Aktuelle Zeit: Do Mai 17, 2012 9:17 am

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 7:10 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2678
Wohnort: Bremen
Wenn es keine Nachrichten gäbe, würdest du auch nicht wissen, dass es Völkermord gibt. Und mich interessiert eigentlich auch nur, was mit mir passiert, andere machen sich ihr Leid selbst.
So einfach ist das, ja. Du bist nicht für andere verantwortlich, nur für dich, für deine Gefühle, deine Krankheiten, einfach für alles, was dich betrifft. Du schaust außen, was ist, leidest mit. Ich nicht. Warum soll ich mir das antun? Warum tust du dir das an? Liebe dich dafür (siehe Thema: Selbstliebe), aber suche die Schuldigen nicht außerhalb von dir.

_________________
Alles Liebe
Martina
----------
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 7:59 pm 
Offline

Registriert: Di Feb 21, 2006 6:38 pm
Beiträge: 67
Hallo Martina,

Wenn es keine Nachrichten gäbe... ja, wenn das Wörtchen wenn nicht wär, dann wär ich schon längst Millionär und hätte womöglich nie erfahren, dass Du erleuchtet bist.

Ich interessiere mich nicht für die Suche nach Schuldigen, das ist gar nicht mein Thema.

Schöne Grüße,
Danielle


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 8:10 pm 
Offline

Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
"Spätestens dann, wenn einen Gewalt selbst trifft oder einen nahestehenden Menschen, versagt diese Sichtweise. Da holt einen dann der ganze Schmerz ein, den man bisher so locker wegerklärt hat. Und man ist froh, wenn man jemand hat, der einen tröstet, anstatt abgeklärt zu sagen, dass man sich das nun mal für die eigene Entwicklung ausgesucht hat."

Dem kann ich nicht zustimmen.

Ich bin in meinem Leben keinesfalls auf einer rosa Wolke durch die Gegend gesegelt. Im Gegenteil. Ich habe in meinem Leben viel Leid und Schmerz eingesteckt, war sogar soweit, dass ich davon überzeugt war, mehr Schmerz nicht aushalten zu können.

Inzwischen weiss ich, dass das alles von mit selber so gewählt war.

Ich gebe niemandem mehr die Schuld für die Dinge die ich durchlitten haben, ich habe meine Verantwortung voll angenommen.

Und die Menschen die mich in meiner Entwicklung wirklich föderlich unterstützt haben, waren nicht die, die mich bemitleidet haben oder in mir in ein Opfer gesehen haben. Im Gegenteil. Das hat mich eher gebremst und in meinem Elend festgehalten.
Wirklich gefördert, und mir damit imens geholfen, haben mich die Menschen die mir Eigenverantwortlichkeit gepredigt haben.

Unter "Flucht in positive Deutung" kann ich mir nicht wirklich etwas vorstellen. Probleme sind Geschenke, die wir uns selbst machen, weil in ihrer Lösung immer eine Erkenntis für uns enthalten ist.

Liebe Grüße
Sonja


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 8:41 pm 
Offline

Registriert: Mi Feb 15, 2006 8:33 am
Beiträge: 39
Hallo Sonja,

danke für die Antwort. Habe ich dich richtig verstanden, dass es damit eben doch ein Schicksal gibt?

Das passt ja zu Penny´s Aussage. Also sie schreibt, dass jeder Mensch, wenn er auf die Welt kommt a) sich seine Eltern raus sucht b) sich seinen Namen raus sucht c) das Datum raus sucht und sich auch raussucht was er/sie mit wem - wann erlebt etc.....

Wenn das so ist, dann scheine ich mir ja vorgenommen zu haben, dass ich viel Müll erleben muss. Das soll jetzt kein Scherz sein. Vielleicht will ich damit mehr die Frage stellen, muss das in meinem Leben so sein, weil das eben mein Schicksal ist?

Für mich klaffen hier zwei Grundgedanken in mir selber auseinander:

a) dein Leben ist durch deine Daten- und Namensarrengement festgelegt.
b) es geschehe nach deinem Glauben.

Was mache ich jetzt mit dem Zwiespalt in mir? In eine Richtung entscheiden das habe ich bisher nicht geschafft. Mal bin ich der Bibel näher, mal dem karmischen Gedanken.

Und wenn ich jetzt noch den kosmischen Bestellsevice dazu nehme, dann kann der ja nicht funktionieren, wenn ich a) wähle bzw. dann kann ich mir den ja sparen oder?

Manchmal wünschte ich, ich hätte keine theoretische Bildung genossen und könnt mich z.B als einfacher Töpfer an einer selbstgebastelten, unglasierten schiefen Tontasse erfreuen.

Ich versuchs jetzt mal positiv :wink:

Lieber eine schiefe Tasse als gar keine Tasse
Liebe Grüße
Glücksstern


Zuletzt geändert von Glücksstern am Sa Mär 11, 2006 8:51 pm, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 8:46 pm 
Offline

Registriert: Di Feb 21, 2006 6:38 pm
Beiträge: 67
Hallo Sonja,

so persönlich geschrieben ist das gleich viel besser nachvollziehbar.

Ich komme übrigens auch nicht gut mit Leuten zurecht, die mich nur bedauern wollen, es gibt sogar Leute, die mich wegen Problemen bedauert haben, die ich gar nicht als solche empfunden habe, und das kann irgendwie runterziehen, zumindest wenn man nicht merkt, was da läuft. Bin gerade dabei, die Beziehung zu einem derartigen Familienmitglied aufzuarbeiten und dann einen Schlussstrich zu ziehen.

Mit trösten meinte ich eher: Da sein und jemand beistehen bei dem, was gerade ist, und die Möglichkeit nicht vergessen, dass es besser werden kann. Ich halte viel von Eigenverantwortung, aber der Mensch ist ein soziales Wesen und kein autarkes Wesen.

Viele Grüße,
Danielle


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 11, 2006 9:15 pm 
Offline

Registriert: Mi Feb 15, 2006 8:33 am
Beiträge: 39
Weil hier das Wort Schuld und Verantwortung oft fällt.

Ich habe so oft die Erfahrung machen müssen, dass immer alle Anderen dran schuld sind -mal war´s ich, mal habe ich es nur so mitgekriegt-, wie auch immer, Fakt ist, dass das scheinbar eine Art Massenflucht ist.

Was schlimm daran ist, ist, dass zu Unrecht Menschen darunter leiden, die eigentlich gar nichts dafür können, dass sowohl er als auch sie nicht in der Lage sind, ihren eigenen Schuldanteil zu sehen.

Wer sich seiner eigenen Schuld nicht bewusst ist/ wird /werden will bleibt ungerecht Anderen gegenüber und lebt sozusagen auf Kosten anderer Menschen.

Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum sich alle um Schicksale, tragische Fällt (Kriege, Waldsterben) kümmern, darüber reden, sich sorgen, nach dem Mott, es geht uns alle an, aber wenn es um den kranken Baum in Nachbars Garten geht oder um die alleinstehende Frau gegenüber oder um das Kind, welches auf dem Gehweg steht und weint, dann geht mich/uns das plötzlich nicht´s mehr an. Da mischt man sich nicht ein. Warum nicht? Warum ist die Frau gegnüber gar nichts werrt aber die Toten im Golfkrieg einen Aufstand wert? Warum?

Viele Schneegrüße. Bei uns schneit´s schon wieder und ich sehen mich nach Sonne und Frühling.

Frühlingsgrüße aus dem Herzen
Glücksstern


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Mär 12, 2006 12:10 am 
Offline

Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Hallo,

"Das passt ja zu Penny´s Aussage. Also sie schreibt, dass jeder Mensch, wenn er auf die Welt kommt a) sich seine Eltern raus sucht b) sich seinen Namen raus sucht c) das Datum raus sucht und sich auch raussucht was er/sie mit wem - wann erlebt etc....."

