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Hallo Ihr,
ich möchte hier sehr gerne mal mit Euch über Euere Erfahrungen und Ansichten reden, weil ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Ich begann vor einiger Zeit mein Leben positiv zu gestalten. Ich las Bücher, ich habe viele Sachen, die mir sehr viel Spaß machen. Beruflich ist es auch nicht verkehrt. Ich war fast an dem Punkt zu sagen: Wow in meinem Leben gibt es keine schrecklichen Dinge und keine Angst mehr....Der Punkt der mich sehr nachdenklich hat werden lassen, war die Trennung zu meinem Freund. Hier sind ziemlich tief verwühlte, verborgene Seiten in mir aufgekommen, die mich sehr beschäftigen. Ich bin sehr viel für andere da und lehne quasi niemals Hilfe ab, die jemand von mir verlangt/anfragt. Ich schreie niemanden an, werde quasi nie wirklich wütend. Das einzige was ich werde, und das kontinuierlich ist „traurig“.
Ich habe mir Vorwürfe gegen mich angehört eines engen Angehörigen, der mir sagte, ich solle endlich von der Leidensnummer herunter und nicht immer das Opfer spielen. Mein eigenes Leben meistern, nicht das der anderen. Auch mal für mich zu sein und dabei zu bleiben. Nein zu sagen. Zu sagen, dass ich mich nicht verarschen lasse. Abzusagen, wenn ich nicht der Pausenclown für alle sein soll, auch mal wütend sein soll... Das hat unheimlich weh getan. Aber irgendwo stimmt es. Ich fühle mich zwar überhaupt nicht als würde ich im Selbstmitleid zergehen, aber irgendwas stimmt da wirklich was nicht. Eventuell müsste ich manchmal Kontakt ablehnen weil ich Ruhe bräuchte, gehe aber trotzdem weg, weil ich denke dort ist jemand für mich da.... Ich habe nie den Anspruch an jemanden gestellt für mich da zu sein und es ist auch eben nicht so, dass jetzt jemand da ist, wenn ich ihn bräuchte, nur wenn es mir gut geht eben...
Aber ich merke eben, dass ich alles was ich tue im Außen suche: Freunde, die mich bestätigen, Familie die mich umarmt....
Dabei bin ich jetzt aber an einem Punkt an dem ich sagen kann: Ich glaube ich war trotz aller scheinbarer Reichtümer/(Freunde, familie, ausbildung..) niemals wirklich zufrieden in meinem Leben. Das merkt man auch an der Beziehung, die ich führte. Wie demütigend diese war für mich. Aber ich habe mich quasi selbst nicht wirklich gespürt und gemerkt, wie sollte er es denn??? Ich hoffe das wirkt nicht allzu sehr verwirrt und man bekommt mit über was ich nachdenke.
Meine Frage ist einfach: Ich erkenne viel in meinem Leben: Schmerz, Fehler, Veränderungen... Aber wie finde ich einen Weg mit mir in Einklang zu kommen, mich damit gut zu fühlen, dass ich alleine einen schönen Abend habe, das Richtige für mich zu finden. Für manche mag das komisch klingen, aber ich weiß es nicht. Ich habe viele Hobbies...Es ist nur einfach so, dass ich mein Gefühl mir gegenüber absolut NICHT fühlen kann. Ich fühle scheinbar für jeden x-beliebigen vor mir mehr, als für mich selbst. Ich habe mich schon mit vielen Themen auseinandergesetzt was in die Richtung Opfer/Täter-Rollen im Leben angehen. Ich denke vielleicht müsste ich ein bisschen mehr Täter werden. Aber ich schaffe immer einen gewissen Ansatz, also mich für einen Tag, eine Woche gut zu fühlen, bis ich merke, dass das IMMER mit dem Außen zu tun hat, sobald dort etwas schief läuft bin ich wieder bei meinem Schmerz. Ich möchte es aber sehr gerne ändern. Doch ich habe viele Wege probiert. Es fühlt sich an als würde ich jetzt durch einige Denkweisen mein Leben ein bisschen ändern, vielleicht lächle ich jetzt, aber das Grundproblem wird dabei nur ummantelt. Ich weiß, dass ich meditieren könnte, dass ich mehr Bücher lesen könnte, aber das alles wirkt für mich langsam wie meine eigene Ablenkungstaktik. Denn dann stelle ich mir immer vor wie es sein könnte, ganz mit einem selbst vereint zu sein, aber WIRKLICH einen Schritt in die Richtung, ja keine Ahnung. Ich möchte auch nicht meine ganzen Schritte zunichte machen: Also, dass ich Dinge habe, die mir Spaß machen, Arbeit, positive Gedanken formen zu können...Aber dennoch bleibt das Gefühl, in dem Moment in dem ich zu lange alleine bin, dass ich völlig gefühllos für mich alleine bin. Die Tatsache nicht weg zu gehen am Abend, „mich nicht sehen zu lassen“ lässt die anderen vergessen, dass ich da bin und ich verliere die guten Momente auch noch. Denn dann weiß ich nicht. Aber eigentlich will ich ja keine Moment, sondern ein Gefühl....
Ja, ich möchte einfach von jemandem wissen, der mit sich selbst gut auskommt wie sich das anfühlt.
Danke schon mal für Euere Antworten!
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