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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 12:28 pm 
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Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum... (lese schon seit Jahren interessiert mit), aber nun brauche ich Hilfe und finde, dass ich mit meinem Anliegen hier sicher gut aufgehoben bin.

Seit kurzem weiß ich, dass ich schwanger bin (auch das noch). Völlig ungeplant... bin schon über 40 Jahre, relativ frisch mit meinem Freund zusammen und war total froh, dass ich mir mein Leben endlich so eingerichtet habe, wie ich es wollte. Heißt, viel unterwegs, endlich meinem geliebten leidenschaftlich betriebenen Tanzhobby frönen, Abwechslung, Freiheit, mich esoterisch "weiterbilden"... alles super!

Und dann das... Ich war nie besonders auf eigene Kinder fixiert, allerdings auch nicht total abgeneigt. Es hat sich nie ergeben, da ich in den Jahren, als es vielleicht hätte Thema werden können, mit meinem (jetzt) Ex-Ehemann zusammen war, der nie eigene Kinder wollte (war aber für mich auch o.k.).

Mein jetziger Freund will auf GAR KEINEN Fall das Kind - wobei ich der denke, ich darf diese Meinung nicht in meine Überlegungen einbeziehen, denn das ist schon eine Entscheidung von mir für mich und mein Leben.

Das Vertrackte ist, dass ich gar nicht fühle, was ich eigentlich will (normalerweise verlasse ich mich auf mein Gefühl und fahre damit nicht schlecht). Und ich bin sicher, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn man ihn nicht gleich erkennt...

Das Problem für mich ist, dass ich in meinem Leben (vor allem in dem hohen Alter :? ) mir überhaupt kein Kind vorstellen kann. Blöd nur, dass ich auch weiß - gehen würde es schon irgendwie. Natürlich leider nur in einem Leben, wie ich es jetzt überhaupt nicht mehr wollte (Freiheit genießen adieu und schon wieder ständig für jemand anderes da sein und zurückstecken müssen... genau da bin ich ja endlich raus).

Ich schwanke auch deshalb hin und her (Kind behalten oder nicht), weil es natürlich total grauslig ist, ein Wesen zu töten (Abtreibung ist ja leider nichts anderes) - andererseits "dürfte" ich mich ja auch zu einem Abbruch entscheiden.

Die Entscheidung kann mir selbstverständlich keiner abnehmen, aber es würde mich schon interessieren, wie Ihr darüber denkt:

"Darf" ich mich auch gegen ein Kind entscheiden (das zugegebenermaßen schon meine Bewunderung erreicht, dass es trotz allerwidrigster Umstände es geschafft hat, sich bei mir einzunisten)? Oder ist mir durch die Schwangerschaft die Entscheidung eigentlich sowieso schon abgenommen und ich handle gegen meine Bestimmung, wenn ich es wegmachen lasse? (Ich habe auch keine Lust, in meinen nächsten 250 Inkarnationen das wieder ausbügeln zu müssen)... Vielleicht kommen dann noch schlimmere Katastrophen/Prüfungen auf mich zu, wenn ich mich "dagegen" wehre und eben partout jetzt nicht mehr Mama werden möchte...?!

Ich hoffe, dass sich jemand traut, seine Meinung zu diesem heiklen Thema kundzutun,

danke jedenfalls schonmal,

Schnucke


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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 12:59 pm 
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Hallo Schnucke,

niemand, aber auch wirklich niemand anderes kann dir diese Entscheidung abnehmen. Du solltest sogar jegliche fremden Ansichten unbeachtet lassen, tief in dich gehen und dort nach der Lösung suchen, denn es geht um dein Leben. Vergiß Gedanken, wie das darf man nicht, das soll man nicht, das muß ich später ausbaden, Gott wird mich strafen, meine Umgebung wird mich verachten, usw. usw. - all das zählt NICHTS.
Da steht jemand vor deiner Tür, klopft und fragt, ob er oder sie für mindestens 18 Jahre bei dir wohnen kann, mit Rundumbetreuung, versteht sich. ;) Das will wirklich gut überlegt sein.

Ich wünsche dir viel Kraft für die Entscheidung!
LG, Naike

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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 1:29 pm 
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Hallo Naike,

vielen Dank für Deine liebe Antwort...! Ich bin sowieso überrascht, dass sich an das heikle Thema jemand herantraut (Du, na klar, wer sonst - ist als Kompliment gedacht! :D )

Niemals würde ich jemanden (also einer Person) die Entscheidung aufdrücken wollen, das ist ja klar. Das geht ja auch gar nicht.

