

Und deine Reaktionen beruhen auf dem was in mir ist/von mir kommt/ausgeht oder wie auch immer, und umgekehrt genau so???

Menno, ich hab einen Knoten im Hirn und bitte um Hilfe beim entwurschteln. :oops:

LG Micky


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 2:58 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Wie es mit dem Spiegeln funktioniert, möchtest Du wissen. Und hängst fest an der Frage:
Zitat:
Und deine Reaktionen beruhen auf dem was in mir ist/von mir kommt/ausgeht oder wie auch immer, und umgekehrt genau so???

Und ich verstehe, dass Du das Problem mit dem "umgekehrt genauso" hast. Dass Du also einerseits Du bist & Deine Reaktionen hast, andererseits aber auch der Spiegel des Andren bist & die Reaktionen zeigt, die dazu passen.
Nun, das ist einfach:
Ich bin ich und Du bist Du.
Ich sehe aber nicht Dich und Du nicht mich.
Wir sehen zunächst einmal nur das was sich an der "Außenseite" zeigt (Persona nennen das die Psychologen. Oder auch: Persönlichkeit, könnte man sagen.)
Und das ist ja nur ein Teil: Du bist mehr als der, als den Dich Deine guten Freunde beschreiben.
Weil sie ja nicht in Dich reingucken/fühlen können. Und Du manchmal eben auch anders bist als gewöhnlich.
Erschwerend hinzu kommt, dass wir meistens auch gar nicht so genau hinsehen.
Wenn wir Dich sehen, sehen wir i.d.R. nur das was uns interessiert, und das ist oft wenig (guck Dir mal an, wie Verkäuferinnen behandelt werden. Oder wie ältere Leute "übersehen" werden).
Und das wenige wird dann auch noch durch das gefiltert, wie wir im Moment drauf sind, und was wir sehen wollen.
Wenn Du zB den Weg wissen willst, werden zB plötzlich Frauen mit Kinderwagen interessant, die Du sonst eher übersiehst, weil Du grad keine suchst, Du hast ja schon Familie. Aber die, die da was vor sich herschieben, kommen damit nicht weit, sind also vermutlich von hier.
Und damit hast Du schon ein Beispiel für den Filter. Und der ist in Deinem Kopf. Jemand anders würde zB nur Motorradfahrer sehen. Weil er ne Panne hat und den Weg zur nächsten Werkstatt sucht.

Du siehst also, das mit als Spiegel dienen hat eine ganz einfache Funktionsgrundlage.
So wie in dem Goethe-Zitat:
Zitat:
"Du gleichst dem Geist, den Du begreifst, nicht mir."

Ich sehe in Dir also meistens nur das, was ich sehen kann: weil es so ähnlich ist wie etwas, das ich von mir selbst kenne, das ich in Dir suche/meide etc.
(Interessant ist: wann ist das nicht so? Aber das ist ein anderes Thema..)
Damit ist klar: Du kannst mein Spiegel sein und zugleich Du selbst. Und umgekehrt
Und wie geht es praktisch mit dem Spiegeln?
Also zB das mit Deinem Seminar könnte so funktionieren:
Zitat:
wenn ich auf einem Seminar bin und dort sehr viele negativ geladene Leute vorfinde, die mit sich und der Welt unzufrieden sind und auch mir gegenüber recht unfreundlich sind

