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BeitragVerfasst: Fr Okt 02, 2009 5:25 pm 
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Hallo,

habe schon immer ein bisschen mitgelesen, und nun wage ich es als ganz Neue einfach mal zu einem Thema zu schreiben, das mich momentan sehr beschaeftigt.
(zu mir: bin 32 Jahre alt, weiblich, und hoffe auf positiven Austausch hier :) )

Nun ja, wo soll ich anfangen? Ich finde es immer ein bisschen bloed gleich von sich zu erzaehlen, aber zum besseren Verstaendnis werde ich es doch mal machen. Mit dem Gesetz der Anziehung beschaeftige ich mich seit ca. 2 Jahren, und habe damit auch schon sehr positive Erfahrungen gemacht. Mit anderen Menschen komme ich in der Regel gut aus. Es sind zwar sind nicht alle Menschen auf meiner Wellenlaenge, aber das hat mich auch nie gestoert, schliesslich gibt ja immer und ueberall welche die es doch sind.
Zwei kurz aufeinanderfolgende Streits mit 2 verschiedenen Personen habe mich nun irgendwie verletzt und beschaeftigen mich, was meine Stimmung sehr beeintraechigt.
Streit Nr. 1 war bei meiner letzten Arbeitsstelle, bei der ich gekuendigt habe, und zwar im Rahmen der Kunedigungsfrist, was mir mein Chef uebelgenommen hat, denn er haette es gerne 6 Monate vorher gewusst.
Streit Nr. 2 ist mit einem Mitglied der Familie meines Mannes. Dieser versucht sich ueberall einzumischen, schlechte Stimmung zu machen, und ist auch genau das Gegenteil von hoeflich und respektvoll.
Im zweiten Fall habe ich eine ganze Weile zugeschaut, da ich es eigentlich uberhaupt nicht mag, sich mit jmd zu zerwerfen, und ja auch gerade noch Zerwuerfnis Nr. 1 zu verdauen hatte. Aber irgendwann habe ich es auch nicht mehr ausgehalten, und meine Meinung gesagt.

In beiden Faellen herrscht nun Funkstille zwischen uns.

Vielleicht auch, weil ich sowas in dem Masse nie erlebt habe, und es nun gleich zweimal passiert ist. Denn es beschaeftigt es mich so sehr, und ich frage mich ob ich schuld bin. Denn eigenlich ist ja so "what goes around comes around".
Aber muss das IMMER so sein??
Von beiden Personen weiss ich, dass diese regelmaessig im Clinch mit jmd. liegen, eben wegen ihrer oft respektlosen Art.
Oder liegt es an mir, dass ich mit gewissen Eigenschaften nicht (mehr)umgehen kann, und versuche sollte, das "lockerer" zu sehen, da wir alle nicht "perfekt" sind?
Eigentlich liebe die Harmonie sehr, und finde das Leben zu schoen, sich mit solchen Dingen zu beschaeftigen. Trotzdem moechte ich mich nicht verbiegen, und Dinge wortlos hinnehmen, die mir eigentlich total gegen den Strich gehen, nur um der Harmonie willen. Deshalb wuerde ich auf diese beiden Personen, die mich auch verletzt, und mir geschadet haben nicht mehr zugehen. Ich moechte damit abschliessen.

Wie ist das bei Euch? Hat jmd hier Erfahrungen? Oder kann mir einen Tipp geben, wie man lernen kann sowas nicht so sehr an sich ranzulassen?? Passiert ist es ja nun schon.

LG, Elly

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:)


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BeitragVerfasst: Sa Okt 03, 2009 2:25 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Hallo Elly,

with a warm welcome - - :)

Nimm deine Gefühle ernst. Du darfst das. Eigentlich sollte dir niemand Erlaubnis geben als du selber (auch ich nicht hier :wink: ) aber es ist wichtig.
Es ist passiert- und nun plagen dich ein paar Misstimmungen. Vielleicht übst du nur, dich auszudrücken (und dazu gehört einfach, nach außen zu tragen, was in unserem Inneren liegt- das braucht kaum allen zu gefallen), vielleicht fühlst du dich verantwortlich für die Reaktion der beiden Herren..
Nichts davon braucht dich zu interessieren, es ist allein ihres.
Lerne, gut für dich zu sorgen (dazu gehört unbedingt, seine Gefühle / Entscheidungen auszudrücken) und dich nicht für den Lauf der Dinge verantwortlich zu fühlen.
Andere kannst und solltest du nimmerlich verändern (wollen), auch wenn`s schwer fällt.

Auch ich liebe die Harmonie :roll: und brauchte seehr lange, mich zu zeigen, das, was mich wirklich ausmacht. Bei manchen Menschen rief dies Verwunderung hervor, doch ich hielt durch..und bin glücklich damit.

Zu dem `nicht an dich heranlassen` kann ich dir nichts raten.. Ich bin froh, zu spüren, was es alles zu spüren gibt. Ein langer, langer Weg.
Das macht uns doch gerade so besonders (menschlich), oder? :wink:

Liebe Grüße
love

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" Ich danke, also bin ich. "


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BeitragVerfasst: So Okt 04, 2009 10:13 pm 
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Beiträge: 603
Wohnort: Hamburg
Hallo,

das ist eigentlich auch mein Thema. Ich weiß eigentlich auch nicht so recht, wann ich was sagen soll oder nicht, wann es in Ordnung ist, meinen Unmut zu bekunden, und wann nicht. Nun ja, gut, mein Gefühl in der Situation sagt es mir dann, aber ich hab auch schon einige Situationen gehabt, wo ich mich hinterher geärgert habe, nix gesagt zu haben. Drum habe ich es mal anders gemacht und entsprechend was gesagt (Der Kopf: Du musst was sagen! ;) ) und was war? Ich bekam schlechte Laune hinterher (ich hatte den kleinen Werbepostträger angeblafft ;) ).

Gestern war ich im Kino und schob mich durch die stockfinsteren Gänge zu meinem Platz udn eine Frau blaffte mich an, weil ich ihr angeblich auf den Fuß getreten bin. Mein Gott, dachte ich nur, wie gut, dass ich nicht so bin, ist ja grausig, sich wegen jeder Kleinigkeit aufzuregen und jemanden dann so ungerecht anzublaffen. Aber wann tut es mal Not, sich aufzuregen? Da bin ich manchmal wirklich etwas ratlos. Ich finde, das zieht einen dann auch so rein in diese Energie des anderen, wenn man auf sein Blaffen einsteigt und zurückblafft. Aber manchmal eben nicht.

Wann ist es konstruktiv, wann destruktiv?

Fragend und vele Grüße
Hannah


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BeitragVerfasst: Mo Okt 05, 2009 6:45 am 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Liebe Hannah,

du bist Meisterin deines Lebens. Nur du. Wann es `konstruktiv` oder `negativ` ist, ist völlig egal, niemand anders als du selbst wird dir hierauf eine für dich befriedigende Lösung aufzeigen.
Ich selber habe soo lange gebraucht, genau das herauszufinden. Ich hatte so lange Angst, überhaupt piiep zu machen, da ich total auf Liebesverlust gepolt war (meine Mutter hatte mich zu dieser Prägung geführt). Wenn mich jemand vor den Kopf stieß- oh Gott, zog ich meinen noch mehr ein. Ich übte -nach und nach- dem Unmut Ausdruck zu verleihen, wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte. Warum soll jemand anders seine schlechte Laune an mir auslassen?
Da waren auch mal missglückte Versuche dabei- so what? Erstmal bekam ich ein Gespür dafür, was meine Gefühle sind in solchen Momenten. Ich wurde lebendiger.

