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 Betreff des Beitrags: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:22 am 
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Hallo,

habe diese Woche mit einer Familientherapeutin geredet, weil ich was aufarbeiten möchte was mir ziemlich zu schaffen macht.

In diesem Zusammenhang sagte sie mir den Satz:
"Was ist, darf sein -und was sein darf, ist veränderbar."

Mir kam im Nachhinein der Gedanke, dass es eigentlich das gleiche ausdrückt wie: "Den IST-Zustand akzeptieren", denn nur wenn ich diesen akzeptiere, kann Veränderung stattfinden, richtig??

Würdet ihr das "unterschreiben"?


Der Satz der Therapeutin ist mir noch nicht ganz klar, denn wenn etwas sein darf, dann wäre es doch folglich hinfällig es(die Sache, Situation) dann (im nachhinein) zu verändern, oder? Hab ich irgendwo nen Denkfehler? Versteh ich was falsch?

lg ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:29 am 
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Ich würde das mit dem Istzustand genauso sehen.
Sich selber annehmen wie man ist.
Sich selbst lieben mit allen Schwächen, Fehlern und auch Gefühlen die man hat.
Und dann erst kann man beginnen an sich zu arbeiten.
Dann wenn man begriffen hat, dass es gar nicht schlimm ist, dass das ein Teil von einem ist und man diesen Teil in sich liebt. Ihn annimmt.

So würde ich das nun sehen.

_________________
Sei Du selbst die Veränderung die Du dir wünscht für diese Welt.
(Mahatma Gandhi)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:33 am 
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gebe euch beiden recht

und "sein darf" , meint wahrscheinlich eher , dass man sich
nicht mehr dagegen wehrt (ist kontraproducktiv...) sondern es
erstmal zulässt um es dann positiv zu verändern

lg bluna


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:35 am 
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Hallo Glückkommeübermich,

ja, es geht auch darum mich! anzunehmen, mit all meinen Fehlern, aber sie meinte, ich solle die Situation (die mich fast um den Verstand bringt) so akzeptieren wie sie ist. Diese Situation/Tatsache "darf so sein wie sie ist".
Ich muss lernen, diese gewisse Tatsache zu akzeptieren, auch wenn ich es momentan noch nicht kann.
Wenn ich es irgendwann mal geschafft hätte, diese zu akzeptieren, wenn sie sein darf, dann ist doch eine Veränderung nicht mehr nötig, oder?

Wo ist mein Denkfehler? :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:37 am 
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Beiträge: 70
hallo Bluna,

ja genau, es ist wichtig, dass ich mich nicht mehr dagegen wehre. Ganz schwer für mich ... Ich habe es versucht ... Die Therapeutin meinte: "Versuchen reicht nicht ... machen!"

Aber das zulassen ist der erste Schritt ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:42 am 
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Hallo orelie!

Den Ist-Zustand akzeptieren ist eine gute Vorraussetzung, um eine Veränderung in dir stattfinden zu lassen.
Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern.

Ein Alkoholiker kann auch erst mit der Therapie anfangen, wenn er den IST-Zustand akzeptiert, wenn er einsieht, dass er alkoholabhängig ist. Ist auch ein krasser Vergleich, der es nicht so genau auf den Punkt trifft, wie ich es meine...lasse ihn aber mal so stehen- kommt doch schon Nahe dran.

Viele glauben, den IST-Zustand anzunehmen, ist aufzugeben.
Wenn du verhauen wirst von deinem Mann und du es dir schön redest, dir einredest, du seist vielleicht selbst Schuld, hast ihn ja provoziert, dann erkennst du den IST-Zustand NICHT an. Du verleugnest ihn. Erst wenn du ihn anerkennst: "Ja, mein Mann verhaut mich grundlos und ich habe nichts falsch gemacht, ausser es zuzulassen." Dann erst merkst du, was dir angetan wird und dann erst kannst du etwas daran ändern.

Da Vergangenes sowieso schon passiert ist- wir hier sagen: "Es is ja wies is!", kannst du ja nichts mehr daran ändern.
Sie hat eigentlich keine Macht mehr über dich.

