Hallo zusammen,
ich hab leider nicht zu der konkreten Situation zu sagen, nur zu dem Titel des Themas...
Habe grade auf
www.ella.org bei den Umsetzungstipps was gefunden, was ein wenig dazu passen könnte und den Text mal kopiert:
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Glückstipp. Wie finde ich den Richtigen? Teil 2
Es gibt eine kleine aber wichtige Regel in der Kennenlernphase einer jeden Liebesbeziehung. Diese Regel nicht zu berücksichtigen, führt in aller Regel zum vermeintlichen Ende der Beziehung, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat.
Stell dir einmal vor, du begegnest einem Menschen, für den du dich auf Anhieb partnerschaftlich sehr interessierst. Du willst diesen Menschen daraufhin kennen lernen und flirtest mit ihm. Nach fünf Minuten hat dieser potenzielle Partner Feuer gefangen und erklärt dir allen Ernstes, dass er sich ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen kann. Ohne dich hat sein Leben keinen Sinn mehr. Er bittet dich, ihn zu heiraten und zwar sofort!
Wie würdest du dich in diesem Moment fühlen? Ich vermute, du würdest tun, was (fast) alle Menschen in solch einer Situation tun und erst einmal einen Schritt zurückgehen. Es wäre dir zu schnell. Du kennst diesen Menschen ja noch gar nicht richtig. Jetzt nach fünf Minuten zu entscheiden, dass er der richtige Partner fürs Leben ist, wäre dir sicherlich zu unsicher.
Dieser Mensch hätte besagte Kennenlernregel gebrochen. Er hätte dir nicht die Möglichkeit gegeben, dass du dich in ihn verlieben kannst, denn dies erfordert einen einfachen aber sehr wichtigen Prozess.
Die menschliche Natur hat den Prozess des Verliebens dafür eingerichtet, dass Menschen eine starke Bindung miteinander entwickeln können. Verliebt zu sein, bedeutet nicht das gleiche wie zu Lieben. Beim Verliebtsein geht es erst einmal um den unbändigen Wunsch, den Partner für sich dauerhaft zu gewinnen. Je unbändiger dieser Wunsch ist, desto stärker ist man verliebt. Man könnte das Verliebtsein also auch mit dem Wort „Habenwollen“ bezeichnen.
Sobald dieses Habenwollen erfüllt ist, geht das Verliebtsein zur Liebe über. Das Habenwollen endet also damit, dass man hat, was man wollte, was logisch ist. Sobald man sich der Zuneigung seines Partners sicher ist, denkt man nicht mehr darüber nach, ob man den Partner für sich gewinnen kann. Man hat ja bereits erreicht, was man erreichen wollte.
Damit eine starke Partnerbindung zu Stande kommt, ist es unerlässlich, dass beide Seiten ihr Habenwollen stark entwickeln können. Und dazu ist es notwendig, dass man sich der Zuneigung des anderen nicht gleich zu Beginn zu sicher sein darf, denn damit hätte man ja bereits erreicht, was man wollte.
Ein starkes Gefühl von Habenwollen entsteht dadurch, dass man wiederholt daran denkt, dass man den anderen gerne als Partner haben will und sich dies sehnlich erwünscht. Je häufiger diese Sehnsucht brennt, desto stärker wird das Habenwollen. Sehnsucht kann jedoch wie gesagt nicht entstehen, wenn man sich seiner Sache zu sicher ist. Sie lebt von der Hoffnung und diese von der Ungewissheit.
Nun möchte ich dir nicht den Tipp geben, mit anderen Menschen zu spielen, um ein starkes Habenwollen in ihm zu erzeugen. Das tun zwar viele Menschen, weil sie diese Regel intuitiv erkannt haben, aber diese Spielchen führen fast immer zu großen Beziehungsproblemen. Menschen, die solche Spielchen machen, verhindern damit ihr eigenes Habenwollen, ohne das sie kein wirkliches dauerhaftes Interesse an einem Partner entwickeln können. Das einzige, was man mit solchen Spielchen im positiven erreichen kann, ist eine kleine Bestätigung, dass man für potenzielle Partner immer noch attraktiv ist. Diese Bestätigung erkauft man sich jedoch mit dem großen Leid seines Spielpartners. Ich möchte also dringend davon abraten.
Mein Tipp ist: Nimm dir Zeit, den Menschen, für den du dich partnerschaftlich interessierst, erst einmal freundschaftlich kennen zu lernen. Bewerte ihn nicht gleich mit dem Maßstab „Partner fürs Leben“ sondern miss ihn mit dem Maßstab „Freund“. Für Freunde sind deine Anforderungen ganz sicher nicht so hoch wie für den Partner fürs Leben.
Diese Vorgehensweise hat folgende Vorteile:
1. Du gibst deinem eigenen Habenwollen eine Chance.
2. Du gibst deinem potenziellen Partner die Möglichkeit, sein Habenwollen zu entwickeln.
Zu 1. Würdest du nämlich direkt mit dem Maßstab „Partner fürs Leben“ messen, würde jede kleine Abweichung von diesem Maßstab bereits unnötige Zweifel in dir selbst auslösen und dich verunsichern. Dein Habenwollen würde dabei gestört. Du wärst immer hin und her gerissen.
Zu 2. Dadurch, dass du ihn nicht gleich als potenziellen Partner betrachtest, kann dein Gegenüber nicht sicher sein, dass du ihn als Partner willst. Er kann also ebenfalls sein Habenwollen entwickeln.
Sollte dein Auserwählter seinerseits ein zu forsches Tempo vorlegen, damit du dein Habenwollen entwickeln kannst, dann rede mit ihm darüber, dass du ihn erst einmal freundschaftlich kennen lernen möchtest. Wenn beide sich darauf einlassen, entwickelt sich auf eine schöne und harmonische Weise entweder eine Freundschaft oder eine tolle Partnerbeziehung.
Sollte er/sie sich nicht darauf einlassen, erst einmal freundschaftlich zu beginnen, dann mach dir Folgendes bewusst, was dir helfen kann, dir nicht zu schnell sicher zu sein und damit dein Habenwollen doch noch entwickeln zu können.
Viele Menschen versuchen erst einmal, andere Menschen für sich zu gewinnen bevor sie überlegen, ob sie selbst den anderen überhaupt wollen. Diese Reihenfolge ist sehr gebräuchlich aber völlig unsinnig und verhindert sehr häufig eine echte Liebesbeziehung.
Warum viele Menschen das tun, werde ich in meinem Glückstipp nächste Woche beschreiben. An dieser Stelle soll diese Information lediglich dazu dienen, dass du auch dann dein Habenwollen entwickeln kannst, wenn dir dein potenzieller Partner scheinbar bereits völlig verfallen ist.
Ich wünsche dir, dass dir bald die Liebe deines Lebens begegnet und dass ihr euch über beide Ohren ineinander verliebt.
Bodo"