Heute dient es meiner Abgrenzung (die mir schwer fiel) und ich bin erleichtert, dass man mich überhaupt wahrnimmt, da ich aus verschiedenen Gründen immer `undercover` unterwegs war. Natürlich werde ich nun nach und nach milder, bin mit mir zufriedener und schmunzele über den einen oder anderen Ausrutscher der anderen ( sie kommen aber auch gar nicht mehr so oft vor!). Dies alles aber nur, weil ich Gelassenheit spüre- ich habe gelernt, mich durchzusetzen, auch da, oder gerade da, wo es unangenehm war. Ich liebe mich mit meinen `komischen `Bedürfnissen, die andere manchmal so gar nicht verstehen, na und?

Nur zu, ihr seid es euch wert :wink: :D
love

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BeitragVerfasst: Mo Okt 05, 2009 9:18 am 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
Beiträge: 603
Wohnort: Hamburg
Hallo Love,

ich persönlich weiß, dass ich "funktioniere" in der Situation, in der mein Angriff sozusagen gebraucht wird, aber ich kriege es halt kopfmäßig nicht rein. Denke, dass ich öfter den Mund aufmachen soll, aber wenn ich es dann defacto mache, tut es mir einfach nicht gut und ich fühl mich in Dinge reingezogen, in die ich gar nicht reingezogen werden will. Wenn mich jemand z.B. zunervt - soll ich ihm dann sagen, er soll aufhören zu nerven? Oder einfach meinem Instinkt folgen udn gehen? Eigentlich mache ich immer lieber letzteres. Such mir dann Leute, die mich nicht nerven, und schon ist die Sache erledigt :mrgreen: . Warum sollte ich mich z.B. mit "kranken" Menschen auseinandersetzen, wenn mir nicht danach ist. Wird man dann ncith selbst so? Wenn sie z.B. mich anschreien, soll ich dann zurückschreien? Ich zieh dann lieber ne Grenze sozusagen und geh. Nur denke ich dann: Bin ich vielleicht konfliktunfähig?! ich bin da noch nicht so weitergekommen in meinen Überlegungen ...hm... :roll:

LG Hannah


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BeitragVerfasst: Mo Okt 05, 2009 11:16 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
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So ist es scheinbar.. hab ich mir zumindest sagen lassen.. :wink: wenn man zu "verkopft" an die Sache rangeht..

Mehr ins Herz bzw. in den Bauch reinfühlen.. ich fing schon öfters an.. mich auch mal zu wehren.. und wirklich mal zurückzuschreien... klar.. fühlte ich mich dann schlecht.. aber.. ich konnte es mit der Zeit.. (schreibe hier aber noch von seltenen Fällen) ausbügeln.. in dem ich ruhig blieb.. und mir verbot.. angeschrien zu werden.. desweiteren für meinen Kopf die Affi: Friede sei mit MIR.. und ne schööne Portion Selbstliebe..
Aber..
oft.. falle ich in Deine oben erwähnten Verhaltensmuster.. flucht.. oder zurückschrein...
Eigentlich ist beides -naja sagen wir mal.. im Grunde egal.. aber- nicht richtig.. richtig ist.. zu begreifen, dass DU DIR die passende Reaktion inclusive Wohlgefühl aussuchen darfst.. :wink:

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irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Mo Okt 05, 2009 11:33 am 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
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Hallo,

ich schrei ja eben nicht zurück, sondern bleib in der Regel ruhig. Ich mein, ich werde ehrlich gesagt auch nicht oft angeschrien ;) . Aber wenn mich jemand aufzieht oder provoziert: Was wäre da die richtige Verhaltensweise? Ich hab für gewöhnlich drüber gelacht und irgendwann kam nix mehr. Hinterher hats mich aber geärgert, dass ich mir womöglich zu viel gefallen ließ. Wenn ich dann aber was sagte und gegenan ging, verstimmte sich bei mir und überhaupt in der Runde eher alles, und das brachte auch keinen Spaß. Na ja, egal, ich denke mal, der Mittelweg ist wohl "richtig".

