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 Betreff des Beitrags: Vorbestimmung oder Selbstbestimmung
BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2006 4:07 pm 
Hallo Ihr,

vielleicht habt ihr Lust mal über folgendes zu diskutieren:

Ich habe viele Bücher über Bestellungen, Wünschen und ähnliches gelesen. Dabei wird von verschiedenen Autoren auf verschiedenste Art und Weise darauf abgezielt das zu erreichen was man sich vornimmt, wünscht, herbeisehnt..

Aber in den Grundeinstellungen ist eine Einstellung bei den Autoren unterschiedlich:

Einstellung Nummer 1: Man kann sein Leben selbst gestalten und durch das Wünschen und Bewusst machen, bekommt man in der Regel auch diese Dinge und geht somit einen offenen, bewussten und selbst bestimmten Weg entlang, bei dem man zu jedem Zeitpunkt glücklich werden kann und alles bekommen kann, wenn man nur positiv genug ist! Zu jedem Zeitpunkt kann man eine negative Emotion in eine positive Wandeln...

Einstellung Nummer 2: Alles ist bereits festgelegt. Die Tatsache, dass sich ein Wunsch in sich selbst beginnt zu äußern ist nicht basierend auf dem freien Willen, sondern man denkt nur, dass es freier Wille sei. In Wirklichkeit ist es ja vorgegeben und deshalb macht man sich nur vor, dass dieser Wunsch einen glücklich machen kann. Es ist eh nur eine kurze Befriedigung und führt eh nicht zu dem wirklichen Glück hin. In Wirklichkeit soll man einfach „lieben“ und daraus passiert generell nur gutes! Und da man eh bekommt was für einen vorbestimmt ist, kann man auch sorglos sein, weil es ja nicht auf dem eigenen Willen basiert, sondern auf höheren Instanzen.

Ja, aber irgendwie sind das 2 komplett verschiedene Dinge! Findet ihr das auch? Vielleicht gibt es auch einen Denkfehler in mir...?
Mich würde hierzu einfach mal Euere Meinung interessieren!
Bin sehr gespannt auf Antworten!


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BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2006 7:19 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
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Gehe du deinen Weg, tu es und schau, was passiert.
Ich bin erleuchtet, ich denke mir mein Leben, und alles geschieht.

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Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2006 7:37 pm 
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Registriert: So Jul 10, 2005 4:25 pm
Beiträge: 116
ich bin zwar nicht unbedingt erleuchtet und ich muss mir mein leben nicht nur denken sonden auch handlungen folgen lassen, aber mich hat die frage in bezug auf astrologie lang beschäftigt. demnach ist ja auch alles festgelegt, was deiner these nr.1 ja widerspricht.
hab dazu einen lösungsweg gefunden, der logisch - nichts desto trotz schwierig erscheint: den narren beherrschen die sterne, der weise beherrscht die sterne.
ein für mich erstrebens-und erarbeitenswertes ziel.

:) fireborn

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wenn das leben dir eine zitrone reicht,
bestell dir salz und einen tequila dazu;-))


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BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2006 9:21 pm 
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Registriert: Di Nov 15, 2005 6:40 pm
Beiträge: 55
Wohnort: NRW
Hallo zusammen!

Über diese Frage hab ich mir auch schon oft Gedanken gemacht!
Ich komme aber auch einfach nicht auf eine Lösung...

Es gibt ja manchmal Situationen, in denen man etwas "ahnt" und es dann so eintrifft, ist mir zumindest schon mal passiert.
Es gibt auch Menschen, die zumindest sagen, dass sie hellsehen können.

Das, denke ich, kann doch eigentlich nur sein, wenn eine gewisse Vorherbestimmung wäre, oder ist das nur ein Gedanke von mir, der dann auf einmal zur Realität entwickelt. Das wäre ja sehr fatal.

Die Dinge, die ich geahnt hab, waren durchaus unspektakulär und auch immer eigentlich nur logische Schlussfolgerungen, teilweise aber auch Befürchtungen.

