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Ach, das mit dem totsein ist ein Hammer Thema.
Zur Trauer, da gibt es einmal den einen Teil, wo man eine Person vermißt. Trauern ist gesund. Trauern ist immer gesund. Irgendwie gibt es "Geschenke" für die Seele, wenn man durch den dicken Schmerz durch ist. Kann ich kaum erklären. Da ich selber grade trauere (allerdings nicht, weil wer tot ist), finde ich, wegen der Größe des Schmerzes in dieser Erkenntnis grade keinen Trost. Ist man aber durch, ist man irgendwie tiefer, man empfindet tiefer.
Der zweite Teil ist, wie geht das mit dem totem Menschen weiter. Totsein als schrecklicher Zustand? Und diese Haltung, dass totsein schön ist, gibt Trost. Eine ehemalige Freundin von mir war mehrmals klinisch tot, im Zusammenhang mit Op s. Die sagte, Totsein ansich ist schön, wunderbar, könnte man süchtig nach werden. Ingmar Bergmann sagte von einem ähnlichem Erleben, Totsein wäre der totale Frieden und sehr heiter. Er wollte aber noch weiter leben, weil er noch was tun wollte, so ist er dann zurückgegangen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich keinen Schimmer, ob und wie es nun wirklich ist. Ich komme nur immer mehr dahin, dass es sowas wie eine spirituelle Kraft gibt. Und wenn ich mich mit der verbunden fühle, fühle ich immer Liebe, also was schönes. Und wenn ich so weiter spekuliere, dass tote Menschen das dann auch fühlen, nur immer, das ist doch tröstlich.
Ich weiß es von eigenen Verlusten, von toten Menschen in meiner Nähe, dass dieses andere Bild von totsein mich tröstet. Vorher hatte ich so ein Bild, diese spezielle Person hatte kein schönes Leben, starb total plötzlich und fühlt sich jetzt bestimmt gräßlich, mal ganz naiv ausgedrückt. Das hielt mich zusätzlich im Schmerz der Trauer fest. Mit einem leichterem schönerem Bild von totsein fühle ich mich auch besser. Dann kann ich leichter meinen Schmerz des Verlustes ansehen. Und mich besser durch die Trauer arbeiten.
Ich habe die Erfahrung gemacht, bei einem sehr persönlichem Trauerprozess, wo ich mir auch hilfreiche Gesprächspartner geholt habe, dass es einerseits sehr sehr schmerzte, andererseits ich mich selten so lebendig gefühlt habe. So mit mir verbunden wie selten.
keine Ahnung, ob das wer nachvollziehen kann.
meowCat, hast Du denn Ansprechpartner für Deine Trauer Gedanken oder machst Du das mit Dir alleine aus? Manche Trauer Gruppen sind erstaunlich hilfreich. Ich drücke Dir die Daumen und grüße ganz doll freundlich zu Dir rüber
Tinchen
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