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 Betreff des Beitrags: Angst und Tod
BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 2:51 pm 
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Obwohl es sehr persönlich ist,ich versuche es jetzt mal,weil ich alleine nicht weiterkomme und auf Anregungen hoffe.Ich hoffe,das ich bei niemandem gefühlte Tabus breche,denn ich möchte natürlich niemanden mit etwas konfrontieren,was ihm vielleicht auch Angst macht...

Ich hatte vor fast 10 Jahren die erste Panikattacke,die vielleicht mit einem Schilddrüsenproblem einherging,aber warum auch immer,da ist mir plötzlich bewußt geworden,das ich sterblich bin,worüber ich mir vorher nie Gedanken gemacht hatte.Eine weitere Attacke hatte ich damals nicht,aber zwei Jahre lang mit düsteren Gedanken über den Tod zu kämpfen,erst ein Heilpraktiker hat mir da `rausgeholfen.

Letztes Jahr habe ich etwa ein Vierteljahr lang heftige Panikattacken ohne ersichtlichen Grund gehabt,wieder einfach nur Angst,zu sterben.Ich würde es gern auf die Trennung von meinem Mann schieben,aber die mag der Auslöser,nicht der Grund gewesen sein.
Ich war sofort wieder beim Heilpraktiker,mit recht gutem Erfolg-keine Panikattacken mehr,aber diegleiche Angst,diegleichen drückenden Gedanken an Krankheit und Tod.

Dabei ist mir gleichzeitig alles,was ich mir gewünscht habe,einfach zugeflogen-beruflich habe ich mir einen Traum erfüllen können,einfach so.Seitdem habe ich das erste Mal seit langem keine Geldsorgen mehr und obendrauf eine neue Beziehung,die so vollkommen meinen Gefühlen und Vorstellungen entspricht,das ich nur sprachlos staunen kann.
Das wichtigste aber-ich war noch nie krank,selbst die eine Grippe,die ich hatte,war in zwei Tagen überstanden.

Mittlerweile bin ich so weit,das ich die Angst zumindest einigermaßen definieren kann.Irgendwie hängt es mit Kindheitserfahrungen zusammen,mit getrennt-werden,mangelndem Urvertrauen wahrscheinlich.So gaga es klingen mag-der Tod,zumindest das "wann",ist heute nun einmal das einzige,was ich nicht beeinflussen kann und deshalb ist er so bedrohlich,das einzige,was mich jederzeit trennen kann von dem,was ich liebe.Ob ich will oder nicht.

Und so mache ich mir das Leben schwer mit etwas,wovon ich weiß,das ich es auf einer anderen Ebene zu-und loslassen muß als der des intellektuellen Begreifens,des Egos,vielleicht sogar der Liebe,so,wie ich sie für das und für mein Leben empfinde.

Es würde mich interessieren,wie andere mit diesem Thema umgehen,immer noch in der Hoffnung,niemanden mitzuziehen... :oops:

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*****"Die Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass sie jemand findet.“ *******

Astrid Lindgren


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 3:17 pm 
:shock: Shaoli, es ist als hätte ich den Text geschrieben...Ich litt als Teenager an Panikattacken...richtig helfen konnte mir aber niemand...Die Ärzte haben es auf den frühen Tod meines Vaters geschoben...womit sie vielleicht nicht ganz unrecht hatten....inzwischen plagen mich diese Attacken nur noch selten...wenn, dann aber meistens vor dem Einschlafen...ich habe dann auch plötzlich Angst vor dem Tod...und die Angst kommt wie aus dem Nichts...Deshalb würde es mich interessieren inwieweit dir dein Heilpraktiker helfen konnte? (gerne auch als pn)...Und genau wie bei dir kommen diese Attacken meist in einer Lebensphase, in der ich meist wunschlos glücklich bin...toller Beruf, schöne problemlose Liebesbeziehung...Meiner Meinung nach ist das einfach die unterdrückte Angst, das alles wieder zu verlieren...
Ein weiterer Grund - bei mir zumindest - ist der, dass in der Familie immer sehr angsteinflößend über den Tod bzw. über Krankheiten gesprochen wurde...Auf ein Patentrezept, wie man generell mit dieser Angst umgeht warte ich bis heute noch...obwohl mich die Hicks-Bücher schon einen großen Schritt weiter gebracht haben....
Dennoch bin ich froh, dass du dieses Thema ansprichst...ich bilde mir immer ein ich sei die einzige mit dieser Angst...Hast du mit deinem Partner oder einer anderen Vertrauensperson schon mal darüber gesprochen?


