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 Betreff des Beitrags: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 10:57 am 
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Hallo,

ich bin neu im Forum, aber in der Theorie der Realitätstgestalung ein alter Hase. Mit der Praxis sieht es ganz anders aus.
Ich habe sehr viele Bücher zu dem Thema gelesen und auch hier im Forum schon sehr viel. Und überall der Tenor: Man sollte positive Gefühle haben, wenn man sich seine Realität positiv gestalten will.
Nun bin ich grad in einer Situation, die mich eher traurig macht, ich fühle mich sehr verloren. Ich möchte auch, das es besser wird. Aber: ich hab diese traurigen Gefühle und weiß, ich sollte positive und gute Gefühle haben, damit ich was Gutes in mein Leben ziehe und diese Situation ein positives Ende findet. Damit setze ich mich selbst unter Druck. Ich versuche, mich in eine gute Stimmung zu ziehen, aber es klappt nicht, sondern ich mache mir mehr oder weniger was vor damit. Und denke dann, oh Hilfe, Du fühlst dich schlecht, also kann nur was schlechtes passieren. Versteht ihr, was ich meine? Damit ziehe ich mir ja vllt zusätzlichen Mist ins Leben. Darf ich meine Traurigkeit nicht mehr ausleben? Oder meine Wut? Je nachdem, was gerade überwiegt. Ich fühle mich traurig, darf ich das wirklich nicht mehr zulassen, aus Angst, das dann was Schlimmes passiert? Oder hab ich da was falsch verstanden? Habt ihr eine Idee, wie ich den Druck aus mir herausnehmen könnte?
Ich danke euch im Vorraus und wünsche einen schönen Sonntag.
Viele Grüße
Pensadora


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 12:15 pm 
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Es schadet nichts, negative Gefühle, wie bsp. Wut oder Trauer zu empfinden, wenn sie nicht zum Muster werden. Sie sind ja Hinweise darauf, dass du mit dem, was du wirklich bist, im Augenblick nicht verbunden bist. Und einen solchen Hinweis kannst du dann nehmen, um auf der Gefühlsskala Schritt für Schritt nach oben zu gehen. Kein Sprung von mies zu superhappy, sondern langsam den Focus wieder auf den Fluß (statt gegen den Strom) auszurichten, indem du anders über eine Sache denkst, dir Aussagen wählst, die sich besser anfühlen, als die zuvor gedachten.

Beispiel einer Gefühlsskala:
Liebe und Freiheit
Leidenschaft
Begeisterung
Freudige Erwartung
Optimismus
Hoffnung, Zuversicht
Zufriedenheit
Langeweile
Pessimismus
Frust
Überwältigung
Enttäuschung
Zweifel
Sorgen
Schuldzuweisung
Entmutigung
Wut
Rache
Hass
Eifersucht
Schuldgefühle
Ohnmacht, Angst

Es gibt ein schönes Buch von Esther Hicks mit vielen Beispielen, wie man "klettert", es werden darin viele unterschiedliche Alltagsituationen behandelt. Titel: Wie unsere Gefühle die Realität erschaffen

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 3:14 pm 
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Registriert: So Okt 03, 2010 10:22 am
Beiträge: 9
Hallo Naike,

danke für die Antwort. Die Gefühle, die sich im unteren Bereich der Skala befinden, hab ich fast alle gleichzeitig. Da ist es schwer, sich eins auszusuchen, welches sich etwas besser anfühlt. Es fühlt sich alles einfach nur schmerzhaft an. Bei den Gefühlen in der oberen Hälfte weiß ich zum Teil schon gar nicht mehr, wie sich sowas anfühlt, obwohl es noch gar nicht so extrem lange her ist, das ich das gefühlt habe. Aber diese shlechten Gefühle, die ich im Moment habe, überdecken alles andere. Und ch kriege es irgendwie nicht hin, mir bewußt zu sagen, ich fühle jetzt was anderes. Ich kann das zwar sagen, aber mein Gefühl folgt dem nicht.
VG Pensadora


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 3:54 pm 
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Du mußt schon den festen Willen haben, dein jetziges Denken verändern zu wollen, sonst geht es nicht. Bedenke, dass du ja nicht so fühlen musst, wie du dich gerade fühlst, das sieht man auch immer gut daran, dass Menschen mit gleichem Problem unterschiedlich gut damit fertig werden. Berühmt-berüchtigtes Beispiel: Vom Partner verlassen. Gibt zig Möglichkeiten, darüber zu denken, von ganz verzweifelten Gedanken bis zu hoffungsvollen, die Chancen wahrnehmenden.

Musst auch die Skala nicht zwingend nutzen, sie dient nur als Leitfaden, welcher Zustand mehr oder weniger "im Fluss" ist als der andere. Es reicht, einen Gedanken zu finden, der sich auch nur ein kleines bißchen besser anfühlt als der aktuelle, dann setzt zu alles in Gang. Wie gesagt, lies dir mal Beispiele im Buch durch, vielleicht ist sogar dein Problem oder ein ähnliches dabei. Ist immer besser, sowas in der Praxis mal anzuschauen, statt nur die Theorie zu hören, weil es dann häufig schwer machbar klingt, weil man (noch) nicht genau weiß, wo man ansetzen soll.

