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 Betreff des Beitrags: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 11:36 am 
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Registriert: Di Jun 02, 2009 9:46 pm
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Hallo!
Schon länger begleite ich euer Forentreiben im Stillen, doch heute möchte ich euch etwas fragen:

Lebt ihr eure Berufung?
Wenn ja, wie gestaltete sich der Weg dorthin?
Wie habt ihr eure Berufung erkannt und den Mut aufgebracht, ihr zu folgen?

Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach meiner Berufung, versuche heraus zu finden, was mein Herz singen lässt. Es gab verschiedene Ideen, doch keine hielt einer kritischen Hinterfragung bisher stand.
Ich habe viele Interessen, finde viele Themen spannend, mich für etwas zu entscheiden fällt mir schwer. Ich habe dann schnell das Gefühl, mich so gegen alles andere entscheiden zu müssen. Vor allem, wenn es darum geht, womit ich mich beruflich, also hauptzeitlich, beschäftigen möchte, habe ich regelrechte Angst zu wählen.
Meinen bisherigen Beruf habe ich gerade an den Nagel gehängt, meine finanzielle Situation bedingt beim Überlegen immer wieder auch den Zwang im Kopf, vor allem Geld verdienen zu müssen.

Als ich in einer schonungslos ehrlichen Stunde mit mir erkannt habe, was im Leben mir ganz besonders wichtig ist, wo mein Herz auf jeden Fall wie verrückt schlägt, musste ich erst einmal bitterlich weinen. Ich habe in diesem Bereich nie an eine Verberuflichung gedacht, bzw es früh im Leben abgehakt, sah vor mir nun nur die Möglichkeiten: extrem steiniger Weg mit anschließendem Scheitern, spottende Zuschauer am Wegesrand, oder der Sache weniger Priorität beimessen und versuchen, sie neben einem Vernunftsjob auszuleben, evtl keine Möglichkeit dazu haben.
Also zum einen eine Riesenangst, dem Impuls zu folgen, auf der anderen Seite eine tiefe Trauer beim Anblick eines Lebens ohne dieses Thema. Jetzt sitze ich hier und weiß nicht so recht weiter.

Also: wie habt ihr euch gewagt?

Danke fürs Lesen.
Hidrojen

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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 11:47 am 
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Kennst du die Bücher von Barbara Sher? Sie sind perfekt für solche Situationen, haben mir unheimlich viel gebracht, sie sind einfach anders als alles, was sonst zum Thema auf dem Markt ist. Mit Esoterik haben sie nichts zu tun, was ich sehr erfrischend finde, Barbara ist pragmatisch ohne Ende und versteht es hervorragend bei ihren Lesern Ideen und Mut zu wecken und alte Denkweisen zu entstauben.

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 12:13 pm 
Wie schon an anderer Stelle empfehlen ich da die Bücher von Julia Cameron

wenn Deins was künsterlisches ist: "Der Weg des Künstlers"

ich hab es selber durchgearbeitet und bin damit in den Mut gekommen, konkret was anzugehen. Und ich kenne Menschen, denen es ähnlich geht. Was Du da schilderst, Hidrojen, sind die normalen Klippen auf diesem Weg.

freundlicher Gruß von Tinchen


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 Betreff des Beitrags: Danke
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 12:50 pm 
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Registriert: Di Jun 02, 2009 9:46 pm
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Danke für den Tipp, liebe Naike.
Würdest du eines ihrer Bücher besonders empfehlen?

Auch dir einen lieben Dank, Tinchen. Es handelt sich allerdings nicht um etwas Künstlerisches, obwohl das auch eine Rolle in meinem Leben spielt.

Liebe Grüße.