Eher meinte ich: Gibts wohl doch so etwas wie "Bestimmung" für einen und/oder KANN man sich da überhaupt widersetzen?! Da bin ich mir wirklich unschlüssig.

Eventuelle Bestimmung: Mama-tum. Na, auf den letzten Drücker hats irgendeine Macht auf völlig verschlungenen und undurchsichtigen Wegen doch noch hingekriegt, dass es so kommt...

Oder mache ich mir meine "Bestimmung" selbst: Durch diese Situation jetzt ist mir sowas von glasklar geworden, was ich an meinem bisherigen Leben so liebe. Nicht, dass ich das nicht schon vorher wusste, aber der drohende Verlust dessen (Freiheit und Unabhängikeit) macht es mir nochmal bewusster...

Ach, kompliziert... *grummel* Aber vielleicht verstehst Du, was ich meine...

Liebe Grüße,
Schnucke


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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 2:02 pm 
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Hallo Schnucke!

Zitat:
"Darf" ich mich auch gegen ein Kind entscheiden (das zugegebenermaßen schon meine Bewunderung erreicht, dass es trotz allerwidrigster Umstände es geschafft hat, sich bei mir einzunisten)? Oder ist mir durch die Schwangerschaft die Entscheidung eigentlich sowieso schon abgenommen und ich handle gegen meine Bestimmung, wenn ich es wegmachen lasse? (Ich habe auch keine Lust, in meinen nächsten 250 Inkarnationen das wieder ausbügeln zu müssen)...


Du darfst alles!
Es ist ein Angebot für dich und du entscheidest, ob du es annimmst oder nicht. Du nimmst doch sonst auch nicht alles an, was das Leben dir bietet...
Es gibt keinen strafenden Gott, wenn wäre es dein eigenes schlechtes Gewissen, was dir das Leben und vielleicht auch die nächsten schwer macht.

Man hat uns einen freien Willen gegeben und man hat uns auch zugetraut, ihn zu nutzen. Wozu haben wir ihn, wenn wir nicht Gebrauch davon machen?
Prüfe dein Herz- bei welcher Entscheidung singt es?

Es gibt bestimmt auch Seelen oder was auch immer, die nur mal testen wollen, wie es ist, wenn Leben entsteht. Wenn sie entstehen. Mehr wollten sie vielleicht gar nicht erfahren. Und sie sind dankbar für diese Erfahrung.
Wer weiß, was die Seele "in dir" vorhatte oder vorhat?

Es ist ja auch so, dass du in einem Kulturkreis lebst, wo es erlaubt ist ein Kind abzutreiben und du es selbst entscheiden darfst.

Egal, wie du dich entscheidest, ich wünsche dir von Herzen, dass du gut damit leben kannst!

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Herzlichst Peti
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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 2:04 pm 
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Naike hat geschrieben:
Hallo Schnucke,

niemand, aber auch wirklich niemand anderes kann dir diese Entscheidung abnehmen. Du solltest sogar jegliche fremden Ansichten unbeachtet lassen, tief in dich gehen und dort nach der Lösung suchen, denn es geht um dein Leben. Vergiß Gedanken, wie das darf man nicht, das soll man nicht, das muß ich später ausbaden, Gott wird mich strafen, meine Umgebung wird mich verachten, usw. usw. - all das zählt NICHTS.


Ohja, voll unterschreibs!

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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 2:16 pm 
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Liebe Schnucke,
ich glaube das sich dieses kleine Wesen sich ganz bewusst für dich entschieden hat. Frage dich, warum kam diese Situation in dein Leben, was könntest du daraus Lernen. Es könnte sein, das sich die Seele deines Kindes bewusst für diese Erfahrung entschieden hat, und das dies für dich und dein Kind eine wichtige Lernerfahrung bedeuten könnte.

Nehme dich so an wie du jetzt gerade bist, liebe dich selbst und dein Kind dafür. Erkenne den Zweifel als Freund, der dich auf wichtige Dinge vorbereitet, danke ihm dafür, das er dir diese Fragen stellt ...

Alles wird gut.
Ganz liebe Grüße
WANA


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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 2:23 pm 
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Das unterschreibe ich auch voll mit, Wana- das hast du gut und zusammenfassend auf den Punkt "pro-Kind" gebracht.

