Hallo
Mal ein Beispiel, wo mir Denken immer wieder hilft (und es ist ein ganz persönliches Beispiel, also eine ganz persönliche Erfahrung, aber ich glaube, anderen geht es oft ähnlich

).
Denken hilft mir, mein Selbstbild zurecht zu rücken. Ich versuche ja gerade, meinem Leben irgendwie teilweise eine neue Richtung zu geben. Und ich bemerke immer wieder Selbstzweifel, die mit einem tief verwurzelten Bild zu tun haben - mit eben dem Kram, in den man so hineinwächst usw.
Diese Zweifel von wegen: "Das ist alles schön und gut, aber Du schaffst das nicht, für Dich ist das nicht, Du bist nicht gut genug usw..."
Wenn ich die bemerke, dann schalte ich imemr das Denken ein, das da sagt: Jetzt mal langsam Mädchen. Such mal ganz objektiv Gründe, warum dieses - negative - Bild stimmen sollte. Und wenn ich dann keine finde und nur ein - einfach so, das ist nur so ein Gefühl - dann weiss ich, dass dieses Gefühl nicht stimmt.
Das Problem mit Gefühlen ist, dass sie qualitativ zwar klar sind ( ich fühl mich gut, ich fühl mich schlecht), aber oft mit einer falschen, in Worte gekleideten Botschaft übermittelt werden:
Ich bin ein Versager; ich bin zu schwach, ich bin zu klein....
Wenn wir diese Borschaften für wahr halten, haben wir ein echtes Problem.
Wir müssen sie als Signale deuten, oder als Symbole, aber nicht für bare Münze nehmen.
Und hier kann das ganz sachliche, langweilige Denken sehr hilfreich sein:
Kuck mal: Du hast die und jene Voraussetzung; x hat die auch und hat y hinbekommen usw.
Und wupps, fühlt (!) man sich besser. So greift eines ins andere - ohne Denken können auch Gefühle grösste Verwirrung stiften. (Und umgekehrt.)
Lieben Gruss,
Sabine