Aktuelle Zeit: Do Mai 17, 2012 8:06 am

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 13 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Angst (und) überhaupt..
BeitragVerfasst: Fr Dez 18, 2009 9:34 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
.. beziehe mich auf Shaolis Thread..
aber.. es geht mir nicht so sehr um den Tod..
.. mir geht es mit die Angst und was dazu alles gehört.. habe interessiert mitgelesen und gesehen, dass es wirklich zum Menschsein dazugehört Angst zu haben.. In welcher Form auch immer..

Panikattaken.. hatte ich auch ne Zeit lang.. aber eher wg. Zeitdruck.. bzw. ich hatte oft Versagensängste..
.. habe heut leider oft noch Verlustängste.. manchmal auch versagensängste aber die Verlustängste überwiegen.

Habe schon einige Themen bearbeiten können wogegen ich mich bei anderem noch ziemlich machtlos empfinde.

Das ist überhaupt das Thema.. wenn ich meine Angst personifiziere.. was ich schon getan habe.. habe ich echt angst vor der Angst.

Habe schon den Tipp bekommen .. meiner Angst einen Namen zu geben.. ich nannte sie Ernst..
:wink: der Ernst des Lebens.. hihi..

Da hilft kurz.. und dann lähmt es mich oft wieder..

Es geht mir vermutlich wie shaoli.. ich begreife rational genau..und weiss bescheid.. aber emotional.. da komm ich nicht in die Beobachterposition.. d.h. ich weiss rein theoretisch genau, was ansteht zu tun.. und praktisch kann ich einiges einfach nicht umsetzen..

und da bin ich bei nem Knackpunkt angekommen..

wenn ich mich nicht als freie, persönliche Person ansehe.. sondern.. geleitet und eh nichts machen könnend.. also habe ich mein Schicksal (Leben :wink: ) .. -nicht- selbst in der Hand ?! Kann ich rein gefühlsmäßig was änderen..? Oder bin ich schutzlos ausgeliefert?..

D.h. weiss nicht wie ich als nicht die Person, die ich nicht bin :wink: selbst gegen meine Ängste praktisch angehen kann.

Dummes Gehirngewäsch im Kopf.. ein Kampf zwischen freier Wille oder nicht.. Wie... wenn ich keinen freien Willen habe.. kann ich z.B. aktiv irgendwas tun..?

Ich steh mir da total im Weg..

Hoffentlich versteht jemand wie ich meine. :wink:

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Dez 18, 2009 11:08 am 
Offline

Registriert: Do Sep 10, 2009 10:11 pm
Beiträge: 104
Wohnort: hier
Liebe Someone,

ich möchte Dir mit etwas antworten, was zunächst paradox erscheint (angesichts dessen, dass es keinen freien Willen gibt): Solange dieses "Ich kann eh nichts machen, alles geschieht" nur als Theorie im Kopf ist, ist es unter Umständen nicht förderlich. So erlebe ich es jetzt bei Dir, so habe ich es auch bei mir selbst erlebt. Klartext gesprochen: Zunächst hat mich diese Theorie fasziniert, dann runtergezogen... Wenn ich nichts machen kann, bin ich ausgeliefert etc... Dann kann ich nichts ändern... Ich wurde immer depressiver.

Dann begegnete mir LoA und ich begann, alles aus dem genau entgegengesetzten Blickwinkel zu betrachten: Wir haben unser Leben komplett in der Hand - Gedanken werden Dinge - alles geschieht, weil es in meinem Innen schon vorhanden ist - Veränderungen im Außen bedürfen Veränderungen im Innen, daran kann man arbeiten...usw. usf. Bis sich die Diskussionen jetzt auch hier im Forum immer mehr um das Thema drehen, dass es keinen freien Willen gibt, dass alles geschieht, dass es (eigentlich) keinen Handelnden gibt...

Das ist an sich schon paradox, denn hier geht es um Realitätsgestaltung, die ja eigentlich nicht gestaltet werden kann...

Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Aus meiner seinerzeitigen Perspektive - und ich schätze, auch aus Deiner jetzigen - war das Wissen um das Nichtvorhandensein des freien Willens etc. pp nutzlos und völlig konträr zum eigenen Erleben. Im anderen Thread schreibst Du ganz klar "Ich entscheide". So kannst Du Dich auch in diesem Zusammenhang dazu entscheiden, sehr wohl etwas gegen Deine Angst tun zu können, denn exakt das sagt Dir Dein Erleben. Das Annehmen der Theorie, dass wir nichts entscheiden können widerstrebt unserem Erleben, auch wenn die Theorie noch so wahr ist. Das ist so ähnlich wie der Lauf der Sonne über den Himmel. Auch wenn wir "wissen", dass die Erde um die Sonne kreist, erleben wir es genau anders herum. So ist es für unser Gefühl stimmig. Und es ist auch legitim dies so zu betrachten, denn aus unserer Perspektive stimmt es - und die andere Perspektive können wir gar nicht einnehmen.

Ich sagte am Anfang, dass das, was ich Dir antworten möchte, paradox ist. Es stimmt, dass wir nichts entscheiden können. Und trotzdem kannst Du diese Wahrheit ignorieren und einfach entscheiden. Völlig irrelevant, ob es nur in Deinem Erleben Du bist, die da entscheidet und in Wahrheit die Entscheidung "geschieht". Denn wir wissen ja, dass unsere Entscheidungen vom Gehirn schon entschieden sind und erst Sekundenbruchteile danach diese Entscheidung als "unsere" in unserem Bewusstsein getroffen wird...

Nach meinem Erleben hat dies alles ganz viel mit äußeren Impulsen zu tun. Mich hat der äußere Impuls "LoA" seinerzeit aus meiner Lethargie heraus katapultiert und mich wieder in meine Entscheidungsfähigkeit gebracht. Ob diese nun real ist oder nur illusionär, ist für mich so bedeutungslos wie die Frage, ob denn nun die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde kreist. Es fühlt sich definitiv besser an, Entscheidungsfähigkeit zu haben - und merkwürdigerweise fühlt es sich auch so an, als könne man selbst entscheiden, ob man nun zum Einen oder zum Anderen tendiert.

