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 Betreff des Beitrags: Viele Spiegel
BeitragVerfasst: Mi Nov 30, 2005 11:48 am 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
Also, da hier das Spiegelthema diskutiert wird, noch eine Frage:

ich komme ja "berufsbedingt" (bin seit heuer Lehrerin) mit sehr viel Menschen zusammen.

Und die haben ganz unterschiedliche Charaktere, von den braven zu den frechen Schülern, von den extrovertierten zu den introvertierten, den faulen, den fleißigen, sogar solche, die etwas in mich verliebt sind, und solche, die mich gar nicht mögen .....

Tja, was soll ich sagen, spiegeln die mich jetzt alle - das würde ja heißen, ich wäre schizophren oder so :roll: . Insgesamt unterrichte ich rund 80 SchülerInnen. Tja....


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Nov 30, 2005 5:07 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Nun ja. Erfahrungsgemäß sind es in einer Gruppe von 30 doch nur 3-5, mit denen man so zu tun hat, dass es einen innerlich betrifft, positiv oder negativ.
Was nicht heisst, dass es bei den Andern nicht zu entdecken gibt. Wer einmal die Gelegenheit hatte, einen "großen" Menschen bei der Arbeit mit Anderen zu sehen, wird feststellen wie mühelos der sich in viele einfühlen kann, auch solche, die uns nichts sagen oder zuwider.
Ihm ist nichts menschliches fremd, das heisst auch: er hat viel in sich gesehen und kann sich darum in vielen Spiegeln wiedererkennen.
Freilich vergeht einem dann schnell das Gefühl, man wäre jetzt der und der und habe so und so Gefühle und die und die Eigenschaften. Aber das ist ja eh eine Illusion, die aufzugeben am Anfang einer inneren Entwicklung steht.
Und dann erledigen sich zunehmend auch die Streitigkeiten. Nur was ich in mir nicht sehen will, muss ich im Außen bekämpfen.
Was nicht heisst, das man dem Bösen nicht wehren soll. Aber schon Laotse wusste: Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.
Ciao
Leo

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 9:57 am 
Zitat:
Freilich vergeht einem dann schnell das Gefühl, man wäre jetzt der und der und habe so und so Gefühle und die und die Eigenschaften. Aber das ist ja eh eine Illusion, die aufzugeben am Anfang einer inneren Entwicklung steht


@Leonard: Ich kann Dir hier überhaupt nicht folgen. Vielleicht ist es etwas, das ich nicht weiß oder ich verstehe es nicht. Was muss man aufgeben? Dass man bestimmte Eigenschaften hat? Gefühle? Nein, ich glaube so hast Du das nicht gemeint oder?
Vielen Dank schon mal für deine Hilfe!


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 12:31 pm 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
Mir geht es auch so ähnlich wie Navina, dieses "aufgeben" verwirrt mich. Ich schätze mal die Illusion als solche.

Dass man bei 30 Schülern an der Oberfläche kratzt, ist klar. Allerdings habe ich nur eine Klasse als Gesamtklasse, die anderen in kleinen Gruppen, und da lernt man sie schon besser kennen, ein paar hab ich auch schon persönlich kennengelernt (haben sich im Bus neben mich gesetzt und mit mir geschwätzt).

Aber ich bleibe bei einem Beispiel, dass mich sehr interessiert: brav/frech. Da fällt es mir am meisten auf. Bin ich jetzt brav oder frech oder ist das alles eh eine Illusion oder habe ich beide Anteile in mir???

lg Allall


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 1:01 pm 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
Hallo Allall,

deine Frage find ich höchst interessant. Allerdings geht`s mir, so wie es Liceti schon bei meiner "Spiegl-Frage" geschrieben hat: ich hab da leider auch mehr Fragen als Antworten. :(

Deshalb setze ich mal noch eins drauf :roll: Wie erklärt man z. B. diese Situation: eine Gruppe von Leuten, versteht sich recht gut (könnte in dem Falle auch eine Schulklasse sein). Dann ist da aber EINE EINZIGE Person (manchmal auch 2 oder 3), die die Stimmung zum Kippen bringt. (solls ja geben, hab ich zumindest schon gehört)

Oder z. B. auf der Arbeit: Ein(e) Kollege(in) verbreitet immer wieder ein Chaos, welches dann andere wieder ordnen müssen. Hält da der Chef den Spiegel in der Hand, (der allerdings sehr gut organisiert ist) oder die Kollegen, oder wer? :?

