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BeitragVerfasst: Fr Mai 14, 2010 6:15 pm 
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Registriert: Mo Dez 28, 2009 11:52 am
Beiträge: 35
Hallo zusammen,

*ooooch* schon wieder Beziehungskram... ich weiß... :roll: Aber ich brauche mal Hilfe von Euch Profis, denn irgendwie kapiere ich (verstandesmäßig und im Herzen) nicht, was ich denn jetzt eigentlich aus meiner - unglücklichen - Partnerwahl lernen soll...

Kurz umrissen: Ich war solo, ganz glücklich und hatte nicht vor, mir so schnell einen neuen Freund zuzulegen. Dann kam "er", und ich habe mich schwer verliebt... und ihn dann auch geliebt. In manchen Dingen sind wir wie Topf und Deckel, das hat uns trotz unserer Andersartigkeit (Gefühl-Verstand, Verständnis-Intoleranz, Vergeben-Rache...) immer zusammengehalten.

Was mir immer schwer zu schaffen machte, waren seine Ausbrüche von Wut wegen (meiner Meinung nach) Nicklichkeiten, z. B. Stau, ein schlechter Autofahrer, Geräusche von Nachbarn (hallo, in einem Mehrfamilienhaus hört man halt mal einen Fernseher von nebenan grummeln...), der PC ist zu langsam... all sowas, was zum normalen Alltagsleben eben dazugehört. Die Wutausbrüche gingen meist nicht gegen mich, aber mich haben die total heruntergezogen. Ein toller Wochenendtag, schönstes Wetter (ja, auch das gabs hier schon dieses Jahr), gemeinsame Ausfahrt... und dann: Eine neu verkehrsberuhigte Straße, wo man eben mal ein paar Minuten nicht weiterfahren konnte wegen Gegenverkehr - DAS Drama schlechthin. Wutausbruch. Stimmung: Unter Null.

Bei mir ist es eher so, dass ich die schönen Seiten genieße und mich von diesen kleinen alltäglichen "Störungen" nicht herunterziehen lasse, weil ich sie auch gar nicht so wahrnehme. Irgendwie fand ich mich immer behindert von der Stimmungsmisere in meinem Genießen des Schönen.

Heute habe ich mich schweren Herzens getrennt, als nach einem wunderschönen Morgen mit viel Kuscheln und anderen sehr innigen Tätigkeiten :oops: eine unaufgeräumte Süßigkeiten-Schublade eine Wut- und Schimpftirade gegen mich verursacht hat... (für mich unglaublich... aber es war so).

Nun meine Frage: Was ist denn der Knusus Knaxus hier? Wie kann ich einen solchen Partner angezogen haben? Ich selbst bin normalerweise ein ganz fröhlicher Mensch, der sich nicht an viel stört und die schönen Seiten genießt. Heißt es nicht immer, Gleiches zieht Gleiches an? Oder der andere ist mein Spiegel? Das kriege ich für mich nicht auf die Reihe...

Die Bücher von C. Spezzano finde ich auch toll und versuchte mir damit einen Reim darauf zu machen bzw. meine Einstellung zu ändern, wenn mich mal irgendetwas doch zu sehr stört, als dass ich drüber weg gehen könnte.

Letztendlich habe ich ganz unspirituell befunden, dass ich mich wegen solcher Kleinigkeiten nicht weiterhin irgendwelchen Wutausbrüchen aussetzen will (zumal er da auch keinen Respekt mehr hat walten lassen rein verbal...*schrecklich*) und habe mich heute getrennt. Jetzt will ich wirklich mal eine Weile ohne Partner bleiben - aber irgendwie verstehen würde ich auch gerne, welche Fäden ich da unbewusst gezogen habe, dass mir ein solcher Partner untergekommen ist (wie gesagt, einerseits ein Mann, der viele viele Eigenschaften hatte, die ich mir wünsche, aber mit dieser Wut bin ich einfach nicht mehr klargekommen). So etwas kannte ich auch bisher nicht und habe mit so etwas in einer Partnerschaft auch nie gerechnet (ich dachte immer, so verhält man sich nur in total kaputten Familien...).

