Aktuelle Zeit: Do Mai 17, 2012 8:35 am

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 57 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Bitte um eure Sichtweise
BeitragVerfasst: Mi Jun 10, 2009 8:53 pm 
Offline

Registriert: Do Mai 15, 2008 12:04 pm
Beiträge: 49
Hallo alle zusammen,

ich habe schon lange keine Beiträge mehr geschrieben...brauche jetzt aber mal eure Hilfe. Meine Freunde wissen sich nicht wirklich einen Rat.

Ich bin zur Zeit total verzweifelt, weil ich mit meinem Freund Probleme habe. Wir sind nun seit 2 Jahren zusammen und momentan ist es bei mir so, dass all das mich nervt, was ich vorher an ihm mochte. Egal was er tut oder sagt, alles bringt mich auf 180....und ich weiß einfach nicht warum dies so ist.
Ist es in Beziehungen normal bzw. gesund, dass es so etwas gibt? Kann es sich in Phasen äußern?
Es kommt dann natürlich auch in letzter Zeit häufiger zu Streitigkeiten. Ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich ihm Vorwürfe mache, was mir hinterher natürlich bewusst wird und leid tut.
Im Allgemeinen ist mein Gemütszustand zu diesem Zeitpunkt nicht so gut. Ich kann nicht gut schlafen, habe viel um die Ohren, wegen Studium, Arbeit und einer schweren Erkrankung meiner Mutter.

Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Meistens habe ich gar keine Lust ihn zu sehen, obwohl ich ihn immer noch liebe und auch vermisse und ich seine Unterstützung eigentlich gebrauchen könnte.
Zur Zeit würde ich am liebsten auf einer einsamen Insel wohnen und noch nicht mal einen Papagei vorbeifliegen sehen.

Ich weiß, dass es schwer ist dies für Außenstehende beurteilen zu können. Aber hat vielleicht jemand von euch ein paar Anregungen, woher dies rühren könnte oder auch Literaturtipps?

Liebe Grüsse
Danny


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Jun 11, 2009 6:48 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo Apr 30, 2007 6:51 pm
Beiträge: 8405
Wohnort: Düsseldorf
Ja, das ist normal, aber auf Dauer nicht gesund. Würde mal eine Beziehungspause machen und in mich gehen, ob ich die Beziehung noch will oder nicht. Entweder erwächst daraus eine neue Beziehungsphase, man reift daran, oder aber es wird klar, daß sich die Wege trennen.

_________________
In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 14, 2009 6:20 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr Jun 12, 2009 5:00 am
Beiträge: 31
Hallo Danny,

es ist natürlich schwer, das von außen zu beurteilen, ohne weitere An-
haltspunkte zu haben. Man müßte mehr wissen, um die Ursachen er-
gründen und Lösungsansätze finden zu können.

Eine Frage: wohnt ihr zusammen? Ich habe nämlich für mich festgestellt,
daß zu enges Aufeinanderhocken einer Beziehung auf Dauer abträglich
sein kann. Nicht muß, aber kann. Ich sehe das bei vielen Paaren in
meinem Umfeld. Bei getrennten Wohnungen passiert das nicht ganz so
schnell.

Aber, das Unvermeidliche könnte dadurch auch nur hinausgezögert
werden. Denn, manchmal ist es einfach so, daß man nicht zusammen-
passt. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Er/Sie hat dann z.B. einfach
grundlegend andere Ansichten/Sichtweisen/Denkmuster als man selbst.
In der Anfangsphase sieht man das nicht oder sagt sich "das wird schon
passen". Weil jeder auf den anderen zugeht, aus verliebtheit, und sich
für ihn/sie verbiegt. Dieses Verbiegen ist aber meist nicht dauerhaft, die
meisten wollen bzw. können ihren Charakter nicht nachhaltig ändern.
Und wenn die Charaktäre zum Vorschein kommen, blank liegen und
aufeinanderprallen ... dann gibt’s Zoff. Da nerven selbst Kleinigkeiten.
Und man mag den anderen, wie in Deinem Fall, gar nicht mehr sehen.

Zwei Räte (ähh ... was ist eigentlich der Plural von 'Rat'? - ah, Tante
Google befragt, ergibt: Ratschläge. Naja, schlagen will ich Dich jetzt
nicht, aber ...)