Liebe Grüße, Micky


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 2:45 pm 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
Okay, bei dem Chaos-Beispiel fällt mir eine Lösung ein: der Mitarbeiter hält wahrscheinlich besonders jenen einen Spiegel vor, die sich am meisten von seinem Chaos abgestoßen fühlen.

Bei mir ist z.B. Ordnung/Unordnung nie so ein großes Thema gewesen, manche meiner Lehrerkollegen an der Schule regen sich aber sehr auf, wenn die Klasse unordentlich ist, mir ist das nur durch sie aufgefallen, stoße mich aber nicht daran. Ebenfalls stört es mich nicht so, wenn Schüler im Unterricht was anderes lernen oder andere Hausübungen machen, aber schwätzen stört mich. Von daher ist DAS vielleicht der Spiegel für mich, was mich stört :?:


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 3:06 pm 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
Angenommen deine Theorie stimmt:

Zitat:
aber schwätzen stört mich. Von daher ist DAS vielleicht der Spiegel für mich, was mich stört


Was ändert das an der Tatsache? Oder wie änderst du das mit dem schwätzen? :?

Das mit dem Chaos war so gemeint: Ein Kollege ordnet z. B. Unterlagen öfter falsch ab, die anderen müssen immer suchen und am Ende alles durchschaun und richtig einheften. Ich meinte, dass es für die Anderen zusätzlich Arbeit bedeutet und deswegen nervt.

Und was ist mit:
Zitat:
Dann ist da aber EINE EINZIGE Person (manchmal auch 2 oder 3), die die Stimmung zum Kippen bringt. (solls ja geben, hab ich zumindest schon gehört)


:roll: Könnte es vielleicht sein, dass die Spiegeltheorie nicht immer und überall übertragbar ist?

L G, Micky


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 3:18 pm 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
Erstmal ist überhaupt die Frage, ob wirklich nur eine Person eine echt gute Stimmung kippen kann. Wenn ich wirklich gut drauf bin, laß ich mich nicht so leicht runterziehen. Da müßte er/sie schon ziemlich harte Geschütze auffahren, dass es mich treffen würde!

Anders sieht es aus, wenn ich mittelmäßig drauf bin. Und wenn ich eh schon eher schlecht drauf bin, nützt ein falsches Wort :roll:

Deshalb sehe ich da schon, dass man die Spiegeltheorie anwenden kann

@Micky: Was ändert das an der Tatsache--> tja, das ist ja in der Spiegeltheorie nicht die Frage, man will ja was über sich dazulernen!!!


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 4:54 pm 
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Registriert: Mo Nov 28, 2005 9:56 am
Beiträge: 8
@Allall
Zitat:
tja, das ist ja in der Spiegeltheorie nicht die Frage, man will ja was über sich dazulernen!!!


Dazu lernen und bei Bedarf ändern, oder nicht?
Und was hast du jetzt gelernt? :roll: Falls du was über dich gelernt haben solltest, stört dich dann das schwätzen nimmer? Oder gehst du jetzt anders damit um?

Ich meine, irgendwas muss man ja schlussendlich mit der gewonnen Erkenntnis über sich dann auch anfangen, für was sollte sie sonst gut sein? Oder sehe ich das falsch?

Hey, ich weiß jetzt, dass das mein Spiegel ist! Toll! Das war die Lehre (vermutlich) und weiter? :oops:

Zitat:
aber schwätzen stört mich. Von daher ist DAS vielleicht der Spiegel für mich, was mich stört



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 Betreff des Beitrags: Die Illusion des Ichs
BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 4:56 pm 
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@Navina, Allall:
Die Illusion ist: dass es ein Ich gibt, das so und so ist, und die und die Gefühle hat.
Steht schon beim alten Buddha, das das nicht wahr ist. Und kann von jederman jederzeit selbst nachgeprüft werden: In der Meditation erfahren wir: nicht ich bin so, sondern da ist etwas, das Dinge wahrnimmt. Und die ändern sich, von Augenblick zu Augenblick.
Persönliche Eigenschaften und Einstellungen sind eine sorgfältig kultivierte Illusion. Die ist zwar mit unserem Erleben vereinbar - aber das gilt auch für die Idee, dass die Sonne sich um die Erde dreht.
Das unser Ich nur eine Einbildung ist, wird übrigens auch von der Hirnforschung bestätigt: Der sog. freie Wille, den wir dafür ja oft als Beleg heranziehen wollen, ist eine Illusion: Schon eine beträchtliche Zeit bevor "ich" mich entscheide, den Schalter zu drücken, ist in niederen Hirnteilen das erhöhte Erregungspotential zur Aktivierung der Muskeln nachweisbar. Was "ich" für die eigene freie Entscheidung halte, ist nicht die Ursache davon, sondern die Folge. Eine bloße Einbildung also, dass "ich" die Entscheidung treffe.

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 5:02 pm 
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Als Lehrerin werten, ja das muss man. Deswegen würde ich nie Lehrerin sein wollen.

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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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BeitragVerfasst: Do Dez 01, 2005 5:50 pm 
@Allall: Mit Sicherheit hat das mit Schizophrenie wenig zu tun. Also ich versuche es mal in meinen Worten zu erklären. Du hast natürlich eine große Klasse vor Dir. Jeder verhält sich anders. Wie Du schon schreibst: frech/lieb/böse/schüchtern/. Du sagst quasi: Der Klaus der ist lieb, die Sara ist eine rotzfreche.
Der Punkt ist aber, dass der Klaus vermutlich auch vieles mehr ist: lieb, böse, klug, dumm. Also er vereint in sich ja weitaus mehr, als das Lieb-Sein.
Dadurch, dass du aber zu jedem Schüler ein konkretes Bild hast, könnte man sagen, dass Du filterst: projezierst also DEINE Wahrnehmung in das Kind. Deshalb spiegelst Du Dich. Vielleicht ist der Junge, der Dich anschreit traurig, aber du siehst: böse!
Verstehst Du was ich meine. Alles was stark mit deiner Wahrnehmung zu tun hat, also dich emotional berührt ob positiv oder negativ spiegelt Dich also hier.

@Mickey: Deine Beispiele sehe ich so: Die Stimmung in einer Gruppe kann natürlich mutwillig gekippt werden, aber wenn der andere Zugang findet. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sich keiner der Gutgelaunten um den Miesepeter kümmert. In diesem Fall würde er aufstehen und gehen. Weil ihn zieht wieder nur gleiches an. Entweder er wird gut drauf oder er geht. Die anderen haben einfach nur das Problem, dass evtl einer sich projeziert und sich aufregt. Der nächste hat vielleicht mit dem eigentlichen Störenfried nichts zu tun, aber es ist der beste Kumpels von dem der sich als erstes aufgeregt hat und der wollte einen coolen Abend, also projeziert er in seinem Freund usw. Deshalb spiegeln sich trotzdem alle.
Das mit dem Mitarbeiter sehe ich so: Du kannst eigentlich nicht entscheiden ob der Chef und der Mitarbeiter spiegelt oder andersrum. Das bist DU! Weil: Wenn der Chef einen genauso großen Chaoten in dem Mitarbeiter sehen würde wie Du, dann hätte er ihn nicht eingestellt oder aber gekündigt. Er muss also eine andere Wahrnehmung haben: evtl.: er/sie kennt sich mit vertragsgeschäften ganz hervorragend aus...
Wenn sich mehrere Kollegen darüber aufregen, dann wird das auch ihr Verhalten spiegeln, was ja nicht zwangsweise heisst: Der ist chaotisch, ich bin also auch chaotisch weil er ist mein Spiegel, sondern vielleicht auf eine Facette von Eigenschaften, die vorhanden sind aufmerksam macht
Also ich merke schon beim Schreiben, dass es sehr schwierig ist....


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 Betreff des Beitrags: Alphatier
BeitragVerfasst: Di Dez 06, 2005 6:24 pm 
Also zum Beispiel, daß einer eine Gruppe kippen kann habe ich ein wenig Gruppendynamik parat.
Es gibt in jeder Gruppe ein sog. Alphatier, der Tonangeber. Dann jene, die mit den Strom schwimmen, einen, der immer genau entgegen denkt und noch ein paar mehr. Zum Streit kommt es wenn es 2 oder mehrere Alphas gibt, der stärkere reißt die Gruppe an sich. Aber dann gibt es noch einen - ich glaube er wird Beta genannt - der nur auf die Gelegenheit wartet, daß Alpha in Schwierigkeiten kommt,.... zack, dann ist er der neue Alpha.
Aber fragt mich jetzt bitte nicht wer wessen Spiegel ist :wink:

Ich arbeite viel mit Kindern und erkenne fast in jeder kindlichen Reaktion mich in dem Alter. Ich versuche mich dann zu erinnern, was bei mir damals diese Reaktion ausgelöst hat. Die genaue Situation weiß ich oft nicht mehr, sehr wohl aber in welcher Gruppe ich war (Kindergarten, Schule,...) und das gibt mir einen Hinweis für die aktuelle Situation.

Gerade zum Spiegelgesetz gibt es ja eine Menge Sprichwörter, die sicher nicht von ungefähr kommen: "Wie man in den Wald reinruft, so tönt es heraus", "Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg' auch keinem andern zu",....
Der Mensch reagiert instinktiv auf seine Umwelt, wenn mir einer wutschnaubend entgegenkommt, nehme ich eine Schutzhaltung an, und werde nichts tun, daß ihn zur Explosion bringt. Und der Wütende fragt sich nun, warum er es nur mit JA-Sagern zu tun hat, warum keiner ihm gegenüber Rückgrat zeigt,.... - Nun ich frage mich das nicht.

In dem Sinne ..... putzt Eure Spiegel, nicht nur die im Bad :mrgreen:
Cindy


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Dez 06, 2005 8:32 pm 
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Ich gehöre keiner Gruppe an, auch dieser hier nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Illusion des Ichs
BeitragVerfasst: Mo Dez 12, 2005 9:15 pm 
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Registriert: Di Nov 15, 2005 6:40 pm
Beiträge: 55
Wohnort: NRW
Leonard hat geschrieben:
@Navina, Allall:
t.
Das unser Ich nur eine Einbildung ist, wird übrigens auch von der Hirnforschung bestätigt: Der sog. freie Wille, den wir dafür ja oft als Beleg heranziehen wollen, ist eine Illusion: Schon eine beträchtliche Zeit bevor "ich" mich entscheide, den Schalter zu drücken, ist in niederen Hirnteilen das erhöhte Erregungspotential zur Aktivierung der Muskeln nachweisbar. Was "ich" für die eigene freie Entscheidung halte, ist nicht die Ursache davon, sondern die Folge. Eine bloße Einbildung also, dass "ich" die Entscheidung treffe.


Was ist denn dann mit cogito ergo sum?
Irgendwas muss doch da sein? Sonnst wär ich doch nicht, auch wenn ich mich einbilde... Irgendjemand muss mich doch einbilden, das bin doch ich. !!??? :? :shock: :roll: Falls mir noch irgendjemand folgen kann.

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Wunder werden wahr!


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