Zunächst mal findest Du Leute vor. Wie sie geladen sind, erschließt Du indirekt, über eine Reihe von Interaktionen. Das fängt schon damit an, wenn Du reinkommst, wie Sie gucken, wie ihre Stimmen klingen.
Dazu kommen dann Deine spezifischen Intepretationen aufgrund Deiner Vorerfahrungen in Tateinheit mit Deiner inneren Haltung.
Wenn zB Leute meckern, könntest DU denken: "die sind mit sich und der Welt unzufrieden sind", und wenn Dir das nicht gefällt (weil Dich zB das Meckern nervt), stehen die Chancen gut, dass sie bald "auch mir gegenüber recht unfreundlich sind". Watzlawick hat das in seinen Büchern gut beschrieben, wie wir andere in unsere Filme reinziehen.
So fällt es zB den meisten schwer, ruhig zu bleiben. Wenn jemand rumbrüllt. Oder sie anmeckert.
Eine der besten Sachen, die ich von meinem wichtigsten Lehrer gelernt habe,war der Satz: "Ich höre nicht auf Leute, die in so einem Ton mit mir reden."
Dieser Satz bezog sich übrigens auf innere Stimmen. Und dorthin, in Dein Inneres, wirst Du vom Spiegel zwangsläufig geführt - denn dort wird ja Dein Abbild sichtbar, das er Dir zeigt. Und dort kannst Du anfangen, Dich mit Dir auseinanderzusetzen. Und dann kann sich auch außen was ändern. weil Du diesen Spiegel so nicht mehr brauchst.
Aber zurück zu Spiegel und Gegenspiegel:
Wenn Du also zB in der Situation ärgerlich wirst, über die Leute, weil Dir das nicht gefällt, das die meckern, so doch wohl in erster Linie, weil Du nicht das Genervtsein darüber haben magst (so wäre es bei mir). Und dann bist Du eben auch jemand "auf einem Seminar, negativ geladen und mit sich und der Welt unzufrieden". Und insofern Du das auf die andern zurückführen, ist es naheliegend, das Du Dich entsprechend verhältst. Und die finden auf dem Seminar eben auch einige Leute von denen sie sagen können: "mit sich und der Welt unzufrieden sind und auch mir gegenüber recht unfreundlich".
Und dann bist Du eben auch der Spiegel von denen.

Lustig ist dann immer noch die Frage, wer schuld ist. die ist uns ja sehr wichtig.

Meine Hits:
1. der der angefangen hat.
2. der der als letzter noch gemeckert hat.

weitere Vorschläge?
Leonard

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 4:07 pm 
Ok das ist eine interessante Frage.
Zitat:
Interessant ist: wann ist das nicht so? Aber das ist ein anderes Thema..)

Das würd mich interessieren!
Das Bespiel mit dem Seminar ist gut, denke ich. Weil hier sind lauter unbekannte Leute. Die Erwartungen gegenüber unbekannten sind also nur in einem selbst verankert. Die Schuld (wenn man danach suchen sollte) liegt also bei einem selbst, weil selbst wenn eine schlechte Grundstimmung herrscht, könnten einem natürlich unter dem Pulk gerade die Leute auffallen, die ähnlich glänzen wie man selbst, wenn man völlig unvoreingenommen an die Sache ran geht. Das heisst, man würde mit den Menschen, die negativ sind gar nicht in Berürung kommen, zumindest nicht im negativen Bereich, weil man selbst eventuell ganz positive Sachen an einem gegenüber bemerkt. Der der anfängt, der hat eventuell ein höheres Bewusstsein dafür, dass irgendetwas nicht passt und meckert. Der jenige der nachmeckert, der ist ebenso negativ wie der erste der meckert. Spigeln sich also wieder alle, die meckern... usw. Bis da jemand kommt, der anders filtert und diese Ebene durchbricht...
Was ich aber viel interessanter finde ist die Frage wann das nicht zutrifft. (Wenn man das überhaupt sagen kann)
Aber ich möchte Mal ein Beispiel zur Diskussion anbringen: Ich gehe also am Abend zu meinem Freund/Freundin und wir möchten einen schönen Abend verbringen. ICh persönlich freue mich tierisch und bringe alle möglichen Sachen mit, damit der Abend ein voller Erfolg wird.(Also die Gegenstände nur zur Verdeutlichung meiner Freude und Erregung über einen tollen Abend). Ich schenke uns also ein Glas Sekt ein und bringe die beiden Gläser in das Zimmer, in dem wir uns aufhalten. Mir liegt ein Teppich im Weg, ich stolpere und ich falle mit den Gläsern. Ich muss lachen, weil ich es lustig nehmen kann und mache alles sauber und entschuldige mich bei Freund/Freundin über meine Ungeschickheit bevor der Abend weiter gehen soll.
Aber huch, der Freund/Freundin flippt völlig aus und beschimpft uns jetzt weil wir angeblich überhaupt nichts können und immer wieder so ein Mist passiert. Jetzt ist also der Abend gelaufen.
Was ist das dann? Ein verzögerter Spiegel oder ein unbewusster Spiegel oder der Freund/Freundin Schuld?
Vielleicht ist die Antwort leicht, aber ich beschäftige mich schon lang damit und kann vielleicht durch vermehrtes darüber nachdenken keine Lösung finden???!!!!