Ich weiß nicht, ob so viele Worte notwendig gewesen wären, um das auszudrücken, was ich Dir eigentlich sagen wollte. Nun stehen sie da und bleiben auch da stehen. Das habe ich jetzt so entschieden. :wink:

LG
tiramisu

_________________
Alle dachten immer, das geht nicht. Bis einer kam, der das nicht wusste. Und bei ihm ging es.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Dez 18, 2009 3:41 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Jun 25, 2009 1:05 pm
Beiträge: 648
Wohnort: FFM-City
Salü Someone,

ob Tod oder Angst - etwas dagegen zu unternehmen, bzw. gegen sie zu wirken, halte ich für ausgesprochen ineffektiv.

Besser ist es, eine " innere Reise" dorthin zu machen: zum inneren Tod und/oder zu den verschiedenen Formen der Angst. Someone lernt Someone besser kennen & schätzen ... & lieben.

Aus meinem eigenen Erleben:

Vor ein paar Wochen bin ich zu meinem inneren Tod gereist. Logo, hatte ich im Vorfeld Schiss - wie wird er reagieren, wie fühlt er sich an, ... hat er mir am end´ was zu sagen oder zeigen?

Was soll ich sagen - die Reise und die Begegnung war einzigartig grandios. Mein " innerer Tod" hat sich gefreut, dass ich ihn wahrnehme & meine Aufmerksamkeit auf ihn richte, ja er war auch happy darüber, dass ich ihn berührt habe & ihm gefolgt bin. Ich wußte gar nicht, wie warm er sich anfühlt & wie oberweich sein Umhang ist - richtig gail :) .

oder:
vor kurzem ist etwas sehr schönes passiert, was bei mir zeitgleich Freude & eine bestimmte Angst ausgelöst hat.
Ich bin also zu dieser " inneren Angst" gereist. Die Angst war eisekalt & zitterte, ... auch weil sie Angst vor mir hatte. Auch mit auf der Reise war meine Freude, die wollte die ganze Reise über nur tanzen & springen. Mit den beiden also, weil ich nicht mehr weiter wusste, bin ich zum Herz gereist. Oft weiß das Herz, wie´s weitergehen kann. So, jetzt waren wir zur viert: das Herz, die Angst, die Freude & ° ich ° . Es ergab sich, dass wir uns alle bei den Händen nahmen & einen Kreis bildeten. Jeder durfte einmal in der Mitte sein. Dort bekam " er" alles, was er sich wünschte.
Der Ringelrein hat uns allen sehr gut getan. Auch die Angst wurde viel wärmer, weicher & lustiger.
... mittlerweile sind wir befreundet ;) .

... auf geht´s :)

_________________
° Jede Sekunde öffnet sich ein Mini-Geschenk in deinem großen Geschenk ☺ . °


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Dez 18, 2009 4:18 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2678
Wohnort: Bremen
Also die Ängste zu personifizieren, habe ich ja auch umgesetzt, wie gesagt. Ich habe mir eine Person vorgestellt, die ich nicht mag. Aber ich habe sie nicht "meine" Angst genannt, denn sie gehört mir nicht. Sie ist wohl die einzige Angst, die ich vollkommen sehen kann. Für andere ist sie in dieser Form unsichtbar, vielleicht haben einige eine Ahnung davon, wie sie aussieht, weil sie mit ihr auch schon Bekanntschaft gemacht haben.
Ich habe ihr einen weiblichen Namen gegeben, da es ja auch die Angst heißt, nicht wahr. Den verrate ich nicht, weil es eine Person gibt, die hier so heißt und ich möchte nicht, dass sie es auf sich bezieht.
Da keiner der Angst aus dem Weg gehen kann, ich kann es auch nicht, gilt es sie zu akzeptieren, sie zu bewirten, einige sagen ja, sie zu umarmen, meinetwegen. Ich sage mal so, sie zu lieben, in dem Bewusstsein, dass sie mir was zeigt, was ich nur durch sie sehen kann. Sie zeigt mir etwas, was ich sehen soll, muss. Damit befürworte ich ihr Dasein.

_________________
Alles Liebe
Martina
----------
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 20, 2009 11:23 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Liebe tiramisu,
vielen Dank für diese ausführliche Antwort..
und sorry.. das ich jetzt erst Antworte.. denn.. ich habe mir viele Gedanken um all die wertvollen Antworten gemacht.. jetzt will ich auch mit Dir tiramisu den Anfang machen:

tiramisu hat geschrieben:
Liebe Someone,

ich möchte Dir mit etwas antworten, was zunächst paradox erscheint (angesichts dessen, dass es keinen freien Willen gibt):


Das ist eigentlich witzig.. denn ich empfinde "es" eh als großes Paradoxon in dem wir leben.. Deshalb.. passt es schon.

Zitat:
Solange dieses "Ich kann eh nichts machen, alles geschieht" nur als Theorie im Kopf ist, ist es unter Umständen nicht förderlich. So erlebe ich es jetzt bei Dir, so habe ich es auch bei mir selbst erlebt. Klartext gesprochen: Zunächst hat mich diese Theorie fasziniert, dann runtergezogen... Wenn ich nichts machen kann, bin ich ausgeliefert etc... Dann kann ich nichts ändern... Ich wurde immer depressiver.


Es ist komisch.. denn ich habe.. eine umgekehrte Reihenfolge erlebt..
setze mich schon ziemlich lange mit Realitätsgestaltung.. Anfangs eher in der reinen Form des Bestellens, auseinander..
Habe LoA als perfekte Möglichkeit gesehen.. mich SELBST aus meiner "Depression" (naja.. eigentlich mehr ein Tief) rauszureisen.. es kam viel dazu.. und ich nahm aktiv mein Leben in die Hand..
es funktionierte.. Es kam Colin Tipping.. und ich fing an mich SELBST aus meiner Opferrolle zu befreien.. usw...... usf....
.. Zum Ende hin.. dann perfekt passend.. Ho'oponopono.. mit Loslassen und Vergeben schien mein Leben.. sich zu vervollkommnen..

Habe mich auch mit Buddhismus befasst.. (nur ein bissel) .. bin aber.. wieder "back to the routes".. Glaube an den einen .. (Gott, Universum) von dem alles entspringt.. und zu dem wir eines Tages wieder zurückkehren. Ich will mich nicht wirklich Christin nennen.. aber habe viel Wahrheit in der Bibel entdecken können.

Ich bin jetzt einfach mal zum besseren Verständnis sehr offen.. und möchte Dir (Euch) was persönliches schreiben..
Ich hatte einen Traum, der sich nach Nahtodeserfahrung anfühlte.. (jau.."nur" ein Traum :wink:.. in dem Traum.. fühlte ich mich wie eine schlaffe Marionette.. die dem Boden entlang gezogen wird.. alles wurde wirklich.. soooo egal.. und.. ich fühlte mich totalt geborgen.. und gezogen.. ich spürte die Erde.. jeden Hügel unter mir.. und es war mir so egaaal..
und dann wurde mir bewußt, was da "gespielt" wird.. ich fühlte.. ich würde gehen.. ich kam zu der Erkenntnis.. und hatte plötzlich das Bedürfnis.. mich vorher noch zu verabschieden..

und ich war wach.. (d.h. ich bin aufgewacht)..
ich konnt die ganze Nacht nicht mehr schlafen.. so aufgeputscht hat mich das erlebnis.

Seitdem hab ich die Erkenntnis -für mich- gewonnen.. das ich nicht mit mir alleine bin.. -sozusagen- und dass es sein könnte.. das es keinen wirklich freien Willen gibt..

Seitdem weiss ich aber auch.. nicht mehr wirklich was tun... was denken..wie leben.. !? Und das lässt mich wieder ein Stück zurückrutschen.. aber ich geb nicht auf.. ich komm noch drauf.. :wink:

Zitat:
Dann begegnete mir LoA und ich begann, alles aus dem genau entgegengesetzten Blickwinkel zu betrachten....
...usw. usf.
Bis sich die Diskussionen jetzt auch hier im Forum immer mehr um das Thema drehen, dass es keinen freien Willen gibt, dass alles geschieht, dass es (eigentlich) keinen Handelnden gibt...

Das ist an sich schon paradox, denn hier geht es um Realitätsgestaltung, die ja eigentlich nicht gestaltet werden kann...


ich denke ja auch... irgendwie schließt das Eine ja das Andere nicht aus..
wir müssen/dürfen es nur aus einem anderen Blickwinkel sehen..
.. und das ist ja mein Knackpunkt.. ich glaube beides..
sowohl als auch.. nicht-und-doch freier wille.. der letztendlich zum Gesamtwillen wird bzw.. ich könnte/dürfte/müsste in mir einen Gesamtwillen erzeugen.. mein Wille sollte im Einklang mit Uni-Gotteswille stehen.. dann wirds wohl werden.. sein.. hm :roll:

Zitat:
Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Das Annehmen der Theorie, dass wir nichts entscheiden können widerstrebt unserem Erleben, auch wenn die Theorie noch so wahr ist. Das ist so ähnlich wie der Lauf der Sonne über den Himmel. Auch wenn wir "wissen", dass die Erde um die Sonne kreist, erleben wir es genau anders herum. So ist es für unser Gefühl stimmig. Und es ist auch legitim dies so zu betrachten, denn aus unserer Perspektive stimmt es - und die andere Perspektive können wir gar nicht einnehmen.


Okay.. das macht jetzt Sinn.. im Grunde kann man es so betrachten..
Das ist die Theorie!!
Die Betrachtungsweise hab ich verstanden..
Nur.. mit der Praxis.. da bekomm ich das wirklich schlecht umgesetzt..

Deshalb sind ja meine Ängste nicht in Richtung Tod.. sondern .. in Richtung weiteres -er-leben.

Sprich Versagensängste.. Angst vor Verlust.. oder eben auch.. vor dem Großen Ich-willen.. gegen den ich ja.. im Grunde nicht wirklich was ausrichten kann..
Bsp. Durch die aktive Realitätsgestaltung hat mein Mann einen suuupertraumjob gefunden.. alles war gut..
Durch eine übergeordnete Wirtschaftskriese nach einem Jahr wieder verloren.. (sein Chef war sehr traurig meinen Mann wieder gehen lassen zu müssen).. Logisch nach LoA.. wär es jetzt .. zu wissen, dass wir uns dass jetzt selbst mit irgendwelchen glaubenssätzen erschaffen hätten.. und Gefühlstechnisch oben zu bleiben.. Geht einfach nicht so leicht..

Trotzdem tauchten Fragen auf.. Warum, Wieso usw.? Was haben wir falsch gemacht? Wirtschaftskriese? Warum und in wiefern hab ich die erschaffen?

Zitat:
Ich sagte am Anfang, dass das, was ich Dir antworten möchte, paradox ist. Es stimmt, dass wir nichts entscheiden können. Und trotzdem kannst Du diese Wahrheit ignorieren und einfach entscheiden. Völlig irrelevant, ob es nur in Deinem Erleben Du bist, die da entscheidet und in Wahrheit die Entscheidung "geschieht". Denn wir wissen ja, dass unsere Entscheidungen vom Gehirn schon entschieden sind und erst Sekundenbruchteile danach diese Entscheidung als "unsere" in unserem Bewusstsein getroffen wird...


Das erinnert mich stark an das Zitat (Verfasser mir unbekannt) "Ich weiss, dass ich nichts weiss!".. sorry.. ich wollt Dich damit nicht persönlich angreifen.. sondern zum Ausdruck bringen.. das mir persönlich das allmählich ein bissl zu hoch ist.. (Hat mit Deiner Aussage nur indirekt zu tun.. haach.. ich verzweifel noch.. )

Zitat:
....... ist für mich so bedeutungslos wie die Frage, ob denn nun die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde kreist. Es fühlt sich definitiv besser an, Entscheidungsfähigkeit zu haben - und merkwürdigerweise fühlt es sich auch so an, als könne man selbst entscheiden, ob man nun zum Einen oder zum Anderen tendiert.

