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 Betreff des Beitrags: Liebe als Habenwollen?
BeitragVerfasst: Sa Dez 31, 2005 12:41 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Liebe hier Mitlesende.
Im Forum geht ja mal wieder die Post ab, weil Beziehungen nicht so laufen, wie die Betroffenen möchten. Allen Beteiligten mein herzliches Beileid.
Ich möchte aber mal eine grundsätzliche Frage aufwerfen - und zwar hier, weil ich mir vorstelle, dass jemand, der aktuell so einen Konflikt laufen hat, emotional so involviert ist, dass man ihn/sie mit solchen Überlegungen besser nicht behelligt.
Also: ich frage mich, ob viele Probleme nicht dadurch entstehen oder verschärft werden, dass wir iebe als Habenwollen missverstehen. Also: ich liebe X, deshalb muss X
- für mich dasein
- dann Sex wollen, wenn ich es will
- dasselbe mögen wie ich
- keine Leute treffen, die ich nicht mag
- keine Leute treffen ohne mich
- ..
Wer von einer dieser Restriktionen als X betroffen ist oder war, kann sicher bestätigen, dass es für die liebevollen Gefühle nicht gerade hilfreich ist.
Wer selber an ein X solche Anforderungen gestellt hat oder noch stellt, könnte das begreifen. Und sich fragen, wie man damit aufhören kann. Oder was man statt dessen tun kann.
Wer meine Beiträge kennt, kann sich meine Antworten denken: in sich gehen, das spüren, was mich so sein lässt, gut zu diesem Teil sein.
Für das Außen, besonders die arme X, ist das allerdings noch nicht unbedingt eine sofortige Verbesserung...
Was sind eure Antworten?
Ciao
Leo

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In Wahrheit ist es Liebe.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jan 02, 2006 9:46 am 
Liebe ist Mut zum Risiko. Jemandem mein Inneres zu offenbaren auch meine Verletzlichkeit und damit das Risiko einzugehen, daß der andere genau das ausnützen könnte.

Liebe ist vertrauen, daß der Partner meine Verletzlichkeit nicht ausnützt.

Liebe bedeutet auch Ehrlichkeit, indem ich meine Gefühle - auch die schlechten - dem Partner nicht verschweige.

Liebe ist die Hoffnung, daß auch mein Partner mir gegenüber aufrichtig ist.

Liebe ist Interesse an dem, was meinen Partner bewegt.

Liebe ist Sicherheit, zu wissen, daß man aufgefangen wird.

Liebe will gepflegt werden. Menschen ändern sich und auch die Liebe ist einem Wandel unterzogen.

Liebe ist wunderbar, besonders, wenn man sein Gegenstück gefunden hat.


Daß ich im Sternzeichen Krebs geboren bin, ist nun wohl klar :D
Allein die Vorfreude auf den richtigen Partner ist schon wunderbar......

Cindy


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jan 03, 2006 4:47 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2688
Wohnort: Bremen
Liebe ist loslassen und sich frei fühlen. In unserer Verbindung von mir und meinem Freund ist das so. Deswegen ist es super toll. Jeder macht, was er will, keinen Streit, keine Kompromisse. Jeder ist sich selbst treu, liebt sich so, wie er ist. Wir geben nichts von uns weg, verleugnen unsere Gefühle nicht und projezieren uns nur in einem Punkt - der Liebe, der bedingungslosen Annahme des anderen.

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Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jan 09, 2006 2:26 pm 
Ich habe die Frage von Leonard vielleicht etwas anders verstanden.
Leonard könntest Du vielleicht Deine Intention mit der Frage etwas klarer formulieren. Für mich geht da nämlich folgende Frage heraus: Wie kann X aufhören an Y Restriktionen zu stellen?
Und X tut das offensichtlich um etwas zu bekommen, dass die Liebe von Y bestätigen soll. Dabei ist Liebe aber kein Werkzeug um ein Habenwollen durchsetzen zu können! Richtig?
Ja, damit hast Du mit Sicherheit die bereits beste Antwort gegeben Leonard: In sich gehen. In sich hineinfühlen, was einen dazu veranlasst...
Jedoch noch eine Sache dazu: Das leuchtet mir alles ein. Restriktionen setzen vermutlich nicht nur Y sondern auch X selbst unter enormen Druck. Das stimmt. Dabei kann sich auch das Positive schlecht durchsetzen, da es sich anfühlen muss wie ein Tauziehen...

