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 Betreff des Beitrags: Ich bin traurig, bitte tröstet mich
BeitragVerfasst: Di Jul 07, 2009 9:47 am 
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Registriert: Fr Mär 09, 2007 5:54 pm
Beiträge: 430
Wohnort: bei Düsseldorf
Hallo liebe Mitbesteller,

heute brauche ich mal ganz doll viel Hilfe und Zuspruch von Euch.
Schon vor Moooooonaten habe ich mir eine neue Stelle bestellt.
Inzwischen hatte ich schon zig Vorstellungsgespräch und bekomme nur Absagen.

Ganz besonders getroffen hat mich eine Absage gestern. Ich hatte mir eine Stelle mit bestimmten Kriterien bestellt, u.a. mit nur 20min Anfahrtszeit.
Und genau so eine Stelle wurde mir präsentiert. Alles passte und die Strecke hätte ich in 20min mit dem Fahrrad fahren können!!!
Und das ist nicht das erste Mal. Vor einigen Monaten ging es mir ähnlich. Super Gespräch, aber die Stelle hat jemand anders gekriegt :(

Nun ist es so, dass ich gerne einen Job haben möchte, wo ich vorallem Berufserfahrung sammeln kann. Ich habe gerade die Fortbildung zur Personalfachkauffrau abgeschlossen, was mich wirklich viel Zeit und Geld gekostet hat und nun werden mir höchstens Stellen angeboten, wo ich nichts dazulerne, weil man dort z.B. nur eine bestimmte Sache von mir verlangt, aber nichts, was ich in meiner Fortbildung gelernt habe.

Was will das Uni mir damit sagen? SOLL ich einfach nix lernen? Warum kriege ich auf die wirklich interessanten Stellen, die scheinbar genau in meine Bestell-Anforderung passen, nur Absagen?

Heute mal ganz traurig
Patricia

PS: Bitte keine Fallbeispiele wie es bei Euch gelaufen ist! Fälle aus der Arbeitswelt sind immer persönliche Einzelschicksale, die nicht beispielhaft genommen werden können.

_________________
... and I know I´ll always be blessed with love...


... wenn es da ist, werd ich feiern,
ich weiss, da ist noch mehr...


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BeitragVerfasst: Di Jul 07, 2009 10:23 am 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
Hajoa Miss Lola, ich finde dich ganz schön tapfer. Ich hätte nach der zweiten schlimmen Absage schon das Handtuch geschmissen und du machst weiter, so wie es sich gehört.

Nur, wenn man immer das Gleiche macht, bekommt man auch das gleiche Ergebnis. Rein formal gibt es super Trainer, die mit dir zusammen deine Fähigkeiten optimal herausarbeiten, präsentieren und dich darauf hintrainieren. Kostet was, ist ein bisschen wie Persönlichkeitsarbeit (geht unter die Haut), aber das ist es wert

Das war dann die Zeit der Absagen- damit hast du den Job. das war die Ratio.

vom Gefühl her würde ich sagen, du weiß ZU genau was du willst und bist ZU fixiert darauf. Wer weiß, wie das arme Uni neben dir mit dem roten Tuch in der Hand herjoggt und wild winkt, um dir etwas ganz anders zu zeigen?


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BeitragVerfasst: Di Jul 07, 2009 2:31 pm 
Hallo Miss Lola!

Warscheinlich hat das Universum einen vieeeel besseren Job für Dich parat und Du hast nur noch nicht herausgefunden, wo die Lieferung stattfinden soll.

Das Uni hat manchmal sehr unkonventionelle Lieferungsarten.

Vielleicht lernst Du Deine(n) neue(n) Chef(in) ja an der Kasse beim Einkaufen kenne, oder bei einem gemütlichen Dämmerschoppen im Biergarten, oder beim Sport, oder.....
Es gibt sooo viele Möglichkeiten, die über "normale" Bewerbungen hinausgehen.

Bleibe offen für "Zufälle" und halte Augen und Ohren offen, für alles, was um Dich herum passiert, dann kannst Du die Lieferung gar nicht verpassen.

Wünsch Dir alles Gute und einen Superjob.
Gretchen


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BeitragVerfasst: Di Jul 07, 2009 10:26 pm 
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Registriert: Mi Apr 22, 2009 9:20 pm
Beiträge: 154
Wohnort: BY
Hi MissLola!

Mein Gedanke, der als erstes kam:
Möglich, dass du dich unter Wert verkaufst? Dass du dich auf Stellen bewirbst, für die du eigentlich viel zu gut und zu selbständig bist? Dass du die Stellen, die dir eigentlich entsprechen noch gar nicht erkennst?

Liebe Grüße
Tulip


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BeitragVerfasst: Do Jul 09, 2009 6:13 am 
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Registriert: Di Mär 27, 2007 4:22 pm
Beiträge: 762
Wohnort: Rhön
Miss Lola hat geschrieben:
PS: Bitte keine Fallbeispiele wie es bei Euch gelaufen ist! Fälle aus der Arbeitswelt sind immer persönliche Einzelschicksale, die nicht beispielhaft genommen werden können.

Schade, liebe Miss Lola :D,

hätte Dir gerne von meinem Erfolgserlebnis berichtet, weil ich WEISS, dass das Universum auf den (un-)möglichsten Wegen liefert.

Aber ich respektiere Deinen Wunsch. Ein anderes Mal vielleicht, wenn Du offen dafür bist.

Liebe-voll,
der Bhogi

PS: Ob es dem ollen Uni wohl ebenso geht wie mir gerade?

_________________
Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht,
das notwendigste Werk ist stets die Liebe.

(Meister Eckhart von Hochheim, ca. 1260 - 1328)


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BeitragVerfasst: Sa Jul 11, 2009 9:33 am 
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Registriert: Mi Mär 14, 2007 6:04 pm
Beiträge: 35
Wohnort: Zürich
man ist im Leben oftmals an einem Punkt, an dem man denkt, dass eigentlich alles sich gegeneinen fast verschworen hat. Man macht und tut nach bestem Wissen und Gewissen, und wird "blockiert". Wie diese Blockade aussieht, bzw. von wem sie gemacht wird, ist immer unterschiedlich- jedenfalls denkt man, auf der Stelle zu laufen, nicht weiter zu kommen.

Selbst hatte ich vor ein paar Wochen so etwas ähnliches erlebt, ich war fast täglich nach der Arbeit am Weinen,(obwohl ich eine normalerweise sehr robuste Person bin) und wusste nicht, wie ich alle dem gegensteuern kann. Ich suchte Rat bei Freunden, Leuten aus der Branche, die unabhängig waren/sind, im Endeffekt half dies aber nicht: denn wie ich wiedermal erfuhr, was ich eigentlich schon wusste; jeder muss da selber durch: und vorallem, was mir beim WÜnschen auch aufgefallen ist: Vergiss deine WÜnsche: es sollte dir einfach egal sein, wann der Wunsch kommt und in welchem Ausmass, und wie er kommt: mit Zwang erreichtm an da nix: Wenn ich mir etwas dringend wünsche, dann kommt es nie, weil ich ihn nicht loslasse, daran festhalte.
Leb dein Leben weiter, als wenn es deine Ausbildung nie gegeben hätte, als wenn du nie Geld investiert hättest, in deine Weiterbildung, und als wenn alles um dich herum egal wäre. Sei zufrieden mit dem was du hast, udn konzentrier dich auf die Dinge, die dir wichtig sind.
Bei mir funktioniert das immer so: sie kommen, die Bestellungen- immer, genau das was ich will- ausser ich habe mal schlampig bestellt;-)

In unseren Leben sind wir immer viel zu ungeduldig. Wir möchten am Liebsten immer alles sofort haben. weil wir es nicht erwarten können. Seneca sagte einmal: Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen
Lange worte kurzer Sinn: Lass dir Zeit: gib dem Unsiversum Zeit, "Gut Ding braucht Weile"

Zu guter Letzt noch eine nette Geschichte, die ich mir immer wieder vor Augen führe, wenn es mal nicht so läuft wie ich es mir in der Gegenwart erzwingen will:-) um mich selbst dann immer wieder runter zu holen:



Der chinesiche Bauer
Vor dreitausend Jahren herrschte in China ein grausamer und selbstsüchtiger Kaiser. Zum Schutz seines riesigen Reiches ließ er eine 6000 Kilometer lange Mauer errichten. Bei dem geforderten Frondienst kamen viele seiner Untertanen ums Leben.

Zu jener Zeit lebte in China ein alter Bauer, der in der einfachen Welt, die er liebte, nur zwei Dinge sein eigen nannte: seinen einzigen Sohn und sein Pferd. Eines Tages lief ihm das Pferd davon, und so war der Bauer noch ärmer als zuvor. Nachdem die Nachbarn davon gehört hatten, kamen sie herbei, um ihn zu trösten: Was für ein Unglück, dass dein Pferd weggelaufen ist!

Der alte Mann aber fragte: Woher wollt ihr wissen, dass dies ein Unglück ist?

Einige Tage darauf kehrte das Pferd zurück, gefolgt von sechs anderen wilden Pferden, die der Bauer zähmte und in seinen Dienst nahm. Auf diese Weise wurde der Wohlstand des alten Mannes gesteigert. Die Dorfbewohner bemerkten dies und kamen zu ihm und lobten: Was für ein Glück du hast mit deinen sieben Pferden!
Der Bauer aber sann eine Weile nach und antwortete: Wie wollt ihr wissen, dass es ein Glück ist?
Am gleichen Nachmittag beschloss der einzige Sohn des alten Bauern, auf einem der wilden Pferde auszureiten. Er wurde jedoch aus dem Sattel geworfen und verletzte sich schwer, so dass er seine Beine nicht mehr brauchen konnte. Da kamen Verwandte und Bekannte und sprachen: Was für ein Unglück, dass dein einziger Sohn nun ein Krüppel geworden ist!

Der alte Chinese aber gab zurück: Wieso könnt ihr wissen, dass dies ein Unglück ist?

Am folgenden Tag kamen die Abgesandten des Kaisers in das Dorf und befahlen, dass alle gesunden jungen Männer sich zum Bau der großen Mauer melden müßten. So wurde jeder junge Mann aus der Gegend zur Zwangsarbeit verpflichtet, nur der Sohn des alten Bauern durfte zu Hause bleiben. Da kamen die Ältesten der Stadt zu ihm und priesen ihn: Was für ein Glück du nur hast, dass dein Sohn nicht für den Mauerbau eingezogen wurde!

Doch der Bauer sah sie an und meinte: Was gibt euch die Sicherheit, dass dies ein Glück ist?

Nun wurden die Stadtväter nachdenklich und fingen an, sich zu beraten. Nach einem Tag kehrten sie zum alten Bauern zurück und teilten ihm mit: Wir haben eingesehen, dass du der weiseste Mann in ganz China bist. Wir würden es deshalb als grosses Glück ansehen, wenn du unser Gemeindevorsteher würdest.

Ein letztes Mal fragte der alte Mann: Woher wollt ihr wissen, dass dies ein grosses Glück wäre?

Mit diesen Worten lehnte er das hohe Amt ab, denn er kannte das Geheimnis des Glücks!

(Aus Beat Imhof: Wahrheit & Weisheit, S. 84, Rothus Verlag, Solothurn 1995)



Alles Gute!

_________________
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Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind. [Henry Ford]


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