Hallo Colakätzchen.
Zitat:
zb erlebe ich die roten blumen als ,für mich, richtig rot aber woher soll ich wissen das jemand anders der vielleicht genau die selben blumen betrachtet diese auch als mein rot empfindet
Das ist einfach. Die Philosophen haben schon länger geklärt, dass es da keine Möglichkeit einer klärung gibt. Kennen wir ja auch aus dem Alltag: was für den einen noch rot ist, ist für den andern schon orange.
Etwas subtiler ist schon die feststellung, dass farbworte nur eine grobe kategorisierung der Sinneseindrücke darstellen. So dass es zahlreiche farbwahrnehmungen gibt, für die es kein wort gibt.
das ist wichtig für die frage, inwieweit unser denken sprachlich ist. und was denken und wahrnehmen miteinander zu tun haben.
Das geht aber alles genauso gut mit und ohne ich.
Zitat:
dann müsste ja wenn es kein ich gibt doch auch die wahrnehmung von jedem gleich sein und das stimmt doch nicht oder ?
Nope.
Die Farbwahrnehmung ist an verschiedenen Orten unterschiedlich. zB in Deinem Auge und in meinem. ("Von hier aus seh ich rot und Du von da orange")
Auch die Verarbeitung Farbwahrnehmung ist an verschiedenen Orten unterschiedlich. zB in Deinem Gehirn und in meinem. ("Von hier aus sehen wir es gleich, ich verarbeite es zu rot und Du zu orange")
Aber die Frage war, ob es ein 'ich' gibt, das mehr ist als ein ostensiver Name für einen Ort der Wahrnehmung. (ostensiver Name? Also: So wie wenn wir auf die Frage "welches Haus" mit dem Finger auf eines zeigen und sagen dieses.)
Und da gibt es eben weder aus gründen der wahrnehmung noch sonstwie der philosophie einen überzeugenden grund für. aber neurophysiologische gründe dagegen.
ist also eher bloße gewohnheit: 'es' bildet 'sich' ein, dass es ein 'ich' ist. so wie man früher dem augenschein glaubte, dass die sonne sich um die erde dreht.
Ciao
Leo