Es gibt nun einige Meinungen hier, die sagen, dass ich es mir herbeigefürchtet habe.
Aber anders heißt es auch, dass man nicht so "den" Einfluss auf andere Menschen hat, haben soll.
Wenn ich nun ahne, dass die Freundin, die sonst immer nur mit Kerlen herumspiel auf einmal was festes hat mit ihrem neuen, obwohl ich ihn noch nie gesehen hab und sie sich noch gar nicht getroffen hatten.
Was ist das dann?
Meine Befürchtung, dass jetzt wo ich Single bin, alle meine Single - Freundinnen auf einmal Paare werden, die sich bewahrheitet?
Das wäre doch ne gewisse Einflussnahme meinerseits oder eine Ahnung oder logisch????

Dies nur mal so als Beispiel.

Ich komme bei diesem Gedanken immer einfach nicht weiter....

Als Frage kommt mir immer in den Kopf:

"Was war zuerst? Die Henne oder das Ei?"

Man kann da stundenlang diskutieren, aber zumindest ich komm da nicht weiter. Eine teils philosophische Diskussion, die uns wohl keiner mit absoluter Sicherheit beantworten kann.
In irgendeinem Ella-Buch stand: Es gibt viele Wahrheiten, du kannst dir eine aussuchen? Ist das so?

Bei der Henne und dem Ei, entscheide ich mich meist für das Ei:
Grund: Evolutionsmäßig, hat ein Tier, der Henne ähnlich ein Ei gelegt, dass mutierte oder mit dem Hahngenen erworbene Eigenschaften hat (bzw der Inhalt) daraus wurde dann eine Henne, die sich in der Welt durchgesetzt hat, mit ihren Henneneigenschaften.
ABER: Das Tier muss ja auch irgendwo her gekommen sein, vl auch aus einem Ei...

Also sogesehen, was ich zuerst: Der Gedanke oder die Realität
und vorallem, was sich als Konsequenz ergäbe, wenn der Gedanke zuerst ist, dann müssten wir die Realität alle zusammen gestalten, oder gibt es euch gar nicht und ich "träum" das alles und schaff meine eigene Realität.
Wenn wir die Realität zusammen gestalten, was passiert, wenn wir uns uneins sind.
In einem anderen Beitrag wurde das mit einem Parkplatzproblem gezeigt. Ein Parkplatz, zwei Leute brauchen einen?

Ich freue mich eure Ansichten zu dem Thema zu hören :D

Liebe Grüße,
Liceti

_________________
Wunder werden wahr!


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BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2006 10:24 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Vorbestimmung in dem Sinne gibt es nicht.

Es gibt aber Dinge die du dir vor deiner Verköperung vorgenommen hast.
Es gibt Menschen die sich rastlos zu etwas getrieben fühlen, oder Menschen die ihren Weg völlig unbeirrbar gehen. Die Menschen hören die Stimme ihrer Seele sehr deutlich.

Der Stimme deiner Seele folgt du immer dann, wenn du dich wirklich gut fühlst mit dem was du tust. Wenn du ein künstlerisches Talent mit Begeisterung auslebst, wenn du den brennenden Drang hast, eine bestimmte Tätikgeit auszuführen...immer wenn du weisst "das was ich mache mache ich aus vollem Herzen".

Natürlich hast du auch einen freien Willen. Du kannst alle diese Impulse verleugnen. Du musst keines deiner Talente ausleben, platt gesagt: du musst nicht glücklich sein. Keiner zwingt dich dazu.

Vorgezeichnet im Sinne von "XY passiert in meinem Leben ob ich will oder nicht" ist gar nichts.

Biologisch gesehen war das Ei zuerst da.

In Sachen Realitätsgestaltung gilt: Geist/Bewusstsein/Gedanke schafft Materie.

Wenn du etwas ahnst ist es deine Intuition die zu dir spricht. Manchmal laufen die Dinge wie am sprichwörtlichen Schnürchen, es ist, als ob man es einfach nur noch passieren lassen muss. Dann bist du eng mit deiner Seele, deiner inneren Führung verbunden. Manche Menschen nennen es auch Bauchgefühl. Diese Gefühl führt dich immer in Richtung Glück. Aber, wie gesagt, freier Wille. Du musst nicht darauf hören.

