Hallo meine Lieben,
heute mal ein Thema, das uns alle schon mal beschäftigt hat: Langeweile
Gestern habe ich mal so ungefähr überschlagen, wieviel Zeit ich in meinem Leben schon damit verbracht habe, nicht zu wissen, was ich mit meiner vielen Zeit anfangen soll.
Angefangen in der Kinderzeit (alle Freunde wohnen so weit weg, dass man nicht mal eben hingehen kann), später in der Schule (ja was mache ich denn den ganzen restlichen Tag???) bis heute (wo ich arbeitslos herumhänge und nicht weiss, was ich so machen soll).
Ok, einerseits ist es so, dass man nur in der Stille wirklich zu sich selber findet. Erst wenn alle äusseren Reize ausgeschaltet sind, denkt man über die Dinge nach, die einen eigentlich WIRKLICH beschäftigen.
Andererseits frage ich mich, mit welchen unterbewussten Sachen ich mich noch beschäftigen soll!?!?
Dadurch, dass ich jetzt seit rund neun (!!!) Monaten zuhause hänge, gibt es nix, was ich noch nicht analysiert und in Ordnung gebracht habe.
Dieser Tage sind einige Sachen bei mir zu Ende. Eine Freundin zieht weit weg, meine Sitzungen bei einer Therapeutin sind beendet, ich werde endlich den Sack mit alten Kleidern wegwerfen und habe auch auf dem Sperrmüll einiges entsorgt (ist ja auch eine Art Ende

).
Eigentlich bin ich zufrieden mit meiner Situation, ich bin gut vorbereitet auf einen neuen Job, eine wirkliche neue Aufgabe, weil ich Platz dafür gemacht habe.

Mein eigentliches Problem ist jetzt, dass ich ein bisschen Angst davor habe, was passiert, wenn nichts diese Lücken ausfüllt
Entsprechende Bestellung ist vorhin losgeschickt worden, was für mich bedeutet, dass ich auch bereit bin, es anzunehmen (habe nämlich herausgefunden, dass grundsätzliche Annahmebereitschaft sich erst herauskristallisiert, wenn man die Bestellung formuliert).
Hat irgendwer ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie geht ihr mit Langeweile und Musse-Stunden um?
Liebste Grüsse und einen wunderschönen Tag für Euch mit lauter tollen Beschäftigungen, die Spass machen