Danke für Anregungen


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 6:53 pm 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
Vielen Dank für die Antworten.

Es ist mir schon fast ein wenig unangenehm, wenn ich sehe, wie viele Gedanken und Mühe Ihr euch gemacht habt. Ich hatte gehofft, die Antworte(n) wären einfacher. Aber dann wär ich ja vielleicht auch selber draufgekommen. :roll:

@Navina
Die Antwort(en)/Lösung(en) zu deiner Geschichte interessieren mich auch brennend. Die Geschichte von dir könnte sich tatsächlich so zutragen. Bin gespannt ob da jemand Rat weiß.

Und noch mal eine andere Geschichte: Es ist bestimmt schon vielen so passiert, dass man jemand kennenlernt und für eine bestimmte Zeit, ist er/sie auch ganz nett, aber dann entpuppt er/sie sich als charakterlich nicht ganz so ehrlich, freundlich, hilfsbereit etc. Und manchmal stellt man im nachhinein fest, dass man es eigentlich schon die ganze Zeit so im Gefühl hatte.

Unter welche Kategorie fällt denn so was???

LG Micky


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 7:21 pm 
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Beiträge: 988
Hallo Micky

grad beim Seminarbeispiel denke ich, dass man sich - je nach aktueller Stimmungslage - die rauspickt, die negativ bzw. positiv eingestellt sind. Also den passenden Spiegel beispielsweise.

Weil: normalerweise lernt man ja nur einen Teil der Teilnehmer kennen! Zumindest in den Seminaren, in denen ich bin, geht es mir so :D

Und dann sagt man leichthin: alle waren negativ eingestellt. Ich bin mir sicher, dass das nicht alle bejahen würden! Das ist eben deine Wahrnehmung..

Manchmal laß ich mich auch von neg. Stimmung runterziehen.Wenn dir jemand in der Pause erzählt, wie es nervt, am Wochenende einen Kurs zu haben, und dass er/sie schon müde ist etc., stört mich das oft plötzlich auch... da muss ich oft echt aufpassen! Man sollte vor solchen Menschen einfach Abstand halten.

Wichtig ist: ich habe ja (fast?) immer die Wahl, mit wem ich zusammenbin! Wenn mir jemand nicht paßt, kann ich ja gehen! Du musst ja nicht mit der Lehrerin deiner Kinder sprechen, aber du tust es.


@navina: stimmt diese Geschichte von dir? Oder hast du sie nur erfunden? Jedenfalls würde ich es so deuten: du glaubst von dir selber, du wärst ungeschickt etc. Deine Freundin sagt dir das als Spiegel.

Aber: auch sie selber ist ev. ungeschickt bzw. war früher ungeschickt und versucht diesen Zug zu verbergen.

Was stimmt, kannst nur du sagen! Denn wir hier kennen dich nicht und schon gar nicht deine Freundin!


