Guten Morgen!
Hallo Mandragora,
Woran Du einen "guten" Therapeuten erkennst, ist aus meiner Sicht schwer zu sagen... ich würde mich auch eher nach einem "passenden" Therapeuten umsehen, der mir seriös erscheint.
Entscheidend wäre für mich, dass die Beziehung (die Chemie) zwischen Therapeuten und Klienten stimmt, und dass mir der therapeutische Ansatz zusagt.
Grundsätzlich würde ich bei der Wahl des Therapeuten Folgendes beachten (auch wenn Aufstellungen nicht von der Kasse übernommen werden, so kann die Methode als Familienaufstellung im Einzelsetting oder als Methode in eine Gruppentherapie durchaus integriert sein):
Die Kosten, Finanzierung und Umfang des therapeutischen Angebots wären für mich Überlegungen, die bei mir in eine Entscheidung miteinfließen...
Einzel- sowie Gruppensitzungen bei tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapeuten, analytischen Psychotherapeuten und Verhaltenstherapeuten werden in aller Regel von der Krankenkasse übernommen, es sei denn, man wohnt in einem Gebiet mit"psychotherapeutischer Unterversorgung". Dann können auch Leistungen anderer Anbieter erstattet werden. (Ich würde mich da auf jeden Fall vorab informieren)
Die Dauer einer Sitzung differiert bei unterschiedlichen Abietern zwischen 45, 50 und 60 Minuten. Das wäre ein Aspekt, den ich abhängig von dem Preis für eine Sitzung bei den Angeboten vergleichen würde...
Ich würde , nach dem telefonischen Erstkontakt erst einmal drei Sitzungen vereinbaren, die dazu dienen, festzustellen, ob eine tragfähige Therapeuten-Klienten-Beziehung aufgebaut werden kann. Da beim telefonischen Erstkontakt häufig keine Zeit bleibt, nach den Qualifizierungen des Therapeuten zu fragen, wäre das für mich auf jeden Fall im Erstgespräch ein Thema.
Mandragora hat geschrieben:
Ich würde gern eine Aufstellung aus 2 Gründen machen. 1. hab ich gelesen, dass man das auch bei chronischen Krankheiten machen kann (bin chronisch krank) und 2. hatte ich irgendein Erlebnis in frühster Kindheit (muß ca. 2 Jahre alt gewesen sein). Ich hab von einen auf den anderen Tag nicht mehr mit Erwachsenen geredet. Niemand weiß warum. Ich weiß nicht, ob das ein Problem für ne Aufstellung wäre.
Grundsätzlich lässt sich erstmal fast alles mit Hilfe einer Aufstellung betrachten. Die entscheidende Frage scheint für mich zu sein, wohin Du mit den Erkenntnissen, die Du aus der Aufstellung gewinnen wirst, gelangen willst...
Bist Du auf der Suche nach einer Erkenntnis oder der Bestätigung einer Vermutung (die Du vielleicht für Dich schon als Erklärung in Betracht ziehst?), nach einem Grund? Welche Veränderung Deines jetzigen Lebens erhoffst Du Dir durch die Aufstellung?
Gewinnbringend (als Erfahrung) kann eine Aufstellung allemal sein, das heißt aber nicht unbedingt, dass sie auch hilfreich sein muss... (für eine Hypnose gilt das aus meiner Sicht ebenso).
Ich persönlich würde eine Familienaufstellung empfehlen, die zum Beispiel in eine systemische Therapie eingebettet ist, um die Erkenntnisse auch in einem begleiteten Veränderungsprozess konstruktiv nutzbar zu machen.
Liebe Grüße,
Perceval