Aber meine Frage an alle ist: In jeder Beziehung gibt es doch Wünsche und Bedürfnisse des Partners und von einem selbst.
Woran erkennt ihr also, dass es sich um einen Wunsch handelt (werden Wünsche vernachlässigt schwindet der Selbstwert, das ist klar) oder aber um eine Restriktion?


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 Betreff des Beitrags: loslassen
BeitragVerfasst: Mo Jan 09, 2006 3:06 pm 
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Registriert: Do Sep 22, 2005 11:29 am
Beiträge: 88
Wohnort: Hamburg
Hallo Leo,

ich als quasi Buddhistin :wink: kann nur sagen, dass jegliches Wollen eine Art von Festhalten ist und somit immer auch Ursache von Leid. Denn: alles fließt, nichts hat Bestand ausser der Wandlung!
Das muss ja nicht immer nur als schmerzhaft weil vergänglich interpretiert werden, sondern kann ja manchmal auch ganz befreiend sein, wie ich meine.
Ein zu starkes Wollen hat in der Liebe nichts zu suchen. Aber verhindern lässt es sich wohl nicht. Es ist menschlich! Schau es dir an (möglichst neutral), akzeptiere es und lasse es dann liebevoll los. In dem Moment wo du SIE (Mrs. X) so ein Stückchen loslässt, wird sie dir wieder näher kommen.

Liebe Grüße,
Weltenwandlerin78

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2006 6:31 am 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Zitat:
In dem Moment wo du SIE (Mrs. X) so ein Stückchen loslässt, wird sie dir wieder näher kommen.

;-) Stimmt, das kenne ich. Ist paradox, nicht? Du sagst ihr: "Ich hab keine Lust mehr, mit Dir zusammen zu sein, weil Du immer so ... bist." Und wenn sie das akzeptiert, entsteht wieder Freiraum. Und Du kriegst wieder Lust auf ein neues Zusammensein. Bis sich da wieder die alten Bedrängnisse einstellen...
Und darauf bezog sich auch meine Frage: Ich als Festhaltender muss loslassen. Wie verhalte ich mich aber als Festgehaltener?
Ich kann mich wehren, das gibt Streit, macht noch mehr kaputt.
Ich kann mich innerlich lösen. Das schadet der Beziehung.
Und was machst Du? was macht ihr?
Um auf liebevolle Weise den Beziehungsfreiraum zu vergrößern, bei Eifersucht, Klammern etc.?
Ciao
Leo

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 Betreff des Beitrags: Hm
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2006 12:52 pm 
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Registriert: Do Sep 22, 2005 11:29 am
Beiträge: 88
Wohnort: Hamburg
Hallo Leo,

ich merke, auch mir ist nicht 100 % klar, was du mit deiner Frage bezweckst bzw. genau meinst. WER hält denn nun bei euch beiden eigentlich wirklich WEN fest?
Deine Freundin dich, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
Und ich denke, ein bißchen festhalten gehört ja mit dazu und ist sogar schön. Wenn man sich selbst allerdings verliert oder immer mehr aufgibt, eingesperrt fühlt...
Ich bin eine Freundin der offenen Worte. Bevor du sie allerdings konfrontierst, kannst du ja mal bei dir schauen. Wen oder was umklammerst du mit aller Kraft, mit welcher Intention? Projizierst du vielleicht eigenes auf sie? Bist du für sie vielleicht nicht greifbar genug, dass sie sich so festhalten muss, damit du ihr nicht entgleitest?
Liebe Grüße, Weltenwandlerin78

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2006 2:27 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Hallo Weltenwandlerin.
Zitat:
ch merke, auch mir ist nicht 100 % klar, was du mit deiner Frage
bezweckst bzw. genau meinst. WER hält denn nun bei euch beiden eigentlich wirklich WEN fest?

Ich hatte es gar nicht so ganz persönlich gemeint. Denn ich sehe dieses Forum nicht unbedingt als den Ort zur Bearbeitung meiner persönlichen Probleme an.
ABer zu Deiner FRage: In der Regel ist es doch so, dass beide in ihren Rollen fixiert sind. Also: X klammert o. hält fest, Y strampelt und sucht Freiraum. In bestimmten Momenten kehrt sich das aber um. zB wenn X plötzlich loslässt, mach Y erst einen Satz, bleibt aber dann meist stehen - und X und Y schauen sich an. Anders als vorher.
Und dann kann X merken, dass Y dableibt. Nicht ganz so nah wie vorher, aber dafür ohne Zwang.
Wie kann man das aber als Y auslösen?
Ich fragte das auch deshalb, weil in einigen anderen Beiträgen deutlich wird: wenn sich dieses Festhalten und Strampeln zuspitzt, kommt es zu gewissen "Spitzen": dann ist Y erst ganz weg und dann wieder ganz da und dann wieder ganz weg usw.
Und das ist für alle sehr belastend, glaube ich. Entweder man trennt sich ganz, oder man findet einen Weg, dieses extreme "Schaukeln" zu beenden. Hat jemand da schon gute Erfahrung gemacht? Und wenn ja, wie?
Ciao
Leo

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2006 6:37 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2688
Wohnort: Bremen
Erfahrung ist es nicht, was hier weiterbringt, sondern das Tun, das Zeigen, wie es geht. Ich tue das hier ständig, wer festhält, klammert, hat die Liebe zu sich selbst noch nicht gefunden, so war es bei mir. Die Liebe zu mir selbst finden, wissen, dass ich den anderen nicht mehr brauche, und dass ich alleine auch glücklich sein kann.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2006 9:02 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Zitat:
das Tun, das Zeigen, wie es geht. Ich tue das hier ständig, wer festhält, klammert, hat die Liebe zu sich selbst noch nicht gefunden.

Mag sein. Machst Du denn die Erfahrung, dass Dein Zeigen Anderen hilft, sie zu finden?
Zitat:
dass ich alleine auch glücklich sein kann.

Das halte ich auch für sehr wichtig. Aber genau um diese Erfahrung bringt sich ja der Klammerer. Weil er das Alleinsein mit allen Kräften verhindert.
Und wer sich sehr nach jemanden sehnt, jemanden sehr hasst, oder sehr über jemanden grübelt ist ja auch nicht allein, sondern innerlich mit dieser Person zusammen - oder mit ihrem Abbild.
Ciao
Leo

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 Betreff des Beitrags: Liebe als Habenwollen
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2006 10:32 pm 
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Registriert: Mo Jan 09, 2006 8:38 pm
Beiträge: 8
Hallo Leonard,

ich finde das Thema sehr interessant. Ich kann aus eigener Erfahrung bei heftiger Eifersucht nur empfehlen, Abstand voneinander zu haben und daß jeder mal intensiv was für sich selber tut. Manchaml ist die Kiste so verfahren, da geht es nicht anders.

Tschüss sagt Luise


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Jan 12, 2006 5:33 pm 
Ich fürchte, daß man als Y den Sinneswandel von X, der klammert, nicht verändern kann, jedenfalls nicht langfristig. Das ist nur möglich, wenn X es einsieht. X muß von sich aus dazu bereit sein, Y Freiraum zu geben, und wenn das nicht funktioniert, tja, dann macht Y sich aus dem Staub eines Tages.....


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Jan 13, 2006 8:48 pm 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
Beiträge: 60
Zitat:
X muß von sich aus dazu bereit sein, Y Freiraum zu geben, und wenn das nicht funktioniert, tja, dann macht Y sich aus dem Staub eines Tages.....

Tja, ich fürchte, Du hast recht.
Schade eigentlich: ich hasse es, dass man mir vorschreibt, was ich zun tun habe, und hier habe ich ja -als Y- keine Wahl, X hat die Macht.
Das macht auch alles Gute kaputt, was sonst sein könnte.
"Die Liebe ist das Kind der Freiheit" titelte der verstorbene ML Moeller.
Jemand sonst noch eine Idee?
Ciao
Leo

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Jan 14, 2006 2:37 pm 
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Registriert: Di Nov 15, 2005 6:40 pm
Beiträge: 55
Wohnort: NRW
Hallo zusammen,
ich hab leider nicht zu der konkreten Situation zu sagen, nur zu dem Titel des Themas...
Habe grade auf www.ella.org bei den Umsetzungstipps was gefunden, was ein wenig dazu passen könnte und den Text mal kopiert:
"
Glückstipp. Wie finde ich den Richtigen? Teil 2

Es gibt eine kleine aber wichtige Regel in der Kennenlernphase einer jeden Liebesbeziehung. Diese Regel nicht zu berücksichtigen, führt in aller Regel zum vermeintlichen Ende der Beziehung, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat.

Stell dir einmal vor, du begegnest einem Menschen, für den du dich auf Anhieb partnerschaftlich sehr interessierst. Du willst diesen Menschen daraufhin kennen lernen und flirtest mit ihm. Nach fünf Minuten hat dieser potenzielle Partner Feuer gefangen und erklärt dir allen Ernstes, dass er sich ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen kann. Ohne dich hat sein Leben keinen Sinn mehr. Er bittet dich, ihn zu heiraten und zwar sofort!

Wie würdest du dich in diesem Moment fühlen? Ich vermute, du würdest tun, was (fast) alle Menschen in solch einer Situation tun und erst einmal einen Schritt zurückgehen. Es wäre dir zu schnell. Du kennst diesen Menschen ja noch gar nicht richtig. Jetzt nach fünf Minuten zu entscheiden, dass er der richtige Partner fürs Leben ist, wäre dir sicherlich zu unsicher.

Dieser Mensch hätte besagte Kennenlernregel gebrochen. Er hätte dir nicht die Möglichkeit gegeben, dass du dich in ihn verlieben kannst, denn dies erfordert einen einfachen aber sehr wichtigen Prozess.

Die menschliche Natur hat den Prozess des Verliebens dafür eingerichtet, dass Menschen eine starke Bindung miteinander entwickeln können. Verliebt zu sein, bedeutet nicht das gleiche wie zu Lieben. Beim Verliebtsein geht es erst einmal um den unbändigen Wunsch, den Partner für sich dauerhaft zu gewinnen. Je unbändiger dieser Wunsch ist, desto stärker ist man verliebt. Man könnte das Verliebtsein also auch mit dem Wort „Habenwollen“ bezeichnen.

Sobald dieses Habenwollen erfüllt ist, geht das Verliebtsein zur Liebe über. Das Habenwollen endet also damit, dass man hat, was man wollte, was logisch ist. Sobald man sich der Zuneigung seines Partners sicher ist, denkt man nicht mehr darüber nach, ob man den Partner für sich gewinnen kann. Man hat ja bereits erreicht, was man erreichen wollte.

Damit eine starke Partnerbindung zu Stande kommt, ist es unerlässlich, dass beide Seiten ihr Habenwollen stark entwickeln können. Und dazu ist es notwendig, dass man sich der Zuneigung des anderen nicht gleich zu Beginn zu sicher sein darf, denn damit hätte man ja bereits erreicht, was man wollte.

Ein starkes Gefühl von Habenwollen entsteht dadurch, dass man wiederholt daran denkt, dass man den anderen gerne als Partner haben will und sich dies sehnlich erwünscht. Je häufiger diese Sehnsucht brennt, desto stärker wird das Habenwollen. Sehnsucht kann jedoch wie gesagt nicht entstehen, wenn man sich seiner Sache zu sicher ist. Sie lebt von der Hoffnung und diese von der Ungewissheit.

Nun möchte ich dir nicht den Tipp geben, mit anderen Menschen zu spielen, um ein starkes Habenwollen in ihm zu erzeugen. Das tun zwar viele Menschen, weil sie diese Regel intuitiv erkannt haben, aber diese Spielchen führen fast immer zu großen Beziehungsproblemen. Menschen, die solche Spielchen machen, verhindern damit ihr eigenes Habenwollen, ohne das sie kein wirkliches dauerhaftes Interesse an einem Partner entwickeln können. Das einzige, was man mit solchen Spielchen im positiven erreichen kann, ist eine kleine Bestätigung, dass man für potenzielle Partner immer noch attraktiv ist. Diese Bestätigung erkauft man sich jedoch mit dem großen Leid seines Spielpartners. Ich möchte also dringend davon abraten.

Mein Tipp ist: Nimm dir Zeit, den Menschen, für den du dich partnerschaftlich interessierst, erst einmal freundschaftlich kennen zu lernen. Bewerte ihn nicht gleich mit dem Maßstab „Partner fürs Leben“ sondern miss ihn mit dem Maßstab „Freund“. Für Freunde sind deine Anforderungen ganz sicher nicht so hoch wie für den Partner fürs Leben.

Diese Vorgehensweise hat folgende Vorteile:

1. Du gibst deinem eigenen Habenwollen eine Chance.
2. Du gibst deinem potenziellen Partner die Möglichkeit, sein Habenwollen zu entwickeln.

Zu 1. Würdest du nämlich direkt mit dem Maßstab „Partner fürs Leben“ messen, würde jede kleine Abweichung von diesem Maßstab bereits unnötige Zweifel in dir selbst auslösen und dich verunsichern. Dein Habenwollen würde dabei gestört. Du wärst immer hin und her gerissen.

Zu 2. Dadurch, dass du ihn nicht gleich als potenziellen Partner betrachtest, kann dein Gegenüber nicht sicher sein, dass du ihn als Partner willst. Er kann also ebenfalls sein Habenwollen entwickeln.

Sollte dein Auserwählter seinerseits ein zu forsches Tempo vorlegen, damit du dein Habenwollen entwickeln kannst, dann rede mit ihm darüber, dass du ihn erst einmal freundschaftlich kennen lernen möchtest. Wenn beide sich darauf einlassen, entwickelt sich auf eine schöne und harmonische Weise entweder eine Freundschaft oder eine tolle Partnerbeziehung.

Sollte er/sie sich nicht darauf einlassen, erst einmal freundschaftlich zu beginnen, dann mach dir Folgendes bewusst, was dir helfen kann, dir nicht zu schnell sicher zu sein und damit dein Habenwollen doch noch entwickeln zu können.

Viele Menschen versuchen erst einmal, andere Menschen für sich zu gewinnen bevor sie überlegen, ob sie selbst den anderen überhaupt wollen. Diese Reihenfolge ist sehr gebräuchlich aber völlig unsinnig und verhindert sehr häufig eine echte Liebesbeziehung.

Warum viele Menschen das tun, werde ich in meinem Glückstipp nächste Woche beschreiben. An dieser Stelle soll diese Information lediglich dazu dienen, dass du auch dann dein Habenwollen entwickeln kannst, wenn dir dein potenzieller Partner scheinbar bereits völlig verfallen ist.

Ich wünsche dir, dass dir bald die Liebe deines Lebens begegnet und dass ihr euch über beide Ohren ineinander verliebt.

Bodo"

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Wunder werden wahr!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Jan 19, 2006 8:51 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2688
Wohnort: Bremen
Lieber Leonard,
du suchst dir die Antworten heraus, die dir gefallen. Du hörst gerne, dass dir ein anderer Freiraum erteilen kann. Ein anderer kann dir garnichts geben, wenn du es selbst nicht kannst.
Und alles was ich zeige, wie ich dahin gekommen bin, zeige ich nicht mit der Absicht, anderen helfen zu wollen. Das kann ich nicht. Wie du siehst, bringt es dir garnichts, du ziehst dich eher an den Aussagen anderer hoch, die dich weiter klammern lassen und alles im Außen suchen und meinen, auch zu finden.
Es wird Sicherheit für die ewige Liebe im Außen gesucht, ich habe diese Sicherheit zur Liebe nur bei mir gefunden.
Aber, ihr seid noch jung, ich habe nach 20 Jahren Ehe endlich gemerkt, dass ich ohne meinen Mann glücklicher bin, als mit ihm und dass ich ihn nicht brauche. Also habt ihr ja noch eine Menge Zeit!

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Alles Liebe
Martina
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Zuletzt geändert von martina am Fr Jan 20, 2006 11:37 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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