In Sachen verkopft: Meines Erachtens bekam ich erst diese Schwierigkeit zu unterscheiden, welche Herangehensweise nun "richtig" ist, als ich anfing "spirituell" zu werden, also nachdem ich all diese komischen Bücher las. Dadurch verhedderte ich mich. Und nun bin ich halt dabei, mich zu entheddern. ;) Diese Bücher gehen halt auch durch den Kopf und nicht durch die Erfahrung rein und da kommts halt schnell zu neuen Glaubenssätzen. Grausig. Ich für meinen Teil möchte lieber authentisch und sozusagen gesund sein in meinem Verhalten ;) . Drum bin ich halt gerade am Entrümpeln und Ausprobieren, was für mich funktioniert. Und das geht halt über die eigene Erfahrung und Entscheidung .....

Lieben Gruß
Hannah


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BeitragVerfasst: Mo Okt 05, 2009 2:50 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
.. ja.. das ist es.. bei allen spirituellen Regeln frägt man sich manchmal..
Wie soll ich jetzt sein??? :roll:

Ich bin ja einfach ein bissi auf dem Selbstfindungsweg.. naja.. ich frag mich einfach eher .. WAS WILL ICH?.. Als.. wie soll ich sein.. damit....?

Früher hatte ich oft das Gefühl.. mein Leben nicht selbst in der Hand zu haben.. heut versuch ich zumindest mein Leben, ungeachtet.. eines Universums oder Gottes.. (obwohl ich an sowas glaube).. in die Hand zu nehmen.. klappt mit viel Üben und manchen Rückschlägen.. langsam besser..

Eigentlich wollt ich damit nur sagen.. das Gefühl das Richtige getan zu haben.. kann sich auch erst mit Üben und verspätet einstellen.. Nur.. sollt man echt darauf achten.. bei sich zu bleiben.. völlig ungeachtet, was andere von einem denken könnten.

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irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Mo Okt 05, 2009 3:47 pm 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
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Someone hat geschrieben:
naja.. ich frag mich einfach eher .. WAS WILL ICH?.. Als.. wie soll ich sein.. damit....?


Hallo, das ist doch schon mal eine sehr gute Frage! :D Das ist mir nämlich auch schon aufgefallen, man entscheidet sich, etwas zu sein (z.B. klar) und dann kommt etwas, was den Wunsch erfüllt, nur dass es u.U. komplett anders aussieht als gedacht :mrgreen: .

Ich werds nun mal umgekehrt machen. Also werde ich mich einfach mal fragen, wie, wer und was ich sein will in solchen Konfrontationssituationen. Und ich glaube, meine bisherige Antwort war: ruhig. Drum bin ich wohl auch immer so ruhig geblieben, und das war nicht kopfgesteuert, sondern vom Gefühl her. Der Kopf hingegen polterte gern im nachhinein: "Du musst doch mal was sagen? Die anderen tun das doch auch immer?!" Defacto möchte ich eigentlich auch weiterhin ruhig bleiben ... beim Wesentlich bleiben. Hm.... Aber danke schön für die gute Frage ;) . vielleicht fällt mir daraufhin ja auch mal was Neues ein.

LG Hannah


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BeitragVerfasst: Di Okt 06, 2009 3:35 pm 
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Registriert: Fr Okt 02, 2009 4:10 pm
Beiträge: 2
Hallo,

@love: Vielen Dank fuer Dein warmes Willkommen! :) Ja Du hast Recht, es ist irgendwie dieses evtl. (Mit)verantworlichsein fuer die Situationen was mich beschaeftigt. Aber andererseits bin ich auch froh, dass ich eben mein Grenzen gezogen habe, und nicht um der lieben Harmonie willen nichts gesagt habe. Ich glaube, das ist auch irgendwie der Punkt, obwohl man es schon oft gehoert hat: fuer sich persoenlich erkennen wo sind meine Grenzen, womit kann ich umgehen, fuehle ich mich weiterhin gut mit mir selber, womit nicht mehr. Und dann DANACH handeln.

_________________
:)


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