1. Reden

Und zwar mit IHM! Damit meine ich nicht diskutieren, oder gar streiten.
"Schatz, irgend etwas stimmt hier doch nicht. Laß uns reden. Sage Du
erstmal gar nichts, laß mich erstmal sagen, was mir auf dem Herzen
liegt". Und dann sagst Du ihm, daß Du ihn liebst. Oder sehr liebst, je
nach dem. Spüre Dein Liebesgefühl und teile es ihm verbal mit. Und
dann mußt Du das, was Du hier im Thread geschrieben hast, ihm
sagen. Er sollte wissen, was Du denkst und fühlst. Und daß Du Dich
selbst fragst, woher es kommt. Und daß Du eine Lösung willst/brauchst.
Danach soll er reden.

Wenn er reden kann, ich meine offen ist, auf Dich zugehen kann, selbst-
kritisch genug ist, kann sich allein schon durch das Gespräch einiges
lösen. Falls Du das noch nicht gemacht hast - mach es. Sei mutig!

Kann er das nicht ... dann ... halte ich es ... so hart es klingt ... für
aussichtslos, daran festzuhalten. Denn, wenn er nicht reden kann, wirst
Du immer, immer und immer wieder diese Erfahrungen mit ihm machen.
Würdest Du diesen Streß wollen?

Was passiert durch das miteinander Reden? Man erfährt rational etwas
vom anderen. Die reine Ratio. (Ich halte nichts davon, immer alles nur
auf Emotionen zu konzentrieren. Die Ratio wäre uns nicht gegeben, wenn
wir sie nicht auch nutzen sollten, oder?)

Versuche, mit ihm zu reden. Es könnte sein, daß sich dadurch vieles
löst. Vielleicht denkt und fühlt er ähnlich wie Du? Finde es heraus.

Wenn er es nicht kann, oder er es doch gaaaaaanz anders sieht, dann
muß ich Naike recht geben: Abstand, oder Beziehungspause.

Wobei ich ehrlich sagen muß: ICH denke, das ist dann das Ende. Sicher,
einige kommen danach wieder zusammen ... trennen sich dann wieder,
kommen wieder zusammen ... trennen sich dann wieder. Da sehe ich
aber sofort: hier hat jemand seine Lektion nicht gelernt.


2. Literatur

Scheint mit Deinem Thema auf dem ersten Blick gar nicht zusammenzu-
hängen, aber, kann Dir durchaus helfen. Und nicht nur in diesem Fall!

"Ich vergebe - der radikale Abschied vom Opferdasein"
-- Colin C. Tipping



Ich hoffe, bzw. wünsche mir, Dir geholfen zu haben. Und wenn es nur
Anregungen waren, über das eine oder andere nochmal nachzudenken.

Sei Dir sicher: es wird sich alles für Dich fügen.

Obwohl wir uns nicht kennen: meine besten Wünsche und Gedanken
sind mit Dir. Habe eben mal eine Bestellung ans Universum abgegeben
8)

Andreas

p.s.: sorry, ich war wohl wieder etwas ... ausschweifend. *seufz*
Es gibt aber so viel, noch viel mehr, zu diesem Thema zu sagen ...

_________________
"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." -- (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 14, 2009 9:36 am 
Offline

Registriert: Do Mai 15, 2008 12:04 pm
Beiträge: 49
Hallo Andreas,

vielen Dank für deine umfangreiche Antwort!
Wir setzen uns die ganze Zeit schon sehr intensiv miteinander auseinander sozusagen....
Ich habe das Glück, dass mein Freund hochsensibel ist und ich mit ihm über alles reden kann.
Jedoch sind wir der Sache bis jetzt nicht auf den Grund gekommen.
Ich hab schon einiges an Hintergrundwissen, aber damit komme ich in dem Punkt nicht weiter....

Ich habe soetwas noch nicht erlebt. Es kommt mir vor, als hätte das Ganze nicht wirklich was mit uns selbst zu tun. Das klingt jetzt voll komisch ich weiß. Ich kann mirs selbst nicht erklären.

Wir wohnen nicht zusammen. Im Gegenteil. Ich studiere außerhalb und wir sehen uns in der Regel nur am Wochenende. Es sei denn, ich habe gerade Ferien.

Naja mal schauen, wies nun so weitergeht.

LG Danny


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 14, 2009 11:51 am 
Hallo Danny,

ungeachtet, dass wir uns gerade an anderer Stelle nicht verstehen, fällt mir zu Deiner Geschichte was ein.