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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 1:19 pm 
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Vier Bücher von Barbara sind auf Deutsch auf dem Markt, wenn ich richtig informiert bin, sie haben unterschiedliche Zielgruppen, je nach Zielsetzung. Auf der Verlagsseite dtv.de kannst du dir nach Eingabe des Autorennamens (darf hier leider nichts verlinken) drei davon mal näher anschauen, man kann auch online ins Buch sehen. Das vierte Buch Wishcraft (eigentlich das erste) ist bei Edition Schwarzer (wishcraft-online.de) erschienen, auch dort finden sich Infos. So kannst du mal schauen, welches dich am meisten anspricht.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 1:41 pm 
Gern geschehen, Hidrojen :)

wenn das Dein Hund ist auf dem Foto, knuddel den mal von mir, der sieht sehr gesund und zufrieden aus

viel Erfolg wünscht T.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 4:59 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Liebe(r) Hidrojen,

dein post liest sich sehr spannend.
Ich meine, es ist ein besonderes Wort, was du da an uns richtest, der Moment, als du bitterlich in Tränen ausgebrochen bist ist...einer der vermutlich wertvollsten deines ganzen bisherigen Leben.

Achte ihn, schätze ihn, liebe ihn, er ist es, der dir Kraft zu geben vermag.
Er wird dich leiten, bei allem, was nun kommen wird, auch wenn du so manches Mal den Kopf in den Sand stecken möchtest.

Ich kann gar nicht sagen warum, aber dein post berührt mich sehr. Vielleicht ist auch alles ganz anders, das kannst nur du sagen, doch da steckt viel drin.-

Ich für meinen Teil lebe meine Berufung gänzlich, seit drei Jahren, und ich bin einen so holprigen Weg gegangen dafür, dass es mich in der Erinnerung immer noch rüttelt und schüttelt, hin und her, oh Mann.
Ich bereue keine Sekunde.
Alles fügt sich.
Mein Herz öffnet sich seither, nach und nach, dass es an ein Wunder grenzt.


Unsere Kraft lässt uns Welten durchwandern, wenn sie erst einmal freigesetzt ist...hui hui.

Magst du ein wenig mehr wissen- melde dich per pn. Ich erzähl`s dir gern, wenn gewünscht.

Aber auch so- gehe deinen tiefsten Impulsen nach, gerade das, was dich da so traurig stimmt, kann dir als Anker dienen, als Lotse durch so manche dunkle Nacht. Nimm diesen Moment ernst, widme dich ihm mit ganzer Hingabe. Da steckt deine Sehnsucht, dein Träumen, der noch nicht erhörte Ruf darin. Trau dich.

Ich wünsche dir viel Erfolg. Folge dieser leisen Stimme in dir, wie oft schenken wir ihr keinen Glauben.
Alles Liebe

love

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" Ich danke, also bin ich. "


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 Betreff des Beitrags: Dankeschön
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 9:01 pm 
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Registriert: Di Jun 02, 2009 9:46 pm
Beiträge: 3
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Liebe Naike,
danke für die ausführliche Wegweisung. Ich werde mir zuerst "Lebe das Leben, von dem du träumst" besorgen. Klingt wirklich gut!

Liebe Tinchen,
ja, auf dem Foto sieht man die Schnute meines Hundes. Ich würd ihn sehr gern von dir knuddeln, doch muss ich das leider in Gedanken tun, denn er hat sich Anfang des Jahres nach 14 Jahren von mir verabschiedet und ist wieder bei seiner Hundefamilie.
So gesehen kannst du ihn gleich selbst knuddeln. :)

Liebe love,
ich habe dir eine pn geschrieben, was du sicher eh schon weißt. ;)
Danke

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 8:36 am 
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Registriert: Mo Apr 30, 2007 6:51 pm
Beiträge: 8405
Wohnort: Düsseldorf
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen (Barbara schreibt sehr lebendig) und wertvolle Erkenntnisse!