Realität gestaltet jeder für sich. Allerdings stimmen wir, wenn wir mit anderen gemeinsam in Geschenisse involviert sind, auf höhere Ebene immer zu. Keiner kann in deiner Realität etwas ausrichten, wenn du nicht damit übereinstimmst.

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2006 10:51 pm 
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Registriert: Di Nov 15, 2005 6:40 pm
Beiträge: 55
Wohnort: NRW
Hi Sonja!
Mir hat deine Erklärung in Sachen Realitätsgestaltung und vorallem auch damit übereinstimmen schon weitergeholfen, aber ich hätte da dann immernoch offene Fragen, zwei schießen mir bei deinem Beitrag grade durch den Kopf:

1. Ich würde ja dann auch den schlechten Dingen in meinem Leben zustimmen, warum mache ich das auf dieser höheren Ebene, hab ich auf meine höhere Ebende bewussten Einfluss?

2. woher weiß meine Intuition oder Führung manche Dinge, sicherlich auch auch aus meiner Erfahrung, aber manche Dinge finde ich lassen sich dadurch nich so leicht erklären.
Vielleicht noch ein paar Beispiele:
Man hat das dringende Gefühl auf der Autobahn schneller fahren zu müssen und irgendwo hinter einem entwickelt sich ein Unfall...
Ich telefoniere beim autofahren, streite, lege grade noch wütend auf schmeiß das handy in die ecke, merke ich fahre zu schnell, bremse und das steht auch schon die radarfalle...

nach der Aussage mit dem höheren Selbst würde das dann praktisch heißen, dass ich mit den anderen Wesen auf dieser Ebene kommuniziere
Der Polizist sagt dann auf seinen höheren Selbst: Ich stehe ich und blitze, dann sage ich "ne, geblitzt werden will ich nicht!" und schaffe dann nen streit vom leder, der zu meiner handlung führt?

auch alles möglich...

Ich meine mit Vorherbestimmt auch eigentlich gar nicht so diese "großen" Dinge, wie ich werde den und den Job haben und den und den Mann. (obwohl ich das in Bezug auf einen Mann wohl zugegebender maßen fast schon gedacht habe), sondern diese kleinen "Zufälle", dieses "hab ichs doch gewusst", dass man sich manchmal einredet, weil es eigentlich eine logische Erklärung gibt, dass man auf den bestimmten Gedankengang kommt, dass aber auch manchmal Dinge beeinhaltet, die man eigentlich so nicht wissen kann....
Verbunden mit einer gewissen Angst: Ist XYZ jetzt passiert, weil ich daran dachte oder mich darauf gefreut oder davor gefürchtet habe ODER habe ich mich vor XYZ gefürchtet, mich darauf gefreut, weil ich aus irgendwelchen Gründen vorher wusste, dass es passiert.

ZB ein geplatzter Reifen: Meine Intuition kann bemerkt haben, mit dem Reifen stimmt was nicht und sagt vielleicht: Hey Autofahren ist heut gefährlich, brings mal in die Werkstatt. Ich hör nicht drauf und boom...

ODER

schon sehr lange fürchte ich, dass mir mal ein Verkehrsunfall zustöst, meine negative Geisteshaltung zieht dann dieses Ereignis an...boom

ODER

Ich weiß einfach morgen platzt mein Reifen...

Was würde es heißen, wenn ich das denke? Heißt das Gefahr oder heißt das, ich muss jetzt positiv denken, dann platzt er schon nicht...

Viele Fragen umschwirren mich... :D
Vielleicht helft ihr mir noch klarer zu sehen :)

Jetzt aber mal gute Nacht!
Liceti

_________________
Wunder werden wahr!


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BeitragVerfasst: Fr Jan 27, 2006 10:01 am 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
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Hi Liceti,

ich kann verstehen, dass dir diese Fragen unter den Nägeln brennen :-)
Ich mag mich auch gern ausführlich dazu äußern, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Bisdain mein Tipp an dich: guck mal ob in einem Kino in deiner Nähe der Film "What the bleep do we know" läuft. Dort fändest du viele deiner Fragen beantwortet.

