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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 3:23 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2692
Wohnort: Bremen
Hier ist ja schon viel geschrieben worden, ich lese nicht alles.
Ich sage nur, ich halte vielen Menschen einen Spiegel vor, brauche selbst kaum noch einen, da ich anderen Menschen sehr gleichgültig gegenüber trete. Mich können sie nicht mehr aufregen und ich weiß, dass meine Gefühle von mir ausgehen und nie andere dafür verantwortlich sind.
Ich denke, das merke ich dadurch, das ich mein Gegenüber nicht mehr beurteile oder werte. Ich spreche kein Unrecht oder Recht, böse oder gut oder was auch immer. Somit weiß ich auch nicht, wann ich als Spiegel diene, ist mir auch egal.
Ich sage mal, solange du im äußeren wertest und verantwortlich machst, brauchst du noch deinen Spiegel, ansonsten nicht mehr.

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Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 9:40 pm 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
ist eigentlich super, dass wir die Gedanken anderer nicht lesen können

...zwingt uns irgendwie, in uns selber zu schauen


Mensch, bin ich heut kreativ 8)


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 10:31 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Navina schrieb:
Zitat:
Der Meister sieht in ihm die Traurigkeit. Die anderen sehen die Wut. Das zeigt, dass Informationen gefiltert werden. Du siehst also quasi deine Wut (evtl über den Störenfried). Der Meister sieht mehr.

Genau! Das bringt es auf den Punkt.
Zitat:
Die Geschichte demonstriert also eigentlich genau das was Du sagst: Man BEZIEHT es auf sich und deshalb steckt man da fest weil man nur sich als gegenüber hat

Bzw.: weil man nur das im Gegenüber zu erkennen vermag, was Bezug zu einem selber hat: Teile mit denen man sich identififiziert oder solche die man verdrängt (und die man ablehnt oder herbeisehnt).
Jemand sagte mal zu mir, auf meine Kritik hin: "Nur wo eine Anhaftung ist, ist auch ein Problem."
Mann, ich hätte den würgen können. Was sonst nicht so oft vorkommt.
Aber Recht hatte er. Leider.
Ciao
Leo

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Di Nov 29, 2005 10:41 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
@Socata: Du sinnierst darüber,
Zitat:
alle anderen Passagiere nichts für die Laune dieses Sumo-Ringers konnten, er hatte einen "Grund" schlecht gelaunt zu sein.. aber haben das dann nicht alle Menschen?

In der Tat. Aber die Neigung und die Fähigkeit, andere in dieses Gefühl zu verwicklen, variieren
Zitat:
Das Problem ist dann meist nur, dass man es auf sich bezieht, weil man den Leuten ja nicht in den Kopf schauen kann, was der wirkliche Grund für ihre schlechte Laune ist

In den Kopf des anderen schauen kann auch der Meister nicht. Aber in seinen eigenen. Und dort findet er seine strukturgebundene Reaktion auf den Ringer. zB Angst. Oder Wut. Oder dass er sich aus der Sit. rausziehen möchte.
Diese Reaktionen haben wir auch. Uns fehlt aber die Bewusstheit: *ich bin* es der *die Reaktion hat*. Wir sind sozusagen die Reaktion. Grad bei Wut ist das gut nachzuempfinden, die hat so was Vereinnahmendes. Und wie sagte mein Lehrer: "Man ist ja viel schneller wütend als dass man etwas verstanden hat"!
Der Meister ist nicht identifiziert mit seiner Wut. Er erkennt ihren Ursprung in der Reaktion auf das Verhalten des Andern. Und das ist einfach: so wie man ein Instrument abliest:

Ich Wut - Du Wut.
Wenn ich wütend - dann vielleicht wegläuft vor traurig.
Du wegläuft vor traurig?

Mit der Kindersprache versuche ich die vorbewusste, nichtrationale Ebene zu charakterisieren, auf der so was abläuft.
So wie ein Aikido-Meister spürt, worauf die Energie des Angreifers zielt. Wo sie herkommt. Ihm seinen Willen lässt.
Und ihn so zu Fall bringt.
HtH
Leo

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In Wahrheit ist es Liebe.


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