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 Betreff des Beitrags: Re: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 9:47 pm 
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Registriert: Do Jul 01, 2010 9:42 pm
Beiträge: 249
Hallo Hidrojen

Gerade beim Stöbern bin ich auf Deinen Eintrag gestoßen. Der ist ja schon ein bisschen älter - umso mehr interessiert mich, was weiter geschah :) .
Ich habe einen in manchen Punkten ähnlich klingenden Eintrag verfasst - die Fliege vorm Fensterglas... Kannst Du ja mal lesen, wenn Du magst. Und vielleicht hats Du ja dann Lust mir (oder dem Forum) zu erzählen. ob Dir z.B. die empfohlenen Bücher weitergeholfen haben, oder was sich sonst getan hat.
Freu mich über Nachricht- gerne auch per pn...

lg,

die Inselbewohnerin

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Es gibt immer eine Lösung

Du sollst Dich nicht zum Sklaven dessen machen, der du zu sein glaubst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: So Jul 04, 2010 7:40 am 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2689
Wohnort: Bremen
Ich lege das nicht fest, "meine Berufung" gibt es nicht. Es gibt so viele Dinge, die ich machen kann, das, was gerade vor mir liegt, tue ich.
Ich finde auch, wenn man so vielseitig ist und dann das einzigste rausfinden will, beschränkt das doch sehr.
Ich habe das Suchen längst aufgegeben, ich finde, finde und finde.
Aber vielleicht ist meine Berufung gerade das, die Dinge zu sehen, die anstehen, die Freude machen und sie dann in Liebe zu tun.

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Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: So Jul 04, 2010 10:03 pm 
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Registriert: So Okt 04, 2009 7:07 am
Beiträge: 394
martina, wenn ich deine zeilen lese, kann ich mich zurücklehnen und es geniessen. es ist herrlich dir zuzuhören. wie die "mutter, die ihr kind wiegt".

"Aber vielleicht ist meine Berufung gerade das, die Dinge zu sehen, die anstehen, die Freude machen und sie dann in Liebe zu tun."

genau...

dir alles liebe, wanda


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 Betreff des Beitrags: Re: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: Do Jul 08, 2010 7:25 pm 
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Registriert: Mo Sep 10, 2007 5:24 pm
Beiträge: 6801
Wohnort: Landkreis Celle
Halli-Hallo!

Mehr und mehr stelle ich fest, der einzige Weg, der bis jetzt ganz leicht und automatisch zu gehen war, ist folgender:
Meine Berufung ist das Sein und alles in Freude zu genießen, was das Leben für mich bereit hält.
Das ist das Einzige, was mir in den letzten 2 Jahren richtig gut gelingt.

Ich komme mir manchmal vor wie Frederic, der die Farben und so für den Winter sammelt- bzw. die Erinnerung daran wachhält und sie mit allen anderen in trüben Zeiten teilt.

Es hat gedauert, das zu akzeptieren, denn es erschien mir so wenig und ich kam mir so faul und unnütz vor.
Seit ich es annehme, geht es mir sehr gut damit!
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Herzlichst Peti
Erfahrungen sind ein wahrer Schatz, der sich verdoppelt, wenn man ihn teilt.
Was denkbar ist, ist machbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: Do Jul 08, 2010 9:38 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2689
Wohnort: Bremen
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Ja, faul sein ist so schööööön.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mut zur Berufung
BeitragVerfasst: Fr Jul 09, 2010 7:21 am 
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Moderator
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Registriert: Mo Sep 10, 2007 5:24 pm
Beiträge: 6801
Wohnort: Landkreis Celle
Moin Martina!

Ja, es hat nur etwas gedauert, bis ich es richtig zelebrieren und somit auch genießen konnte. Denn "man muss ja", "man soll ja", "man darf nicht"......das hat schon gedauert, bis ich das auf meiner inneren Festplatte löschen konnte.

Geholfen hat mir da auch die Musik, wie:
"Unser Leben sei ein Fest...." Immer wenn ich in einem Gottesdienst war, wurde das gesungen und "Danke für diesen guten Morgen, Danke für diesen guten Tag..." Extra für mich, wieder und wieder- bis ich es begriffen hatte:
Das Leben ist ein Fest, es ist ein Ponyhof, ein Kindergeburtstag und alles Schöne zusammen!
Das Lied habe ich sehr oft im Kopf:
http://www.youtube.com/watch?v=xCLoRGy3uUE

Diese Berufung hat mir anfangs viel Mut und Selbstbewußtsein abverlangt.

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Herzlichst Peti
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