Bis später :-)
Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Jan 27, 2006 12:51 pm 
Hallo,

ich finde es spannend, dass ihr Euch auch damit auseinandersetzt. Vor allem die Argumentationskette und Gedanken von Liceti kenne ich selber sehr gut:-)

Den Film What the bleep do we know habe ich auch gesehen. Dieser Film liefert eben Beispiele dazu, dass man alles selbst bestimmen kann. Es wird physikalisch unterlegt (hauptsächlich mit Quantenphysik), dass es grunsätzlich alle Möglichkeiten gibt und diese nach der Unschärferelation, also durch Konzentration auf die eine Sitaution so eintritt/eintreten kann. Also stell Dir vor (wie in dem Film) Du willst einen Korb beim Basketball werfen. Alle Möglichkeiten des Werfens sind vorhanden und durch das "scharf" machen: Ich treffe in den Korb, wird es passieren...

Diese Erklärungen bieteten einen super Anstz all das positive Gedankengut an den richtigen Stellen einzusetzen.
Dennoch denke ich mich dann auch immer wieder in Dinge hinein und frage mich, ob der freie Wille wirklich der ist, den ich wahr nehme oder so wie Liceti sagt, dass es wie "vorhergesehen" passiert.
Ein super Beispiel finde ich das mit dem Auto!
Zitat:
ZB ein geplatzter Reifen: Meine Intuition kann bemerkt haben, mit dem Reifen stimmt was nicht und sagt vielleicht: Hey Autofahren ist heut gefährlich, brings mal in die Werkstatt. Ich hör nicht drauf und boom...
ODER
schon sehr lange fürchte ich, dass mir mal ein Verkehrsunfall zustößt, meine negative Geisteshaltung zieht dann dieses Ereignis an...boom

Oder aber musste der Unfall passieren, weil er mich möglicherweise vor einem anderen schlimmen Ereignis schützt oder dafür gut ist? Man soll ja aus allem etwas positives ziehen. Aber dann waren ja die negativen Gedanken auch eigentlich eine Intuition oder Reaktion darauf, dass am Ende etwas nicht noch schlimmeres passiert ist. Versteht ihr was ich meine?

Es ist ja auch so: Selbst wenn ich mit meinen Gedanken etwas herbei sehne/wünsche, dann werde ich bei einer „Vorbestimmung“ der Ereignisse aktiv. Aber in dem einen Buch wird eben beschrieben, dass quasi diese Wünsche und eigenen Vorbestimmungen nicht den Gang der Dinge (also den Lebensweg) so sehr beeinflussen, sondern in gewisser Art und Weise immer nur eine kurze Befriedigung bringen, in der man Vertrauen und Liebe aufbaut zu sich selbst...??!?!?!??!?!?


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BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 12:22 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
„1. Ich würde ja dann auch den schlechten Dingen in meinem Leben zustimmen, warum mache ich das auf dieser höheren Ebene, hab ich auf meine höhere Ebende bewussten Einfluss?“

Allem was dir passiert hast du zugestimmt. Vieles läuft da über Glaubenssätze, und die sind manchmal leider gut verborgen…aber aufspürbar.
Beispiel: du bist vielleicht in einer Umgebung aufgewachsen, wo es Frauen gab, die die Ansicht vertraten „alle Männer sind miese Kerle und nutzen Frauen nur aus“. Als Erwachsene denkst du vielleicht anders darüber, und wünscht dir eine liebevolle Partnerschaft. Tief in deinem Inneren ist der anerzogene Glaubenssatz aber noch da, ganz im geheimen bist du noch immer dieser Überzeugung. Und unsere tiefen Überzeugungen bestimmen, wie wir unsere Realität gestalten. Also ziehst du, trotz deines Wunsches, immer Männer an, die diesen Glaubenssatz bestätigen. Das ist das eine.
Das andere ist, dass du eher du geboren wurdest, bestimmte Bedingungen festgelegt hast. Zum Beispiel in welche Familie du geboren wirst. Du hast die Startbedingungen selber festgelegt. Für das o.g. Beispiel könnte das bedeuten, dass du lernen wolltest zu vertrauen und zu lieben. Also hast du dir Bedingungen erschaffen, aus denen heraus du dir diese Fähigkeiten „erarbeiten“ musst. Du hast dir also selber Bedingungen festgelegt, die dir ein Wachstum und eine Weiterentwicklung ermöglichen.