Mir ist es wirklich unbegreiflich, wie ich das angezogen habe und will so etwas auch zukünftig nicht mehr haben.

Habt Ihr eine Idee (ich bin BLIND 8) , wenns mich selbst betrifft)???

Vielen Dank schonmal,
Schucke


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BeitragVerfasst: Fr Mai 14, 2010 6:58 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Willsts mal mit Hoppen versuchen?.. Finde ich ne suuper Gelegenheit.. passt speziell heute sehr gut.. zu mir..

LG
someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Fr Mai 14, 2010 7:05 pm 
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Beiträge: 35
Hallo someone,

ja vielen Dank für die Anregung... habe schon laaaange nicht mehr gehoppt (und muss glaube ich mal schnell vorher einen Blick ins Buch werfen... wie war dat nochma??? :) Hach, man wird nicht jünger... :? ).

Nachdem ich aufgrund einer Bänderzerrung sowieso "stillgelegt" bin dieses Wochenende, kann ich ja mal in Ruhe wie eine Wilde hoppen (sonst hätte ich mich sicher SEHR abgelenkt von dem leidigen Beziehungsthema - schon geschickt eingefädelt vom Uni oder??? *grins*).

Danke für den Schubs... :idea:

Liebe Grüße,
Schnucke


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BeitragVerfasst: Fr Mai 14, 2010 7:31 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Hier gibt es jetzt weiter unten ein Forumsbereich.. "positives Forum" .. ein extra Thread: Hoppen.. schau mal nach.. da kannst Dein Thema bei uns allen "behoppen" lassen.

:wink:

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Sa Mai 15, 2010 9:44 am 
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Registriert: Fr Mai 07, 2010 9:29 am
Beiträge: 12
...wenn ich mich diesen Partner ausgesucht hätte,dann weil er mir zeigen würde,dass es trotz oder gerade in meiner Spiritualität ganz wichtig ist meine Schattenseiten(Wut) zu integrieren.Ich würde schauen,wo meine Wut ist und ob ich sie überhaupt spüre und lebe.
Meine eigene Wut fühlt sich vernachlässigt,sie ist traurig,weil ich selbst ja immer alles und jeden verstehe.Sie zeigt mir deshalb im Außen,über die Wut meines Freundes,dass sie auch in mir ihren Platz braucht.
So höre ich nun auf meine eigene Wut zu unterdrücken und nehme sie liebevoll in den Arm,die Wut auf mich selbst,weil ich solange nicht ich selbst war,die Wut auf meine Umgebung,die mich ständig kontrollieren und manipulieren will,die Wut auf mein ständiges Verständnis,das mich davon abhält ganz ich selbst zu sein...die Wut darauf nicht wütend sein zu können.
Ich gebe meiner eigenen Wut ihren Raum,denn Wut ist nicht schlecht,sie ist ein Teil von mir und dieses Teil liebe ich und bin ihm dankbar,dass er mir auf meinem Weg der Heilung hilft hinzuschauen,was mir gut tut und was nicht.Was ich haben will in meinem Leben und was nicht.

So,das waren meine Gedanken.Vielleicht findest du etwas für dich darin.
Ich danke dir für das Thema,denn ich habe gemerkt,dass es sehr viel in mir antriggert :wink:

Liebe Grüße

Sabine


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BeitragVerfasst: Sa Mai 15, 2010 2:57 pm 
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Registriert: Mo Dez 28, 2009 11:52 am
Beiträge: 35
Hallo Sabine,

erstmal vielen Dank für Deine Anregungen... ich habe mich auch schon gefragt, ob MEINE Wut irgendwie nach außen will und ich deshalb diesen Partner hatte. Hmmm... ich war früher auch so aufbrausend und unbeherrscht - habe dann aber auf sehr positive Weise (durch einen früheren Partner) gemerkt, wie schön Gelassenheit ist. Und mit dieser Gelassenheit habe ich mich auch superwohl gefühlt in den letzten Jahren. Klar werde ich schon noch wütend, aber nur bei eklatanten Dingen, wie Menschen und Tiere schlecht behandeln u.ä. (also üble Sachen, bei denen man SEHR WOHL wütend werden kann bzw. sogar werden muss!). Also summa summarum, ich habe mich mit der Gelassenheit sehr wohl gefühlt mit mir und meine Wut an den - meiner Meinung nach - richtigen Platz gestellt. Sie darf ja raus, aber ich FÜHLE diese Wut bei Nicklichkeiten einfach gar nicht mehr.

Vielleicht ist es eine andere Wut - eine stillere in mir auf mich (die dann derart geballt rausdonnert im Außen). Irgendwie denke ich mir manchmal, ich habe es falsch gemacht, meinen Noch-Ehemann zu verlassen... dann wiederum bin ich wütend auf ihn (was fiel ihm ein, dies und jenes zu tun oder auch nicht) und wütend auf mich (warum habe ich so zurückgesteckt aber auch warum habe ich die Ehe "gesprengt" und habe nicht versucht, den Weg weiterzugehen). Eigentlich passte der Mann im Alltag und von der Wellenlänge toll zu mir, dennoch möchte ich aus anderen Gründen eben NICHT wieder zurück. Vielleicht ist es das, was mich zugegebenermaßen immer noch quält und dieses merkwürdige Gefüge "Total liebevoll, zärtlich, fürsorglich, beschützend versus Wutausbrüche" in meine letzte Beziehung gebracht hat.

Außerdem fühle ich mich schon schlecht, weil ich eine Ehe nicht durchgehalten habe - mein Mann war nie wirklich übel schlecht zu mir, eigentlich ganz patent (aber eben gabs auch Vorfälle, die ich dem erwünschten Zusammenhalt in einer Partnerschaft nicht angemessen fand). Trotzdem bin ich schuldbewusst, weil ich ihn verlassen habe, obwohl ich meine Gründe hatte. Blöd! :? (Außerdem ist mir beim Schreiben dieses Textes eingefallen, dass es da noch einen hanz herzigen Glaubenssatz gibt, den ich mit mir herumschlepee "Es wird nie wieder ein Mann zu Dir so gut passen wie Dein Noch-Ehemann". Na, das kann ja nix werden so...).

Dann ist mir noch etwas aufgefallen... Mein Partner spiegelt mir etwas... aber ich ihm doch auch oder? Das ist ja wohl keine Einbahnstraße...

Mein Ex-Freund (Trennung war ja gestern erst) hat schon einige Trennungen gehabt wegen dieser blöden Wut, das ist doch auch kein Zufall. Naja, da muss ER sich drum kümmern, nicht ich. Bin ja froh und glücklich, wenn ich so einigermaßen mir selbst auf die Schliche komme :mrgreen:

Jedenfalls herzlichen Dank für den Denkanstoß,
viele liebe Grüßle,
Sandra


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BeitragVerfasst: So Mai 16, 2010 12:02 pm 
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Registriert: Fr Mai 07, 2010 9:29 am
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Liebe Sandra,
ich hab mich auch noch mal in die Situation deines Freundes eingefühlt,nachdem ich deine Zeilen gelesesn habe.

Wäre ich dein Freund würde ich mich als Lückenbüser fühlen.
"Immer werde ich mit dem Ex-Mann verglichen(wenn auch unbewusst).Sie nennt ihn ja sogar "mein Noch-Mann",wo ist denn da Platz für mich?Das macht mich wirklich wütend,ich fühl mich ausgenutzt.
Aber wenn ich jetzt ruhig bleibe,dann wird Sandra nie auf ihre Schuldgefühle und noch bestehenden Verstrickungen mit ihrem Ex-Mann schauen.Ich stelle mich also in Liebe zur Verfügung,damit sie ihre noch ungelösten Anteile erkennen und erlösen kann."

