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Zitat someone: "Dies klingt für mich nach einem Glaubenssatz, der dann wirkt wenn man daran glaubt. Wer sagt denn, dass das so sein muss? Aus welchem Gesetz entspringt dieser Glaube? .. Da baut sich in mir so ein Druck auf.. der sagt.. Erst.. muss ich.. "
Erst jetzt las ich den Text, in dem Du den meinigen zerpflückt hast, someone,
und das hast du tatsächlich, weil es Dir, wie wohl den meisten Leuten, die in Foren schreiben, offensichtlich ein unbekanntes Vorgehen wäre, einen Text in seinem Gesamtzusammenhang zu verstehen. Aber was soll's: Ich will nur mal kurz darauf eingehen, wie ich darauf komme zu behaupten, man "müsse" erst das IST anerkennen. Ich bin jemand, der, wenn er denkt, sich immer nur im Kreise dreht und eher ins Grübeln gerät statt zu Ergebnissen. Deshalb wollte ich, als ich vor Jahren in die Krise geriet, etwas Anderes tun. Ich wollte die "Geheimnisse" mit meinem Körper lernen. Denn ich glaubte inzwischen, und das ist überall - vor allem durch Krankheiten - bestätigte Beobachtung, dass der Körper alles besser weiß, zumindest weiser ist als der Verstand. Durch ihn funktioniert eben das, was uns - im Kopf - nicht bewusst ist. Durch diese Erkenntnis wuchs meine Frau aus ihrer Multiplen Sklerose heraus, durch diese Erkenntnis wich der Tumor aus so manchen Krebskranken, die ich kennenlernen durfte und durch diese Erkenntnis verlor ich selbst mein sehr schmerzhaft gewordenes Rheuma. Deshalb übe ich seit fast 14 Jahren Ki-jutsu, das ist die Essenz des Kampfsportes überhaupt: nicht (mehr) kämpfen. Die Meister werfen ihre Angreifer ohne diese anzufassen!!! Und das ist echt!!! Wenn es etwas gab, was ich je lernen wollte, war es das. Angenommen, mich hält jemand fest, will mich unbedingt an einer Stelle halten, mich vielleicht auch niederdrücken, was auch immer. Wenn ich mich dann befreien will, ist es unmöglich. Denn jedes Wollen verstärkt den Widerstand und die Lust des Anderen, mich noch mehr zu knechten. Wenn ich aber das IST, diesen Zustand des Gehaltenwerdens, vollkommen zulasse und akzeptiere, kann der Andere mich nicht länger halten. Allein das ZULASSEN genügt bereits! Es klingt unglaublich, aber ich habe das extrem oft in tausend Situationen erlebt; inzwischen klappt es ja bei mir selbst, dass ich Angreifer werfen kann (es ist kein "Können", es ist ein "Geschehenlassen"), ohne sie anzufassen. Für uns gibt es eine Philosophie, die nur aus drei Worten besteht, und das in beliebiger Reihenfolge: LOSLASSEN - ZULASSEN - WEGLASSEN! Und wenn man das übt, muss man extrem ehrlich zu sich selbst werden. Der Körper zeigt und beweist immer, was man im Kopf nicht wahrhaben will. Und wir lernen u.a. nicht zu werten: Denn wenn ich einen Angreifer als Angreifer werte, habe ich schon verloren. Da bin ich fixiert und muss kämpfen. Mich faszinierte das von Anfang an, auch deshalb, weil der Meister ein vollkommen gegenwärtiger Mensch ist, einer, der - man sieht es ihm eben an - meistens vollständig im HIER UND JETZT lebt. Daher resultiert auch die starke persönliche Ausstrahlung, die er hat. Und ich bin nur dann bereit, von jemandem zu lernen, der eine stärkere persönliche Ausstrahlung mitbringt als ich selbst. Außerdem lernen wir bei diesen Übungen, das Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden müssen, wenn es funktionieren soll, etwas zu erschaffen!!! Ich weiß nicht, wann jemand beginnt, weise zu sein. Es ist eine Empfindungssache. Die erste Person, die ich in meinem Leben als weise empfand, war meine Großmutter, die schwerhörig war, aber alles, was andere Erwachsene verurteilten, gelten lassen konnte. Dadurch erhielt sie eine sehr starke liebevolle Ausstrahlung, und wer in ihre Nähe kam, fühlte sich unbedingt akzeptiert. Sie teilte Menschen nicht in GUT oder BÖSE ein, sah sich nur vor, wenn sie jemandem nicht traute. Aber sie erkannte die Hintergründe, das, was jemanden beeinflusst hatte, um der zu werden, der er war! - Ich halte so etwas für weitsichtig und weise. Ich habe auch ein starkes EGO, aber im Laufe des Lebens gemerkt, dass ich desto glücklicher und erfüllter lebe, je weniger es mir bedeutet. Also je mehr ich das EGO loslasse... Als ich mich noch in Schwierigkeiten fühlte, habe ich mich mal in dieses Forum eingeloggt, zumal ich einige der Bücher kannte, durch die es entstanden ist und ich hoffte ja auch, dass die Befolgung der Rezepte mir helfen könnte. Aber ich schrieb hier nur wenig, denn in meinem Leben geschah viel. Und das, was in diesen Jahren geschah, hat mir tatsächlich geholfen. Dadurch erkannte ich dann viele der Tricks, mit denen diese Bücher arbeiten, und das Forum (wie manch andere Foren auch) beweist, dass sie vielen eher Schaden gebracht haben als Nutzen. (Dein inneres Chaos, someone, beweist es ebenfalls.) Weil die Wunschbücher - wie ich sie nenne - 1. nur einen Teil dessen offenbaren, wie die Teilchenphysik funktioniert und 2. das Vertrauen vieler Menschen zerstören, denn einmal schwer enttäuscht, lässt es sich nur schwer wieder aufbauen. Aber es war ein Trend, eine Welle (die inzwischen langsam abflaut), und viele, die auf ihr geritten sind, wurden eben wirklich reich. Es ist Erfahrungswert, dass Menschen in Not nach j e d e m Strohhalm greifen. Wir sind aber hier auf der Welt, um zu WERDEN, WAS WIR SIND, und nicht, um allesamt in langweiliger Gleichschaltung schwerreich, bilderbuchgesund, zeitschriftenschlank und sexbombig zu werden (das könnte der Werbung so passen!). Das Leben ist - aus gutem Grund! - wahnsinnig vielfältig. Und das meiste scheinbare LEID entsteht aus dem VERGLEICH!
Ich fürchte, ich ufere wieder aus. Also herzliche Grüße und nimm nicht alles ZU ernst, nanabosho
P.S.: Ach so, die "Glaubenssätze": Nicht mein Kopf weiß, was ich tatsächlich glaube, sondern mein Körper. Darin sind sie gespeichert, in den Zellen. Und dort steckt die Schaltzentrale. Daher Vorsicht mit der Behauptung, dieses oder jenes sei Glaubenssatz! Ich bilde mir ein und behaupte, mich "wegen des Wetters" erkältet zu haben, aber mein Körper sagt, dass ich einfach "die Nase voll" hatte. Anderen erzählen kann ich viel, aber wer Körpersprache zu lesen weiß, erkennt mich wirklich.
_________________ Stets findet Überraschung statt,
da wo man's nicht erwartet hat.
Wilhelm Busch
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