Frag Dich doch mal, was Du wirklich gutes von Deinem Freund bekommst. Mach doch mal ne Liste, was da wirklich zwischen Euch beiden geschieht. Ist er wirklich hochsensibel oder vermutest Du das nur? Bist Du so? Könnte Deine Wahrnehmung stimmen, nur sie paßt nicht zu dem Bild, was Du Dir von Deiner Freundschaft gemacht hast?

Versuch doch mal, Dich Deinem Freund emotional zu nähern, was passiert dann genau?


Ich an Deiner Stelle würde mir ne Freundin suchen, die Euch beide mal beobachtet. Und noch wen. Und dann genau zuhören, was die Dir erzählen.


meint Tinchen


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 14, 2009 1:24 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr Feb 06, 2009 11:01 pm
Beiträge: 265
Wohnort: Hamburg
Leider fällt mir momentan kein Buch ein. Ich weiß aber das es dafür Bücher gibt.
Am besten Du setzt Dich mal im Thalia- oder andere große Bücherei hin
und stöberst da mal rum.

Ich habe mal gelesen, das wenn die erste Verliebtheit weg ist,
die Schmetterlinge im Bauch, dann stellt sich meist erst heraus ob die
Beziehung für immer hält.

Wie hier auch schon geschildert, hat es nichts damit zu tun das man die
Person immer noch liebt.
Aber wenn immer noch liebe und vertrautheit, usw. vorhanden ist, dann
ist es sinnvoll an der Beziehung zu arbeiten.
Sich gegenseitig mehr Freiraum läßt.
Den Partner so akzeptiert wie er ist und daraus Kompromisse schließt.

Wie ich das sehe, bist Du im Moment sehr angespannt und brauchst deswegen
mehr ruhe, damit Du es packst.
Also ein Selbstschutz.
Natürlich kann dadurch die Liebe und Zusammengehörigkeit dadurch auf
der Strecke bleiben.
Aber dann hätte die Partnerschaft auch so keine feste Unterlage und würde
sich irgendwann auflösen.

Darum nehme erstmal Rücksicht auf Dich und mach Euch dafür extra
schöne romantische Stunden oder Unternehmungen.
Wenn nicht so oft, dann wenigstens Intensiv.

Und wenn Du mit dem ganzen Streß durchbist, dann wirst Du sehen wie
es sich entwickelt hat.

Alles Gute wünscht Dir die Tagträumerin

_________________
Wunder geschehen jetzt in meinem Leben


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 14, 2009 1:38 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Okt 05, 2006 10:54 am
Beiträge: 171

Hallo Angelface-

Mir kommt dazu nur eine ( 2-teilige) Frage:

Welche Gabe | Fähigkeit | Eigenschaft müsstest Du entwickeln, um im Frieden mit seinem So- Sein sein zu können?
Und welche Betrachtungsweise, Art des Rechthabens, Vorstellung oder Idee,wie die Dinge sein sollten, müsstest du aufgeben | loslassen?


In meiner Wahrnehmung sind und bleiben Beziehungen der stärkste Wachstumsfaktor Richtung Erwachen. U.A. weil wir uns dort am stärksten bedroht fühlen,wenn wir uns zu ändern haben, damit sich das Aussen ändert. Und gleichzeitig sicher genug, um genau das vornehmen zu können.

Viel Glück!

Herzlich-
Die Sternfrau

_________________
MIRACLES are real- WUNDER sind normal!


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 14, 2009 5:49 pm 
Offline

Registriert: Do Mai 15, 2008 12:04 pm
Beiträge: 49
Hallo an alle!

Das sind wirklich gute Ideen! Wieso kommt man in so einer Lage eigentlich nie auf sowas?:-)
Ich werde mir darüber Gedanken machen und das Ganze die nächste Zeit beobachten.

Ich werde euch dann mal berichten, was ich so feststelle...

