Tach, ich bin die Neue!
Also ich würde mal sagen, eines solltest du auf keinen Fall machen, und zwar dies hier:
Zitat:
*Einfach nur Bäckereijob in München
Denn 1. kann man mit so einem Job im superteuren München nicht überleben, es sei denn, du willst deinem Freund auf der Tasche liegen und 2. läufst du Gefahr, in diesem Job hängen zu bleiben, weil du den Absprung nicht mehr bekommst. Und mal ehrlich, kannst du dir vorstellen, bis zu deiner Rente tagtäglich Semmeln und Zwetschgendatschi zu verkaufen?
Stell dir doch erstmal die Frage, wie du dir dein Berufsleben überhaupt vorstellst. In einem Büro? Oder Viel unterwegs, also Außendienst? In leitender Position, also Karriere? Kundenkontakt oder lieber Ruhe? Teamarbeit oder Einzelkämpfer? Oder als freiberufliche Teleworkerin im Büro zu Hause (das mache ich und es ist genau das, was ich immer haben wollte!)?
OK, das Technische hast du schon abgecheckt, das liegt dir nicht. Wenn das so ist, dann solltest du es auch nicht mehr weiter verfolgen, denn man verbringt so viel Zeit jeden Tag und so viele Jahre seines Lebens im Beruf, dass man sich den schon so angenehm gestalten sollte wie möglich. Ein unbefriedigendes Berufsleben ist absolut zermürbend, das steht auf gleicher Höhe wie eine schlechte Beziehung.
Im Übrigen finde ich nichts dabei, wenn man in deinem Alter noch in mehrere Berufe reinriecht. Wenn man erst 22 Jahre und intelligent ist, sollte man sich nicht mit "nur 'nen Job machen" zufrieden geben (allenfalls neben dem Studium, damit ein bisschen Geld in die Kasse kommt), sondern seine Zeit dafür nutzen, so viel wie möglich zu lernen und rauszufinden, was einem wirklich zusagt. Wie heißt es da in diesem Lied "Everybody's free to wear sunscreen":
"Don?t feel guilty if you don?t know what you want to do with your life. The most interesting people I know didn?t know at 22 what they wanted to do with their lives, some of the most interesting 40 year olds I know still don?t." Schön, oder?

Ich würde mal sagen, auf einem Lebenslauf kommen verschiedene Erfahrungen mit verschiedenen Jobrichtungen gar nicht mal so schlecht - solange du dann das findest, was du wirklich zu Ende bringen willst und was du dann auch durchziehst. Ich kenne mehrere Leute, die nach dem Abi einen Beruf gelernt haben, darin bis zu 10 Jahren gearbeitet haben und dann haben sie mit Ende 20/Anfang 30 beschlossen, noch zu studieren. Mit Erfolg! Oder aber sie waren in jungen Jahren ewig auf der Suche nach dem Richtigen und fanden das dann erst ebenfalls mit Ende 20/Anfang 30, wo sie die Berufsausbildung begannen, von der sie sagen konnten: "DAS ist es!"
Schreib doch mal ein bisschen, wie du dir dein Berufsleben vorstellst. Du hast doch bestimmt auch Talente, oder? Dir haben doch bestimmt die einen Dinge mehr und die anderen weniger Spaß gemacht. In Englisch warst du sehr gut, wie sah Spanisch aus, hat dir das Spaß gemacht? Warum hattest du Angst vor Französisch, obwohl du dich doch anscheinend mit Sprachen leicht tust? In Mathe und Physik warst du schlecht (allerdings bei weitem nicht so schlecht wie ich früher, denn ich stand fast ständig auf 5), na dann akzeptier doch, dass Naturwissenschaften nicht so dein Ding sind, das ist doch keine Schande. Auch solltest du dich bei bestimmten Berufen/Studiengängen darüber informieren, wie die Zukunftsaussichten nach Ausbildung/Studium sind. Denn was nützt dir der beste Abschluss, wenn es eine brotlose Kunst ist oder der Stellenmarkt mit diesem Beruf völlig überlaufen ist.
Vergiss nicht: Du bist erst 22. Du hast noch alle Möglichkeiten offen! Ich stand einen Monat vor meinem 21. Geburtstag, als ich überhaupt erstmal Abitur hatte. Aber da ich auf der einen Seite überaus talentiert bin und auf der anderen Seite grottenschlecht, kamen für mich nicht allzu viele Berufe/Studiengänge infrage und so konnte ich dann einen relativ geraden Weg gehen.
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