Hallo zusammen,
nachdem ich mich eine Zeitlang aus dem Forum hier zurückgezogen hatte, habe ich in den vergangenen Tagen wieder verstärkt mitgelesen, und dabei kam auch wieder der Wunsch auf, mitzumischen. Es ist einfach schön, sich mit Menschen wie Euch auszutauschen, die auch an die eigene Schöpfungskraft glauben.
Wobei... da muß ich wohl kleine Abstriche machen, und zwar in Bezug auf mich selbst. Wie manche von Euch wissen, bin ich (eigentlich) ein Abraham-Fan, und das habe ich hier auch immer sehr gerne kundgetan, verbunden mit vielen guten Ratschlägen, die ich Euch gegeben habe. Wieviel das alles aber wirklich wert war, habe ich in den letzten Wochen sehen können...
(Warnung: die Geschichte ist "etwas" länger...!

)
Alles fing damit an, daß ich Mitte Juni plötzlich einen Festplatten-Crash hatte. War nicht wirklich ein Wunder, daß mir das passiert ist, weil ich schon Ende Mai anfing, mich gedanklich damit auseinanderzusetzen. Ich bekam immer mehr Angst, meine Daten zu verlieren, fing auch an, sie zu sichern, und dann, natürlich an einem Samstag abend, päng!, nix ging mehr! Wie sich das jetzt reparaturmäßig weiter entwickelt hat, damit möchte ich Euch nicht langweilen. Aber etwas anderes würde ich Euch gerne erzählen. Als "Abraham-Fan" (und das setze ich jetzt bewußt in Anführungszeichen) dachte ich mir natürlich sofort, daß ich weiß, was ich machen muß. Ich habe also angefangen, mir vorzustellen, wie alles wunderbar ablief, wie ich kostengünstig meine Daten wiederbekäme und wie gut ich mich dabei fühlen würde. Dabei gab's nur ein Problem... ich fühlte mich saumäßig! Mir ging's total beschissen (bitte entschuldigt meinen Ausdruck, aber das ist noch sehr gelinde ausgedrückt!), und ich hatte einfach nur Angst vor dem, was vielleicht noch auf mich zukam. Und alles, was ich eigentlich WIRKLICH tat, war, mir selbst etwas vorzumachen. Nach einer Woche bekam ich den Bescheid, daß die Daten nicht zu retten seien, und an dem Abend war's dann vorbei. Ich heulte, ich schrie, ich lief durch die Wohnung, und bat schließlich Gott, mir zu helfen. Ich war völlig am Ende. (Ich sollte vielleicht kurz erklären, daß die knapp 200 GB Daten so ziemlich mein ganzes Leben ausmachten!) Außerdem war ich stinksauer auf Abraham (weil es ja nicht "funktioniert" hatte) und überhaupt auf alles, was damit zu tun hatte. Ich dachte, daß es einfach nur Mist ist, und wir alle nur über's Ohr gehauen werden.
Da ich ja nun mit allem nichts mehr zu tun haben wollte, mußte ich mir einen anderen abendlichen Zeitvertreib suchen. Zwei Tage später setzte ich mich also an meinen anderen Computer und fing an, zu überlegen, was ich eigentlich alles verloren hatte (das ging nicht ohne Tränen ab, als mir bewußt wurde, was ich wirklich angerichtet hatte). Wirklich schlimm waren z.B. die Codes und Registrierungsdaten für jede Menge gekaufte Programme, die ich intelligenterweise nur als Textdatei gespeichert hatte. Ich suchte also auf den Seiten, ob ich dort fündig werden konnte und schrieb die Herstellerfirmen an. Nach weniger als einer Woche hatte ich mehr als 90% der Codes wieder. Dann versuchte ich, mit Hilfe meiner Freundin, weitere Daten zusammenzukratzen. Glücklicherweise hatte ich z.B. viele meiner Photos auch bei ihr gespeichert, und einen großen Teil meiner gekauften digitalen Musik auf meinem iPod. Es fehlte noch immer sehr viel, aber ich bekam auch immer mehr das Gefühl, daß es zwar echt Mist ist, daß soviel weg ist, aber daß ich es überleben würde. Ich merkte, wie ich ganz langsam wieder ruhiger wurde, der Rest meines Lebens fing sich auch langsam wieder (es war noch mehr Negatives passiert, und ich dachte schon, daß 2007 das absolute Horrorjahr für mich werden würde), und ich konnte auch wieder an andere Dinge denken. Das war der Moment, wo ich wieder öfter hier auch im Forum mitlas, wenn auch nur sehr wenig. Und Abraham hatte ich auch immer noch nicht verziehen...
Dann fuhr ich in einen Kurzurlaub, den ich dringend nötig hatte, und in dem ich mich erholen konnte. Als ich wiederkam, hatte ich die eMail-Bestätigung, daß das Datenrettungsunternehmen, wo meine kaputte Festplatte mittlerweile war, nahezu 100% meiner Daten retten konnte. Zwar zu einem Preis, der sich gewaschen hat, aber meine Eltern boten mir sofort einen zinslosen Kredit an. Im Moment wird die Platte noch in ein Gehäuse eingebaut, und ich denke, daß ich sie spätestens nächste Woche abholen kann.
Komischerweise war ich nicht einmal sonderlich überrascht, als ich die Nachricht bekam. Dadurch, daß es nicht (mehr) so lebensverändernd war, ohne die Daten zu sein, hatte ich losgelassen, und damit erlaubt, daß sich letztendlich doch noch alles zum Guten wenden würde. Erst in dem Moment, als ich mich nicht mehr nach Abraham richten wollte, habe ich unbewußt genau das getan, was in den Büchern steht und bekam das gewünschte Endergebnis.
Natürlich ist das sehr schön, und ich freue mich auch, ich frage mich allerdings nur, wie ich wohl beim nächsten Mal reagiere. Es geht ja hier um "bewußte" Schöpfung, und "bewußt" hab' ich mir eigentlich nur den Crash selbst und die vorläufige Nicht-Rettung der Daten erschaffen. Also eigentlich nur die negativen Dinge. Wie schaffe ich es denn nun, in der nächsten negativen Situation, das Ganze besser in den Griff zu kriegen, und besser "bewußt" zu erschaffen? Oder muß ich erst dem Nervenzusammenbruch nahe sein, bis ich dahin komme, daß ich völlig loslasse und damit auch dem Universum erlaube, mir das Gewünschte zu bringen?

Ich glaub', so einfach, wie sich das in manchen Büchern liest, ist es irgendwie doch nicht. Zumindest nicht, wenn man soviel 'rumgrübelt, und sich pessimistische Gedanken macht wie ich. Ich komm' mir vor wie ein blutiger Anfänger, aber vielleicht bin ich das ja auch?! Auf jeden Fall wollte ich mal aufzeigen, daß zwischen Theorie und Praxis, sprich: zwischen "anderen-Leuten-tolle-Ratschläge-erteilen" und "im-Notfall-bei-sich-selbst-anwenden" ein himmelweiter Unterschied sein kann!
Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt: "warum schreibt die das alles?!" Gute Frage, ich glaube, ich wollte einfach ein bißchen mein Leid, meinen Weg und mein letztendliches Glück mit Euch teilen. Und natürlich interessiert mich, wie Ihr darüber denkt. Außerdem ist es schön, wieder hier zu sein (und ich hab' ja Nachholbedarf!)!
Danke für's Mitlesen!
Ganz liebe Grüße vom GG
P.S. Nur noch so'n Tip zum Schluß: macht Backups von Euren Daten!