Vielen lieben Dank!!!!!!!!!!!!!
Danny


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jun 15, 2009 1:21 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi Mär 18, 2009 12:12 pm
Beiträge: 25
Hallo Angelface,

ich kenne das, was Du gerade erlebst nur zu gut. Auch mein damaliger Freund konnte mir es nicht recht machen. Ich habe mich selber gesehen, wie ich andauernd am rumzicken war, ich habe nicht mehr die guten Seiten an ihm geschätzt, sondern fast nur noch das gesehen, was er nicht hatte. Ich war richtig getrieben, wollte das nicht, aber er hat mich mit kleinen Äußerungen so schnell auf die Palme gebracht. Dabei war ich eigentlich immer die Gelassenere von uns beiden. Auf einmal nach über 7 Jahren ging das los. Klar, ich hatte auch meine Probleme bei der Arbeit, wusste manchmal nicht, wo vorne und hinten ist, aber es war sonst nie meine Art, meine Laune an jemandem anderen auszulassen. Aber es ging so schleichend voran. Er wehrte sich nicht, sondern steckte ein, was mich irgendwie dazu trieb, noch mehr zu zetern. Im Nachhinein kann ich darüber nur den Kopf schütteln, wusste lange nicht, was mit mir passierte.

Naja, nun sind wir nicht mehr zusammen und ich verstehe mich von damals erst recht nicht mehr, wie konnte ich nur so gemein zu ihm sein. Ich wollte auch oft keinen Sex mehr, weiß nicht, wie das bei Dir aussieht. Das hing irgendwie alles miteinander zusammen.

Er hat dann irgendwann eine Menge Mist gebaut (hatte eine Affäre), ich konnte es nicht glauben, aber ein wenig kann ich es sogar verstehen. Wir sind noch gut befreundet und haben oft über die ganze Zeit geredet. Lass' es nicht soweit kommen!!! Beobachte Dich selber. Wenn Du merkst, dass es wieder losgeht bei Dir, beobachte Dich rein körperlich. Wo und wann entsteht welches Gefühl bei Dir? Man kann wirklich lernen, gelassen zu werden und andere Personen so sein zu lassen, wie sie eben sind. Das hat alles was mit "Loslassen" zu tun.

Ich würde auf jeden Fall mit Deinem Freund ganz sachlich darüber reden. Es gibt halt Phasen im Leben, in denen man gereizt ist. Merkst Du das anderen Leuten gegenüber eigentlich auch? Bei mir war's damals fast nur bei meinem Freund.

Eine super Buch-Empfehlung habe ich allerdings noch, ich habe es leider zu spät gelesen: "Ich liebe Dich nicht, wenn Du mich liebst - Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen". Da geht es darum, dass es in nahezu jeder Beziehung einen starken und einen schwachen Part gibt, und dass der starke Part es nicht unbedingt besser hat. Es ist teilweise sehr amerikanisch geschrieben, aber, wenn ich es rechtzeitig gelesen hätte, wäre wohl einiges anders verlaufen!

Dir bzw. Euch alles Gute! Und denk' daran: jede Krise bietet auch eine Chance!

Lieben Gruß


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jun 15, 2009 6:04 pm 
Offline

Registriert: Do Mai 15, 2008 12:04 pm
Beiträge: 49
Hi Magenta,

ja genau so ist das, wie du das beschrieben hast. Er bringt mich auf die Palme und bietet mir keine Reibefläche. (steckt ein sozusagen)

Manchmal klammert er und hält an allem fest, sodass ich keine Luft mehr bekomme.

Eins ist jedoch anders: das ganze spielt sich immer schubweise ab. Es gibt Phasen, da hab ich mich unter Kontrolle, in anderen wiederum nicht. Sex haben wir schon noch, aber unregelmässig. Mal mehr, mal weniger.

Es schlaucht mich echt wahnsinnig, das kann ich gar nicht beschreiben.
Ich frage mich so oft, ob es das alles wert ist, ob ich auf dem falschen Weg bin und ob ich nicht ein anderes Leben will. Im Moment steht dadurch bei mir echt alles auf dem Prüfstand.
War das bei dir acuh so?

Ich danke dir. Werde mir das Buch auch mal anschaffen.

LG danny


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jun 15, 2009 6:09 pm 
Offline

Registriert: Mi Apr 22, 2009 9:20 pm
Beiträge: 154
Wohnort: BY
Tulip hat mal wieder irgendwo etwas Schlaues gelesen:

Einer liebt immer mehr als der andere. Und das wechselt.

Und:

Der Mann fragt die Frau: "Schatz, liebst du mich?"
Sie antwortet: "Nein... im Moment...spür ich grad nix...nööö...?"

Fünf Minuten später...
Sie ruft: "Da! Jetzt grad fühl ich die Liebe zu dir grad wieder ganz deutlich und stark!!!"

