Obwohl es sehr persönlich ist,ich versuche es jetzt mal,weil ich alleine nicht weiterkomme und auf Anregungen hoffe.Ich hoffe,das ich bei niemandem gefühlte Tabus breche,denn ich möchte natürlich niemanden mit etwas konfrontieren,was ihm vielleicht auch Angst macht...
Ich hatte vor fast 10 Jahren die erste Panikattacke,die vielleicht mit einem Schilddrüsenproblem einherging,aber warum auch immer,da ist mir plötzlich bewußt geworden,das ich sterblich bin,worüber ich mir vorher nie Gedanken gemacht hatte.Eine weitere Attacke hatte ich damals nicht,aber zwei Jahre lang mit düsteren Gedanken über den Tod zu kämpfen,erst ein Heilpraktiker hat mir da `rausgeholfen.
Letztes Jahr habe ich etwa ein Vierteljahr lang heftige Panikattacken ohne ersichtlichen Grund gehabt,wieder einfach nur Angst,zu sterben.Ich würde es gern auf die Trennung von meinem Mann schieben,aber die mag der Auslöser,nicht der Grund gewesen sein.
Ich war sofort wieder beim Heilpraktiker,mit recht gutem Erfolg-keine Panikattacken mehr,aber diegleiche Angst,diegleichen drückenden Gedanken an Krankheit und Tod.
Dabei ist mir gleichzeitig alles,was ich mir gewünscht habe,einfach zugeflogen-beruflich habe ich mir einen Traum erfüllen können,einfach so.Seitdem habe ich das erste Mal seit langem keine Geldsorgen mehr und obendrauf eine neue Beziehung,die so vollkommen meinen Gefühlen und Vorstellungen entspricht,das ich nur sprachlos staunen kann.
Das wichtigste aber-ich war noch nie krank,selbst die eine Grippe,die ich hatte,war in zwei Tagen überstanden.
Mittlerweile bin ich so weit,das ich die Angst zumindest einigermaßen definieren kann.Irgendwie hängt es mit Kindheitserfahrungen zusammen,mit getrennt-werden,mangelndem Urvertrauen wahrscheinlich.So gaga es klingen mag-der Tod,zumindest das "wann",ist heute nun einmal das einzige,was ich nicht beeinflussen kann und deshalb ist er so bedrohlich,das einzige,was mich jederzeit trennen kann von dem,was ich liebe.Ob ich will oder nicht.
Und so mache ich mir das Leben schwer mit etwas,wovon ich weiß,das ich es auf einer anderen Ebene zu-und loslassen muß als der des intellektuellen Begreifens,des Egos,vielleicht sogar der Liebe,so,wie ich sie für das und für mein Leben empfinde.
Es würde mich interessieren,wie andere mit diesem Thema umgehen,immer noch in der Hoffnung,niemanden mitzuziehen...