Solltest du Englisch können, hier ein Video mit der Focus-Wheel-Technik, sehr hilfreich!
http://www.youtube.com/watch?v=7B_UBW2MwAg

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 5:30 pm 
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Beiträge: 40
Hallo Pensadora,

wie Naike schon geschrieben hat:

Naike hat geschrieben:
Es reicht, einen Gedanken zu finden, der sich auch nur ein kleines bißchen besser anfühlt als der aktuelle, dann setzt zu alles in Gang.


Wenn es mir mal nicht so gut geht, such ich mir bewußt etwas, was mich besser fühlen läßt, z.B. hab ich ne Riesenfreunde an meinen Tieren, oder schöne Musik hören, mit ner Freundin chatten und und und....

Einfach nur denken, jetzt muß es mir aber mal besser gehen, funktioniert nicht, man muß schon was dafür "tun", dass man das Gefühl auch wirklich kriegt.

LG Mandragora

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 6:57 pm 
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Hallo Pensadora,

ich kenne keinen Menschen, der nicht ab und zu solche Tiefpunkte erlebt. Ich für mich habe entschieden, dass man diese Gefühle braucht, denn ohne sie könntest du die postiven Gefühle nicht als solche wahrnehmen.
Wenn man so traurig ist, fühlt sich ein aufrichtiges warmes Lächeln doch viel intensiver an, als an Tagen an denen du eh schon happy bist. Vielleicht brauchst du diese Zeit jetzt um wieder einen Schritt voranzukommen, wieder etwas zu erkennen und zu lernen.

:arrow: Dir ein aufrichtiges warmes Lächeln schenk :D

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sondern an nichts festzuhalten und die Augen sowie das Herz zu öffnen.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: So Okt 03, 2010 8:37 pm 
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Es geht nicht darum, etwas ändern zu wollen, sondern die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Gefühle kann man nicht "wedrücken", also lebe sie. Lass sie alle zu. Hinter allen schlechten Gefühle steht immer nur ein Gefühl: Die Angst. Und der Angst kann man nicht ausweichen. Sie ist wie unangemeldeter Besuch, den man nicht mag. Ich empfange diese Angst immer wieder geerne, weil ich sie als Herausforderung sehe, an ihr zu wachsen. Die Angst ist die Person, die droht, weil sie denkt, sie hat Macht. Wenn es dir bewusst ist, dass es so ist, verliert sie ihre Macht und löst sich auf, - sie geht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Mo Okt 04, 2010 7:09 am 
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Es geht bei der bewußten Realitätsgestaltung keineswegs um "Wegdrücken", das wird immer wieder falsch verstanden, wenn man sich mit dem Thema nicht eingehend beschäftigt hat.
Und warum sollte man die Dinge so nehmen, wie sie sind, wenn man sie ändern kann?

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Mo Okt 04, 2010 6:09 pm 
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Hallo,

ich weiß, das ich mich nicht fühlen muß, wie ich mich grad fühle. Ich weiß auch, das unterschiedliche Menschen unterscheidlich auf die gleiche Situation reagieren. Meine Angst war mehr, das ich die Trauer, die ich grad empfinde, auch empfinden darf und nicht krampfhaft versuchen muß, mich supergut daruf zu fühlen. Ich habe etwas für mich sehr wichtiges verloren und deshalb will ich meine Traurigkeit auch fühlen dürfen, um es richtig zu verarbeiten. Ich kann bei einem solchen Verlust nicht einfach so weitermachen, als wäre nichts geschehen. Der Druck, sich unbedingt gut fühlen zu müssen, ist jetzt nicht mehr so groß. Für mich fühlt es sich so an, als ob ich mir eher mit diesem Druck, als mit der Traurigkeit noch mehr schlimme Dinge an Land ziehen würde. Wenn ich mich nicht mehr mit diesem Druck rumplagen muß, fühlt sich das schon mal viel leichter für mich an. Dadurch hab ich weniger Angst, meine Traurigkeit zuzulassen anstatt sie zu übertünchen.
Ich danke euch.
Schönen Abend wünscht Pensadora


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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Mo Okt 04, 2010 6:11 pm 
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Dann ist ja alles gut, schön. :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Mo Okt 04, 2010 8:00 pm 
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Jep! :) Das einzig Problematische an negativen Gefühlen ist, wenn man sich darin verstrickt und nicht mehr raus findet. Mal durch ein Tal zu gehen, ist hingegen kein Problem, sondern menschlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Di Okt 05, 2010 6:44 am 
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Das einzige Problem ist, wenn man darin ein Problem sieht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Di Okt 05, 2010 11:15 am 
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Gibt es Wundermenschen, die bei größten Schwierigkeiten wie ein Roboter reagieren und völlig gleichgültig bleiben? Ich hoffe nicht, dafür gibt's Gummipuppen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Di Okt 05, 2010 11:22 am 
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Warum nicht? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Druck wegen Realitätsgestaltung
BeitragVerfasst: Di Okt 05, 2010 11:36 am 
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Na, wenn das dein Wunsch ist? Ich bin lieber von normalen Menschen umgeben, bisher hat sich noch jeder "Wundermensch" als mit Luft gefüllt erwiesen.

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