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 8:17 pm 
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Registriert: Sa Jun 04, 2005 8:40 am
Beiträge: 556
Wohnort: Oberschwaben
Micky hat geschrieben:
Und noch mal eine andere Geschichte: Es ist bestimmt schon vielen so passiert, dass man jemand kennenlernt und für eine bestimmte Zeit, ist er/sie auch ganz nett, aber dann entpuppt er/sie sich als charakterlich nicht ganz so ehrlich, freundlich, hilfsbereit etc. Und manchmal stellt man im nachhinein fest, dass man es eigentlich schon die ganze Zeit so im Gefühl hatte.


Also, um die Verwirrung noch perfekt zu machen, möcht ich mal einwerfen, was ich mal gelesen hab. Und zwar sind andere nicht "nur" ein Spiegel von uns (die blöde Kuh da.. auweia.. ich bin wahrscheinlich auch so eine blöde Kuh (manchmal)), sondern da kommen noch mehr Sachen dazu!
Und zwar.. entweder spiegeln uns die Personen wirklich, also genauso sind wir auch (in manchen Situationen und wollen es nicht wahr haben), oder wir beneiden die Person darum, dass sie so ist/sein kann (z. B. wenn jemand deutlich seine Meinung kund tut, obwohl er alle anderen damit verärgert) oder.. ja da war doch nochmal was.. *überleg* entweder sind wir genauso, wären gerne so, also beneiden die Person darum oder... ich glaub da war noch was mit wir verdrängen diesen Teil in uns.. aber das ist doch irgendwie das gleiche wie dass wir genauso sind :shock: ?

Aber das mit dem Personen erscheinen einem erst nett und sympathisch und plötzlich merkt man hoppla, war ein Irrtum, das interessiert mich auch, das ist mir auch schon so passiert. Hilfe, bin ich also auch jemand, der erst nett und sympathisch erscheint und dann mutier ich zur Medusa?

Oder ich kenne es andersrum.. ich kannte mal jemanden, von dem dachte ich eigentlich von Anfang an "Du A****..", dann war er eine zeitlang total nett und umgänglich und dann ist er wieder zum.. na ihr wisst schon mutiert.. was sagt mir das über mich?


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BeitragVerfasst: Mo Nov 28, 2005 9:00 pm 
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Registriert: Di Nov 15, 2005 6:40 pm
Beiträge: 55
Wohnort: NRW
Ich find diese Frage mit dem Spiegel auch sehr interessant und habe eigentlich auch mehr Fragen als Antworten.

Ich fand die Antwort von Leonard sehr schön. Die hat mir echt weitergeholfen. Man sieht nicht immer alles von seinem Gegenüber, nur das, was man herausfiltert.
Aber auch der andere Aspekt: Kann es nicht einfach sein, dass wirklich mal jemand einfach schlecht gelaunt ist und man nichts dafür kann? (siehe Sektbeispiel?)
Andererseit kenn ich eine Freundin, die sehr positiv denkt: Herrgott, dann hat er halt einen schlechten Tag und nimmt sich das ganze nicht so an, während manch anderer denkt: Oh, ich hab viel falsch gemacht und warum ist er jetzt sauer und sich das annnimmt. Vielleicht ist in einem solchen Fall wirklich das mit Spiegelbild gemeint. Ich denke, es kann doch nicht sein, wenn jm anders einen schlechten Tag hat, dass ich wirklich daran "Schuld" bin...

Wo ich auch noch ein Problem mit habe, ich bin letztens einer Person begegnet, die sich jetzt in meinen Freundeskreis hineinbewegt, die ich wirklich nicht leiden kann. Das passiert mir sowas von selten, dass ich mich nicht mal daran erinnern könnte, dass es jemals so war. Sicher habe ich Personen, mit denen ich vl nicht klar komme, aber ich konnte bisher immer etwas positives finden.
Ich habe schon beim Universum bestellt, einen positiven Aspekt an ihr zu finden, es mag mir (im Moment noch) nicht gelingen.