Für mich gibt es nämlich keine Schuld,es gibt nur Erfahrungen,die wir gemeinsam machen und zu denen wir uns verabredet haben sie hier auf Erden zu machen.
Wir können an allen Erfahrungen nur wachsen und uns weiter entwickeln.Das ist das Geschenk,das wir uns gegenseitig igeben(auch wenn die Erfahrungen manchmal unangenehm sind und unser Ego gerne etwas anderes will).Unsere Seele weiß immer,was wir für unsere Entwicklung braucen und es liegt an uns ob wir diese Geschenke auspacken und anschauen oder ob wir sie ignorieren oder ablehnen.
Und eine Ehe ist nicht dazu da sie "durchzuhalten"!Welche Erwartungen stellst du an dich,an deinen Mann/deinen Partner und an die Institution Ehe??
Sobald du nämlich Erwartungen stellst,kannst du zwangsläufug nur enttäuscht werden.

Ich drück dir die Daumen in deinem weiteren Erkennen und Erlösen :)
Vielleicht hilft dir mein Denken und Fühlen.

Alles Liebe
Sabine


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BeitragVerfasst: So Mai 16, 2010 5:42 pm 
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Registriert: Mo Dez 28, 2009 11:52 am
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Liebe Sabine,

ja vieeelen Dank für Deine Zeilen!!!!! Ist ganz witzig, gestern schon beim Schreiben ist mir das, was Du jetzt geschrieben hast, wie Schuppen von den Augen gefallen (auch das mit der "stillen" Wut bei mir über mich).

Da wir ja im Guten getrennt sind und noch in Kontakt, habe ich meinem Ex-Freund meine Erkenntnisse ungeschönt mitgeteilt (war ja nicht gerade schmeichelhaft für mich...) Schönerweise hat auch er durch die Trennung Erkenntnisse über sich gewonnen (dieses Wut-Ding, das ihn schon mehrere Beziehungen gekostet hat). Nun haben wir beide daraus etwas gelernt. Ich fühlte mich gestern, als ich mein Problem (die Einstellung zu meiner Ehe+dem dazugehörigen Mann) mal richtig in völligem Umfang erkannt und GEFÜHLT habe, sowas von befreit! Unglaublich. Meine ganze Erstarrung der letzten Tage fiel von mir ab.

Eigentlich schade, dass erst eine Trennung hermuss, damit man sich solcher Dinge bewusst wird. (Ich schreibs ganz klein: Meinen Ex-Freund habe ich immer noch sehr lieb auf einer anderen Ebene... das Herz, das Gefühl...).

Tja, jetzt heißt es für mich weiter nach vorne schauen und auch Frieden mit mir und meiner Vergangenheit zu schließen.

Vielen Dank jedenfalls für Dein Mit-Fühlen - ich freue mich darüber, dass Du Dich damit beschäftigt hast und mir diese Anstöße gegeben hast!!!!!

Sandra


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BeitragVerfasst: So Mai 16, 2010 6:24 pm 
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Registriert: Fr Mai 07, 2010 9:29 am
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Das ist schön,dass es dir gut geht und ihr beide einiges lösen konntet und wenn meine Adleraugen richtig gelesen haben und ihr euch noch lieb habt,dann war diese Trennung vielleicht gerade richtig,damit ihr euch jetzt auf einer neuen,freien Ebene begegnen und neu kennenlernen könnt.
Wer weiß schon,wie es weiter geht... :)

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen!


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BeitragVerfasst: So Mai 16, 2010 8:40 pm 
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Beiträge: 35
Liebe Sabine,

daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanke für die guten Wünsche...

Tja, mein Ex-Freund mag nimmer - da ich mich ihm gefühlsmäßig SEHR verbunden fühle, habe ich - nach meinen Erkenntnissen - gefragt, ob wir es nicht nochmal miteinander versuchen sollen (wir quälen uns beide schon ganz schön rum mit der Trennung). Aber er ist so vernünftig und meint, das hätte wohl keinen Sinn, weil sich ja nicht wirklich etwas geändert hätte (er will sich sowieso erst mal um seine Wutausbrüche kümmern, da Hilfe holen und natürlich ist er verletzt, dass ich sehr unmissverständlich hingeworfen hatte).

Dann nehme ich es so hin - ich habe gemacht, was ich konnte und nach bestem Gefühl gehandelt... wenn es nicht mehr sein soll und er eben "nur" da war, um mir das alles erkenntlich zu machen, dann ist das für mich auch in Ordnung. Erzwingen kann und will ich das nicht. Schön finde ich, dass wir uns wenigstens noch gut verstehen!

Ganz liebe Grüße,
Sandra


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BeitragVerfasst: So Mai 16, 2010 8:48 pm 
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Registriert: Mo Dez 28, 2009 11:52 am
Beiträge: 35
Nachtrag zu einer wichtigen Frage von Dir:

An eine Partnerschaft/Ehe habe ich nur den Anspruch gestellt, dass mein Partner mir zur Seite steht in schweren Zeiten und ich 100pro auf ihn zählen kann, wenn ich am Abgrund stehe. Ich denke nicht, dass das zuviel verlangt ist, zumal es die umgedrehte Situation auch schonmal gab und ich dastand für ihn wie der Fels in der Brandung. Bin einfach davon ausgegangen, dass das normal ist... (wurde aber eines Besseren belehrt). Hmmm.... ja, ich weiß, man sollte keine Erwartungen haben - aber so weit bin ich wohl noch nicht... :mrgreen:

Lieber Gruß,
Sandra


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BeitragVerfasst: Mi Jun 02, 2010 7:28 pm 
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Registriert: Fr Apr 30, 2010 5:26 pm
Beiträge: 12
Schnucke hat geschrieben:
Nachtrag zu einer wichtigen Frage von Dir:

An eine Partnerschaft/Ehe habe ich nur den Anspruch gestellt, dass mein Partner mir zur Seite steht in schweren Zeiten und ich 100pro auf ihn zählen kann, wenn ich am Abgrund stehe. Ich denke nicht, dass das zuviel verlangt ist, zumal es die umgedrehte Situation auch schonmal gab und ich dastand für ihn wie der Fels in der Brandung. Bin einfach davon ausgegangen, dass das normal ist... (wurde aber eines Besseren belehrt). Hmmm.... ja, ich weiß, man sollte keine Erwartungen haben - aber so weit bin ich wohl noch nicht... :mrgreen:

Lieber Gruß,
Sandra


Liebe Sandra,
genau das - was du da - oben Zitat - schreibst - finde ich auch.
Total
Aber: ich glaube ... da können wir Frauen lange von träumen!
Ich suchte das auch - 50 Jahre lang
Ich geb's auf!

Was WIR Frauen leisten - bringt KEIN Mann auf's Trapez
außer - in der Märchenstunde!

Männer - sind einfach nicht so.
Vergiß es
hart - aber wahr.
Schütze dich selbst! nur das - kannst du für dich tun.
Erwarte NIE von - irgendjemandem - daß er es täte.
Es tut - KEINER!
JEDER denkt nur an sich.
Leider.
Was du sagtst ... wie oft stand ich für andere ein. Täglich.
Es ist mir eine Ehre - eine Pflicht - es gehört sich so.
Nicht aber - für Männer!
Auch nicht für jede Frau.
Ich kenne .... 1000 v. Menschen ... habe überall gelebt, mich eingesetzt,
geliebt - gemacht - getan .... OHNE den leisesten Anspruch - noch nicht
einmal auf "Gehör" zu haben!
"Jeder - ist sich selbst der Nächste"
od. "jeder für sich - u. Gott für uns alle"