„Man hat das dringende Gefühl auf der Autobahn schneller fahren zu müssen und irgendwo hinter einem entwickelt sich ein Unfall...“

Abraham spricht in diesem Zusammenhang von der „übergeordneten Intention“. Will heißen, wenn dein Lebenswille und Lebensfreude stark genug ist, erhältst du in gefährlichen Situationen entsprechende Impulse, damit es dich nicht vorzeitig aus dieser Existenz haut :-)
Darüber gibt es übrigens interessante Forschungen. Zum Beispiel das es bei schweren Zugunglücken immer ein paar Menschen gibt, die normalerweise immer genau die Zugverbindung nehmen, am Unglückstag aber den Zug verpassten oder sonst wie „verhindert“ waren, und eben nicht in diesem Zug sassen.

Was den Kleinkram angeht, wie Radarfallen und ähnliches: sowas zieht man einfach durch seine momentane Stimmung an. Wenn du den ganzen Tag schon am fluchen bist über Gott und die Welt, stellen sich solche kleinen Missgeschicke gern mal ein :-)

„Verbunden mit einer gewissen Angst: Ist XYZ jetzt passiert, weil ich daran dachte oder mich darauf gefreut oder davor gefürchtet habe ODER habe ich mich vor XYZ gefürchtet, mich darauf gefreut, weil ich aus irgendwelchen Gründen vorher wusste, dass es passiert.“

Hier trifft ersteres zu. Worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, das tritt ein.

„Was würde es heißen, wenn ich das denke? Heißt das Gefahr oder heißt das, ich muss jetzt positiv denken, dann platzt er schon nicht...“

Wenn du lange genug intensiv Angst hast in einen Unfall verwickelt zu werden, stehen deine Chancen hoch, dass das auch eintrifft. Stichwort: selbsterfüllende Prophezeiungen.
Haben vielleicht in der Nacht böse Buben an deinem Auto etwas kaputtgemacht, und ist deine Lebenseinstellung im großen und ganzen positiv, wird der Reifen vielleicht platzen während du mit 15 h/km durch eine beruhigte Strasse tuckerst, bevor du die Autobahn erreichst. Oder du hast plötzlich den starken Impuls, heute doch lieber mit der Bahn zu fahren.

Navia schrieb: „Oder aber musste der Unfall passieren, weil er mich möglicherweise vor einem anderen schlimmen Ereignis schützt oder dafür gut ist?“

Jo, vielleicht platzt der Reifen, während man aus der Garage tuckert, und während man noch am fluchen und motzen ist, dass man zu spät zur Arbeit kommt, verursacht zwei Strassen weiter ein betrunkener Autofahrer einen Unfall, in den man sonst reingerauscht wäre.

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: So Jan 29, 2006 1:37 pm 
Liebe Sonja,

das war eine schöne Antwort. Das klingt nach einer sehr aktiven und glücklichen Lebenseinstellung. Ich hoffe Du schreibst öfter mal was Dir durch genau dieses Wissen und Denken schon gutes passiert ist.
Vielleicht können wir "Grübler" etwas davon lernen???? :lol: :idea: Das wäre doch schön...

Viele Grüße
Navina


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BeitragVerfasst: Di Jan 31, 2006 10:42 am 
Einstellung Nummer 1: Man kann sein Leben selbst gestalten und durch das Wünschen und Bewusst machen, bekommt man in der Regel auch diese Dinge und geht somit einen offenen, bewussten und selbst bestimmten Weg entlang, bei dem man zu jedem Zeitpunkt glücklich werden kann und alles bekommen kann, wenn man nur positiv genug ist! Zu jedem Zeitpunkt kann man eine negative Emotion in eine positive Wandeln...

