Doch,ich
Bei mir war das ein langsamer Prozeß und ich kriegs leider nicht anders hin,als den zu erklären.Ich bin in vergleichsweise "armen" Verhältnissen aufgewachsen und man hat mir das Gefühl gegeben,das ich daran Schuld bin.Nichts war selbstverständlich...ich erinner`mich,das ich mir im Grundschulalter Gedanken wegen des Stromverbrauchs gemacht habe,wenn ich eine Kassette hören wollte.
Für meine Kinder,aber vor allem MIT meinen Kindern habe ich später immer Wege gefunden,Wünsche zu erfüllen,auch den nach Markenklamotten,das mal vorweg.Aber IMMER,wenn ich an einer Kasse stand,hatte ich ein schlechtes Gewissen,Geld auszugeben.Ob es da war oder nicht,selbst der Lebensmitteleinkauf endete damit,das ich panisch gerechnet habe.
Als ich mit LoA anfing,ist mir zuerst einmal klar geworden,warum ich auf diese Weise immer wieder finanzielle Katastrophen und Mangel angezogen habe.
Und habe langsam angefangen,mich an das Thema "Konsum" heranzutasten und mich dabei zu beobachten.
Phase 1:der Jeanskauf.Ich habe Kindergröße und bin recht schmal.Es gibt eine Marke,die so sitzt,wie sie sitzen soll und ich finde,Jeans sollten perfekt sitzen.Kaufe ich aus Ersparnisgründen eine,die weniger knackig ist,fühle ich mich nicht wohl und trage sie nicht gern-bin unzufrieden,weil ich unterschwellig das Gefühl habe,mit wenig zufrieden sein zu müssen.
Seitdem ich die teuren Jeans kaufe,mache ich mir viel weniger unzufriedene Gedanken und es ist nichts,aber auch gar nichts passiert,weswegen ich so einen Kauf bereuen müßte.
Mittlerweile bin ich so weit,das ich mir sogar selber ein gutes Parfüm kaufe-früher wollte ichs mir nicht mal schenken lassen,lieber `was praktisches
Es hat eine Eigendynamik entwickelt-ich will für mein Geld einfach auch das Beste,nicht Hauptsache billig,bin anspruchsvoller geworden,will mich mit schönen Sachen umgeben, bin wählerischer.
Und habe seitdem immer genug Geld
Das führe ich tatsächlich darauf zurück,das ich diese Muster durchbrochen habe und es mir wert bin,mich und mein Leben schön zu machen,denn zwischenzeitlich habe ich mich getrennt und "muß" alleine "verdienen",was ich möchte.
Ich finde,es ist absolut legitim,sich zu leisten,was man sich wünscht,solange man sich nichts vormacht und mehr Geld ausgibt,als man hat-das wäre dann wohl Selbstbetrug.
Ich habe erfahren,das mit meinen Ansprüchen auch mein Budget wächst-klar TUE ich auch `was dafür,und zwar gern und mit Freude-und wenn dich eine hohe Position ausfüllt,dann ist das doch toll-weniger toll,wenn du NUR dem Geld hinterker laufen würdest,also aus Angst vor Armut viel arbeiten.
Ich wünsche dir viel Freude an deiner Louis Vuitton-Tasche und den Mut,zu deinen Ansprüchen zu stehen