Ich weiß nicht, ob so viele Worte notwendig gewesen wären, um das auszudrücken, was ich Dir eigentlich sagen wollte. Nun stehen sie da und bleiben auch da stehen. Das habe ich jetzt so entschieden. :wink:

LG
tiramisu


Keine Ahnung... (ob "es" mit weniger Worte gegangen wäre) :wink:
aber.. ich hab zumindest verstanden, worauf Du hinaus willst.. nur.. wärs mir persönlich ganz recht..ich würd irgendwann mal (in meinem Leben!) so sicher wissen (!) wie "ES" funktioniert.. Wie.. das wir wissen.. das die Erde um die Sonne kreist.. (sorry das ich das so flapsig rüberbringe.. aber ich bin oft schrecklich gerne wissenschaftsgläubig)..

Das wertet übrigens in keinster Weise Deine Antwort ab!..
Ich habe selten für mich eine so klare und verständliche Antworten gelesen.. danke Dir nochmals.. ich denke ich verstehe worauf Du hinaus willst! :D :wink:

LG
someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 20, 2009 11:24 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
martina hat geschrieben:
Also die Ängste zu personifizieren, habe ich ja auch umgesetzt, wie gesagt. Ich habe mir eine Person vorgestellt, die ich nicht mag. Aber ich habe sie nicht "meine" Angst genannt, denn sie gehört mir nicht. Sie ist wohl die einzige Angst, die ich vollkommen sehen kann. Für andere ist sie in dieser Form unsichtbar, vielleicht haben einige eine Ahnung davon, wie sie aussieht, weil sie mit ihr auch schon Bekanntschaft gemacht haben.
Ich habe ihr einen weiblichen Namen gegeben, da es ja auch die Angst heißt, nicht wahr. Den verrate ich nicht, weil es eine Person gibt, die hier so heißt und ich möchte nicht, dass sie es auf sich bezieht.
Da keiner der Angst aus dem Weg gehen kann, ich kann es auch nicht, gilt es sie zu akzeptieren, sie zu bewirten, einige sagen ja, sie zu umarmen, meinetwegen. Ich sage mal so, sie zu lieben, in dem Bewusstsein, dass sie mir was zeigt, was ich nur durch sie sehen kann. Sie zeigt mir etwas, was ich sehen soll, muss. Damit befürworte ich ihr Dasein.


Der, die, das Angst? spielt für mich keine Rolle.. mir hat dieses Personifizieren nicht viel gebracht.. *merk*

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 20, 2009 11:45 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
° Ich ° hat geschrieben:
Salü Someone,

ob Tod oder Angst - etwas dagegen zu unternehmen, bzw. gegen sie zu wirken, halte ich für ausgesprochen ineffektiv.



Wie gesagt.. der Tod.. macht mir keine Angst.. mehr das Leben.. in dem ich mich oft sehr erfolglos erlebe.. egal was ich versuche..
Ist mein Erleben.. will nicht jammern..
.. Nur.. ich versuche.. mich an Regeln zu halten.. vllt. zu viel..? mich festzuhalten, zuviel?..

Muss einen inneren Halt finden.. Wie? (! für mich gilt diese Frage). Das Angst mal mein Freund wird? Vielleicht.. auch kein schlechter Ansatz..

Zitat:
oder:
vor kurzem ist etwas sehr schönes passiert, was bei mir zeitgleich Freude & eine bestimmte Angst ausgelöst hat.
Ich bin also zu dieser " inneren Angst" gereist. Die Angst war eisekalt & zitterte, ... auch weil sie Angst vor mir hatte. Auch mit auf der Reise war meine Freude, die wollte die ganze Reise über nur tanzen & springen. Mit den beiden also, weil ich nicht mehr weiter wusste, bin ich zum Herz gereist. Oft weiß das Herz, wie´s weitergehen kann. So, jetzt waren wir zur viert: das Herz, die Angst, die Freude & ° ich °...

.... Auch die Angst wurde viel wärmer, weicher & lustiger.
... mittlerweile sind wir befreundet ;) .

... auf geht´s :)


jau.. schööön wärs.. wenn ich das ma so locker umsetzbar wär..

.. hach.. auf zu neuen Ufern..

LG
Someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 20, 2009 2:38 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Jun 25, 2009 1:05 pm
Beiträge: 648
Wohnort: FFM-City
Salü Someone,

vielen Dank für deine ausführlichen Antworten!

was mir spontan dazu einfällt: sobald du von einem inneren Halt sprichst, ganz gleich in welchem Zusammenhang - verfügst du über einen solchen ( selbst bei einer verneinenden Aussage). Tja, wo ..., wo (ver)steckt sich dieser nun? ---> in dir. In dir, in deiner inneren Welt. Wie kommst du dahin? Einfach die Augen schliessen ( oder offen lassen - wie es behagt) & nach Innen schauen, gehen, lauschen, fühlen. Und wirklich Alles & Nichts, das dir dort (in deiner inneren Welt begegnet) bist du, sind Teile von dir.
Du trittst also eine Reise nach Innen an mit der Absicht, deinen " inneren Halt" zu finden. Wenn du in dir bist, rufe ihn doch einfach mal & fühle, was passiert. ... .
Vielleicht kommt ja auch auf einmal eine Angst auf, dass du ihn nicht finden wirst oder ein Zweifel, ob dies auch der für dich richtige Weg ist. Wenn möglich ( bei inneren Reisen gibt es kein "muss") nimm beide an die Hand & suche/ finde weiter.

alternativ:
du stellst dir ( oder du hast bereits) deinen inneren Halt vor. Spontan ( freestyle) sag´ ich jetzt mal: vielleicht ist es ein großer, schwerer Amboss ( oder vielleicht ein großer, hoher Laubbaum im Herbstgewand). Innerlich: schau ihn dir genau an, fühle hin. Wie verhält er sich? Freut er sich? Ist er verletzt? Schläft er? Riecht er? Hat er so etwas wie ein Gesicht? Wenn möglich sprich ihn an & sag ihm etwa: " innerer Halt, ich spüre dich & freue mich, dich gefunden zu haben". Antwortet er?

... smile Someone, mir fällt noch ne Menge dazu ein ;) . Doch ich verweise lieber auf ein Buch, in dem es wesentlich besser, deutlicher & klarer zum Ausdruck gebracht wird, was ich meine mit "innerer Reise".
Hier möchte ich bemerken, dass der Autor mir aus der Seele schreibt.
Vielleicht aber auch ist es nicht deine Sprache, oder " es passt" momentan nicht.
Schau mal:
http //www.arbor-verlag.de/herz-was-sagst-du-mir
Unten auf der Seite gibt es auch eine Leseprobe!

Vielleicht aber auch ist es, um deine Worte zu nutzen, ein neues Ufer für dich, an dem du gerne - von Zeit zu Zeit - ankerst ;) .

_________________
° Jede Sekunde öffnet sich ein Mini-Geschenk in deinem großen Geschenk ☺ . °


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 20, 2009 3:23 pm 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
.. Kawoom...

Danke "(mein...) (;o)) ° ich °" .. hey.. da spricht die Doppeldeutigkeit raus.. aus dem "ich"..

ich denke.. (evtl.?) ich verstehe.. und ich könnte meinen inneren Halt echt schon gefunden haben.. irgendwie bin ich mit Backsteinen vor den Augen rumgelaufen.. nuu.. fehlts mir nur am (selbst)vertrauen..

.. :oops: ja.. der innere halt.. ist versteckt.. im Versteck.. im Versteck.. verhält sich glaub ich ganz ähnlich wie mit dem Geschenk im Geschenk.. vielleicht ist ja mein Halt im Geschenk versteckt??

Hm.. :roll: werd mal suchen gehen..

Danke Dir,
lächelnd grüßt someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 20, 2009 10:04 pm 
Offline

Registriert: Do Sep 10, 2009 10:11 pm
Beiträge: 104
Wohnort: hier
Liebe Someone,

sorry erstmal, in meinem Beitrag bin ich überhaupt nicht auf die Angst eingegangen, er fokussierte eigentlich ausschließlich dies:

Someone hat geschrieben:
Wie... wenn ich keinen freien Willen habe.. kann ich z.B. aktiv irgendwas tun..?


Und ich meinte im Grunde genommen: Ignoriere das theoretische Wissen, dass Du nichts tun kannst, und glaube an die Realitätsgestaltung. Das kannst Du. Kehre zu dem zurück, wo das LoA für Dich funktioniert hat.

Someone hat geschrieben:
nur.. wärs mir persönlich ganz recht..ich würd irgendwann mal (in meinem Leben!) so sicher wissen (!) wie "ES" funktioniert.. Wie.. das wir wissen.. das die Erde um die Sonne kreist.. (sorry das ich das so flapsig rüberbringe.. aber ich bin oft schrecklich gerne wissenschaftsgläubig)..


Du weißt ja gar nicht, dass die Erde um die Sonne kreist. Du glaubst nur, was die Wissenschaftler sagen. Das "andere" kannst Du aus der Perspektive des Verstandes ebensowenig wissen, sondern nur glauben.

Was Deine Ängste angeht... Ich bin davon überzeugt, wenn Du sie weiter denkst, wirst Du immer auf die Angst vor dem Tod stoßen. Du brauchst Dich bei jeder Angst nur zu fragen: Was ist denn, wenn das eintritt, wovor ich Angst habe. Und dann weiter...

Deine Frage nach der Wirtschaftskrise... Die hast Du vielleicht mitgestaltet, vielleicht auch nicht. Wahrscheinlich eher doch, denn sonst hättest Du nicht mit den Auswirkungen zu kämpfen. Wie Du die mitgestaltet hast? Vielleicht mit Sorgen, Ängsten... Das ist ein Teufelskreis.

Aber das ist doch völlig irrelevant. Stell Dir folgende Szene vor: Du willst mit dem Auto von A nach B fahren und statt Dein Navigationssystem mit dem Ziel "B" zu programmieren, gibst Du nur den Startpunkt "A" ein und fährst los - und wunderst Dich, warum Du nicht da ankommst, wo Du hinwillst.

Deine Fragen nach dem Warum... ebenso irrelevant, in meinen Augen. Wenn Du nach "B" willst, fragst Du schließlich auch nicht: Warum bin ich in "A" - sondern Du programmierst Dein Navi mit dem entsprechenden Ziel. Will sagen, damit Dein Mann einen neuen Job bekommt, ist es völlig nebensächlich, wie er/Du/Ihr das geschafft habt, dass der alte futsch ist. Jetzt ist jetzt. Ich meine damit: Schau Dir lieber an, welche Gedanken und Gefühle jetzt da sind, die Dich in Deiner Zielführung behindern, statt in der Vergangenheit rumzukramen. Im Zweifel wirst Du nämlich gar nicht mehr alles zusammen bekommen, was dazu geführt hat, dass Dein Mann den Job verloren hat (um beim Beispiel zu bleiben). Denn eins ist klar: Trotz Wirtschaftskrise verlieren nicht alle - auch bei einer Naturkatastrophe verlieren nicht alle. Sorge doch dafür, dass Du künftig nicht zu denen gehörst, die verlieren. An der Vergangenheit änderst Du nichts mehr.

Ich kann Deine Gedanken gut verstehen, ich habe oft genug selbst in der Vergangenheit rumgekramt - und tue das mitunter immer noch. Man sieht halt leichter den Splitter im Auge des anderen, als den Balken im eigenen. :wink: Womit ich sagen will: Was ich Dir rate, ist meine eigene Übung. Ich will mich nicht "über" Dich stellen.

LG
tiramisu

_________________
Alle dachten immer, das geht nicht. Bis einer kam, der das nicht wusste. Und bei ihm ging es.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Dez 21, 2009 8:35 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Hallo tiramisu,

sorry, dass ich mom. nicht auf den aktuellen Beitrag antworte.. .. Bin zumindest meiner Angst auf der Spur, indem ich erkenne.. wo es denn genau bei mir hakt.. und
jedenfalls stellte ich bei allem fest..

das LoA alleine mir kein Vertrauen schenkt.. es wirkt wie Aspirin.. ODER irgend ein anderes Schmerzmittel.. :wink: .. kurz, schnell.. aber.. schnell..ist die Wirkung (Betäubung) wieder aufgehoben..

Es hat kurz eine tolle Wirkung.. und dann kommt der Alltag ganz schnell..

Ich will keine Kritik üben..Achtung!!.. ich habe mit Bestellungen angefangen.. und nix funktionierte.. nicht einmal einen Parkplatz bekam ich..
Dann stellte ich mit der Zeit fest, ich bin total negativ mir selbst gegenüber programmiert.. ich find an mit Selbstliebe, Selbstakzeptanz, zu üben.. und plötzlich schwuppte es..
mit Kleinigkeiten.. aber.. permanent kamen wieder kleine Wermutstropfen.. und das ist geblieben..

und noch schlimmer ist.. seit ich mehr und mehr begreife, dass es in Wirklichkeit eh egal ist.. was ich mache.. es kommt so wie es kommen muss.. fühle ich mich wieder extremst zurückgeworfen.

Dann ists so, dass ich feststelle, ich habe mich evtl. falsch entschieden.. falsch gewählt?.. Wenn mich wie des öfteren der Fall ein "Schicksalsschlägchen" .. und seis auch nur so geringfügig trifft.. falle ich in ein Loch (Löchlein).. und bin handlungsunfähig.. depressiv.. und denke.. jau.. da hast mal wieder was manifestiert, fabriziert.. wie auch immer.. wieder was falsch gemacht..

Loa ist dann wies Leben, hart und gemein.. und.. ja üüberhaupt nicht wertend.. weil, ein Gesetz.. so..

Ich fahre sooft gen null.. obwohl ich versuch gefühlsmäßig positiv zu bleiben..

Mir fehlt.. da die Wärme, die Menschlichkeit.. dass, das ich eben -wirklich- aktiv an meinem Leben was ändern KANN.. d.h. ich hab mom. gar nicht das Gefühl.. und da hilft mir Loa gerade nix.. denn ich lass zu mein Ärger.. ich arbeite mich hoch.. und boom.. kommt was ..

Sicher.. ich bin mir auch bewußt.. das meine Ängste..um die es in diesem Thread ja eigentich geht.. wohl auch ihren Beitrag dazu leisen.. dass ich immer wieder Rückschläge erlebe.. im Erleben.

Dann denke ich ja aber wieder.. nu, wenn es doch gar keine Handlungsfreiheit gibt.. is ja eh wieder egal.. was ich mach, ob ich angst habe oder nicht.. herrje.. ich weiss nicht weiter..

Fühle mich ein tag gut.. den nächsten wieder gefangen im Hamsterrad.

Liebe tiramisu,

wie gesagt.. ich bin GERNE wissenschaftsgläubig.. es reicht mir vollkommen aus.. wenn es gesagt wird..
ich hinterfrage mich und andere bzw. meine und deren Aussagen furchtbar gern... nur, alles nicht.. das ist mir zu unsicher.. ich brauche den Halt.. den äußeren :wink:
Aber wahrscheinlich nur, weil ich keinen inneren Halt habe. Bzw. ihn noch nicht gefunden hab.

LG
someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Dez 25, 2009 12:33 pm 
Offline

Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
tiramisu hat geschrieben:
Liebe Someone,

sorry erstmal, in meinem Beitrag bin ich überhaupt nicht auf die Angst eingegangen,
.............
Was Deine Ängste angeht... Ich bin davon überzeugt, wenn Du sie weiter denkst, wirst Du immer auf die Angst vor dem Tod stoßen.


Liebe tiramisu,

nun möchte ich hier nochmal neu einsteigen und auf mein eigentliches Thema zurückkommen:

Nein.. ich habe wirklich.. keine Angst vor dem Tod und ich kann das auch begründen.. die Angst vor dem Tod hatte ich nie richtig.. weil ich viel zu viel Schwierigkeiten mit Leben an und für sich hatte, dass heisst genaugenommen.. ich lebte einfach noch nie wirklich GERNE.. Lebte..
denn ich bin ja am Arbeiten.. ich lebe allmählich leichter.. und gerner..

Ich bin bei einer depressiven Mutter groß geworden und habe praktisch Depressionen übernommen.. ich habe eigentlich auch schlicht und ergreifend gar nicht lernen können, was es bedeutet -gerne hier zu sein-.

Langsam erfreue ich mich mehr und mehr alltäglichen Dingen.. habe aber auch zeitgleich panik vor Verlust..
Die schlimmste Angst ist aber die vor dem Verlust meiner Tochter..
ich kann es mir eigentlich nicht zuende denken..
wenn ich meine Tochter verlieren würde.. wär das nur schrecklich..
Da hört das theoretische Denken meiner Ansicht nach auf.. denn.. über ungelegte Eier kann man sich nicht wirklich gedanken machen :wink:

Zitat:
Du brauchst Dich bei jeder Angst nur zu fragen: Was ist denn, wenn das eintritt, wovor ich Angst habe. Und dann weiter...


Genau.. was ist, wenn ich alles verliere, woran ich hänge.. ??
.. ui.. das wär schrecklich.. einfach nur schrecklich.. ich müsste einen Weg finden, damit zu leben.. ich hätte dann keine Wahl.. ich müsst wieder einfach damit leben.

Wenn ich mein Leben verlieren würde (wärs eigentlich mehr für meine Familie schlimm) denn ich hab ja keine Angst vor dem Tod.. dann wärs leicht und schön.. egal was dann käme.. :wink:

Zitat:
Deine Frage nach der Wirtschaftskrise... Die hast Du vielleicht mitgestaltet, vielleicht auch nicht. Wahrscheinlich eher doch, denn sonst hättest Du nicht mit den Auswirkungen zu kämpfen. Wie Du die mitgestaltet hast? Vielleicht mit Sorgen, Ängsten... Das ist ein Teufelskreis.


jau.. oder es wär eh so passiert.. angesichts dessen.. das es ja keinen freien Willen gibt

Was heisst das dann eigentlich noch.. ich soll mir illusorisch vorstellen.. ich könne noch was drehen.. und praktisch ist es aber so, dass ich eh nix machen kann??.. Nu ja.. andere Baustelle.. aber dieses Schicksalsdenken schürt (meine) Ängste, oder? Damit komm ich ebent nicht klar.

Zitat:
Aber das ist doch völlig irrelevant. Stell Dir folgende Szene vor: Du willst mit dem Auto von A nach B fahren und statt Dein Navigationssystem mit dem Ziel "B" zu programmieren, gibst Du nur den Startpunkt "A" ein und fährst los - und wunderst Dich, warum Du nicht da ankommst, wo Du hinwillst.


Naja.. gibt es denn wirklich ein Navi.. ? bzw. macht das Navi denn dann eh nicht seinen Weg? und ich komm nach Z ob ich will oder nicht? .. irgendwann? .. vllt können wir ja wenigstens in unserer illusorischen Zeit was drehen?.. hm.. :roll:

Zitat:
Deine Fragen nach dem Warum... ebenso irrelevant, in meinen Augen. Wenn Du nach "B" willst, fragst Du schließlich auch nicht: Warum bin ich in "A" - sondern Du programmierst Dein Navi mit dem entsprechenden Ziel. Will sagen, damit Dein Mann einen neuen Job bekommt, ist es völlig nebensächlich, wie er/Du/Ihr das geschafft habt, dass der alte futsch ist. Jetzt ist jetzt.


Wie wahr, wie wahr.. Erkannt hab ich aber noch immer nicht wirklich.. was es überhaupt noch nutzen soll.. wenn ich weiss ich muss mich ob ich will oder nicht, meinem Schicksal ergeben..
Es macht nunmal Angst! wenn man eben nicht wirklich weiss..
Wissen kann.. Bzw. nicht wirklich -wollen kann- oder besser gesagt.. es nehmen muss wie es wohl kommt.

Wenn ich den Gedanken des nichtvorhandenen freien Willens zu ende denke.. dann muss ich loslassen.. aber in wieweit?.. kann ich mich jetzt ins Bett legen und der Dinge harren.. die da kommen.. so oder so?

eine schreckliche Vorstellung..

Das ist jetzt natürlich übertrieben gedacht.. hihi..
nein klar.. ich muss ja illusorisch annehmen.. ich könne was ändern.. und dies auch tun.. um im Rückblick festzustellen.. das es eh nix bringt?


Zitat:
Ich meine damit: Schau Dir lieber an, welche Gedanken und Gefühle jetzt da sind, die Dich in Deiner Zielführung behindern, statt in der Vergangenheit rumzukramen.


Das tu ich gar nicht.. ich versuche eher in der Zukunft rumzukramen (was ja auch nicht viel bringt .. kicher..).. aber.. es will mir nicht in den Sinn.. was ich eigentlich TUN KANN.. um mich besser zu fühlen..
-klar.. ich kann bessere Gefühle fühlen.. (laut Loa)..
Aber zu was denn eigentlich noch.. wenn in mir jemand anderes (grossich?) .. eh für mich richtig gefühlt hat?

Zitat:
Im Zweifel wirst Du nämlich gar nicht mehr alles zusammen bekommen, was dazu geführt hat, dass Dein Mann den Job verloren hat (um beim Beispiel zu bleiben). Denn eins ist klar: Trotz Wirtschaftskrise verlieren nicht alle - auch bei einer Naturkatastrophe verlieren nicht alle. Sorge doch dafür, dass Du künftig nicht zu denen gehörst, die verlieren. An der Vergangenheit änderst Du nichts mehr.


Ich bin menschlich.. und ich möchte eine Veränderung erzielen.. ich habe nur die Vergangenheit um draus zu lernen.. um zu verändern.. um anders und besser zu machen!
Ich versuch(te) eben.. mir Mut zu machen.. freute mich über den Job meines Mannes (um beim Thema zu bleiben) um dann festzustellen.. dass es wohl egal ist.. was ich fühle.. (in Hinblick meines Mannes Job).. klar ist das zu kompliziert.. denn ich kann ja nicht in das Leben meines Mannes eingreifen.. seine Gefühle gestalten ja sein Leben (oder eben eh nicht?)..

Zitat:
Man sieht halt leichter den Splitter im Auge des anderen, als den Balken im eigenen. :wink:


ja.. das stimmt..geht mir auch so.. gut, ich nutze es einfach praktisch.. und verliere den Balken in meinem Auge -nicht- aus den Augen.. 8)

Zitat:
Womit ich sagen will: Was ich Dir rate, ist meine eigene Übung. Ich will mich nicht "über" Dich stellen.

LG
tiramisu


Hab ich auch nicht so aufgenommen.. keine Sorge.. :wink:
Wir spekulieren hier ja auch nur..
Wissen tun wir ja eh nie wirklich was.. *vermut*

LG
someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Dez 25, 2009 7:50 pm 
Offline

Registriert: Do Sep 10, 2009 10:11 pm
Beiträge: 104
Wohnort: hier
Liebe Someone,

Du hast wahrscheinlich keine bewusste Angst vor dem Tod. Äh, ich will Dir nichts einreden, sondern Dich auf eine Fährte setzen, die ich für mich erkannt habe... Und ich habe für mich erkannt, dass die Angst hinter der Angst hinter der Angst die Angst vor dem Tod ist. Bei mir. Und da ich mich für nichts Besonderes halte, gehe ich davon aus, dass das bei anderen Menschen auch so ist. Habe ich an anderer Stelle übrigens auch schon gelesen - ist also nicht auf meinen Mist gewachsen. Soviel als Erklärung.

Deine Erklärung, dass Du keine Angst vor dem Tod hast, weil Du nicht gern lebst, klingt plausibel, ist aber - glaube ich - an der Realität vorbei. Ich kenne diese Situation aus meinem eigenen Leben, dieses nicht gerne leben. Aber: Ich weiß, dass da immer die Hoffnung war, dass es irgendwann besser wird. Vielleicht nicht bewusst, aber die Hoffnung war da, muss da gewesen sein - auch bei Dir. Denn sonst wäre der Strick längst fällig gewesen. Dass man nicht abdanken möchte, bevor man nicht die Sonnenseite des Lebens kennen gelernt hat - auch wenn man sich das gedanklich gar nicht vorstellen kann, dass es erreichbar ist - scheint logisch. Mir geht/ging es jedenfalls so. Es ist doch die Hoffnung, die einen immer weiter machen lässt - bis auf die depressiven Phasen, wo man resigniert...

Wie gesagt, ich will Dir nichts einreden, sondern Dich ermutigen, genau hinzuschauen. Auf Deine konkrete Angst bezogen würde das etwa bedeuten: Was wäre denn, wenn Du Deine Tochter verlierst... (Ich fabuliere mal, um Dir deutlich zu machen, was ich meine.) Dann wärst Du unsagbar traurig, dass es nicht auszuhalten wäre. (Was passiert, wenn man etwas aushalten muss, was man nicht aushalten kann? Man stirbt!) Dein Leben hätte keinen Sinn mehr. (Wenn das Leben keinen Sinn mehr hat, ist man quasi tot.) Reicht das als Beispiele? Ich weiß nicht, mit welchen konkreten Gedanken diese Angst bei Dir belegt ist. Aber Du kannst da ganz ruhig hinschauen - es passiert ja nichts.

Zitat:
Da hört das theoretische Denken meiner Ansicht nach auf.. denn.. über ungelegte Eier kann man sich nicht wirklich gedanken machen :wink:


Doch, doch, genau da geht der Weg aus der Angst heraus lang: Spüre hinein, welche Ängste bzw. Gefühle sich da melden, wenn Du Dir vorstellst, Du hättest gerade die schlimmste aller Nachrichten erhalten.

Zitat:
Genau.. was ist, wenn ich alles verliere, woran ich hänge.. ??
.. ui.. das wär schrecklich.. einfach nur schrecklich.. ich müsste einen Weg finden, damit zu leben.. ich hätte dann keine Wahl.. ich müsst wieder einfach damit leben.


Du denkst darüber nach, wie Du dann "danach" weiterleben müsstest. Damit weichst Du dem Gefühl aus, das in Deiner jetzigen Phantasie entstehen würde, wenn Du die Schreckensnachricht bekommen würdest. Es geht aber nicht um denken, es geht um's hinspüren.

Wenn Du wirklich keine Angst vor dem Tod hast, dann könnte das zu Ende Denken und Spüren Dich zu der Erkenntnis führen, dass hinter der Angst vor dem Verlust eine für Dich absurde Angst vor dem Tod steckt. Damit wäre der Spuk dann wohl vorbei.

Zitat:
Wenn ich den Gedanken des nichtvorhandenen freien Willens zu ende denke.. dann muss ich loslassen.. aber in wieweit?.. kann ich mich jetzt ins Bett legen und der Dinge harren.. die da kommen.. so oder so?

eine schreckliche Vorstellung..


Nicht schrecklicher als die Vorstellung, Macht zu haben und immer wieder erleben zu müssen, dass "es" trotz aller Mühen nicht so funktioniert, wie man sich das gedacht hat. Versuche mal, Wasser einen Berg hoch fließen zu lassen...

Ich gebe ja gerne zu, dass ich auch hin- und herschwanke zwischen "ich kann alles" und "ich kann gar nichts". Mal fühlt sich das eine besser an, mal das andere... Kann ich das ändern? Nö, ich kann gar nichts. Wenn ich erkenne, dass ich nichts kann, kann das dazu führen, dass ich mich eine Zeitlang ins Bett lege und gar nichts tue, wenn das so "erschaffen" ( :wink: ) ist. Muss aber nicht.

Wenn es keinen freien Willen gibt, dann hat es den noch nie gegeben, logisch. Er verschwindet nicht mit meiner Erkenntnis, dass es ihn nicht gibt. Wenn es den freien Willen noch nie gegeben hat, dann sind aber trotzdem die meisten Menschen jeden Morgen aufgestanden und einer Arbeit nachgegangen. Jetzt könntest Du einwenden: Jaaa, weil sie dachten, es sei ihre Entscheidung. Nein, denn es ist ja nicht so, dass die Einbildung, man habe einen freien Willen, dazu führt, dass man sich frei entscheiden kann.

Ich habe heute erkannt, dass es sogar sehr gut ist, dass wir nicht erschaffen können, keinen freien Willen haben. Denn das Gegenteil müsste zwangsläufig zum Chaos führen. Alles läuft nach dem göttlichen Plan, der göttlichen Ordnung. Wenn Hinz und Kunz nun eigene Pläne machen und in die Tat umsetzen könnten, würde doch alles durcheinander geraten.

Als Kinder haben wir Rollenspiele gespielt. Nichts anderes tun wir jetzt. Das Navi gehört zum Rollenspiel dazu, ebenso die Idee des freien Willens. Als Kinder sind wir auch ganz in die Rolle eingestiegen und haben so getan "als ob". Wenn das Spiel zu Ende war, sind wir "aufgewacht".

Wir "drehen" insofern, als jede Handlung von uns wieder neue Impulse setzt, also Ursache für neue Handlungen wird. Insofern ergeben dann auch solche Diskussionen einen Sinn, weil auch sie neue Ursachen setzen, gleiches gilt für alle Impulse von Außen, seien es nun Bücher oder was auch immer. Dass das Ganze nach einem festen Plan abläuft, ist dabei doch völlig nebensächlich. Auch die Wünsche und Gedanken gehören zum Plan, ebenso wie unsere Diskussionen... Und auch Loslassen geschieht oder geschieht nicht.

Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, es sind quasi meine eigenen. Heute bin ich an ein Bibelzitat "Im Anfang war das Wort..." erinnert worden, im Zusammenhang damit fiel das Wort "erschaffen". Dadurch ist bei mir der Knoten geplatzt. Es ist bereits alles erschaffen, LoA ist ein Irrtum. Denn nach wie vor bleibt die Frage offen - und die kann niemand beantworten: Wo kommen denn die Wünsche und Gedanken her? Die mache ich doch nicht selber...

Für mich schließt sich damit ein Kreis. Alles, jeder Gedanke, jedes Wort, jede Handlung von mir oder irgendjemand ist festgeschrieben - ob ich das nun weiß und anerkenne oder nicht. Das ganze Leben ist ein gigantisches Theaterspiel, in dem bis ins kleinste Detail alles geplant ist. Gott spielt. Und es ist alles vollkommen.

LG
tiramisu

_________________
Alle dachten immer, das geht nicht. Bis einer kam, der das nicht wusste. Und bei ihm ging es.


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 13 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: MSN [Bot] und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu: