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BeitragVerfasst: So Dez 18, 2005 8:17 pm 
Hi Leonard,

zu Deinem Beispiel vom Pendeln möchte ich was dazu melden: Ich denke ganz und gar nicht, daß jemand Fremder mein Pendel zum Schwingen bringt, wenn dem so wäre, würde ich es nicht anrühren! Im Gegenteil, ich erhoffe mir eine Antwort meines Unterbewußtseins/Über-Ichs (egal, hauptsache ein Teil meines Selbst, das ein wenig mehr Wissen besitzt) das die Dinge besser bewerten kann als mein aktives Bewusstsein! Und die Antworten auf meine Fragen sind mitunter sehr ehrlich, wie ich selbst es mir nie eingestehen würde :wink:

LG
Cindy


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BeitragVerfasst: So Dez 18, 2005 8:50 pm 
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@Jutta: Hm. Und wo ist jetzt die Interpretation? Und was hat das mit unserer Diskussioon zu tun.

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In Wahrheit ist es Liebe.


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BeitragVerfasst: Mo Dez 19, 2005 8:33 pm 
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Hallo zusammen,
nein, ich habe nicht die Lust an der Diskussion verloren, ich stand ein wenig unter Zeitdruck, weil ich um 22Uhr verabredet war. Und mein persönlicher Arbeitsspeicher ist grad auch noch ein wenig mit einem anderen Problem befasst, zudem Leonard sich auch schon geäußert hatte. Das belastet mich halt noch etwas und nimmt mir ein wenig die Kraft meine Gedanken in einer sinnvollen Reihenfolge zu präsentieren. Bin auch jetzt grade wieder damit befasst, weshalb ich mich heut auch nicht so auf dieses Thema konzentrieren kann, sondern mehr auf meinen Depressionen-Beitrag.
Bis denne,
Liceti

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Wunder werden wahr!


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 Betreff des Beitrags: AUf eine Neues
BeitragVerfasst: Di Dez 20, 2005 8:28 am 
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Registriert: So Okt 16, 2005 5:35 am
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Also dann, Liceit, und alle Unermüdeten,
Auf eine Neues. Vielleicht eine etwas provokative Frage als Aufhänger:
"Was würde sich in meinem Leben verändern, wenn ich die Vorstellung in Frage stelle, dass es ein Ich gibt?"
Vielleicht kommen wir so auf die wesentlichen Aspekte. Und da muss es welche geben, sonst hätte Mutter Natur uns ja nicht mit dieser Ich-Vorstellung ausgerüstet. Allerdings nehmen wir ja auch sonst nicht alles für bare Münze, was sie uns mitgegeben hat. zB hinterfragen wir (hoffentlich) den Impuls, jemanden zu schlagen.
Ciao
Leo

PS: Das Beispeil von Cindy scheint mir ein gutes zu sein, für den Nutzen der Infragestellung des Ichs. Da ist etwas in mir, das ist Nicht-Ich, und es ist gut dass es da ist: "Im Gegenteil, ich erhoffe mir eine Antwort meines Unterbewußtseins/Über-Ichs (egal, hauptsache ein Teil meines Selbst, das ein wenig mehr Wissen besitzt) das die Dinge besser bewerten kann als mein aktives Bewusstsein!"
Cindy, Du könntest Dich jetzt schon der Frage für fortgeschrittene Ich-Benutzer widmen: Der Buddha lehrt, dass es auch kein Selbst gibt. Weil das was wir dafür halten, aus lauter Nicht-Selbst besteht. Würde es Dich stören, wenn die Botschaften, die Du erhältst, aus dem Nicht-Selbst kommen?

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BeitragVerfasst: Di Dez 27, 2005 8:38 am 
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Registriert: Mo Feb 28, 2005 12:35 pm
Beiträge: 988
In diesem Zusammenhang fällt mir auch noch was interessantes ein. Meine Schwester, die inzwischen Ärztin ist, hat mir mal während des Studiums erzählt, dass Menschen mit geistiger Behinderung anscheinend öfter das Wort "ICH" benutzen als andere.

Wir haben dann noch ein bißchen gelacht, weil ich doch gerne über mich erzähle etc. 8) Irgendwie würde ich das jetzt gerne in diesem Kontext deuten... aber mir fällt im Moment nichts passendes dazu ein :roll:


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BeitragVerfasst: Mi Dez 28, 2005 7:54 pm 
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Beiträge: 2688
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Ich=du=man
Mit Ich nimmt jeder die Verantwortung für sich selber, mit du oder man wird es auf andere abgewälzt.
Es ist ja sowieso alles eins.
Der Kassierer bei Aldi hat mich da auf einen Vergleich und damit für eine Erklärung des ganzen gebracht:
Er sagte, "hier haben sie zwei ganze Euro zurück!"
Er gibt mir zwei fünfziger und 1 Euro Stück zurück, ich sage, "das sind aber nicht 2 ganze Euro!" Er, " .... aber es hat den gleichen Wert!"

Ich denke mal so ist es. Wir sind alles eins, wie hier die zwei Euro. Aber so ein Euro ist ja langweilig, da pssiert nichts. Also teilt es sich. Zwei Eurostücke stehen sich gegenüber, eigentlich hat sich doch nichts verändert, aber doch. Das eine sieht etwas anders aus, vielleicht nicht so schön, vielleicht ein bißchen dreckiger, ist vielleicht ein Ausländer, wer weiß. Dann teilt sich wieder 1 Eurostück in zwei Fünfzigcentmünzen, und nun ist es aber jedes einzelne nicht mehr so viel wert, wie das 1 Eurostück! Sowie wir Menschen, aber im Prinzip ist doch alles ......
...zwei ganze Euros und damit eins!

_________________
Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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BeitragVerfasst: Mi Dez 28, 2005 9:02 pm 
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Registriert: Sa Jul 02, 2005 11:17 pm
Beiträge: 2267
Wohnort: bei Bremen
Hi Martina!

DER Vergleich hat mir doch sehr gut gefallen...sehr einfach und klar.
Ich glaube, ich werde jetzt jedesmal bei der Wechselgeldrückgabe oder doch zumindestens bei Aldi :wink: daran denken.

Vielen Dank und liebe Grüße nach Bremen!
Amber


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BeitragVerfasst: So Jan 08, 2006 11:07 am 
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Registriert: Sa Jan 07, 2006 3:02 pm
Beiträge: 5
beim lesen eurer diskussion kam mir direkt eine frage auf .
bei uns im ethik unterricht haben wir gelernt das jeder alles subjektiv erlebt
also auch auf mein ich bezogen
zb erlebe ich die roten blumen als ,für mich, richtig rot aber woher soll ich wissen das jemand anders der vielleicht genau die selben blumen betrachtet diese auch als mein rot empfindet

dann müsste ja wenn es kein ich gibt doch auch die wahrnehmung von jedem gleich sein und das stimmt doch nicht oder ?


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BeitragVerfasst: So Jan 08, 2006 8:20 pm 
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Beiträge: 60
Hallo Colakätzchen.
Zitat:
zb erlebe ich die roten blumen als ,für mich, richtig rot aber woher soll ich wissen das jemand anders der vielleicht genau die selben blumen betrachtet diese auch als mein rot empfindet

Das ist einfach. Die Philosophen haben schon länger geklärt, dass es da keine Möglichkeit einer klärung gibt. Kennen wir ja auch aus dem Alltag: was für den einen noch rot ist, ist für den andern schon orange.
Etwas subtiler ist schon die feststellung, dass farbworte nur eine grobe kategorisierung der Sinneseindrücke darstellen. So dass es zahlreiche farbwahrnehmungen gibt, für die es kein wort gibt.
das ist wichtig für die frage, inwieweit unser denken sprachlich ist. und was denken und wahrnehmen miteinander zu tun haben.
Das geht aber alles genauso gut mit und ohne ich.
Zitat:
dann müsste ja wenn es kein ich gibt doch auch die wahrnehmung von jedem gleich sein und das stimmt doch nicht oder ?

Nope.
Die Farbwahrnehmung ist an verschiedenen Orten unterschiedlich. zB in Deinem Auge und in meinem. ("Von hier aus seh ich rot und Du von da orange")
Auch die Verarbeitung Farbwahrnehmung ist an verschiedenen Orten unterschiedlich. zB in Deinem Gehirn und in meinem. ("Von hier aus sehen wir es gleich, ich verarbeite es zu rot und Du zu orange")
Aber die Frage war, ob es ein 'ich' gibt, das mehr ist als ein ostensiver Name für einen Ort der Wahrnehmung. (ostensiver Name? Also: So wie wenn wir auf die Frage "welches Haus" mit dem Finger auf eines zeigen und sagen dieses.)
Und da gibt es eben weder aus gründen der wahrnehmung noch sonstwie der philosophie einen überzeugenden grund für. aber neurophysiologische gründe dagegen.
ist also eher bloße gewohnheit: 'es' bildet 'sich' ein, dass es ein 'ich' ist. so wie man früher dem augenschein glaubte, dass die sonne sich um die erde dreht.
Ciao
Leo

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BeitragVerfasst: Mo Jan 09, 2006 1:51 pm 
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Registriert: Sa Jan 07, 2006 3:02 pm
Beiträge: 5
mhm ok aber was mir noch eingefallen ist
in deiner signatur steht : in wirklichkeit ist es liebe
wenn du sagst und auch glaubst das es kein ich gibt wie kann es dann liebe geben? naja ausser vielleicht wenn man liebe nur auf chemische prozesse abstufen kann aber dann wärs für mich keine liebe sonder nur sowas uriges was unsere art am leben erhalt ^^


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BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2006 7:55 am 
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Beiträge: 60
Hallo Colakätzchen.
Zitat:
wenn du sagst und auch glaubst das es kein ich gibt wie kann es dann liebe geben? naja ausser vielleicht wenn man liebe nur auf chemische prozesse abstufen

Wieso abstufen? Alles in Deinem Gehirn sind chemische Prozesse. Und dass Du das nicht merkst,ändert nichts daran. Wenn man es Dir sagt, sollte das auch nicht soviel ausmachen, eigentlich. Oder mindert es Deinen Geschmacksempfinden, wenn man Dir sagt, wie die Geschmacksrezeptoren und -nerven die Riechstoffe aus dem Glühwein verarbeiten?
Also, was immer Liebe sein mag, es gibt Dinge, die wir dafür halten, das merken wir an Dingen, die sich in unserem Gehirn abspielen. Dafür braucht es aber nur dieses "Abspielstelle", keinen "jemand" der in diesem "Film" mitspielt.
Wobei man ja auch noch Liebe und Verliebtheit unterscheiden sollten. Die heftigen Gefühle, von denen wir da meist träumen bzw. denen wir nachjagen, sind ja nach zuverlässigen QUellen eher die Anzeichen einer leichten Persönlichkeitsstörung (soweit ich weiss, einer Zwangsneurose). In den meisten nichtwestlichen Kulturen wird Verliebtheit auch entsprechend behandelt und eher als hinderlich für die Liebe eingestuft.
Ciao
Leo

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