|
hallo Ana,
erstmal denk ich, dass wirklich viele Menschen diesen Permanentdruck auf Dauer nicht mehr vertragen können.
Ich höre bei dir heraus, dass auch mit der anfangs guten Energie es wirklich eine Knochenarbeit war. Als dann Veränderungen kamen, wurde es vermutlich schwieriger, diese Arbeit zu tun. Denn es kostet mehr Energie, als wenn du von der Energie getragen wirst, wenn du schuftest.
Ich bin auch jemand, der sich gern an Arbeit festbeißt. Ich habe auch erlebt, dass es für mich immer schwieriger wurde, als manches "gegen mich" lief. Dann kam auch bei mir ein Tag, an dem sich der Juniorchef herausnahm, mich fertigzumachen, woraufhin ich dachte, jetzt langt es, ich such mir ne andere Arbeit.
Nach dem Wochenende ging ich zum Arzt, weil ich nach dieser Auseinandersetzung ca. 3 kg verloren hatte und ich sowieso immer mehr abnahm. Da stellte sich dann raus, dass ich Diabetes hatte und eine Überfunktion der Schilddrüse, die dafür gesorgt hatte, dass ich meinen Körper immer auf Hochtouren fuhr. Erst dachte man sogar, mein Körper würde überhaupt kein Insulin mehr herstellen.
Ich wurde krank geschrieben, beruhigte mich, bekam auch Tabletten, die ich nicht vertrug, aber denoch spielte sich mein Blutzucker schnell wieder ein, so dass ich heute nur ein wenig anders essen brauche und alles ist fast ok. Ich wurde gekündigt, weshalb ich vor Gericht ging und nach ein paar Monaten fing ich wieder an zu arbeiten dort.
Nach 3 Wochen war ich aber wieder krank, hatte Schmerzen. Schätze mal, dass die Schilddrüsen-OP doch nicht so einfach ist, wie die Ärzte das weismachen wollen. Denn seitdem hab ich Schwierigkeiten mit Zusätzen in der Nahrung.
Ich wurde wieder gekündigt, war auch damit einverstanden, wir gingen diesmal in Frieden auseinander. Und nachdem ich dann dort gebraucht wurde zufällig, fing ich im Sommer 2008 ein drittes Mal dort an.
Zu anderen Bedingungen. In meiner Zeit zu Hause war ich enorm gewachsen und nicht mehr bereit, Kompromisse einzugehen. Ich verlangte mehr Geld. Meine Arbeit weiß man jetzt zu schätzen. Die Bedingungen stelle ich jetzt.
Mein Körper macht diesen Stress nicht mehr mit. Also habe ich jetzt alles angepaßt an meine Bedürfnisse. Und keiner sagt etwas. Es ist ok, weil ich in meinem Inneren denke, wenns jemanden nicht gefällt, geh ich wieder zum Arbeitsamt..... was solls.
Am besten kann ich arbeiten, wenn ich mir vornehme, mir nur einen schönen Tag zu machen.
Ich weiß, dass du jetzt keine Arbeit hast. Aber verheiz dich bei der nächsten nicht wieder selbst. Vergib den Leutchen dort und erhol dich dich. Du kannst nur deinen eigenen Dank erhalten. Auf deinem Grabstein wird nicht stehen: hier ruht die liebe Ana, die sich für unsere Gewinne und für unser bequemes Leben zu Tode geschuftet hat. ne es wird niemand zu deiner Beerdigung kommen. Also haushalten mit deinen Kräften und mal schauen in dir, was dich wirklich dazu veranlaßt, so zu schuften. Anerkennung vielleicht?
LG
Sita
_________________ nimm was du magst und vergieß den Rest
|