Da aber ALLES göttlich ist, was IST, ist auch das, was in deiner Vergangenheit passiert ist, göttlich. Alles Göttliche in deinem Leben hast du selbst erschaffen und darf sein, wenn es sowieso ist. Wenn es da ist, ist es da. Durch das Anerkennen und sich der Situation bewußt machen, erhälst du auch einen gewissen Abstand und somit auch eine gewisse Distanz auf der Gefühlsebene. Das lässt auch Vieles klarer erscheinen.

Ich hoffe, du kannst mir folgen.

_________________
Herzlichst Peti
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:42 am 
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Beiträge: 571
hallo orelie

ich weiss auch wie schwer das ist .
ich habe mich auch gegen etwas sehr gewehrt und
dann hab ich mir gesagt , könnte ich es irgendwie doch
aushalten wenn es so bleibt....
die antwort war: wäre scheisse (tschuldigung) aber ich würds
schon irgendwie überleben
uuuuuund als es mir dann schon fast egal war , hat sich
die situation plötzlich postiv verändert....

lg bluna


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:53 am 
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@ Peti,

okay, es wäre demnach die Veränderung im Innern, in mir gemeint und nicht im Äußeren, richtig?
Macht ja auch Sinn ...

@ Bluna

Ja genau, denk mir auch: Okay, aushalten könnte ICH es schon irgendwie, aber andere Betroffene vielleicht irgendwann nicht mehr :oops:
Es ist also nicht Sinn der Sache "irgendwie" damit zurechtzukommen ...

Danke für Eure Meinungen :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:54 am 
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orelie* hat geschrieben:
Ich muss lernen, diese gewisse Tatsache zu akzeptieren, auch wenn ich es momentan noch nicht kann.
Wenn ich es irgendwann mal geschafft hätte, diese zu akzeptieren, wenn sie sein darf, dann ist doch eine Veränderung nicht mehr nötig, oder?


Das hatte ich überlesen...ich spinne mir mal etwas zurecht, was darauf passen könnte:
Mein Kind ist erwachsen und will ausziehen. Das kann ich schlecht aushalten, weil ich meine mein Kind ist noch nicht reif, schafft das finanziell nicht, kann nicht kochen, kommt nicht alleine klar.....ist ein Beispiel.....dann ist es an mir, den IST-Zustand zu akzeptieren, dass mein Kind erwachsen ist, ich nicht mehr für mein Kind verantwortlich bin und mein Kind all seine Fehler machen darf, die es machen will (macht).

Kann ich das alles akzeptieren, dann braucht es keine Veränderung, denn die hat ja schon gleichzeitig mit dem Akzeptieren stattgefunden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:55 am 
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orelie* hat geschrieben:
@ Peti,

okay, es wäre demnach die Veränderung im Innern, in mir gemeint und nicht im Äußeren, richtig?
Macht ja auch Sinn ...


Für mich ist es so.
Und dadurch, dass in deinem Innern eine Veränderung stattgefunden hat,
( er-) SCHEINT dir die äußere Welt dann auch verändert.
Das ist wie Zauberei.

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Herzlichst Peti
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:56 am 
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@ Peti

Das Akzeptieren ist bzw. bringt die Veränderung mit sich ... So sollte es wohl sein ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:58 am 
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genau !

und peti hat es super erklärt !

und , ob die anderen das aushalten ist nicht
DEIN problem

lg bluna


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 10:58 am 
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Zitat:
Das Akzeptieren ist bzw. bringt die Veränderung mit sich ... So sollte es wohl sein ...


Ich kann da nur für mich sprechen und ich habe es oft so erlebt.

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Zuletzt geändert von Peti am Fr Jul 30, 2010 11:00 am, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 11:00 am 
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Wohnort: Landkreis Celle
bluna hat geschrieben:
genau !

und peti hat es super erklärt !



Danke, da bin ich aber erleichtert! :)
Manchmal entwischen einem die Gedanken und man tut sich schwer, sie aufzuschreiben....

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Herzlichst Peti
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist, darf sein ...
BeitragVerfasst: Fr Jul 30, 2010 11:00 am 
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bluna hat geschrieben:
genau !



und , ob die anderen das aushalten ist nicht
DEIN problem

lg bluna



Naja, aber wenn mein Freund mich vor die Tür setzt, weil er die Situation nicht mehr erträgt, habe ich definitiv ein Problem :( :?


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