TriniHH hat geschrieben:
ich hatte letztens ein sehr interessantes Gespräch mit meiner HP über die Integration von 'schlechten' Gefühlen. Sie hat mir erklärt, dass es eigentlich keine guten und schlechten Gefühle gibt, sondern das es die zwei Pole der Liebe sind (wie alles zwei Pole hat - habt ihr das schon einmal gehört? Damit ist nicht menschliche Liebe gemeint, sondern göttliche Liebe).
Um sich aus diesem schlechten Gefühl zu befreien, soll man es anerkennen, akzeptieren... einfach mit Liebe 'ummanteln'. Wir haben dann eine kleine Übung gemacht und es hat auch ganz gut funktioniert, allerdings war es keine Akutsituation, sondern die Visualisierung einer alten Situation: das Gefühl WUT ist irgendwie verpufft während der Übung - ich war begeistert. Sie meint, das Gefühl ist transformiert... und kann nun weiterziehen, wie eine Wolke am Himmel, weil es eben bemerkt wurde.
eigentlich finde ich diese Methode recht gut, vorallem da Du ja direkt erlebt hast, dass sie bei Dir funktioniert.....
Es gibt viele ähnliche Übungen, aber das Ziel die negativen Gefühle zu transformieren ist überall dasselbe....
TriniHH hat geschrieben:
Nun habe ich probiert das in der Realität anzuwenden, doch ich kann das Gefühl/ den Schmerz scheinbar nicht richtig anerkennen bzw. es verändert sich dabei nichts auf lange Sicht.
man kann nicht einfach so tun als ob da nichts wäre und es gleich weghaben wollen durch liebende Annahme, denn negative Gefühle sind manchmal gar nichts liebenswertes und sich dann einzureden, man müsse sie lieben und annehmen wäre nur Flucht vor dem Schmerz dieser Gefühle, sie müssen nicht unbedingt angenommen werden, sondern vorallem beachtet...beobachten und wie Wolken oder schlechtes Wetter weiter ziehen lassen, denn Gefühle wollen nur beachtet werden, sobald sie verdrängt werden können sie in Monster ausarten....
TriniHH hat geschrieben:
Woher weiß ich denn, dass ich es nun innerlich wirklich angenommen habe, wenn ich eh irgendwann wieder traurig bin über das gleiche Thema?
wenn Du freiwillig darüber traurig bist und nicht einfach ohne zu wollen hineingezogen wirst....
Es gibt Situationen die sind einfach traurig, es wird nie eine Mutter über den Tod ihres Kindees lachen können, aber was sie kann ist, frei entscheiden
wann sie sich dieser Traurigkeit hingibt und wann nicht....
TriniHH hat geschrieben:
Mit Schmerzen ist es ähnlich: ich habe einen chronischen Schmerz, dem ich immer danke, dass er da ist, sobald er auftritt usw. - aber er kehrt trotzdem immer wieder.
Ja, scheint ihm zu gefallen soviel Dank zu bekommen, dann kommt er eh wieder..
nein, das war natürlich ironisch, denn der Schmerz kann manchmal vergessen werden, aber ihm zu danken zeigt ja, dass Du froh bist dass er da ist, klingt ja fast masochistisch, wer ist denn froh Schmerzen zu haben, man könnte eher froh sein um die Botschaft der Schmerzzustände zu verstehen, aber nicht für den Schmerz selber...
Ich hab übrigens auch chronische Schmerzen (Fybro)...Schublade auf...Fybro rein....Schublade zu...deshalb hab ich es noch, wenn auch nur noch wenig im Vergleich zu früher, aber sobald man damit ein Arangement trifft muss es bleiben um die Schublade zu füllen....ist bei mir auch so...
TriniHH hat geschrieben:
Ich denke, ich nehme es doch nicht 100% an, denn innerlich danke ich dem Schmerz ganz sicher nicht, denn er nervt mich. Sprich, ich veräppel mich selbst...
Wie mache ich es richtig?
ja, sehe ich auch so, das ist Selbstbetrug und wegschauen, man muss hinschauen und das geht Schritt für schritt, gerade bei chronischen Dingen, weil die sind ganz langsam gewachsen mit einem selbst, braucht halt dann wieder die Bewusstseinsschritte zurück.....
Schmerzen teilen sich mit, sie erzählen etwas, sobald man/frau verstanden hat WAS sie erzählen sind sie nicht mehr nötig....
Ich arbeite sehr intensiv an meinen Schmerzzuständen und der erfolgt ist motivierend, aber hätte mir jemand am Anfang gesagt wo ich da durch muss, hätte ich nein gesagt, gut, dass man nicht zum voraus weiss was einem erwartet, denn im Nachhinein bin ich froh darüber, die Ausdauer gehabt zu haben nicht aufgzugeben und nicht auf andere gehört zu haben die es als Eso-Schmarrn abgetan haben, denn diese Leute sind auch keine Hilfe, die Schmerzen haben wir.
Ich bin tatsächlich auch noch auf betende Christen gestossen, die mit Gebeten und Heilungsabenden etwas verändern wollten, das hat noch weniger bewirkt als der Besuch beim Psychologen...
Mein Weg war die Kinesiologie verbunden mit der Homöopathie.