Alles andere ... sind kostspielige Träume für dich, Sandra.
Denk DU an dich! Nur an DEIN Wohl! - u. "benutze" die Typen, wie sie fallen.
Glaubst du, sie machten es anders?
Sie sind moralisch lange nicht so integer - würden sich selbst NIE in Zweifel stellen -wie wir (dämlichen) Frauen - deshalb ... sind SIE immer die Sieger!

Jeder Dumme - kommt mit seiner - Ignoranz od. "Selbstgefälligkeit" hervorragend davon - weil das - das normale Lebensgesetz ist.
WIR Frauen, Guten - sind die Dummen- nur - WEIL wir um Besseres ringen ...!!!
DAS macht uns - zu Unterlegenen - ... wenn nicht Schlimmeren!

Ich rate jedem - heute - nach langjähriger Erfahrung - dringend davon ab,
sich noch 1 einziges mal - für andere - einzusetzen - od. AUF andere zu setzen.
Glaub an dich - tue DIR gut
u. ... vergiß alles andere.
Vor allem - scheint das Schicksal - Leben es so zu wollen, daß immer dann, wenn du am Boden bist - wirklich einmal eine stärkende Hand brauchst - niemand da ist.
Das ist meine Erfahrung
Also: warte lieber nicht drauf!
Dein Freund - jeder "Freund" od. Mensch - wird nur dann für dich da sein,
wenn du ihn NICHT brauchst!
Niemals aber - WENN du ihn brauchst!
Das ist - ein verdammt beknacktes Lebensgesetz - mit dem ich auch seit 50 Jahren hadere - u. daß ich nicht einsehen will.
Aber: es IST so!
und je mehr du es brauchst - desto mehr verschwindet es
Das Fazit ist: HILF dir SELBST - sonst hilft dir keiner!
Und so - soll es anscheinend sein.
Also: vergiß all den anderen Schmarrn, den dir andere suggerieren.
Es gibt keine "Guten" - die man sich "erringen" könnte.
Nur deinen Einsatz - für dich selbst. Inklusive "auf Kosten anderer" ! Sag ich heute
aus vollem Herzen!!! Weil niemand DIR das wiedergibt - was DU gibst!
Also: überleg dir lieber genau - vorher - WEM du - wieVIEL geben willst!
Investiere immer 80% davon in DICH zuerst!!! Das - ist dein einzig wahres Potential!
das ist mein Rat.
Lieben Gruß
Sonne 707


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BeitragVerfasst: Do Jun 03, 2010 8:30 am 
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Registriert: Fr Mai 07, 2010 9:29 am
Beiträge: 12
Liebe Sandra,

spät,aber ich wil dir noch antworten.

Ich weiß sehr gut,was du meinst.Und wahrscheinlich wünscht sich das jeder in einer Partnerschaft.Die Frage für mich stellt sich nur,wie sieht das 100%zum Partner stehen aus?Ich denke,dass jeder von uns (noch)durch eigene Ängste,Glaubensmuster oder sonstige Dinge beeinflusst und evtl.blockiert ist.Vielleicht hat dein Partner aus seiner Sicht 100 % gegeben und ist von seinem Gefühl her 100% zu dir gestanden.
Ich weiß nicht,um was es in deiner Situation genau ging.Aber das war es,was mir dazu noch einfällt.

Liebe Sonne707,

es ist deine Erfahrung,über die du da schreibst.Zum Glück kann ich dem so gar nicht zustimmen,denn meine Freunde(ob männlich oder weiblich)sind gerade in schweren Zeiten immer für mich da gewesen.Und ich kenne das auch aus meinem sonstigen Umfeld so.
Das sind ziemlich heftige Glaubenssätze,die du da hast und solange das so ist,wird dir dein Leben deinen Glauben auch immer wieder im Außen spiegeln.
Aus deinen Worten klingt für mich eine wahnsinnige Enttäuschung, Bedürftigkeit und Sehnsucht nach Geborgenheit heraus....
Ich wünsche dir,dass du dies für dich lösen kannst und somit bald andere Erfahrungen in dein Leben ziehst!
Ich hoffe ich war dir mit meiner Antwort jetzt nicht zu direkt!

Liebe Grüße

Sabine


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BeitragVerfasst: Do Jun 03, 2010 9:06 am 
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Registriert: Mo Dez 28, 2009 11:52 am
Beiträge: 35
Hallo lilebe Sonne 707,

vielen Dank für Deine ausführliche Nachricht an mich!!! Leider ist es es manchmal tatsächlich so, wie Du schreibst. Ich habe das auch mal so gesehen, als ich eben seeehr enttäuscht war - aber ich habe auch gesehen, dass es wahre "Goldstücke" gibt (bei anderen Paaren), wo es nicht so ist. *schööööön*!!!

Und mich dann auf die Suche begeben, warum das wohl so sein mag, dass es mir so passiert ist. Und siehe da: Ich habe bemerkt, dass ich auf Dinge, die mir sehr viel wert sind, nicht genug gepocht habe, das nicht durchgesetzt habe oder einfach gemacht habe (... kann ich doch jetzt nicht machen, das macht man in einer Partnerschaft nicht, da muss man eben auch mal verzichten, ist doch sonst alles so schön...). Wenn ich selbst nicht hundert Pro hinter mir und meinen Träumen stehe, dann wird mir das wohl (zwar in anderen Situationen) aufgezeigt. Außerdem bin ich (auch?) so ein Typ, der das letzte Hemd für jemanden hergeben würde, aber Probleme hat, das andersherum anzunehmen - ich "muss" ja immer alles selbst schaffen und keinem etwas schuldig sein.

Gelernt habe ich in den knapp 3 Jahren nach der Ehe: Ich muss nicht alles selbst schaffen und ich darf gerne Hilfe von anderen anehmen und zwar ohne schlechtes Gefühl. Du glaubst nicht, liebe Sonne 707, wieviel superliebe Leute mich völlig uneigennützig unterstützt haben und mir so viel Gutes getan haben. Und ich habe diese Hilfe GERN angenommen. Lektion gelernt :D

Ich bin dabei, mein inneres Programm ein wenig zu modifizieren. Ein Egozentriker, der über Leichen geht, möchte ich ja nie werden (wer will das schon?!) - aber ich schaue jetzt einfach mehr auf das, was ich möchte und was ich mir erträume (manchmal auch über gegenteilige Auffassung hinweg!). Trotzdem möchte ich das Hilfsbereite und Hingebungsvolle in mir, was ich prinizipiell schöne Eigenschaften finde, nicht ausmerzen. Kompromisse in einer Partnerschaft sind schon nötig, aber es gibt einfach Dinge, bei denen ich nicht mehr zurückstecke. Nach wie vor denke ich, dass es etwas Schönes ist, wenn man ein Mensch ist, auf den man sich im Notfall absolut verlassen kann (auch wenn ich sonst eher chaotisch bin :wink: ) - das werde ich nicht ändern. Ich bin sicher, dass es Partnerschaften gibt, wo es "funktioniert" und beide füreinander einstehen. Nur muss eben bei beiden die innere Voraussetzung dafür da sein.