Stimmt. Wir treffen, bevor wir uns verkörpern, eine Menge Verabredungen :-) Unsere Eltern und Geschwister zum Beispiel. Oder auch Menschen, die später in unser Leben treten, da sind wir aber nicht zwingend an die Verabredung gebunden.

"Wenn das so ist, dann scheine ich mir ja vorgenommen zu haben, dass ich viel Müll erleben muss. Das soll jetzt kein Scherz sein. Vielleicht will ich damit mehr die Frage stellen, muss das in meinem Leben so sein, weil das eben mein Schicksal ist?"

Jo, habe ich auch :-)
Dein Leben muss aber nicht so sein. Es geht darum, bestimmte Erkenntnisse zu gewinnen. Und das geht "auf die Harte Tour" oder auch auf eine liebevolle. Und das haben wir selber in der Hand.
Vielleicht hast du auch schon von Menschen die sehr schwer erkrankt waren gehört "ich habe diese Krankheit gebraucht, ich sehe das Leben jetzt mit anderen Augen". Das ist die harte Tour. Ein anderer sitzt einfach am Strand und schaut sich, von der Schönheit des Lebens überwältig, einen Sonnenuntergang an, und gelangt zu der gleichen Erkenntnis.

"a) dein Leben ist durch deine Daten- und Namensarrengement festgelegt."
Einige Eckdaten sind festgelegt durch dich selber. Deine Eltern oder ob du selber Elternschaft erleben wirst zum Beispiel.

"b) es geschehe nach deinem Glauben."

Du hast jederzeit die Möglichkeit, deine Überzeugungen zu ändern, und damit dein Leben.

"Manchmal wünschte ich, ich hätte keine theoretische Bildung genossen und könnt mich z.B als einfacher Töpfer an einer selbstgebastelten, unglasierten schiefen Tontasse erfreuen."

*lach* Das kommt mir bekannt vor :-) Weniger Kopf, mehr Intuition...dann wird das schon :-)

Liebe Grüße
Sonja


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Mär 12, 2006 12:14 am 
Offline

Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
Beiträge: 392
Wohnort: Hamburg
Hallo,

"Ich halte viel von Eigenverantwortung, aber der Mensch ist ein soziales Wesen und kein autarkes Wesen."

Absolut! Wir sind auch hier, um Gemeinschaft zu erfahren.

Liebe Grüße
Sonja


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Mär 12, 2006 8:13 pm 
Oh je, ich sehe schon, ich bin ja sowas von negativ 8)
Wie kann ich nur aus dieser abwärtsführenden Spirale aussteigen?
Ich sollte es mit Luft, Liebe und Loslassen versuchen....
Ich Wurm (Asche-aufs-Haupt-streu) :wink:

Cindy


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mär 18, 2006 6:35 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2678
Wohnort: Bremen
Glücksstern hat geschrieben:
Was schlimm daran ist, ist, dass zu Unrecht Menschen darunter leiden, die eigentlich gar nichts dafür können, dass sowohl er als auch sie nicht in der Lage sind, ihren eigenen Schuldanteil zu sehen.


Das Leid tun sich die Menschen schon selbst an. Keiner lässt einen anderen leiden. Wenn du z.B. einen Behinderten siehst, bedauern wir diesen Menschen sehr, vor allen Dingen, wenn es Kinder sind. Und eigentlich halten sich die Menschen garnicht für bedauernswert, sie leben sehr gut mit ihrer Behinderung, wir haben da eher mit Probleme. Wir fühlen uns als Eltern in die Pflicht genommen, für unsere behinderten Kinder immer da zu sein, Geld für ihre Pflege einzufordern usw.
Aber egal was ist, das Universum sorgt für diese Kinder, und auch wenn es sie sterben lässt, ist es das wunderbarste was passierren kann. Denn der Tod ist Befreiung, Erlösung, ein ins Licht gehen.
Und somit gibt es kein Ungerechtigkeit noch gibt es eine Schuldfrage, Schuld trägt keiner, nur Verantwortung für sein Leid.

_________________
Alles Liebe
Martina
----------
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu: