Liebe tiramisu,
vielen Dank für diese ausführliche Antwort..
und sorry.. das ich jetzt erst Antworte.. denn.. ich habe mir viele Gedanken um all die wertvollen Antworten gemacht.. jetzt will ich auch mit Dir tiramisu den Anfang machen:
tiramisu hat geschrieben:
Liebe Someone,
ich möchte Dir mit etwas antworten, was zunächst paradox erscheint (angesichts dessen, dass es keinen freien Willen gibt):
Das ist eigentlich witzig.. denn ich empfinde "es" eh als großes Paradoxon in dem wir leben.. Deshalb.. passt es schon.
Zitat:
Solange dieses "Ich kann eh nichts machen, alles geschieht" nur als Theorie im Kopf ist, ist es unter Umständen nicht förderlich. So erlebe ich es jetzt bei Dir, so habe ich es auch bei mir selbst erlebt. Klartext gesprochen: Zunächst hat mich diese Theorie fasziniert, dann runtergezogen... Wenn ich nichts machen kann, bin ich ausgeliefert etc... Dann kann ich nichts ändern... Ich wurde immer depressiver.
Es ist komisch.. denn ich habe.. eine umgekehrte Reihenfolge erlebt..
setze mich schon ziemlich lange mit Realitätsgestaltung.. Anfangs eher in der reinen Form des Bestellens, auseinander..
Habe LoA als perfekte Möglichkeit gesehen.. mich SELBST aus meiner "Depression" (naja.. eigentlich mehr ein Tief) rauszureisen.. es kam viel dazu.. und ich nahm aktiv mein Leben in die Hand..
es funktionierte.. Es kam Colin Tipping.. und ich fing an mich SELBST aus meiner Opferrolle zu befreien.. usw...... usf....
.. Zum Ende hin.. dann perfekt passend.. Ho'oponopono.. mit Loslassen und Vergeben schien mein Leben.. sich zu vervollkommnen..
Habe mich auch mit Buddhismus befasst.. (nur ein bissel) .. bin aber.. wieder "back to the routes".. Glaube an den einen .. (Gott, Universum) von dem alles entspringt.. und zu dem wir eines Tages wieder zurückkehren. Ich will mich nicht wirklich Christin nennen.. aber habe viel Wahrheit in der Bibel entdecken können.
Ich bin jetzt einfach mal zum besseren Verständnis sehr offen.. und möchte Dir (Euch) was persönliches schreiben..
Ich hatte einen Traum, der sich nach Nahtodeserfahrung anfühlte.. (jau.."nur" ein Traum

.. in dem Traum.. fühlte ich mich wie eine schlaffe Marionette.. die dem Boden entlang gezogen wird.. alles wurde wirklich.. soooo egal.. und.. ich fühlte mich totalt geborgen.. und gezogen.. ich spürte die Erde.. jeden Hügel unter mir.. und es war mir so egaaal..
und dann wurde mir bewußt, was da "gespielt" wird.. ich fühlte.. ich würde gehen.. ich kam zu der Erkenntnis.. und hatte plötzlich das Bedürfnis.. mich vorher noch zu verabschieden..
und ich war wach.. (d.h. ich bin aufgewacht)..
ich konnt die ganze Nacht nicht mehr schlafen.. so aufgeputscht hat mich das erlebnis.
Seitdem hab ich die Erkenntnis -für mich- gewonnen.. das ich nicht mit mir alleine bin.. -sozusagen- und dass es sein könnte.. das es keinen wirklich freien Willen gibt..
Seitdem weiss ich aber auch.. nicht mehr wirklich was tun... was denken..wie leben.. !? Und das lässt mich wieder ein Stück zurückrutschen.. aber ich geb nicht auf.. ich komm noch drauf..
Zitat:
Dann begegnete mir LoA und ich begann, alles aus dem genau entgegengesetzten Blickwinkel zu betrachten....
...usw. usf.
Bis sich die Diskussionen jetzt auch hier im Forum immer mehr um das Thema drehen, dass es keinen freien Willen gibt, dass alles geschieht, dass es (eigentlich) keinen Handelnden gibt...
Das ist an sich schon paradox, denn hier geht es um Realitätsgestaltung, die ja eigentlich nicht gestaltet werden kann...
ich denke ja auch... irgendwie schließt das Eine ja das Andere nicht aus..
wir müssen/dürfen es nur aus einem anderen Blickwinkel sehen..
.. und das ist ja mein Knackpunkt.. ich glaube beides..
sowohl als auch.. nicht-und-doch freier wille.. der letztendlich zum Gesamtwillen wird bzw.. ich könnte/dürfte/müsste in mir einen Gesamtwillen erzeugen.. mein Wille sollte im Einklang mit Uni-Gotteswille stehen.. dann wirds wohl werden.. sein.. hm
Zitat:
Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Das Annehmen der Theorie, dass wir nichts entscheiden können widerstrebt unserem Erleben, auch wenn die Theorie noch so wahr ist. Das ist so ähnlich wie der Lauf der Sonne über den Himmel. Auch wenn wir "wissen", dass die Erde um die Sonne kreist, erleben wir es genau anders herum. So ist es für unser Gefühl stimmig. Und es ist auch legitim dies so zu betrachten, denn aus unserer Perspektive stimmt es - und die andere Perspektive können wir gar nicht einnehmen.
Okay.. das macht jetzt Sinn.. im Grunde kann man es so betrachten..
Das ist die Theorie!!
Die Betrachtungsweise hab ich verstanden..
Nur.. mit der Praxis.. da bekomm ich das wirklich schlecht umgesetzt..
Deshalb sind ja meine Ängste nicht in Richtung Tod.. sondern .. in Richtung weiteres -er-leben.
Sprich Versagensängste.. Angst vor Verlust.. oder eben auch.. vor dem Großen Ich-willen.. gegen den ich ja.. im Grunde nicht wirklich was ausrichten kann..
Bsp. Durch die aktive Realitätsgestaltung hat mein Mann einen suuupertraumjob gefunden.. alles war gut..
Durch eine übergeordnete Wirtschaftskriese nach einem Jahr wieder verloren.. (sein Chef war sehr traurig meinen Mann wieder gehen lassen zu müssen).. Logisch nach LoA.. wär es jetzt .. zu wissen, dass wir uns dass jetzt selbst mit irgendwelchen glaubenssätzen erschaffen hätten.. und Gefühlstechnisch oben zu bleiben.. Geht einfach nicht so leicht..
Trotzdem tauchten Fragen auf.. Warum, Wieso usw.? Was haben wir falsch gemacht? Wirtschaftskriese? Warum und in wiefern hab ich die erschaffen?
Zitat:
Ich sagte am Anfang, dass das, was ich Dir antworten möchte, paradox ist. Es stimmt, dass wir nichts entscheiden können. Und trotzdem kannst Du diese Wahrheit ignorieren und einfach entscheiden. Völlig irrelevant, ob es nur in Deinem Erleben Du bist, die da entscheidet und in Wahrheit die Entscheidung "geschieht". Denn wir wissen ja, dass unsere Entscheidungen vom Gehirn schon entschieden sind und erst Sekundenbruchteile danach diese Entscheidung als "unsere" in unserem Bewusstsein getroffen wird...
Das erinnert mich stark an das Zitat (Verfasser mir unbekannt) "Ich weiss, dass ich nichts weiss!".. sorry.. ich wollt Dich damit nicht persönlich angreifen.. sondern zum Ausdruck bringen.. das mir persönlich das allmählich ein bissl zu hoch ist.. (Hat mit Deiner Aussage nur indirekt zu tun.. haach.. ich verzweifel noch.. )
Zitat:
....... ist für mich so bedeutungslos wie die Frage, ob denn nun die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde kreist. Es fühlt sich definitiv besser an, Entscheidungsfähigkeit zu haben - und merkwürdigerweise fühlt es sich auch so an, als könne man selbst entscheiden, ob man nun zum Einen oder zum Anderen tendiert.
Ich weiß nicht, ob so viele Worte notwendig gewesen wären, um das auszudrücken, was ich Dir eigentlich sagen wollte. Nun stehen sie da und bleiben auch da stehen. Das habe ich jetzt so entschieden.

LG
tiramisu
Keine Ahnung... (ob "es" mit weniger Worte gegangen wäre)
aber.. ich hab zumindest verstanden, worauf Du hinaus willst.. nur.. wärs mir persönlich ganz recht..ich würd irgendwann mal (in meinem Leben!) so sicher wissen (!) wie "ES" funktioniert.. Wie.. das wir wissen.. das die Erde um die Sonne kreist.. (sorry das ich das so flapsig rüberbringe.. aber ich bin oft schrecklich gerne wissenschaftsgläubig)..
Das wertet übrigens in keinster Weise Deine Antwort ab!..
Ich habe selten für mich eine so klare und verständliche Antworten gelesen.. danke Dir nochmals.. ich denke ich verstehe worauf Du hinaus willst!
LG
someone