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 3:21 pm 
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Und so mache ich mir das Leben schwer mit etwas,wovon ich weiß,das ich es auf einer anderen Ebene zu-und loslassen muß als der des intellektuellen Begreifens,des Egos,vielleicht sogar der Liebe,so,wie ich sie für das und für mein Leben empfinde.

In dieser Aussage liegt für mich deine Antwort, nach der du so intensiv suchst.

Wir sind alle nur Gäste auf dieser Erde. In unserem kurzem Dasein können wir nur lernen und das mitnehmen, was uns beeinflusst und verändert hat.

Alles wird gut ...
WANA


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 4:25 pm 
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Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn es ist eigentlich nicht unüblich, dass solche Panikattacken in Phasen des Glücks und der Zufriedenheit kommen. Es ist nunmal so, dass wenn man Schönes erlebt und Ziele erreicht hat, Angst hat, das ganze wieder zu verlieren. Mit dem Tod gut umgehen können glaube ich nicht viele, es ist einfach auch schwer und ein Lernprozess.


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 6:12 pm 
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Beiträge: 936
Hallo Gisela,

und genau auf so ein Patentrezept hoffe ich :roll: :wink:
Ich kann mir das Problem an sich genau wie du mit Kindheitserlebnissen erklären,mich aber nicht davon überzeugen,das ich keine Angst haben muß wie bei anderen Ängsten oder Blockaden.

Beim ersten Mal hab`ich mich lange nicht getraut,darüber zu reden.Mein Ex konnte dann auch nichts damit anfangen,mein Hausarzt übrigens auch nicht,mein Heilpraktiker war der erste,der mich ernstgenommen hat (PN folgt).

Die akuten Angstattacken sind eine Sache,die ich einigermaßen schnell in den Griff bekommen habe,die habe ich auch nir noch selten und längst nicht so heftig-damit kann ich vom Kopf her umgehen,aber nicht mit dieser generalisierten Angst,die sich nicht äußert,sondern einfach da ist.

Sicher ist es auch Angst,alles wieder zu verlieren...aber nicht nur,darunter drückt noch `was,glaube ich und ich kann es nicht greifen.

@wana:ich weiß,was du meinst,aber ich kann es nicht so empfinden,da fehlt mir wohl das Vertrauen :?

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Astrid Lindgren


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 6:24 pm 
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Beiträge: 7
Hallo Shaoli,

hmh, Angst vor meinem Tod kenne ich ehr nicht so - ehr vor dem der Menschen, die ich liebe.

Woran liegt´s? Hmh, evtl., weil ich nicht glaube, dass nach dem Tod alles vorbei ist. Nein, ich glaube, da ist manches einfacher.

Ich habe mich allerdings auch viel mit dem Tod und dem danach auseinandergesetzt. In einer Zeit, als ich einen krebskranken Freund begleitet habe. Auch er hatte panische Angst vor dem Tod. Da er dachte, danach ist alles aus.

Ich habe gelesen, was nur ging und ihm viel davon erzählt. Irgendwann glaubte wohl auch er, dass danach noch irgendetwas ist. Und siehe da, letztendlich ist er ganz, ganz friedlich gestorben. Ich war dabei und diesen Frieden in diesem Moment werde ich nie mehr vergessen.

Und er ist mir jetzt oft näher als je zuvor!