Nur so als klitzekleine Anregung.
:)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jun 16, 2009 7:55 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr Jun 12, 2009 5:00 am
Beiträge: 31
Eine Anregung, einen überdenkenswerten Gedanken hätte ich noch:

Forsche mal in Richtung Borderline. Es gibt ein paar sehr gute Foren
dafür. Kannst Du locker ergoogeln.

Ich komme deshalb darauf, weil alles, was Du beschreibst, mich an eine
meiner Ex-Beziehungen erinnert. 8 Jahre war ich mit ihr zusammen. Es
war hart. Am Ende und nach vielen Gesprächen und Analysen war es uns
beiden klar, daß sie zumindest Borderline-Züge hat.

Gehe behutsam, vorsichtig vor. Man kann sich da auch schnell etwas ein-
reden (lassen). Aber ... wie gesagt, bei Dir klingt mir das irgendwie so in
diese Richtung. Wenn ich mich mit meiner Einschätzung irre, um so besser.
Und wenn nicht, dann hast Du wenigstens einen Ansatzpunkt.

LG,
Andreas

_________________
"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." -- (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jun 16, 2009 9:06 am 
Offline

Registriert: Do Mai 15, 2008 12:04 pm
Beiträge: 49
Lieber Alpha,

also das finde ich jetzt ganz schwierig. Denn wer Borderlinezüge hat, ist noch lange kein Borderliner. Ich kenne diese Problematik, jedoch muss man da sehr vorsichtig sein.

Ich hoffe ihr habt dies nicht selbst herausgefunden, sondern euch an einen Psychologen oder Therapeuten gewandt?

Wer glaubt, dass er etwas ist, ist es dann auch irgendwann..........

LG Danny


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jun 16, 2009 9:20 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mi Mär 18, 2009 12:12 pm
Beiträge: 25
Ha, ja, genauso war's bei mir auch, die Beziehung war ständig auf dem Prüfstand. Wie oft habe ich mich gefragt, wieso kann er nicht ein bißchen soundso sein oder ein bißchen was von soundso haben... Anstatt, dass ich blöde Kuh mal das schätze, was ich an ihm habe. Alle anderen hatten ja soooo tolle Freunde, nur ich haben so'n Typ abbekommen. Ist jetzt übertrieben geschrieben, aber ich habe oft nur nach den Eigenschaften geschaut, die ein anderer hat, er aber nicht. Dabei hatte ich einen tollen, liebenswerten Freund. Kein Mann ist perfekt. Andere haben wieder andere Macken. Wenn ich ihn heute sehe, könnte ich dahin schmelzen, so gut sieht er aus. Auch das hatte ich nicht mehr gesehen... Selbst der äußere Blick kann sich verändern.

Und genau: zwischendrin gab's immer wieder so schöne Zeiten, in denen ich mich fragte, wie konnte ich nur jemals darüber nachdenken, mit ihm Schluss zu machen???

Auch er gab mir manchmal zu viel Nähe, war eigentlich nicht zu viel, war eigentlich auch kein Klammern, aber so kam's mir vor. Er hatte sich vor einiger Zeit auch selbständig gemacht. Ich komme selber aus einer "selbständigen" Familie, weiß, wie hart gerade die erste Zeit sein kann. Am Anfang gab ich ihm noch das Ventil bei mir, irgendwann konnte ich mir nicht immer wieder das gleiche anhören. Dabei war es ja unsere Zukunft und als Freundin muss ich einfach für ihn da sein. aber ich glaube, gerade der Druck, das schlechte Gewissen "ich müsste doch eigentlich..." hat mich noch mehr gereizt. Es ist wirklich ein Selbstläufer daraus geworden. Pass' auf, dass Du die Sache, wie auch immer sie ausgeht, für Dich bewusst in der Hand hälst, ich weiß leider zu gut, wie sich so eine Sache irgendwann von ganz allein weiterspinnen kann, ohne dass man es merkt. Der andere Partner macht das (zu Recht) nicht ewig mit. Und wenn sich erst einmal so ein Automatismus in die Verhaltensmuster gesetzt hat, ist es super-schwer, da wieder auszubrechen. Ich glaube, das kann man mit einer Sucht wie Rauchen o.ä. vergleichen. Vom Verstand her weiß man, wie bescheuert man reagiert, trotzdem tut man es. Und das nicht aus Gleichgültigkeit, man will es ja eigentlich gar nicht... Ich war nie ein Mensch, der anderen einfach mal weh tut. Und das habe ich dann immer wieder bei einem meiner liebsten Menschen getan.