Manchmal kann man besser entscheiden, wenn man merkt, es gibt kein Falsch und auch keine Strafe.

Manchmal kommt es, wie es kommt.

Und es ist gut, es einmal aufzuschreiben und manchmal helfen andere Sichtweisen, als die eigene sehr, um eine Entscheidung für sich zu treffen.

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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 3:55 pm 
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Schnucke hat geschrieben:
(Du, na klar, wer sonst - ist als Kompliment gedacht! :D )

*froi* :D Na, jetzt sind ja inzwischen noch mehr Mutige zu uns gestoßen. ;)

Fakt ist, niemand weiß, ob es eine Bestimmung gibt oder nicht. Entweder glaubt man dran oder nicht. Ich weiß, keine besonders befriedigende Antwort, aber ich werde mich hüten, dir etwas vom Bären zu erzählen. Wer sich mit solchen Glaubenskonzepten, wie z. B. dass sich eine Seele die Eltern für ihren Erdentripp aussucht, wohlfühlt, sollte es ruhig behalten, theoretisch könnte es ja wirklich stimmen, aber meins ist das nicht, weil ich sehe keinen Sinn darin, sich dann z. B. Eltern zu wählen, die gar kein Kind wollen oder ihm im schlimmsten Fall später schaden. Für derart masochistisch halte ich Seelen nicht (vorausgesetzt es gibt sie, gilt hier natürlich wieder), denn ich kann nicht beobachten, dass eine schlechtes Elternhaus in Sachen "Wachstum" einen Vorteil bedeutet. Im Gegenteil, viele zerbrechen an einem solchen Schicksal oder es begleitet sie zumindest negativ durchs ganze Leben. Ich weigere mich, solche Menschen als Versager zu sehen, so unter dem Motto: Tja, waren halt "spirituell" nicht weit genug, um ihre Chance zu nutzen. Verstehst du, wie ich das meine?!

Weg vom "Esoterik-Wasser", das keine Balken hat. Ich stelle es mir als mehrfache Mutter durchaus ebenfalls als sehr lohnend vor, ein Leben ohne eigene Kinder zu verbringen, auch wenn ich meine nicht missen möchte, bin zwar nicht der gängige Mama-Typus, sondern eher in gewissem Rahmen einzelgängerisch und egoistisch veranlagt, aber ganz drauf verzichtet hätte ich nur ungern, weil sie doch so einiges Schöne ins Leben bringen. Manchmal beneide ich aber auch Kinderlose, die mit Begeisterung einen Beruf ausüben, sich um niemanden kümmern müssen, nicht permanent angelabert werden, eine Schweinegeld investieren und nicht mal in Ruhe den Partner genießen können.
Lange Rede, kurzer Sinn, alles hat seine Vor- und Nachteile, um eine Entscheidung kommt man einfach nicht herum. Aber da sage ich dir ja nichts Neues. ;)

Hatte vorgestern Nacht übrigens geträumt, ich wäre noch mal schwanger und war da auch hin- und hergerissen und war sehr froh, als ich aufwachte und mich mit der Frage nicht mehr herumschlagen mußte. Deshalb kann ich dir gut nachfühlen, wie zerissen du im Moment bist.

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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 5:20 pm 
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Ich glaube, du wirst beide Entscheidungen nicht bereuen - wenn du sie denn dann mal gefällt hast. Dein Freund ist aber auf jeden Fall draußen. Wer sich gegen sein Kind ausspricht, entscheidet sich damit auch ganz klar gegen die Beziehung. Das ist auch nicht mehr gut zu machen. (Nur falls du die Beziehung mit in die GegenKindschale wirfst.)

Es bleibt dir nichts anderes übrig, als deine beide Lebenswege in dir zu wiegen und dich für den leichteren oder schwereren zu entscheiden. toitoi - wie auch immer. :-))


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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 6:31 pm 
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PP hat geschrieben:
Wer sich gegen sein Kind ausspricht, entscheidet sich damit auch ganz klar gegen die Beziehung.

Dem stimme ich überhaupt nicht zu. Auch ein Mann kann gute Gründe haben, warum er lieber nicht Vater werden möchte, z. B. eben auch Freiheitsliebe, nicht jeder lehnt das automatisch ab, weil er seine Frau nicht genug liebt bzw. keinen Bedarf nach einer längeren Beziehung hat.

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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 7:00 pm 
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@naike

Du musst mir nicht zustimmen, glaube mir einfach. *gg* Die Beziehung gibt es so nicht mehr. Das kann man etwas tünchen, noch etwas genießen, aber auf Dauer: keine Chance.


Zuletzt geändert von PP am Mo Dez 28, 2009 7:40 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 7:03 pm 
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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 9:57 pm 
Auf einer tiefen Ebene stimmt das, was PP schreibt. Trotzdem ist die Welt voller Beziehungen, die weiter geführt werden in so einer Situation. Die Welt ist auch voller Beziehungen, wo garkeine wirkliche Bindung besteht. Und voller anderer Unvollkommenheiten. Ich frag mich grade, ob man das alles immer so merkt. Vieles vieles entgeht doch unserem bewußtem Spüren. Das ist jedenfalls meine Erfahrung, wenn ich so zurück blicke. Viele Entscheidungen wirken tiefer, als wir mit unserem westlichem Freiheitsdenken denken. Da hab ich mich schon häufig ganz doll geirrt und merkte es erst in Teilen jahrzehnte später, WAS ich da gemacht habe.

Vorallem was mein eigenes Handeln für mich für Konsequenzen hatte.


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BeitragVerfasst: Mo Dez 28, 2009 10:49 pm 
Hallo Schnucke!

Du kannst Dich auch entscheiden, das Kind auszutragen und zur Adoption frei zu geben. Du würdest es nicht "töten" müssen und würdest statdessen eine Mutter, die keine Kinder bekommen kann, glücklich machen. Ganz zu schweigen, dass Du es Dir noch wieder anders überlegen kannst.

schnucke hat geschrieben:
Das Vertrackte ist, dass ich gar nicht fühle, was ich eigentlich will (normalerweise verlasse ich mich auf mein Gefühl und fahre damit nicht schlecht). Und ich bin sicher, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn man ihn nicht gleich erkennt...


Dann versuch doch mal, das Wesen, das in Dir wächst zu fragen, weshalb es Dich als Mutter gewählt hat.

Und dann triffst Du die Entscheidung, die sich für Dich am stimmigsten anfühlt.

Egal welche Entscheidung Du triffst, alles Gute für Dich.
LG Gretchen


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BeitragVerfasst: Di Dez 29, 2009 8:51 am 
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Moin!

Tinchen schrieb:
Zitat:
Da hab ich mich schon häufig ganz doll geirrt und merkte es erst in Teilen jahrzehnte später, WAS ich da gemacht habe.


Davor ist niemand gefeit und manchmal steht nunmal eine Entscheidung an, die man in diesem Augenblick nach besten Wissen und Gewissen fällen sollte.
Sich nicht zu entscheiden, ist dann auch eine. °find°
Das ist nunmal schlichtweg LEBEN mit all seinen Farben und Schattierungen.
Da gibts noch einen Spruch: Hinterher ist man immer schlauer...ist man das? Das, was einen Jahrzehnte noch quält, das sind dann auch sehr oft Fremdmeinungen oder ein anderes Bild von dem was sein könnte.
Wer sagt denn, wenn man 10 Jahre nach einer Abtreibung ein Kind von 10 Jahren sieht und denkt: "So alt könnte meines jetzt sein...", dass alles so optimal mit dem Kind wäre, wie wir es jetzt vor uns sehen.
Da finde ich den Blick manchmal verklärt. Es gab immerhin einen Grund für diese Abtreibung.
Wie schon gesagt, in meinem Glauben, meiner Religion gibt es keinen strafenden Gott und das nimmt mir schonmal den Druck aus meinen Entscheidungen.
Das, was ich dann als Hölle erleben könnte, entspringt meinen Vorstellungen von Moral und das Nicht-Vertrauen in meine eigene Urteilskraft in diesem Moment richtig für mich entscheiden zu können.

Die Frage nach "Kind behalten oder nicht", finde ich persönlich sehr schwierig für die einzelne Person.
Grundsätzlich finde ich eine Abtreibung aber völlig okay, wenn die Mutter sich freiwillig dafür entscheidet.
Andererseits sind meine Kinder für mich das Größte, was mir im Leben geschenkt wurde, neben meinem Mann.

Liebe Schnucke, du schreibst nun gar nichts mehr... du denkst wohl nach und versuchst herauszufinden, was du willst.
Dafür möchte ich dir nach wie vor ganz viel Kraft und ein singendes Herz wünschen.
Ich wünsche dir, dass du mit deiner Entscheidung gut und glücklich leben kannst und es auch tust!

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