Nun zu DEINER Angst. Sieh ihr doch mal ins Gesicht? Wovor hast Du Angst? Was genau wäre dann, wenn Du tot bist? Befasse Dich doch mal damit. Schau der Angst mutig ins Gesicht! Meine Angstattacken (in anderen Bereichen) habe ich bewältigt, indem ich einfach mal drüber gestiegen bin. Nüchtern und sachlich nachgedacht. Informiert. Und letztendlich selbst in den Popo getreten. Damit löste sich vieles auf.

Alles Gute für Dich!


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 6:47 pm 
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Hallo Glücksfrosch,

glaub`mir,das habe ich getan.In der Zeit der akuten Panikattacken hätte ich mich am liebsten verkrochen,aus Angst vor der nächsten und davor,sie in der Öffentlichkeit zu bekommen-sogar davor,Besuch zu bekommen hatte ich Angst.Einkaufen gehen,jedes Gespräch an der Haustür,von Behördengängen,mit dem Auto fahren,Schul-und Sportveranstaltungen...ich habe mich ein paar Mal am Tag gezwungen,weil ich wußte,wenn ich mich so gehenlasse,das ich meinen Alltag nicht mehr bewältige,gehe ich unter und mit mir alles,was ich mir vom Leben wünsche.

Aber wie soll man denn über die Angst vor dem Tod steigen? Das es nicht geht,genau das ist ja mein Problem!

Ich konnte mich einigermaßen davon überzeugen,das die Angst nur in meinem Kopf ist-ich habe sie erschaffen,also muß ich sie auch wieder abschaffen können.Davon bin ich völlig überzeugt und es gelingt mir ja auch,mal mehr,mal weniger.

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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 7:06 pm 
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Registriert: So Dez 06, 2009 5:44 pm
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"Und so mache ich mir das Leben schwer mit etwas,wovon ich weiß,das ich es auf einer anderen Ebene zu-und loslassen muß als der des intellektuellen Begreifens,des Egos,vielleicht sogar der Liebe,so,wie ich sie für das und für mein Leben empfinde.

Ich konnte mich einigermaßen davon überzeugen,das die Angst nur in meinem Kopf ist-ich habe sie erschaffen,also muß ich sie auch wieder abschaffen können.Davon bin ich völlig überzeugt und es gelingt mir ja auch,mal mehr,mal weniger."
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Ich weiß das du es kannst, wie du siehst, ist das Wissen hierzu bereits in dir, du schreibst es selbst. Nimm es an, erkenn es an, ganz so wie es ist, auch wenn es für dich noch nicht perfekt ist. Verzeih dir deine Fehler. Sie machen dich u.a. zu dem Menschen der du bist. Das hast du allein geleistet und du weißt wie viel Energie dafür nötig war. Sei einbißchen stolz auf dich und hab dich dafür lieb.

Deinen letzten Satz finde ich sehr eindrucksvoll:
"Davon bin ich völlig überzeugt und es gelingt mir ja auch,mal mehr,mal weniger."

Alles wird gut
WANA


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 8:20 pm 
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Wenn wieder so eine Attacke oder auch nur unangenehme Gedanken kommen, versuche in die Beobachterposition zu gehen und ohne zu werten, die tobenden Gefühle anzuschauen, als gehörten sie nicht zu dir. Wie ein grollender Gewittersturm, der über dich hinweg zieht. Mit ein bißchen Übung entziehst du damit den Ängsten den Boden, weil du erlebst, daß sie nur Gespinste sind, die dich nur dann traktieren und einwickeln können, wenn du dich einnehmen läßt.

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 8:46 pm 
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Hallo Shaoli,

ich finde es gut, dass Du das Thema „offensiv“ angehst und nicht den Kopf in den Sand steckst. Ob mein “Rezept“ ein Patentrezept ist, kann ich nicht sagen, ich habe jedenfalls sowohl die seit etwa 15 Jahren in meinem Kopf rumspukenden Todesgedanken als auch meine Panikattacken weg bekommen. Beides war kombiniert mit hypochondrischen Anwandlungen.

Panikattacken: Meine Panikattacken bin ich losgeworden, indem ich mir – außerhalb einer Attacke - bewusst machte, dass Angst/Panik „nur“ ein höchst unangenehmes Gefühl ist, dass mir aber in der Attacke keine wirkliche Gefahr droht. Dadurch war ich in der Lage, mir vorzunehmen, die nächste Attacke einfach anzunehmen, anstatt sie – wie zuvor – vermeiden zu wollen. Denn wann immer ich merkte, dass die Angst wieder hochkommen wollte, bin ich innerlich in den Widerstand gegangen: „Oh nein, bloß jetzt das nicht!“ Was die Panik nur noch vergrößerte. Ich nahm mir also vor, beim nächsten Anflug nicht dagegen anzukämpfen. Als sie dann kam, die „Nächste“, habe ich innerlich zu ihr gesagt: „Komm ruhig, du kannst mir gar nichts anhaben.“ Die „Nächste“ war glimpflich – und es war die Letzte!

Angst vorm Tod: Das ist – wie ich herausgefunden habe – tatsächlich ein spirituelles Problem. Ich glaube nicht, dass sie damit zusammenhängt, das Positive und Schöne wieder zu verlieren. Denn ich war tief depressiv und hatte diese Angst trotzdem. Da gab es ja gar nichts zu verlieren – jedenfalls nicht meinem Gefühl nach. Ich habe für mich herausgefunden, dass die Angst vorm Tod jeglichem Problem und vor allem jeglicher Angst zugrunde liegt. Natürlich sind auch die Panikattacken Ausdruck dieser Angst.

Mein Problem war: Wie soll ich die Angst vor etwas weg bekommen, von dem ich weiß, dass es unweigerlich eintreten wird? Bei einer Spinnenphobie kann man versuchen, Spinnen zu meiden; bei Platzangst kann man sich entsprechend verhalten – aber dem Tod entgeht man nicht... Spirituell gefärbte, gut gemeinte Äußerungen: „Was da stirbt, das bist nicht DU!“ haben mir nicht wirklich weiter geholfen. Ich konnte das zwar intellektuell verstehen, aber nicht ins Herz nehmen. Bis ich vor einiger Zeit eine Eingebung hatte (mit der sich mein Problem erledigt hat):

Ich habe einen Körper. Dieser Körper wird einmal sterben. Wenn ich diesen Körper habe, kann ich nicht gleichzeitig dieser Körper sein. Ich besitze also diesen Körper, so wie ich einen Gegenstand besitze. Wenn dieser Gegenstand kaputt geht, lebe ich trotzdem weiter. Nachdem ich das verstanden hatte, war die Angst weg. Ich bin zwar die meiste Zeit mit meinem Körper identifiziert – sonst könnte ich schlecht durch dieses Leben kommen. Aber durch diese Erkenntnis habe ich verstanden, dass ich noch nie dieser Körper war.

Das Schöne ist ja: Wenn man mal in sich lauscht und sich fragt, ob es denn sein kann, dass man irgendwann nicht mehr „da“ ist, kommt tief aus dem Innern ein zweifelsfreies „Nein!“. Das heißt, eigentlich wissen wir, dass wir unsterblich sind. Nur der mit dem Körper identifizierte Teil von uns – das Ego – muss Angst haben vor dem Tod. Aber dieses Ego ist ohnehin nur ein Gedankenkonstrukt – es existiert gar nicht wirklich.

Ich hoffe, meine Gedanken helfen ein bisschen weiter.

LG
tiramisu

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Alle dachten immer, das geht nicht. Bis einer kam, der das nicht wusste. Und bei ihm ging es.


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 9:37 pm 
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Tja, da könnte ich dir ja mein Buch empfehlen. Aber 1. darf ich keine Werbung machen und dann gibt es ab 2010 mein Buch nicht mehr. Deswegen egal.
Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Und ich habe deswegen keine Angst mehr vor dem Tod, weil ich gemerkt habe, und das konnte ich nur während die Angst da war, dass es nicht wirklich die Angst vor dem Tod ist. Sondern die Angst z.B. vor der Existenslosigkeit, vor dem Nichts, vor der Trauer meiner Kinder, meines Liebsten usw. Der Tod ist mein Freund, das ist daraus geworden.Der Tod bedeutet, Erlösung, Freiheit usw.
Und ich habe es auch mit der Schilddrüse, auch Panikattacken, alles durchgemacht, was man da nur durchmachen kann. Schilddrüse ist eine Stoffwechselerkrankung (Krankheit als Weg), den Stoff habe ich gewechselt, Mann verlassen usw. Seitdem geht es nur aufwärts. Ach, ich könnte darüber schon wieder ein Buch schreiben. Keine Muße dazu im Moment.
Ich habe inzwischen überhaupt die Angst verloren, sie kommt mich nicht mehr besuchen. Mir hat dabei auch geholfen, die Angst zu personifizieren. Angst jammert immer rum, ist unangenehm. Aber sie kommt immer unangemeldet und lässt sich schwer, eigentlich gar nicht, abweisen.

_________________
Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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BeitragVerfasst: Mi Dez 16, 2009 11:52 pm 
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Registriert: Mi Dez 17, 2008 5:04 pm
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Hmh Shaoli,

dass Du mitten in einer Panikattacke nichts machen kannst, ist mir auch klar.

Versuche doch einmal, in Zeiten, in denen Du Dich sicher fühlst, darüber nachzudenken. Und nur soweit, wie Du Dich noch wohl fühlst. Und immer ein bisschen mehr.

Du schreibst ehr von einer diffusen Angst vor dem Tod. Kannst Du schon genau definieren, wovor? Wenn Du magst, versuche doch mal drüber nachzudenken. Vor dem, was man schon ein bischen kennt, muss man gar nimmer so ne Angst haben.

Und ja, ich kenne die Panikattacken, wie Martina, auch aus einer Zeit, als bei mir alles durcheinander war. Nach einer Trennung und diversem anderen. Ich habe mein Leben neu geordnet, mich viel mit mir befasst, ...und irgendwann schlicht und einfach wieder Urvertrauen gefunden.

Und die Angst einfach nimmer ernst genommen. Es gab nämlich keine wirklichen Gründe, wie ich irgendwann herausfand. Oft ist Angst gut und richtig. Manchmal ist man aber etwas durcheinander und dann kommen komische Ängste. Habe dann angefangen, die Anflüge zu übergehen. Habe mich abgelenkt. Mit Sudoku, malen, puzzlen, ...einfach weggeschoben.

Und irgendwann waren die Ängste einfach weg.

Das schaffst Du schon!

:D


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BeitragVerfasst: Do Dez 17, 2009 7:40 am 
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Beiträge: 8405
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Glücksfrosch hat geschrieben:
... dass Du mitten in einer Panikattacke nichts machen kannst, ist mir auch klar.

Doch, das kann man, ich habe oben beschrieben, wie es geht.
Sich in Ruhe Gedanken zu machen, womit es zusammenhängen könnte, ist natürlich auch wichtig.

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BeitragVerfasst: Do Dez 17, 2009 8:06 am 
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Registriert: Mi Dez 16, 2009 2:11 pm
Beiträge: 24
LIEBE SCHAOLI,

ich weiss sehr gut, wie sich das anfühlt was du da beschreibst; bei mir kam die erste Attacke vor ca. 14 Jahren "aus dem Nicht´s",
ich bin mir ganz sicher, dass der Baustein dafür in der Kindheit liegt, wobei ich niemanden von früher dafür die Schuld gebe - den auch all diese Menschen waren mal Kinder - und so ist das ein Kreislauf.
es ist für mich eine Erklärung woher, aber leben versuche ich damit, nach dem WOFÜR und wozu? dann kommen weitere Lebenserfahrungen und Schicksale dazu, und es kann wieder auftauchen ...
ich habe ANXIOVITA (homöop.) eingenommen - das hilft super gut!
und ich arbeite mit vielen Büchern an mir selbst.

Ich glaube, dass es im Grunde, die Angst ist,
VERLASSEN ZU WERDEN - egal wie ...
und es gibt nur einen Weg um es zu heilen: LIEBE !!!
wenn man sich aufgehoben fühlt, dann wird´s besser;
ich hab eine liebe Beziehung, ich lerne vertrauen in Netzwerke die ich mir selber aufbaue,
und: mein virtueller Name ist nicht umsonst MUTTER ERDE
den ich habe mir mal versucht bewusst zu machen, was dieses Wunder
Planet Erde überhaupt ist,
und das ist für mich der absolute Wahnsinn - so toll.
wenn ich mich einsam fühle, dann denke ich einfach daran, das diese wunderbare Mutter Erde mich trägt - und sie gibt mir alles was ich brauche.

Was den Tod betrifft, war es (und ist teils noch immer) so, dass es mich gruselte - das wurde mir so angelernt als Kind.
mein prsönlicher Weg führt mich "ehrenamtlich in die Hospizarbeit" ...
dadurch lerne ich dieses Thema besser kennen, und ich denke auch, annehmen.
für mich gibt es einen wirklichen Trost,
jeder muss diesen Weg gehen, keiner kann weichen, also keiner kann was falsch machen, nur die Zeit verlängern, oder verkürzen.
Ausserdem glaube ich an einen vorgegebnene Lebensplan. 8)

ich versuche mich meiner Angst zu stellen, in dem ich im Hospiz eine Ausbilung mache (habe ich vor! - weil der Kurs erst 2011 beginnt, aber ich bin schon in Kontakt mit der Gruppe)


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BeitragVerfasst: Do Dez 17, 2009 2:38 pm 
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Registriert: Di Mär 27, 2007 11:15 am
Beiträge: 936
Ich habe mir gedacht,das einige betroffen sind,staune aber doch immer wieder,wie viele Menschen irgendwann eine Angststörung in dieser Form haben-mich entlastet das gerade ein bißchen,denn wenn viele betroffen sind,ist es leichter,sich sagen zu können,das Angst zum Mensch-Sein gehört und nicht nur mein persönlicher Schatten ist.

Was Naike und auch Tiramisu beschreiben,funktioniert tatsächlich,allerdings fand ichs schwer,diese Haltung einzunehmen,wenn die Angst z.B. auf der Arbeit kommt,ich brauchte dafür meine Ruhe.

Tiramisu,ich kann durchaus etwas anfangen mit deinen Gedanken.Macht mir Mut,auch wenn ich sie erst mal ankommen lassen muß.
Ich gebe gern zu,das ich mich absolut mit dem,was von mir sichtbar ist,identifiziere.Zwar glaube ich an andere Formen der Existenz,aber da sie momentan nicht das sind,was ich sein möchte,tröstet mich diese Sichtweise nicht.

Ich habe Krankenschwester gelernt und war lange auf der geschlossenen Geratrie,habe also viele Tote gesehen und mir viele Gedanken darüber gemacht,wie es sein kann,das so viele Menschen Jahre,wenn nicht Jahrzehnte zwischen Leben und Tod schweben.Eigentlich möchte ich gern glauben,das wir sterben,wenn wir bereit sind.Und solange ich das nicht bin,werde ich vielleicht mal mehr,mal weniger Angst davor haben,mein Leben loslassen zu müssen.

Tja,Urvertrauen...da stellt sich mir immer die Frage:wer hat das schon in seiner reinsten Form einfach so? Das hieße,nichts und niemanden zu brauchen,dem man vertrauen kann und ich stelle gerade fest,das ich genau DAS brauche,um meiner Angst das Drama zu nehmen.

Wen ich so darüber nachdenke,ist meine Angst weniger,verlassen zu werden,sondern eher,vergessen zu werden...

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