Bitte, liebe Sonne 707, verstecke Deine tollen Eigenschaften nicht und sei nicht "sauer" auf sie (weil sie Dir nur Gram eingebracht haben vordergründig)! Ich denke, Du bist eine ganz ganz Liebe!!!!! *knuddel* Und es wäre schade, wenn Deine liebenswerten Eigenschaften unterdrückt im Dunklen dahinvegetieren müssten!!!!! Ich kenne Dich ja nicht persönlich - aber Du bist bestimmt eine ganz tolle, weiche (das ist ein Kompliment!) Frau. Sei so klug und werde nicht hart! Das wäre soooooooo schade!!! Versuche doch, etwas mehr auf DICH zu schauen und dennoch Deine liebenswerte Art beizubehalten.

So versuche ich es gerade und fahre nicht allzu schlecht damit. Ich nehme mir einfach jetzt manches raus, das keinem wehtut, aber mir wichtig ist! Ob das "mainstram" ist oder nicht, ist mir wurst. Allerdings gestehe ich das auch anderen ein, was früher auch nicht so war (das "muss" so und so sein - ansonsten: Verurteilung oder beim Partner: Streit).

Jedenfalls nochmal Dankeschön für Deine Denkanstöße und Dir alles Gute und vieeeel Liebe, Licht und... superschöne Überraschungen!!!!1

Liebe Grüße,
Sandra


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BeitragVerfasst: Do Jun 03, 2010 9:37 am 
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Registriert: Mo Dez 28, 2009 11:52 am
Beiträge: 35
Liebe Sabine,

hey, da ist ja auch eine Nachricht von Dir! Daaaaaaaaaaaanke!!!! Das ist ganz witzig, ich dachte gestern, ich gebe mal einen "Abschlussbericht", wie der Stand der Dinge nun ist - und siehe da, das Thema hat mir noch 2 neue Antworten beschert. Toll!!!

Zu Deinem Gefühl: Das stimmt hundertprozentig. Mein Noch-Ehemann (er ist es noch, da wir nicht geschieden sind, aber schon knapp 3 Jahre getrennt sind - ich habe aber schon beim Uni bestellt, dass die Scheidung demnächst mal klappen soll, mir mangelt es vordergründig am Geld, aber wie gesagt, ist ja nur vordergründig... mal sehen, was kommt).

Also zurück zu Deiner Theorie: Ja, mein Noch-Ehemann hat mal jemand anders gesagt, ich sei ja nieeee für ihn eingestanden. Zuerst war ich tierisch wütend, dann musste ich lachen... (diejenige, der er es erzählt hat, übrigens auch, sie kennt uns sehr lange)für ihn ist es in seiner Wirklichkeit wohl so. Früher hätte ich dagegen angekämpft und Diskussionen geführt. Jetzt lasse ich es so, für ihn ist es einfach so. Für mich ist es das nicht. Schade, denn wir waren viele Jahre ein tolles Team - allerdings geht der Weg nicht zurück, denn mit dem, was ich heute weiß, wäre es einfach nicht mehr das gleiche Gefühl. Lange Zeit habe ich mich zurückgesehnt zu den schönen Zeiten, bis mir aufgefallen ist, dass das nicht zurückholbar ist, weil ich vieles anders sehe und HEUTE diese superschönen Zeiten gar nicht mehr ausschließlich so sehen würde. Denn ich habe vieles einfach nicht gesehen, auch wenn es oberflächlich betrachtet perfekt schien. Stünde ich heute nochmal vor der Situation, würde ich natürlich einiges anders machen und intensiver versuchen, das Ruder nochmal rumzureißen. Damals war ich allerdings schon dermaßen frustriert (war schon 3 Jahre nicht mehr das, was es mal war), dass ich dachte, Trennung ist der einzige Weg, da rauszukommen. Zum damaligen Zeitpunkt konnte ich nicht anders - und heute... ist es einfach rum. Ich habe viele andere Erfahrungen gemacht (sehr gute und sehr schlechte), aber ich möchte keine missen. Aufregend war es allemal!!!!! :D Und verändert habe ich mich dadurch natürlich auch.

Aber danke für Deine Zeilen, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!!!!! Kompliment!

Alles Liebe,
Sandra


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