Was sagt, dass über mich aus?
Vorallem, wenn man von dieser Spiegelbild - Theorie ausgeht?
Ich habe mich dann also gestern gefragt, wenn das Leben jetzt ein Roman wäre oder ein Traum oder sowas. Was würde diese Person für mich darstellen oder was würde sie bedeuten.
Ich kam letztendlich zu dem Schluss, dass ich zwar gewisse Punkte an ihr mag, aber dass ich nicht mag, wie sie sich in mein Leben einmischt, manche Sachen, die sie zu mir sagt, finde ich hat sie nicht das Recht zu sagen (nicht das ich Kritik meine, einfach so Sachen...)
Und vl ist es genau das... Dieses Eine, ich mag es nicht, dass etwas meine Art zu leben beeinflusst... Dem kann ich mich aber wohl kaum entziehen. Und dann nochwas anderes. Ich finde es in meinem Bewusstsein abartig, wie sie mit Männern umgeht. Sie schmeißt sich allem an den Hals und versucht krampfhaft einen neuen Partner zu finden, wobei es ihr ziemlich egal ist was für einer (wobei sie mir auch leidtut, weil sie sich dann ja selbst nicht so wichtig nehmen kann), ist auch ein bischen kompliziert das komplette Verhalten hier zu beschreiben. Ich bin da auf meiner bewussten Ebene das Gegenteil (ich hab auch andere Freundinnen, die so handeln bei denen es mich nicht stört, von daher kann ich auch gar nicht genau sagen, was es an ihr ist, irgendwie die art, mir fehlt es da an worten, aber darum gehts ja auch nicht :roll: :roll: sorry für die ausartung) und dann hab ich gemerkt........ :idea: es geht mir wohl unterbewusst genau so... Ich kann es gar nicht abwarten, bis ich endlich wieder einen neuen habe... unterbewusst, das will ich mir nicht eingestehen und das wurd mir wohl etwas sehr deutlich vor Augen geführt.
Nur weiß ich noch nicht ganz was ich jetzt mit dieser Erkenntnis machen soll. Wie kann ich das ändern, was will ich überhaupt, aber das ist ein anderes Thema.
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
Hoffentlich war das auch die Lösung zu dieser Person und ich komm jetzt besser mit ihr klar.... :oops:

_________________
Wunder werden wahr!


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 5:09 am 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Zitat:
ich stolpere und ich falle mit den Gläsern. Ich muss lachen, weil ich es lustig nehmen kann und mache alles sauber und entschuldige mich bei Freund/Freundin über meine Ungeschickheit bevor der Abend weiter gehen soll.
Aber huch, der Freund/Freundin flippt völlig aus und beschimpft uns jetzt weil wir angeblich überhaupt nichts können und immer wieder so ein Mist passiert. Jetzt ist also der Abend gelaufen.
Was ist das dann? Ein verzögerter Spiegel oder ein unbewusster Spiegel oder der Freund/Freundin Schuld?

Also mir scheint, Deine Geschichte ist irgendwie noch nicht ganz zu Ende erzählt (es gab ja auch schon weitere Nachfragen..). Aber wenn man sie so nimmt, gibt es zweierlei dazu zu sagen, denke ich:
1. in nahen Beziehungen kommt es oft zu einer Aufteilung: der eine sagt hü, der andere hott. Ob das so ist, merkt man, wenn man mal selber hott sagt. wenn der andere dann hü sagt, ist es so eine Aufteilung: beide haben beide Aspekte in sich, verkörpern aber jeweils nur einen. Dann zeigt Dir der Spiegel Deine "Ergänzung" - was Du wohl mit unbewusster Spiegel meinst? Spiegel des Unbewussten passt glaub ich noch besser.
Dafür spricht in Deiner obigen Schilderung die AUssage "weil *wir* angeblich überhaupt nichts können". Diese Person erlebt sich ei Stück weit verschmolzen mit Dir, Dein Missgeschick ist auch das ihre, besser das Eure - Kollusion ist da der Fachausdruck für. Zum Glück ist das heutzutage heilbar ;-)
2. Wenn da so eine Kollusion ist, dann meistens beiderseitig. AUf dieser Ebene kann Dir Dein Freund also Dein gelebtes Bild spiegeln.
Dafür spricht Deine Feststellung "Jetzt ist also der Abend gelaufen". Das klingt, als ob es Dir schwer fällt zu unterscheiden zwischen:
*mir* ist was passiert, geht es schlecht, ...und
*Dir* ist was passiert, geht es schlecht, ...und
*uns* ist was passiert, geht es schlecht, ..
Das ist zugegebenermaßen auch schwierig. Nicht umsonst gilt das Miteinander in persönlichen Beziehungen auch als höchste Kunst unter den Meistern der Seelenkunde.
Es sich bewusst machen ist der erste Schritt.
Es in sich bearbeiten.
Und dann gemeinsam. Dazu müssen halt beide zugleich bereit sein.

@Liceti:
Zitat:
ich fand die Antwort von Leonard sehr schön. Die hat mir echt weitergeholfen. Man sieht nicht immer alles von seinem Gegenüber, nur das, was man herausfiltert.

:) :) Prima, du hast mich verstanden. Ich merke: Das ist schon was besonderes. (Nicht nur für mich, glaube ich..) Dankeschön fürs Mit-Teilen.
Zitat:
Aber auch der andere Aspekt: Kann es nicht einfach sein, dass wirklich mal jemand einfach schlecht gelaunt ist und man nichts dafür kann? (siehe Sektbeispiel?)

Wie gesagt, das Sektbeispiel sehe ich etwas anders. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Navina nach dem Stolpern in sich auch die Tür zum Ärgern gefunden hat. die hat sie aber nicht genommen, weil sie den schönen ABend wollte. Der Freund hat dann die Alternative gelebt. Das hat schon was miteinander zu tun.
Ich hab schon manchmal gute Erfolge damit gehabt, dass ich beide Teile kommuniziere. Das entlastet, es gibt dann nicht so ein Tauziehen, wie wenn jeder nur einen Teil hat.
Aber zu Deiner Frage: Ich möchte eine Zen-Geschichte erzählen. Ein Zen-Meister fährt Hochgeschwindigkeitszug. Eín Sumo-Ringer geht durch den Zug, tritt die Wagentüren auf und brüllt rum. Alle fürchten sich. Dann kommt er in den Wagen des Meisters. Das kleine verhutzelte alte Männchen geht auf den tobenden Kerl zu und fragt ihn ganz freundlich: Warum bist Du so traurig?
Da fängt der Ringer bitterlich an zu weinen. Seine Mutter ist nämlich grade gestorben.

Schön, nicht?
Du hast nichts mit der schlechten Laune zu tun.
Aber Deine Reaktion spiegelt Dich. Und zeigt, was Dun vom andern sehen kannst.
Und das hat viel damit zu tun, was Du in Dir sehen kannst.

HtH
Leo

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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 5:22 am 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
@Socata
Zitat:
entweder spiegeln uns die Personen wirklich, also genauso sind wir auch (in manchen Situationen und wollen es nicht wahr haben), oder wir beneiden die Person darum, dass sie so ist/sein kann (z. B. wenn jemand deutlich seine Meinung kund tut, obwohl er alle anderen damit verärgert) oder.. ja da war doch nochmal was.. *überleg* entweder sind wir genauso, wären gerne so, also beneiden die Person darum oder... ich glaub da war noch was mit wir verdrängen diesen Teil in uns..


Genau. Das ist der Teil in mir, den ich nicht haben will (meine Wut, meine Ungeschicklichkeit), und den dann andere netter Weise für mich leben, so dass ich ihn mir "zurückholen" kann. Meistens sag ich ihm aber nur "geh weg", im Gegenüber so wie in mir. Wie innen, so außen, sagen die Esoteriker...
Zitat:
aber das ist doch irgendwie das gleiche wie dass wir genauso sind ?

In der Tat. Es handelt sich nur um das Vorzeichen: Bei Neid +, bei Ablehnung -. In beiden Fällen übersehe ich, dass ich es in mir habe.
Im Unterschied zu den Fällen, wo ich mich im Spiegel wiedererkenne.
Zitat:
ich kannte mal jemanden, von dem dachte ich eigentlich von Anfang an "Du A****..", dann war er eine zeitlang total nett und umgänglich und dann ist er wieder zum.. na ihr wisst schon mutiert.. was sagt mir das über mich?


Zunächst mal: was sagt es über ihn?
* entweder: er ist tatsächlich mal + und mal -
* oder: er ist immer +- und Du hängst ihm mal ein +, mal ein - an
Beides kann sich natürlich auch mischen. Und es hängt natürlich auch davon ab, wie Du ihm begegnest, mit +, - oder 0?
Eine vielschichtige Situation.
Trotzdem gefällt mir Deine Frage:"was sagt mir das über mich" :wink:
Was kann man dazu sagen?
Am Einfachsten vielleicht das: wenn Du im Bad in den Spiegel schaust, siehst Du auch nicht immer das Gleiche.
Liegt daran, wie Du aussiehst.
Und wie Du schaust.
Es lohnt sich also, nochmal und bewusster hinzusehen.
In den Spiegel und in sich.
HtH
Leonard

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 9:01 am 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
Also ich muss zugeben, dass ich so manche Antwort 2x lesen musste um sie zu verstehn :oops: Liegt wohl auch daran, dass ich mich erst seit kurzem mit solchen Themen befasse und somit das alles noch ziemliches Neuland für mich ist.

@Socata: Das klingt aber auch irgendwie logisch. Und ich glaube, dass das der eine oder andere von uns auch schon mal erlebt hat
Socata hat geschrieben:
Zitat:
Und zwar.. entweder spiegeln uns die Personen wirklich, also genauso sind wir auch (in manchen Situationen und wollen es nicht wahr haben), oder wir beneiden die Person darum, dass sie so ist/sein kann (z. B. wenn jemand deutlich seine Meinung kund tut, obwohl er alle anderen damit verärgert) oder.. ja da war doch nochmal was.. *überleg* entweder sind wir genauso, wären gerne so, also beneiden die Person darum oder... ich glaub da war noch was mit wir verdrängen diesen Teil in uns.. aber das ist doch irgendwie das gleiche wie dass wir genauso sind ?


@Liceti: Beruhigt mich ungemein, dass es mir nicht alleine so geht. :D
Zitat:
Ich find diese Frage mit dem Spiegel auch sehr interessant und habe eigentlich auch mehr Fragen als Antworten.


Danke an alle :D ich werde mir die Antworten bestimmt immer mal wieder durchlesen.

LG Micky


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 10:15 am 
Hallo an alle,

also die Geschichte die ich erzählt habe ist so passiert. Wie sie weiter ging: Ich bin in ein anderes Zimmer und habe ein Buch gelesen und gewartet bis mein Freund wieder beruhigt war. Ich fand damals die Reaktion absolut überzogen, deshalb die Frage. Als er kam hat er mich gefragt was denn los sei er wartet im Wohnzimmer seit Minuten auf mich. Als ich ihm gesagt habe, dass mich das geärgert hat, hat er erstaunt gesagt: Ja wieso beziehst Du das auf Dich? Mich hat es genervt, wieso lässt Du dir denn dann den Abend verderben?"
Der Abend ist trotzdem noch einigermaßen schön geworden, wenn auch nicht annähernd so frei wie ich es mir gewünscht hätte.

@Leonard, ich verstehe das glaube ich sehr gut was Du schreibst. Ich könnte auch meinen Fall dahin weitergehend auslegen, obwohl es mich mehr interessiert was Du zu sagen hast:-)
Aber eine Sache soll mir wohl verborgen bleiben: Wenn ich also im anderen nur das filtere was ich bin oder auf was ich achte, warum kann ich dann eine hässliche Seite sehen, wie zb der schreiende Sumo, aber mich dann abwenden. Eigentlich dürft ich dann doch den schreienden gar nicht bewusst wahrnehmen. Klingt jetzt etwas agehoben, aber meine ich ernst. Also ich wende mich dann ab, indem ich gehe und die Stimmung nicht zulasse. Und was bringt mir das? Dass ich mich von meiner eigenen schlechten Seite abwende? Ist sie dann trotzdem nicht immer noch im Bewusst sein, so dass ich immer wieder diese Eigenschaften filtere??? Hallo kann mir jemand helfen. Wo hänge ich?


@Liceti: Das mit der Dame, die sich in deinen Freundeskreis bewegt. Ich verstehe, dass in dem Moment Verteidigungsgefühle bei dir aufkommen (so kommt es zumindest rüber). Aber ob ihr tatsächlich die gleiche Absicht habt ist doch gar nicht klar, oder? Also das mit dem Spiegel funktioniert in dem Fall 1a: Du selbst hast Verlustängste, was dein Umfeld und Freunde angeht und diese projezierst/siehst Du in ihr. Vielleicht hilft ein Perspektivenwechsel: Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass sie Dich schon immer bewundert hat um deinen Freundeskreis und keine andere Möglichkeit gesehen hat mit Dir mal ins Gespräch zu kommen, als über einen deiner Freunde eingeladen zu werden. Weil vielleicht denkt sie: Liceti ist in einer ähnlichen Sitation wie ich und sucht einen Mann. Vielleicht ist es für uns beide einfacher, wenn wir mal was zusammen machen können... Ich möchte hier dazu sagen, dass ich euch beide nicht kenne und keine Ahnung habe inwieweit eine Ablehnung vorhanden ist. Aber meist ist trotz jeder Ablehnung ein solcher Grund der eigentlich absichtliche bei "Kämpfen zwischen zwei Frauen". Vielleicht hilft Dir das ein bisschen???!!

Viele Grüße SImone


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 11:18 am 
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Oh backe.. könnte mir jemand die Geschichte mit dem Sumo-Ringer mal erklären :oops: ?

Was ich da "verstehe" war, dass z. B. alle anderen Passagiere nichts für die Laune dieses Sumo-Ringers konnten, er hatte einen "Grund" schlecht gelaunt zu sein.. aber haben das dann nicht alle Menschen? Das Problem ist dann meist nur, dass man es auf sich bezieht, weil man den Leuten ja nicht in den Kopf schauen kann, was der wirkliche Grund für ihre schlechte Laune ist :(


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 11:31 am 
Naja ich bin also alles andere als ein Spezialist. Abe rich kann Dir sagen wie ich es verstanden habe: Der Meister sieht in ihm die Traurigkeit. Die anderen sehen die Wut. Das zeigt, dass Informationen gefiltert werden. Du siehst also quasi deine Wut (evtl über den Störenfried). Der Meister sieht mehr. Die Geschichte demonstriert also eigentlich genau das was Du sagst: Man BEZIEHT es auf sich und deshalb steckt man da fest weil man nur sich als gegenüber hat...Klar kann man den Leuten nicht in den Kopf schauen. Deshalb ist es vielleicht gerade gut, sich abzuwenden oder jemanden aus einer positiven Perspektive zu betrachten. Aber das war eben auch meine Frage, ob es quasi nicht zu spät ist wenn man die schlechte Eigenschaft sieht. Weil, dann hat ja der Filter und das "spiegeln" schon wieder Form angenommen. Hier müsste dann jemand anders antworten.


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