Nach meiner meinung triff das zu, du kannst dein leben selbst verändern, durch die macht deiner gedanken. Schau dir doch mal den Film "Bleep" an - da wird das näher erklärt.
Oder denke an einen Rollstuhlfahrer, der sagte " Vor meinem unfall konnte ich 10000 dinge tun. Jetzt sind es noch 9000 - ich kann von heute an immer an die tausend dinge denken ( ach wie arm ich doch drann bin ) oder an die 9000 dich ich noch machen kan " Der Rossltuhlfahrer war der Supermann Darsteller, der nach einem Unfall im Rollstuhl saß ( inzwichen verstorben)

Grüße aus Heidelberg


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Feb 01, 2006 11:34 am 
Offline

Registriert: Mi Feb 01, 2006 11:05 am
Beiträge: 6
Hi Navinda,

also, ich habe schon mal die Erfahrung gemacht, dass ich schlechte Dinge erlebt habe (wie natürlich jeder).
Und letzten Endes bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es anscheinend für mich, für meine Persönlichkeit wichtig war, das zu erfahren, z. B. weil man dadurch viel stärker wird.
Negative Dinge haben meines Erachtens immer das Ziel, dass wir dadurch eine Option erhalten, letzten Endes mit uns besser im Reinen zu sein, glücklicher zu sein - egal, wie übel es ist, was uns passiert :D :D.

Vielleicht hört es sich ein bisschen komisch an, aber ich habe seitdem eine ganz andere Haltung dem Leben gegenüber entwickelt. Weil ich mich sozusagen nicht mehr als etwas so hilfloses betrachte - also dem Schicksal ausgeliefert :wink:, sondern negatives in meinem Leben jetzt zum Anlass nehme, ernsthaft zu überlegen, wieso dieses negative vielleicht ausgelöst wurde. Also, versteckte innere Wünsche, Sehnsüchte, Träume, aber auch Ängste und Erfahrungen, die man vielleicht verdrängt hat und nun endlich verarbeitet werden wollen :D :D :D.

Herzliche Grüße
Panda


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Feb 04, 2006 2:29 pm 
Hallo Panda,

das ist schön, dass Du die Möglichkeiten wahr nimmst, eine negative Erfahrung in eine positive zu wandeln. Ich habe oft gelesen, dass es aber auch möglich sein kann, allzu schlechte Erfahrungen gar nicht mehr zu machen. Mir passieren auch immer wieder Dinge, die mich teilweise sehr traurig werden lassen. Und ein Grund oder eine positve Möglichkeit aus dem Ganzen, kann ich immer erst weit im nachhinein für mich ausmachen. Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann, dass ich negative Dinge nicht mehr "anziehe". Oder beziehungsweise diese Dinge nicht mehr überbewerte und im Gegenzug die positiven nicht als selbstverständlich ansehe...So ist es bei mir nämlich ein bisschen... :oops:

Viele Grüße
Navina


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BeitragVerfasst: Sa Feb 04, 2006 6:35 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Abraham sagt dazu:

""Du musst lernen, dein negatives Anziehungsfeld in ein positives umzuwandeln. Sobald du ein negatives Gefühl verspürst, erkenne, dass deine innere Führung dir zwei sehr wichtige Dinge mitteilt. Erstens: Es gibt etwas, das du willst. Sonst würdest du gar nichts fühlen. Zweitens: Du schaust nicht in die Richtung dessen, was du willst, sondern in die entgegengesetzte Richtung.
Wenn du das erkannt hast, sage zu dir selber: "Es gibt irgendetwas Wichtiges, das ich will, aber ich schaue es mir nicht an. Was will ich eigentlich?" Dann kannst du weiter fragen: "Warum will ich es?" Wenn du darüber nachdenkst, was du willst und warum du es willst, stelle dir vor, du hättest es bereits. Stelle dir so lange vor, es bereits zu haben, es bereits zu tun oder es bereits zu sein, bis du ein positives Gefühl verspürst. Je mehr du das übst, desto leichter wird es dir fallen und je schneller wird dir die Umwandlung gelingen. Du wirst wissen, dass es dir gelungen ist, Negatives in Positives umzuwandeln, wenn du dich besser fühlst. Wenn du deinen eigenen Gefühlen gegenüber sehr aufmerksam bist, wirst du Hundert oder gar Tausend Mal am Tag Gelegenheit haben, die Umwandlung zu üben. Aber es werden nicht Hunderte oder Tausende von Dingen sein, die du willst. Du wirst entdecken, dass es im Grunde nur um ganz wenige Dinge geht: um Freiheit, Wachstum, Freude und Glück."


Ich liebe dieses Wesen :-)

Liebe Grüße
Sonja


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