@Socata: Du sinnierst darüber,
Zitat:
alle anderen Passagiere nichts für die Laune dieses Sumo-Ringers konnten, er hatte einen "Grund" schlecht gelaunt zu sein.. aber haben das dann nicht alle Menschen?
In der Tat. Aber die Neigung und die Fähigkeit, andere in dieses Gefühl zu verwicklen, variieren
Zitat:
Das Problem ist dann meist nur, dass man es auf sich bezieht, weil man den Leuten ja nicht in den Kopf schauen kann, was der wirkliche Grund für ihre schlechte Laune ist
In den Kopf des anderen schauen kann auch der Meister nicht. Aber in seinen eigenen. Und dort findet er seine strukturgebundene Reaktion auf den Ringer. zB Angst. Oder Wut. Oder dass er sich aus der Sit. rausziehen möchte.
Diese Reaktionen haben wir auch. Uns fehlt aber die Bewusstheit: *ich bin* es der *die Reaktion hat*. Wir sind sozusagen die Reaktion. Grad bei Wut ist das gut nachzuempfinden, die hat so was Vereinnahmendes. Und wie sagte mein Lehrer: "Man ist ja viel schneller wütend als dass man etwas verstanden hat"!
Der Meister ist nicht identifiziert mit seiner Wut. Er erkennt ihren Ursprung in der Reaktion auf das Verhalten des Andern. Und das ist einfach: so wie man ein Instrument abliest:
Ich Wut - Du Wut.
Wenn ich wütend - dann vielleicht wegläuft vor traurig.
Du wegläuft vor traurig?
Mit der Kindersprache versuche ich die vorbewusste, nichtrationale Ebene zu charakterisieren, auf der so was abläuft.
So wie ein Aikido-Meister spürt, worauf die Energie des Angreifers zielt. Wo sie herkommt. Ihm seinen Willen lässt.
Und ihn so zu Fall bringt.
HtH
Leo