Was ich im Nachhinein noch bei mir beobachtet habe: vor dieser Beziehung hatte ich eine andere 4-jährige Beziehung. Bei beiden Männern war ich am Anfang die "Kleinere". Ich habe zu beiden sehr aufgeschaut, hatte auch manchmal Angst sie zu verlieren, war stolz und überglücklich, so einen tollen Mann bekommen zu haben. So nach und nach wurde ich dann die Stärkere (und damit auch mehr und mehr die Unzufriedene), die das "Zepter" in der Hand hielt, ohne das bewusst zu steuern oder gar zu wollen. Das kam irgendwie so. Darüber konnte mir eben das Buch "Ich liebe Dich nicht, wenn Du mich liebst" sehr viel aufzeigen. Ich weiß ja nicht, wie die vergangenen Beziehungen bei Dir aussahen. Also, bei mir bzw. uns schwankte es nciht, wie bei anscheinend bei Tulip immer mal wieder, sondern entwickelte sich ganz langsam.

von Annett Louisan gibt's dieses Lied "Der den ich will": "steig auf Dein Denkmal zurück, schenk' mir keinen einzigen Blick, leiste keinen Schwur, sonst wärst Du ja nur, der den ich hab'...". Da steckt für mich so manch' wahres Wort darin. Kann es eben doch sein, dass wir Frauen irgenwie doch immer so ein kleines A....loch suchen, so einen kleinen Macho? Ganz klar, voranging liebenswert, loyal, treu, was auch immer, aber so ein bißchen muss er uns doch auch zappeln lassen, oder?

Und denke nicht, dass er Dir Deiner sicher ist, sofern Du das tust. Das ist Gift für die Beziehung. Auch er kann heute oder morgen eine andere tolle Frau treffen...

Aber vllt. guckst Du mal, wie es nach einer kleinen Pause aussieht? Ist das möglich? Du musst sehen können, ob Du ihn wirklich noch liebst, sonst geht das nicht mehr lange gut und zermürbt beide Parteien... Hach, komplizierte Sache, diese Liebe... :?

Lieben Gruß

P.S. Sorry, für den langen Text, war gerade so im Schreibefluss... :)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jun 16, 2009 9:33 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Fr Jun 12, 2009 5:00 am
Beiträge: 31
Angelface hat geschrieben:
Lieber Alpha,

also das finde ich jetzt ganz schwierig. Denn wer Borderlinezüge hat, ist noch lange kein Borderliner. Ich kenne diese Problematik, jedoch muss man da sehr vorsichtig sein.

Ich hoffe ihr habt dies nicht selbst herausgefunden, sondern euch an einen Psychologen oder Therapeuten gewandt?

Wer glaubt, dass er etwas ist, ist es dann auch irgendwann..........

LG Danny


Liebe Danny ...

deswegen schrieb ich ja, daß man da genau schauen sollte, und sich NICHTS
einreden lassen sollte (auch von mir nicht!)

Und nein, meine Liebe, dafür braucht man keinen Psychologen oder
Therapeuten. Naja, vielleicht, um sich etwas einreden zu lassen.
Meine Liebe ... Hast Du eine Ahnung, was für Scharlatane da teilweise
unterwegs sind?

Glaube mir aber eines: Einen kritischeren und aber auch
selbstkritischeren, UND erkenntnisbereiteren und erkenntnisfähigeren
Menschen als mich wirst Du kaum finden. 8)

Deswegen mein Hinweis nur als Tip, auch mal in diese Richtung zu
schauen.

LG,
Andreas

p.s.: im übrigen: ihre 'Züge' sind, wie sie sind. Ob man das nun tatsächlich
als 'Borderline' bezeichnet, oder als 'Borderline-verwandt' oder wie
auch immer ... spielt keine Rolle. Ich wollte DIR das jedenfalls nur
als Hinweis geben, auch mal in diese Richtung zu schauen. Kann ja
sein, daß es völlig aus der Luft gegriffen ist. War mir jetzt nur so asso-
ziativ, als Idee gekommen.

_________________
"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." -- (Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.)


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 57 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: MSN [Bot] und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu: